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NACHRICHTEN


Binnenschifffahrt - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 17.02.2020

GATEWAY BASEL NORD: Weiterer Rückschlag für neues Containerterminal

Laut einer Entscheidung des Schweizer Bundesgerichts haben die Schweizerischen rheinhäfen (SrH) die rechte von Swissterminal verletzt. Vorausgegangen war eine Beschwerde des terminalbetreibers.

Das Bundesgericht hebt den gegenteiligen Entscheid des Kantonsgerichts Basel-landschaft als Vorinstanz auf. Damit könnte sich die realisierung des umstrittenen Großrojektes eines trimodalen terminals »Gateway Basel Nord« weiter verzögern.

Die Schweizerischen rheinhäfen hatten auf öffentliche ausschreibungen des Projekts verzichtet und der privaten Swissterminal aG, die heute ebenfalls im Rheinhafen in Kleinhüningen tätig ist und diesen Standort infolge der Kündigung durch die SrH 2029 verlieren wird, die ausfertigung einer beschwerdefähigen Verfügung zum Verzicht auf die ausschreibungen verweigert. Swissterminal führte dagegen Beschwerde.

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Bildquelle: Binnenschifffahrt, Ausgabe 2/2020

In den Planungen für das neue Terminal gibt es immer wieder Verzögerungen


© Gateway Basel Nord

Das Kantonsgericht Basel-landschaft stellte sich mit Entscheid vom 20. Februar 2019 hinter die Rheinhäfen und wies die Swissterminal-Beschwerde ab. Daraufhin zog Swissterminal vor das Bundesgericht.

Mit Entscheid vom 21. Januar 2020 hat das Bundesgericht die Beschwerde nun gutgeheißen und den Entscheid der Vorinstanz aufgehoben. Seit Januar ist der internationale Containerterminalbetreiber DP World mit 44% am aktienkapital der Swissterminal Holding aG beteiligt.

MODERNISIERUNG DES SCHIENENVERKEHRS: Bund stellt 11 Mrd. € bereit

Die Bundesregierung stellt zusätzliche 11Mrd. € bis zum Jahr 2030 zur Verfügung, um die Schiene zu stärken. Das Geld soll je zur Hälfte für Eigenkapitalerhöhungen der Eisenbahninfrastrukturunternehmen des Bundes und als Zuschüsse ausgezahlt werden. Damit sollen die finanzielle Stabilität der Infrastruktur und die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors gestärkt werden. Insgesamt wird in vier Bereiche investiert (robustes Netz, Digitale Schiene, attraktive Bahnhöfe und Eigenwirtschaftliche Infrastrukturmaßnahmen).

Jeweils 4Mrd. €, gleichzeitig die höchsten Summen, sind für das »robuste Netz« und die »Digitale Schiene« vorgesehen. Sie beinhalten Investitionen in Stellwerke, kleine und mittlere Maßnahmen an überlasteten Schienenwegen sowie die Realisierung von Etappen des Deutschlandtakts. Ebenso fließen die Mittel in Streckenelektrifizierung für die Güterbahnen, Infrastruktur für alternative Antriebe und in terminals des kombinierten Verkehrs, Zugbildungsanlagen sowie die anbindung von Gleisanschlüssen. Die Mittel stehen ebenso für das »Starterpaket« sowie den Flächenrollout der Europäischen leit- und Sicherungstechnik EtCS sowie Digitaler Stellwerke bereit. Investitionen in digitale Bahntechnologien sind ebenfalls geplant.

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Bildquelle: Binnenschifffahrt, Ausgabe 2/2020

DE HOOP: Lüftner bestellt 17. Flusskreuzer

Die reederei lüftner Cruises hat bei der niederländischen Werft De Hoop ein weiteres Flusskreuzfahrtschiff der amadeus-Baureihe bestellt. Die auslieferung ist für Frühjahr 2021 geplant. Das 17. Passagierschiff der österreichischen reederei wird »amadeus Cara« heißen und soll vorwiegend auf rhein und Donau eingesetzt werden. laut reederei-Chef Wolfgang Lüftner macht die »enorme Nachfrage« den Kapazitätsausbau »notwendig«.

Die »Amadeus Cara« verfügt über 72 Kabinen und zwölf Suiten mit absenkbaren Panorama-Fenstern. Die achttägige Jungfernfahrt auf der Donau startet Ende april 2021 in Passau. auch reisen bis ans Schwarze Meer werden angeboten, außerdem rhein-routen zwischen amsterdam und Basel.

BDB: Zuwachs durch Lambers Reederei

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) hat in der lambers Reederei ein neues Mitglied gefunden. Das Schifffahrtsunternehmen mit Sitz in Spelle verstärkt ab sofort das Netzwerk des Verbandes.

»Durch unsere Mitgliedschaft im BDB vollziehen wir den Schulterschluss mit einem starken Branchenverband«, sagt Sebastian otte, Geschäftsführer der lambers reederei. Die Binnenschifffahrt verfüge über das Potenzial, um künftig noch mehr Güter zu übernehmen und insbesondere klimaschonend zu transportieren, gerade auch im Hinterlandverkehr der deutschen Seehäfen. »Der BDB ist für uns ein hervorragendes Netzwerk, um die Entwicklung der Wasserstraßeninfrastruktur voranzutreiben und die Plattform, um eine personell gut aufgestellte Verwaltung zu gewährleisten«, bekräftigt otte.

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Bildquelle: Binnenschifffahrt, Ausgabe 2/2020

Die »Melanie« ist eines von vier Schiffen der Flotte der Lambers Reederei


© Lambers Reederei

Die Lambers Reederei befördert jährlich rund 300.000t Güter. Zu rund 80% werden Sand und Kies auf der Weser transportiert, zu je 10% werden Stückgüter und Schüttgüter befördert, letztere vornehmlich über Mittellandkanal und Dortmund-Ems-Kanal. Zur Flotte gehören vier Frachter, zwei davon haben eine länge von 80m, zwei sind 85m lang. Die tragfähigkeit der Einheiten liegt zwischen 1.068t und 1.433t.

VIVA CRUISES: Erster Neubau geht 2021 in Fahrt

Viva Cruises hat den ersten eigenen Flusskreuzer in aufrag gegeben. Er wird auf der Werft Initium im niederländischen Hardinxveld gebaut und soll im Juni 2021 in Fahrt gehen.

Wie Viva Cruises mitteilt, erhält das Schiff den Namen »Viva «. Mit dem Bau soll im März begonnen werden. Erste Details über die technische ausstattung des Schiffes wurden ebenfalls bekanntgegeben: als erstes Schiff der Flotte kommt bei der »Viva one« eine Hybridtechnologie zum Einsatz.Als Kraftstoff wird Gtl genutzt, um den CO2-Verbrauch zu reduzieren und die Emissionen zu senken. Durch die Beigabe von Changetl, einem Biokraftstoff, könne die Ökobilanz zusätzlich verbessert werden, heißt es. Nach angaben von Viva Cruises sorgt der Neubau auch durch routenplanungen, natürliche Materialien, der Vermeidung von Plastik und ein veganes Speisenangebot für den Klimaschutz. An Bord gibt es 87 Zweibettkabinen und acht Suiten. Darüber hinaus wird Wellness ein hoher Stellenwert beigemessen. Es gibt einen Spa-Bereich mit Dampfbad und Sauna sowie einen Pool. Darüber hinaus stehen zwei restaurants sowie ein Bistro zur Verfügung. Ein Fitnessstudio befindet sich ebenfalls an Bord.

Die Jungfernfahrt ist vom 26. Juni bis zum 3 Juli 2021 von Frankfurt nach Passau geplant. Wie andrea Kruse, Coo von Viva Cruises sagt, soll die »Viva one« nicht der einzige Neubau bleiben. »Wir planen den Bau weiterer Schiffe«. Wann das sein wird, ließ sie offen. Zunächst wolle man sich auf den Neuzugang konzentrieren, der nach der »Viva tiara«, die derzeit modernisiert wird, das zweite Schiff in der Flotte ist.

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