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NACHGEFRAGT BEI DANIEL MASUR: „NUR TENNIS WÜRDE MICH NICHT AUSLASTEN“


tennisMAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 60/2020 vom 15.05.2020

Der 25-Jährige, ATP-Position 250, über die Corona-Krise, sein Studium und seine Forderungen an die Veranstalter


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Bildquelle: tennisMAGAZIN, Ausgabe 60/2020

NATIONALSPIELER: Daniel Masur trat 2016 für das deutsche Davis Cup-Team gegen Polen in Berlin an.


35 Millionen Euro will der französische Tennisverband ausgeben, um Vereine, Trainer, Spieler und Funktionäre in Frankreich während der Coronakrise finanziell zu unterstützen.

50 Partien haben Novak Djokovic und Roger Federer schon gegeneinander ausgetragen. Der Serbe führt mit 27 zu 23 Siegen. Federer allerdings konnte insgesamt mehr Sätze (74:72) und mehr Spiele (761:740) für sich entscheiden. ...

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50 Partien haben Novak Djokovic und Roger Federer schon gegeneinander ausgetragen. Der Serbe führt mit 27 zu 23 Siegen. Federer allerdings konnte insgesamt mehr Sätze (74:72) und mehr Spiele (761:740) für sich entscheiden.

53 Prozent der insgesamt 49.803 größten Sportevents des Jahres könnten noch 2020 stattfinden – bestenfalls. Zu dem Schluss kommt die US-Sportmarketing-Agentur Two Circles. Sie fand heraus, dass fast die Hälfe der Events dem Coronavirus zum Opfer fallen wird.

2.000.000 Handy-Nachrichten in 40 Stunden erhielt Maria Sharapova, nachdem sie in sozialen Netzwerken ihre Telefonnummer veröffentlicht hatte. Sie wollte in Quarantäne-Zeiten ihren Fans persönlich beistehen.

18 nationale Profiturniere will der spanische Tennis-Verband noch in diesem Jahr ausrichten. Sechs sind für spanische Top 100-Profi gedacht (ATP & WTA), weitere zwölf für Spieler und Spielerinnen, die zwischen den Weltranglisten-Positionen 100 bis 500 stehen.Z

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Herr Masur, die Tennis-Tour ist derzeit stillgelegt. Wie beurteilen Sie die Entscheidung der Verantwortlichen?
Rückblickend war die Entscheidung alle Turniere abzubrechen, auch um keine Wettbewerbsverzerrung stattfinden zu lassen, absolut richtig. Man konnte nicht mehr uneingeschränkt reisen. Das gab es in der Geschichte noch nie.

Die French Open sollen nun knapp zwei Wochen nach den US Open starten. Was denken Sie über diese kontrovers diskutierte Verlegung?
Mit Position 250 kann ich wenig dazu sagen. Ich denke, dass es für Hauptfeldspieler eine große Herausforderung darstellt, in zwei Wochen den Übergang zwischen den Turnieren, mit Belagund Kontinentwechsel, zu meistern. Aber ich habe erstmal das Ziel, bei der Quali mitzuspielen. Unabhängig vom Termin würde ich mich freuen, wenn ich beide Turniere 2020 spielen kann. Deshalb ist es für mich unerheblich, ob sie zwei oder vier Wochen auseinander liegen.

Viele Profis, die ein ähnliches Ranking wie Sie haben, sorgen sich nun massiv um ihre weitere Karriere. Geht es Ihnen ähnlich?
Ich bange nicht um meine Karriere. Ich bin 25, jung, gesund und habe viel Spaß am Tennis. Ich habe jetzt die einmalige Chance, drei Monate lang meine Fitness zu verbessern. Mein Körper hat gerade über einen langen Zeitraum viel Ruhe, was in den nächsten Jahren nicht mehr der Fall sein wird. Finanziell wirkt sich das nur dahingehend aus, dass ich aktuell keine Preisgelder einspielen kann.

Sie studieren parallel Finanzmanagement. Wie können Sie Studium und Tennis gleichzeitig meistern?
Da ist viel Disziplin gefragt. Gerade schaffe ich dreimal soviel Lernstoff wie sonst. Ich habe das Studium angefangen, weil absehbar war, dass ich irgendwann mal verletzt sein werde. Damit habe ich eine weitere Vollzeitbeschäftigung und komme in anderen Lebensbereichen voran. Nur Tennis würde mich nicht voll auslasten.

Wie sieht Ihr momentaner Tagesablauf aus?
Ich stehe, wie sonst auch, früh gegen sieben Uhr auf. Dann lerne ich meistens ab acht bis 15 oder 16 Uhr. Nachmittags gehe ich laufen und fokussiere mich auf Übungen im Kraft- und Stabilisationsbereich. Abends koche ich meistens und bin dann immer ziemlich müde.

Sie bieten derzeit Online-Coaching an. Wie kann man sich das vorstellen?
Von Videoanalyse bis Ausarbeitung eines Trainingsplans mache ich eigentlich alles. Es kommt immer darauf an, wie die Zielsetzung lautet. Für mich geht es darum, den Leuten einen Mehrwert zu bieten und ihnen individuelle Tipps von einem aktiven Profi an die Hand zu geben.

Welche Wünsche würden Sie an Turnierveranstalter, ATP oder ITF richten?
Für uns Spieler wäre es gut, wenn viele Turniere später in diesem Jahr nachgeholt werden können. Ich weiß nicht, ob das möglich ist. Ich würde mir wünschen, dass nach der Pause anstelle von vier bis fünf Turnieren pro Woche vielleicht sieben oder acht stattfinden könnten. Wenn das genehmigt werden würde, könnten sich die Spieler auf mehr Turniere verteilen.