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NATÜRLICH GESUND: Entschlacken mit Küchenkräutern


LandIDEE - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 13.02.2019

Basilikum, Minze & Co. werden als Würzmittel hoch geschätzt. Wie sie uns im Frühling auch als Fitmacher unterstützen können, erfahren wir von der Kräuterfrau Gabi Buchöster.


Artikelbild für den Artikel "NATÜRLICH GESUND: Entschlacken mit Küchenkräutern" aus der Ausgabe 2/2019 von LandIDEE. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: LandIDEE, Ausgabe 2/2019

Frisches Grün in Hülle und Fülle: Petersilie, Rucola, Schnittlauch, Basilikum, Thymian, Bärlauch, Minze, Sauerampfer, Rosmarin, und Kresse schmecken – und helfen beim Entgiften


In ihrem Garten, den sie im letzten Jahr neu angelegt hat, sammelt Gabi Buchöster die Küchenkräuter, mit denen sie bewährte Hausmittel zur Entschlackung zubereitet


ENTSCHLACKEN, REINIGEN UND VITALISIEREN

GESICHTSWASSER

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ZUBEREITUNG:
1 Die Kräuter mit Alkohol übergießen und 4–6 Wochen gut verschlossen an einem warmen Platz ziehen lassen. Dabei öfter durchschütteln.

2 Dann die Tinktur durch ein Mulltuch abfiltern. Das Rosmarinöl zugeben und gut schütteln.

3 Zum Schluss das Rosenwasser dazugießen. Etwa 6 Monate haltbar.

ANWENDUNG: Täglich nach der Reinigung verwenden. Das Gesichtswasser erfrischt die Haut, steigert die Durchblutung und regt den Hautstoffwechsel an

Der Garten leuchtet im satten Grün und die Wiesen schmücken sich schon mit knallgelben Löwenzahnblüten, als wir Gabi Buchöster auf dem Daxlberger Hof besuchen. Ein herrlicher Anblick, den die Bäuerin ganz offensichtlich genauso genießt wie wir: „Dabei kann ich mir sehr gut vorstellen, wie sich unsere Vorfahren nach den entbehrungsreichen Wintermonaten über die frischen Kräuter und saftigen Blätter für ihre Speisen gefreut haben. Und die Natur hat es so wunderbar eingerichtet, dass die meisten dieser Frühlingspflanzen nicht nur besonders schmackhaft sind, sondern uns sogar dabei helfen können, den Stoffwechsel wieder anzukurbeln, das Immunsystem zu stärken und den Organismus zu engiften.“
Auch ganz normale Würzkräuter wie Petersilie, Basilikum, Schnittlauch, Rosmarin, Kresse oder Minze und Küchenpflanzen wie Rucola oder Bärlauch haben Inhaltsstoffe, die den Abbau von Schadstoffen durch Nieren, Leber, Darm, Haut, Blutgefäße und Lymphe fördern. Darüber hinaus weisen sie wertvolle Mineralien, Spurenelemente und Vitamine auf, die uns Kraft und Vitalität geben. Wer im Frühling schnell wieder fit werden will, baut sie am besten in den täglichen Speiseplan ein. Dazu verrät Gabi Buchöster auf den folgenden Seiten zwei Lieblingsrezepte ihrer eigenen Familie – grüne Buttermilch und Kräutercreme.

BÄRLAUCHTINKTUR

ZUTATEN: 1 Handvoll frischer Bärlauch, 500 ml 40%iger Alkohol (z. B. Doppelkorn oder Wodka)

ZUBEREITUNG:
1 Den Bärlauch noch vor der Blüte ernten und säubern. Die Blätter klein schneiden, bis zum oberen Rand in ein Schraubglas füllen und dieses mit Alkohol auffüllen.

2 Drei Wochen lang in einem gleichmäßig temperierten Raum stehen lassen, gelegentlich schütteln. Danach abfiltern und in dunkle Tropffläschchen abfüllen. Dunkel und kühl gelagert, ist die Tinktur mindestens 1 Jahr haltbar.

ANWENDUNG: Erwachsene geben morgens gleich nach dem Aufstehen 20 Tropfen in ein Glas warmes Wasser, rühren um und trinken die Flüssigkeit in kleinen Schlucken. Die Tinktur regt den Stoffwechsel an, unterstützt die Blutreinigung, belebt und entschlackt

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Belebender Bärlauch

Bärlauch lässt sich in der Küche ebenfalls zu köstlichen Gerichten verarbeiten. „Ich setze mit seinen aromatischen Blättern aber zusätzlich immer eine Tinktur an“, ergänzt die Kräuterfrau, die den schönen Daxlberger Hof gemeinsam mit ihrem Mann Theo bewirtschaftet und im renovierten alten Bauernhaus sechs gemütliche Ferienwohnungen eingerichtet hat. „Die Pflanze besitzt schwefelhaltige Substanzen, die die Verdauung, den Stoffwechsel und die Ausscheidungsorgane anregen. Für eine entschlackende und belebende Frühjahrskur ist sie daher sehr zu empfehlen.“ Der hohe Gehalt an Vitamin C und wichtigen Mineralstoffen hilft außerdem bei Frühjahrsmüdigkeit, gibt neue Kraft und stärkt das Abwehrsystem. Und nicht zuletzt hat Bärlauch einen reinigenden Effekt auf die Blutgefäße, was zur Vorbeugung von Arteriosklerose beiträgt. Deshalb setzt Gabi Buchöster die Tinktur jedes Jahr auch für ihren Vater an.
Die Petersilie ist eine weitere Verbündete bei der Entschlackung. In ihren Blättern und Samen findet sich ein ätherisches Öl, das eine stimulierende Wirkung auf die Ausscheidungsorgane und die Verdauung hat. Das enthaltene Chlorophyll, das ihr die grüne Farbe gibt, unterstützt den Körper bei der Blutreinigung und bei der Entgiftung von Leber und Nieren. Darüber hinaus gilt Petersilie als eine hervorragende Quelle für Vitamine und andere Vitalstoffe, die uns nach den langen Wintermonaten einen richtigen Energie-Kick geben können.

BUTTERMILCH MIT KRÄUTERN

ZUTATEN: 300 ml Buttermilch, 4 Stängel Petersilie, 8 Halme Schnittlauch, 6 Blätter Rucola, ½ kleine Gurke, etwas Salz und Pfeffer

ZUBEREITUNG:
1 Die Buttermilch in einen Mixbecher füllen. Von der Petersilie die Blättchen abzupfen und zugeben.

2 Den Schnittlauch in Röllchen schneiden, den Rucola grob zerkleinern und beides zugeben.

3 Die Gurke schälen, in Stücke schneiden und ebenfalls in die Buttermilch geben.

4 Kurz mit einem Mixstab pürieren und mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen.

ANWENDUNG: Den Kräuterdrink möglichst oft zubereiten und gleich frisch trinken. Vertreibt die Wintermüdigkeit, macht fit für den Frühling, entgiftet und entschlackt

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Daneben zählen Basilikum, Dill und Thymian zu den beliebtesten Küchenkräutern – aber kaum jemand weiß, dass sie als probate Hausmittel Beihilfe zum Abbau von Schadstoffen leisten können. Ihre Hauptwirkstoffe sind ätherische Öle, die darmreinigende und harntreibende Eigenschaften haben, die Verdauung fördern, das Gewebe entwässern und entschlacken und das Allgemeinbefinden stärken. „Mit diesen Küchenkräutern und zusätzlich etwas Kerbel und ein paar Löwenzahnblättern stelle ich mir im Frühling oft ein Öl zum Ölziehen her. Das ist eine gute Methode, um über die Mundschleimhäute Gifte und Schadstoffe aus dem Organismus zu ziehen“, ergänzt die Chiemgauer Bäuerin. Ihren Erfahrungsschatz gibt sie gern weiter – auch an die Gäste ihrer Ferienwohnungen, die anschließend die Prüfung zum „Kräuterhexen-Diplom“ ablegen können.

Angenehmer Nebeneffekt

Die Haut ist ebenfalls ein wichtiges Ausscheidungsorgan: Über sie werden zusammen mit Talg und Schweiß Abfallprodukte des Stoffwechsels, Säuren und andere schädliche Substanzen ausgeleitet. Diesen natürlichen Vorgang kann man mit äußerlichen Anwendungen, die die Durchblutung und den Hautstoffwechsel anregen, wirkungsvoll unterstützen. Dazu gehören vor allem Fußund Vollbäder, Wickel und Umschläge, von denen der gesamte Organismus profitiert. Ein sehr angenehmer Nebeneffekt: Das Erscheinungsbild der Körperhülle verbessert und regneriert sich bei regelmäßiger Anwendung – sie sieht frischer, straffer und vitaler aus.

Die entgiftenden Würzpflanzen, die die Kräuterfrau für die äußerlichen Anwendungen bevorzugt, sind Rosmarin und Pfefferminze. Beide haben eine aktivierende Wirkung auf das vegetative Nervensystem und fördern die Entschlackung über die Haut. Verantwortlich dafür sind vor allem ihre ätherischen Öle, die den Zellstoffwechsel beschleunigen, die Haut beleben und das Bindegewebe stärken. Rosmarin und Minze sind auch Hauptbestandteil des wunderbaren Gesichtswassers, das den Teint vitalisiert und frühlingsfit macht (siehe Seite 124).

Küchen- und Wildkräuter

Für ihr persönliches Entschlackungsprogamm setzt Gabi Buchöster zusätzlich zu den Küchenkräutern auf Wildpflanzen wie Löwenzahn, Brennnessel, Giersch, Birke, Wegerich, Gundermann und Brunnenkresse. Deren frische Triebe eignen sich hervorragend für die Zubereitung von entgiftenden Teemischungen, Salaten, Suppen und Smoothies.

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ARMWICKEL

ZUTATEN: 3–4 Stängel Rosmarin, ½ l Molke

ZUBEREITUNG:
1 Den Rosmarin grob zerkleinern und in eine Schüssel geben.

2 Etwa 2 l Wasser erhitzen und dazugießen. Kalt werden lassen und die Molke daruntermischen.

3 Wenn die Rosmarinnadeln stören, werden sie vor dem Mischen abgeseiht.

ANWENDUNG: Ein Tuch in die Flüssigkeit tauchen, auswinden und um den Unterarm wickeln. Mit einem trockenen Tuch abdecken. 15 Minuten wirken lassen und am anderem Arm wiederholen. Fördert die Durchblutung, regt den Stoffwechsel an und belebt. Die Mischung kann auch für ein Vollbad verwendet werden – mit der doppelten Menge an Sud und Molke

KONTAKT

Daxlberger Hof Gabi Buchöster Daxlberger Straße 883313 Siegsdorf Tel. +49(0)8662/9264 E-Mail: info@daxlbergerhof.de Internet:www.daxlbergerhof.de

FRÜHLINGSFIT MIT FRISCHEN KRÄUTERN

MUNDSPÜL-ÖL

ZUTATEN: je 1 EL frische Kräuter: Löwenzahn, Thymian, Kerbel, Dillkraut und Basilikum, 1 l Bio-Sonnenblumenöl

ZUBEREITUNG:
1 Die frischen Kräuter klein schneiden und mit dem Sonnenblumenöl übergießen.

2 Etwa 6 Wochen an einem warmen, hellen Platz ziehen lassen, dann durch ein Mulltuch abseihen.

3 In eine dunkle Flasche füllen. Etwa ein halbes Jahr haltbar.

ANWENDUNG: Morgens unmittelbar nach dem Aufstehen und vor dem Zähneputzen schlürft man einen Kaffeelöffel des Mundspül-Öls langsam in den Mund. Dann zieht oder „kaut“ man das Öl etwa 5 Minuten durch die Zähne, bis es sich mit dem Speichel vermischt und zu einer milchigen Lösung emulgiert. Sobald das Öl nussig schmeckt, wieder ausspucken. Auf keinen Fall herunterschlucken. Die Ölzieh-Kur hat eine stark entgiftende und harmonisierende Wirkung

GRÜNE KRÄUTERCREME

ZUTATEN FÜR 400 GRAMM: 100 g Frühlingskräuter (z. B. Basilikum, Rucola, Schnittlauch, Petersilie, Sauerampfer, Kresse), 100 g Joghurt, 100 g Crème fraîche, 100 g geschlagene Sahne, einige Spritzer Zitronensaft, etwas Salz und Pfeffer

ZUBEREITUNG:
1 Die Kräuter abzupfen und grob hacken.

2 Alle Zutaten miteinander verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

ANWENDUNG: Die Creme passt zu Brot, Kartoffeln und Gemüse. Regelmäßig gegessen, unterstützen die Kräuter die Entgiftung und Reinigung des Organismus und geben neue Energie

BASILIKUMWEIN

ZUTATEN: 1 l Weißwein, 2 Handvoll klein geschnittener Basilikum (mit Stängel)

ZUBEREITUNG:
1 Alle Zutaten in ein Glas füllen und dieses verschließen. Den Kräuterwein 3 Tage durchziehen lassen.

2 Dann abseihen und in eine dunkle Flasche füllen. Im Kühlschrank hält sich der Basilikumwein etwa 2 Wochen.

ANWENDUNG: Vor oder nach dem Essen trinken Erwachsene einmal täglich ein Likörglas Basilikumwein. Entschlackt, entgiftet und regt die Verdauung an

FUSSBAD

ZUTATEN: 50 g Beifuß, 50 g Pfefferminze

ZUBEREITUNG:
1 Die Kräuter mit 3 l Wasser aufkochen, dann 15 Minuten weiterkochen. Vom Herd nehmen und kalt werden lassen – nicht abseihen!

ANWENDUNG: Die Füße 5–10 Minuten in dem kalten Absud baden. Wirkt entschlackend und erfrischend, regt die Durchblutung an. Besonders wohltuend auch bei müden und geschwollenen Füßen

Weitere Rezepturen finden Sie kostenfrei in der neuen Land-Apotheke App


FOTOS: PETER RAIDER. STYLING: MONIKA NODERER