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Nachrichten: Warnungen vor illegalem Handel mit Kältemitteln


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IKZ Haustechnik - epaper ⋅ Ausgabe 24/2018 vom 14.12.2018
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Bildquelle: IKZ Haustechnik, Ausgabe 24/2018

Volker Weinmann von Daikin sieht die Nachfrage nach illegalen Kältemitteln in der Unsicherheit vieler Marktteilnehmer begründet.


Unterhaching. Die F-Gase-Verordnung und „Phase down“, wie die schrittweise Reduktion von Treibhausgasen genannt wird, sorgen für Unruhe in der Kälteund Klimabranche. Zum einen, weil Versorgungsengpässe bei Kältemitteln mit einem hohen Treibhauspotenzial entstanden und dadurch Preise gestiegen sind, zum anderen, weil der illegale Handel mit Kältemitteln in der EU zu wachsen scheint. Auch Kältemittel-Diebstähle sollen zunehmen. Solche Meldungen rufen Organisationen wie den europäischen Herstellerverband EPEE (European Partnership for Energy and the Environment) auf den Plan. Er fordert strengere Kontrollen der Behörden und appelliert, Kältemittel nur aus gesicherten Quellen zu beziehen.

Für Volker Weinmann, Beauft ragter für Politik, Umwelt und Verbände bei Daikin, liegt die Nachfrage nach illegalen Kältemitteln u.a.in der Unsicherheit der Marktteilnehmer begründet. „Noch immer denken viele, dass die F-Gase-Verordnung ein Verbot diverser Kältemittel wie beispielsweise R-410A bedeutet. Das ist falsch“, so Weinmann. Die Verordnung schreibe eine Begrenzung der CO2-Äquivalente (= Kältemittelmenge x Global Warming Potential) der gesamten Kältemittelmenge in der EU vor. Demnach soll bis 2030 eine schrittweise Reduzierung der Obergrenze auf ein Fünft el – bezogen auf die Menge im Jahr 2015 – erfolgen.

Die Umsetzung der F-Gase-Verordnung sei auf legalem Wege möglich. Weinmann: „Fakt ist: In Europa steht nicht genügend Kältemittel für ein „Business as usual“-Szenario zur Verfügung. Der Markt muss sich weiterentwickeln, um die langfristige Verfügbarkeit von Kältemitteln für alle Anwendungen sicherzustellen. Denn der aktuell häufi ge Einsatz von Kältemitteln mit hohem GWP führt dazu, dass die Quote rasch ausgeschöpft ist.“ Daher sei ein Umstieg in Bereichen wie Split oder Gewerbe, in denen bereits low-GWP-Alternativen vorhanden seien, wichtig. „Dies sichert beispielsweise auch die Verfügbarkeit von R-410A vor allem für die VRV/ VRF-Technologie und gibt dem Markt Zeit für die technische Umsetzung der Vorgaben aus der Norm IEC 60335-2-40 (Ausgabe 2018-01), um Füllmengen bis zu 60 kg mit R-32, wie sie bei den Systemen gängig sind, zu erreichen“, so Weinmann.

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