Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 2 Min.

NACHGEFRAGT BEI ANNA-LENA FRIEDSAM: „ICH SEHE DIE TOUR ALS GROSSES GESCHENK“


tennisMAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 60/2019 vom 17.05.2019

Die 25-Jährige über ihr Comeback nach zwei Schulter-OPs


Artikelbild für den Artikel "NACHGEFRAGT BEI ANNA-LENA FRIEDSAM: „ICH SEHE DIE TOUR ALS GROSSES GESCHENK“" aus der Ausgabe 60/2019 von tennisMAGAZIN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: tennisMAGAZIN, Ausgabe 60/2019

WIEDER DA: Anna-Lena Friedsam kämpfte sich in Stuttgart erfolgreich durch drei Quali-Matches.


Frau Friedsam, Sie sind nach zwei Schulteroperationen auf die Tour zurückgekehrt. Wie geht es Ihnen?
Gut. Ich habe beim WTA-Turnier in Stuttgart vier Einzel in vier Tagen gespielt. Es geht in die richtige Richtung. Ich bin wieder voll da.

Wie haben Sie die tennisfreie Zeit verbracht?
Nach der ersten Schulteroperation 2016 lag ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 3,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von tennisMAGAZIN. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 60/2019 von OPERNBALL. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
OPERNBALL
Titelbild der Ausgabe 60/2019 von TOPS & FLOPS. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TOPS & FLOPS
Titelbild der Ausgabe 60/2019 von TURNIERE FRENCH OPEN: ZAUBERLEHRLING AUF SAND. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TURNIERE FRENCH OPEN: ZAUBERLEHRLING AUF SAND
Titelbild der Ausgabe 60/2019 von TURNIERE VORSCHAU FRENCH OPEN INTERVIEW ” ROLAND GARROS IST MAGISCH. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TURNIERE VORSCHAU FRENCH OPEN INTERVIEW ” ROLAND GARROS IST MAGISCH
Titelbild der Ausgabe 60/2019 von TURNIERE: UNSERE FAVORITEN FÜR ROLAND GARROS. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TURNIERE: UNSERE FAVORITEN FÜR ROLAND GARROS
Titelbild der Ausgabe 60/2019 von KOLUMNE: WASKES WELT. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
KOLUMNE: WASKES WELT
Vorheriger Artikel
TOPS & FLOPS
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel TURNIERE FRENCH OPEN: ZAUBERLEHRLING AUF SAND
aus dieser Ausgabe

Wie haben Sie die tennisfreie Zeit verbracht?
Nach der ersten Schulteroperation 2016 lag das Augenmerk darauf, so schnell wie möglich fit zurückzukommen. Nach der zweiten Operation 2018 habe ich meinen Blickwinkel etwas verändert, weil ich wusste, wie lange es dauert, bis diese Verletzung wirklich ausheilt. Deswegen habe ich mich auf andere Dinge konzentriert und auch meinen Trainerschein gemacht.

Gab es nach der zweiten Schulteroperation Gedanken an ein Karriereende?
Nein. Ich liebe den Tennissport zu sehr. Ich hätte mich nicht damit zufrieden gegeben, auf diese Weise aufzuhören.

Tommy Haas wurde viermal an der Schulter operiert. Wie verlief bei Ihnen die Reha?
Ich habe sie in Blöcken absolviert. In der intensiven Zeit habe ich zwei, drei Wochen am Stück in Kiel verbracht mit vier Stunden Reha am Tag. Es war sehr zäh. Mein Vorteil war, dass ich von guten Physios behandelt wurde, zuhause in Neuwied von dem Physio, der auch Tommy Haas betreut hat, und in Kiel von Tim Höper. Er gab mir Tipps und sprach mir Mut zu, wenn es mal etwas länger dauerte.

Was haben Sie während der Auszeit über sich gelernt?
Dass man vieles, was man hat, als selbstverständlich betrachtet. Das wird dir erst bewusst, wenn es dir genommen wird. Man muss die Sachen wertschätzen, die man hat. Ich konnte meinen Arm kaum heben. Als ich die Australian Open im Fernsehen schaute und die Spielerinnen aufschlagen sah, konnte ich mir nicht vorstellen, wie ich jemals wieder servieren sollte. Ich bin sehr dankbar, wieder auf dem Niveau zu sein, dass ich professionell Tennis spielen kann.

Wer hat Ihnen auf dem Weg zur Rückkehr auf dem Platz geholfen?
In erster Linie natürlich meine Familie. Der Deutsche Tennis Bund hat mir beim Wiedereinstieg mit Wildcards geholfen. Zudem wurde mir auf bei den US-Turnieren Fed Cup-Trainer Jens Gerlach als Betreuer zur Seite gestellt.

Im deutschen Fed Cup-Team klafft eine größere Lücke hinter der Generation Kerber, Görges, Petkovic & Co. Sie galten vor Ihrer Verletzung als Hoffnungsträgerin. Können Sie die Lücke schließen?
Alle Spielerinnen sind noch voll dabei. Sie sind in der Blüte ihrer Zeit und werden hoffentlich noch ein paar Jahre spielen. Ich stand zwar einmal im Fed Cup-Kader, konnte aber noch kein Fed Cup-Match bestreiten. Mich würde es stolz machen, für Deutschland zu spielen. Der Fed Cup ist ein Teamwettbewerb. Ich alleine werde die Lücke nicht schließen können.

Wie lautet Ihre Zielsetzung für 2019?
Die Verletzungszeit hat mich zu einer anderen Persönlichkeit geformt. Ich sehe die Tour als großes Geschenk und möchte das Beste mit der Zeit machen, die ich als Tennisprofi habe. Für mich steht an oberster Stelle, 2019 gesund zu bleiben.Interview: Christian Albrecht Barschel


FOTO: GETTY IMAGES