Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 4 Min.

NA DANN: GUTE NACHT!


Spa Inside - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 01.07.2020

Wir brauchen ihn mehr als Essen und Trinken - Schlaf. Ausreichend und erholsam, denn das ist die Basis für unsere Gesundheit. Doch nur einem Viertel der Erwachsenen in Deutschland ist er vergönnt. Immer mehr Menschen haben Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen, etwa 80 Prozent schlafen nicht genug.


Artikelbild für den Artikel "NA DANN: GUTE NACHT!" aus der Ausgabe 4/2020 von Spa Inside. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Spa Inside, Ausgabe 4/2020

Schon gewusst?

Wussten Sie schon, dass … … wir gut ein Drittel unseres Lebens im Bett verbringen?

… bei jedem Menschen die Gene vorgeben, wie viel Schlaf er braucht? Für die meisten sind es zwischen sechs und acht Stunden. Einige brauchen aber mehr, andere weniger.

Was für eine Nacht! Der Wecker klingelt und ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 3,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Spa Inside. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 4/2020 von KRAFTORT: in den Bayerischen Alpen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
KRAFTORT: in den Bayerischen Alpen
Titelbild der Ausgabe 4/2020 von NEWS: WELTWEIT SCHÖNER ENTSPANNEN. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
NEWS: WELTWEIT SCHÖNER ENTSPANNEN
Titelbild der Ausgabe 4/2020 von YOGA. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
YOGA
Titelbild der Ausgabe 4/2020 von „In den ersten drei Stunden haben wir den meisten Tiefschlaf.“. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
„In den ersten drei Stunden haben wir den meisten Tiefschlaf.“
Titelbild der Ausgabe 4/2020 von Beautystunden: Schönheit über Nacht. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Beautystunden: Schönheit über Nacht
Titelbild der Ausgabe 4/2020 von Hotels mit Stil …und das Budget im Griff. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Hotels mit Stil …und das Budget im Griff
Vorheriger Artikel
YOGA
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel „In den ersten drei Stunden haben wir den meisten Tiefschla…
aus dieser Ausgabe

... wir fühlen uns völlig gerädert. Von wegen: ausgeschlafen und frisch und erholt aufstehen … Schon das Einschlafen wollte gar nicht gelingen. Eine gefühlte Ewigkeit haben wir uns unruhig hin und her gewälzt und auf das Sandmännchen gewartet. Im Kopf drehte sich das Gedankenkarussell um Probleme, die uns schon tagsüber beschäftigt hatten. Mal war uns zu warm unter der Decke, dann zu kalt. Und noch dazu sägte der Partner ganze Wälder ab. Eine gute Nacht sieht anders aus. Und dass es Millionen anderen Menschen genauso geht, tröstet da auch nicht wirklich. Doch wie geht das, gut ein- und vor allem durchzuschlafen? Und wie viel Schlaf braucht der Mensch überhaupt? Zweite Frage zuerst: Ein Säugling benötigt ungefähr 16 Stunden Schlaf oder mehr, der Jugendliche im Durchschnitt neun und Erwachsene fühlen sich nach sieben bis acht Stunden erholt. Manche Menschen kommen auch mit sechs Stunden Schlaf prima aus. Kritisch wird es nur, wenn auf Dauer weniger als sechs Stunden geschlafen wird. Das reicht dem Körper nicht, um wirklich zu regenerieren. Dass wir nachts mehrmals aufwachen (sogar bis zu 30-mal) ist ganz normal und hat (noch) nichts mit Schlafstörungen zu tun. Wichtig ist nur, innerhalb von zwei bis drei Minuten sofort wieder ein- und weiter zu schlafen. Dann ist der gesunde Schlafrhythmus nicht gestört und morgens können wir uns nicht mal mehr daran erinnern.

Ab ins Bett!

Bei Menschen mit Schlafstörungen gerät allerdings der Rhythmus der Nacht durcheinander. Die fünf Phasen - Einschlaf-, Leichtschlaf- und stabile Leichtschlafphase, die etwa 50 Prozent unseres Schlafs ausmachen, dazu Tiefschlaf-und REM- oder Traumschlafphase - folgen nicht mehr ungestört aufeinander. Meist ist vor allem die erste Phase, die Einschlafphase, übermäßig lang. Völliges Chaos entsteht, wenn häufiges, längeres Aufwachen den Rhythmus stört.
Im Tiefschlaf, er dauert etwa eineinhalb bis zwei Stunden und hat die größte Auswirkung auf unsere Gesundheit, ist der Körper ganz auf Regeneration programmiert. Wird er immer wieder unterbrochen, sind wir morgens müde, erschöpft und übellaunig. Wer regelmäßig zu wenig schläft, hat nachweislich ein erhöhtes Risiko für Krankheiten, etwa für Herz-Kreislauf-Probleme, Arteriosklerose, Übergewicht und Diabetes. Deshalb versuchen viele Menschen, am Wochenende besonders lange im Bett zu bleiben. Damit werden die Akkus wieder aufgeladen und wir können uns von den Strapazen des Schlafdefizits der Wochentage erholen. Das gelingt allerdings nur zum Teil, denn der Schlaf-Wach-Rhythmus ist gestört. Wer also Freitagabend feiert und erst spät ins Bett fällt, kann vielleicht seine gewohnten acht Stunden irgendwie durchschlafen. Aber eben nur irgendwie und nicht in der normalen Qualität … Die innere Uhr ist am Samstagmorgen nämlich schon auf Aktivität gestellt, und damit wird der Schlaf leichter und weniger erholsam.

7 Tipps für einen besseren Schlaf

1 NACHTMAHL Mit vollem Bauch im Bett zu liegen ist unangenehm. Die Verdauung muss über Nacht hart arbeiten, wodurch wir schlechter schlafen. Deshalb lieber früher und leichter essen. Michprodukte, Nüsse, Avocado, Haferflocken sind top, sie enthalten viel Melatonin.

… Frühaufsteher und Nachteulen ihrer inneren Uhr folgen? Ein Leben gegen die innere Uhr mündet meist in Erschöpfung. Und ein Mittagsschlaf hilft nur, wenn er unter 20 Minuten bleibt.

Ebenso wenig, wie sich Schlaf nachholen lässt, kann er „gehortet“ werden. Unser Körper kann die Erholung nicht speichern. Es macht also keinen Sinn, am Nachmittag schon mal zwei Stunden vorzuschlummern - in der Hoffnung, für die Online-Konferenz am nächsten Morgen fitter zu sein wird. Die Müdigkeit wird genauso groß sein wie ohne das Nickerchen. Also lieber: regelmäßig rechtzeitig ins Bett gehen und sich die genannten Tipps zu Herzen nehmen. Dann wünschen wir: eine gute erholsame Nacht und schöne Träume!

Wie ist das mit dem: Licht?

UNSERE INNERE UHR hat unseren Tagesablauf fest im Griff. Sie kontrolliert, wann wir müde und wann wir uns topfit fühlen. Gesteuert wird die innere Uhr im Gehirn, dort wo auch der zirkadiane Rhythmus kontrolliert wird. Zirkadian ist lateinisch und bedeutet so viel wie „zirka ein Tag“. Ungefähr 24 Stunden schlägt auch unsere innere Uhr. Licht ist dabei der wichtigste Taktgeber. Je mehr wir uns Licht, auch künstlichen Lichtquellen (Handy, TV …) aussetzen, desto geringer die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Ist es dunkel, schüttet das Hirn vermehrt Melatonin aus und macht uns müde. Wird der Tag-/Nachtrhythmus im Alltag durch einen stressigen Job oder Schichtarbeit über einen längeren Zeitraum ignoriert, kann das zu Schlafstörungen und Konzentrationsmangel führen.

2 SANFT AUSKLINGEN Ein kleiner Spaziergang am Abend, leichte Gymnastik oder Yoga-Übungen tun gut und sind schlaffördernd. Auch Lesen hilft, zur Ruhe zu kommen - es muss ja kein Krimi sein.

3 RITUALE Ein allabendliches Ritual hilft dabei, sich mental und physisch auf den Schlaf vorzubereiten.Etwa ein warmes Bad bei Kerzenschein, eine Tasse Kräutertee oder Milch, leise Musik …

4 PRIMA KLIMA Bei 18 bis 20 Grad Celsius schläft es sich am besten. Lüften Sie zehn Minuten vor dem Zubettgehen und dunkeln Sie den Raum ab. Ein Kissenduft, zum Beispiel mit Lavendel, entspannt.

5 OFFLINE Handy und Co. raus aus dem Schlafzimmer. Das blaue Licht des Handy-Displays gaukelt dem Körper vor, es sei helllichter Tag. So wird die Produktion des Schlafhormons Melatonin gehemmt.

6 KEIN GLÄSCHEN Ein Glas Bier oder Wein am Abend entspannt und soll auch das Einschlafen fördern? Falsch! Denn Alkohol stört die wichtigen REM-Phasen, in denen sich der Körper erholt.

7 REGELMÄSSIGKEIT verbessert den Tiefschlaf. Täglich zur gleichen Zeit ins Bett gehen und zur gleichen Zeit aufstehen - auch am Wochenende! Für die innere Uhr ist das sehr wichtig - denn der Tiefschlaf reagiert auf sich ständig ändernde Schlafenszeiten sehr sensibel.


Fotos: Shutterstock/ Dean Drobot, irkus, Moonchild