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NACHHALTIGE GEMEINSCHAFT


EatSmarter! - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 25.08.2021

SMART & NACHHALTIG

Aber was genau steckt dahinter?

Bei diesem Konzept tragen mehrere private Haushalte die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs, im Gegenzug erhalten sie dessen gesamten Ertrag. Grundlegend garantieren die Mitglieder die Abnahme der Erzeugnisse und zahlen im Vorfeld einen festgelegten, meist monatlichen Betrag. Dieser wird dann für alles verwendet, was notwendig ist, damit die Bauern wirtschaften können. Geteilt werden somit nicht nur Ausgaben und Ernte, sondern auch Verantwortung und Risiko wie etwa bei geringer Ausbeute.

Dementsprechend werden hierbei gleichzeitig das Endprodukt sowie der gesamte Hof finanziert.

Nicht nur für Gemüseexperten gedacht

Artikelbild für den Artikel "NACHHALTIGE GEMEINSCHAFT" aus der Ausgabe 5/2021 von EatSmarter!. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: EatSmarter!, Ausgabe 5/2021

Aktuell gibt es in Deutschland über 360 gelistete SoLaWis.

Egal, ob Sie fürs Gärtnern geboren wurden oder einfach mal etwas Neues ausprobieren möchten – hier ist Platz für alle, die Lust auf ökologische Ernährung haben.

Diese Form der Versorgung ist offen für jeden. Geteilt wird jedoch stets ...

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... die Leidenschaft für den Anbau. Das Netzwerk spricht sich dabei ganz klar gegen Diskriminierung aus.

Um die Bauern abzusichern, ist ein regelmäßiger Beitragssatz unabdingbar. Er variiert nach gemietetem Anteil wie auch Sortimentsgröße.

Planung ist wichtig, daher werden die Plätze bloß zum Saisonstart vergeben. Nur wenn ein aktuelles Mitglied aussteigt, ist Nachrücken möglich.

Eine klare Win-win-Situation

Die Solidarische Landwirtschaft ist sowohl für alle Beteiligten als auch für unsere Umwelt eine hervorragende Idee. Entdecken Sie die Vorteile der Methode für die verschiedenen Parteien auf einen Blick:

Verbraucher

Wer möchte, kann beim Anbau selbst Hand anlegen und mitgestalten, welche Leckerbissen als nächstes in die Erde kommen sollen.

Mit vollkommener Transparenz gelangt die Ware frisch und unbehandelt ohne Zwischenhändler zu Ihnen.

Vor Ort gibt es einen unschlagbaren Einblick in die gesamte Erzeugung. Da staunen Groß und Klein.

Die saisonalen und regionalen Güter schmecken besonders intensiv, da erst geerntet wird, wenn der Reifezeitpunkt perfekt ist.

Erzeuger

Durch die festen Beiträge entsteht eine finanzielle Absicherung, auch bei Ernteausfällen. Der Handlungsspielraum kann dadurch erweitert und nachhaltiges Wirtschaften ermöglicht werden.

Dank der aktiven Mitgliedermitarbeit gibt es sowohl draußen wie auch im Büro Unterstützung.

Aufgrund der Unabhängigkeit vom freien Markt gewinnen die Höfe an Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit.

Viele Landwirte entwickeln wieder mehr Freude an der Arbeit, da sie direkt sehen, für wen sie ackern.

Natur

Stärkere Autonomie führt zu mehr Artenvielfalt, da alte, oft vergessene Obst- und Gemüsesorten erneut ins Spiel kommen.

Pflanzenrotation erhöht die Fruchtbarkeit der Böden, weil diese so nicht nur von einer Sorte und ihren Bedürfnissen ausgelaugt werden.

Wegfallende Transportwege sowie Verpackungen verringern den CO 2 -Ausstoß und schützen unser Klima.

Kaum etwas landet im Abfall, da alles an feste Abnehmer aufgeteilt wird. Reste werden verschenkt.

Die besten Tipps aus dem EAT SMARTER- Redaktionsteam, um durchzustarten:

Iris Lange-Fricke

Die Leiterin des EAT SMARTER-Teams Food & Nutrition legt viel Wert auf bewusste Ernährung und ist daher stolzes SoLaWi-Mitglied.

Wie finde ich den richtigen Betrieb?

Unter www.solidarischelandwirtschaft.org sind die beteiligten Höfe und ihre Angebote zusammengetragen.

Prüfen Sie einfach, welcher zu Ihren Vorlieben passt.

Wie hoch sind die Mitgliedsbeiträge?

Die Kosten belaufen sich im Monat auf 55 bis 120 Euro, je nachdem, ob Sie einen vollen oder halben Anteil mieten.

SoLaWis mit tierischen Produkten kosten etwas mehr.

Wann bekomme ich die Lebensmittel?

In regelmäßigen Abständen, meistens im Wochentakt, können Sie sich die bunte Vielfalt abholen. Welche Feldhelden es gibt, ist hierbei saisonabhängig.

PACKEN SIE MIT AN

Jedes Mitglied darf sich freiwillig bei gemeinsamen Terminen zum Anpf lanzen und Ernten einbringen. Sie möchten noch mehr tun?

Super! Auch bei den nächsten Schritten sind viele f leißige Hände gefragt: Brote backen, Früchte einlegen oder neue Lieferungen an die Depots ausfahren – Hilfe wird immer gern angenommen.

An die Bedürfnisse angepasst

Warum etwas verändern, wenn die Auswahl im Supermarkt keine Grenzen kennt? Ganz einfach: weil der Schein trügt. In den Läden finden Sie die Produkte, die vom Markt gefordert werden. Entscheiden können Sie hier lediglich, was Ihnen aus dem Angebot am besten gefällt. Sind Sie jedoch unmittelbar am Anbau beteiligt, sieht das anders aus.

Alles, was Ihr SoLaWi-Betrieb erwirtschaftet, ob nun Feldfrüchte, Verarbeitetes oder Fleisch, geht ausschließlich und direkt an Sie sowie die anderen Mitglieder. Die Produktauswahl ist vielfältig und abwechslungsreich, schon allein, weil diese saisonabhängig ist. Zudem können Sie sich und Ihre Wünsche insbesondere bei der Weiterverarbeitung, etwa zu Marmeladen oder Milchprodukten, einbringen. Natürlich müssen die Landwirte beachten, welche Gemüse- oder Obstsorten für den Standort geeignet sind, doch bei dieser Entscheidung haben Sie oft ebenfalls Mitspracherecht. Je probierfreudiger Ihre Gemeinschaft ist, desto spannender und bunter wird Ihr Speiseplan. Alte Klassiker wie Stielmus, Schwarzwurzel und Postelein, die in den Geschäften selten zu finden sind, landen so auf Ihrem Teller. Und das zahlt sich nicht nur für die Vielfältigkeit aus. Auch das Aroma der Erzeugnisse wird durch häufigen Sortenwechsel intensiver. Denn aufgrund dessen werden stets unterschiedliche Nährstoffe aus der Erde benötigt und die Pflänzchen sind top ausgestattet.

Dauerhaft mit dem Besten vom Feld versorgt

Der Ertrag eines gesamten Hofes reicht in der Regel aus, um alle beteiligten Mitglieder sowie die dazugehörigen Haushalte mit frischen, naturbelassenen und nachhaltig erwirtschafteten Leckereien zu beliefern. Falls dabei sogar so viel anfällt, dass Sie mit dem Schlemmen gar nicht hinterherkommen, zeigen wir Ihnen in unserem LichtBlick-Blog, wie Sie diese und auf anderem Wege ergatterten Produkte haltbar machen können. Dadurch kann Lebensmittelverschwendung aktiv vermieden und die Umwelt geschont werden.

Noch mehr nachhaltig beeindruckende Informationen gibt es unter: www.eatsmarter.de/grueneslicht