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Natürliche Beeteinfassungen


Mein schöner Landgarten - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 03.04.2019

Ausgewählte Stauden, Kräuter und Zwergsträucher rahmen Pflanzflächen aufs Schönste ein


Artikelbild für den Artikel "Natürliche Beeteinfassungen" aus der Ausgabe 2/2019 von Mein schöner Landgarten. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Mein schöner Landgarten, Ausgabe 2/2019

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1 Schnittlauch , als Band gesät oder gepflanzt, bietet sich vor allem zum Abgrenzen von Gemüse-oder Kräuterbeeten an. Einen hohen Zierwert hat die Sorte ‘Forescate’. Bis zur Blüte im Mai nur einzelne Halme ernten. Später ist ein bodennaher Rückschnitt möglich, nach dem das Kraut rasch wieder austreibt.2 Polster-Phlox (Phlox subulata) besticht vor allem durch seinen reichen Flor im Frühjahr. Die wintergrüne Staude wird 10 bis 15 cm hoch und bevorzugt gut durchlässige Böden in voller Sonne. ...

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1 Schnittlauch , als Band gesät oder gepflanzt, bietet sich vor allem zum Abgrenzen von Gemüse-oder Kräuterbeeten an. Einen hohen Zierwert hat die Sorte ‘Forescate’. Bis zur Blüte im Mai nur einzelne Halme ernten. Später ist ein bodennaher Rückschnitt möglich, nach dem das Kraut rasch wieder austreibt.2 Polster-Phlox (Phlox subulata) besticht vor allem durch seinen reichen Flor im Frühjahr. Die wintergrüne Staude wird 10 bis 15 cm hoch und bevorzugt gut durchlässige Böden in voller Sonne.3 Ein Saum aus Weichem Frauenmantel (Alchemilla mollis) steht besonders größeren Beetflächen gut zu Gesicht. In kleineren Gärten sind kompakte Arten wie Kahler Frauenmantel (Alchemilla epipsila) oder Kleiner Frauenmantel (Alchemilla erythropoda) besser geeignet.4 Der Woll-Ziest (Stachys byzantina), auch Esels-oder Hasenohr genannt, gedeiht an sonnigen Standorten mit eher trockenem Boden. Zu den gängigsten Sorten zählen ‘Big Ears’ (Foto) mit großen, kurz behaarten Blättern sowie ‘Silver Carpet’ mit silbrig schimmerndem, wolligem Laub. Beide bilden dichte, wintergrüne Teppiche

Ein blühendes Band aus duftenden Nelken, ein Streifen mit Kräutern oder eine niedrige Hecke – ähnlich wie ein Bilderrahmen die Wirkung eines Gemäldes unterstreicht, lässt sich auch mit einer Einfassung aus Pflanzen der Charakter eines Beets betonen. Anders als Begrenzungen aus Stein, Holz oder Stahl sind sie Teil der Beetkomposition, dabei lassen sich weiche Übergänge zu den benachbarten Flächen ebenso verwirklichen wie streng geformte Kanten.
Grundsätzlich kommen für Einfassungen solche Arten infrage, die einen lückenlosen Abschluss bilden, ohne die dahinter stehenden Pflanzen zu verdecken. Ein kompakter Wuchs oder eine gute Schnittverträglichkeit sind daher entscheidende Kriterien. Darüber hinaus sollten stets die jeweiligen Standortbedingungen sowie die Gestaltung des Beetes berücksichtigt werden. In Verbindung mit Rosen bietet sich beispielsweise eine
Umrandung mit Frauenmantel an. Seine fast kreisrunden Blätter treiben zeitig im Jahr aus und bilden eine dekorative Borte, über der im Frühsommer goldgelbe Blütenrispen erscheinen. Um die robuste Staude in Zaum zu halten, schneidet man sie nach der Blüte knapp über dem Boden zurück. Die frischen Blätter erscheinen schon kurze Zeit später.

Kapuzinerkresse sorgt entlang des Wegs für einen feurigen Beet abschluss. Sie wird im Frühjahr direkt an gewünschter Stelle ausgesät.Für das Gemüsebeet ist ein würzig-grüner Rahmen aus Petersilie originell. Das Küchenkraut kann man als fertige Pflanze rund ums Beet setzen oder jetzt im Frühjahr aussäen


An sonnigen Plätzen mit gut durchlässigen Böden bilden Polsterstauden wie Schleifenblume, Blaukissen, Feder-Nelke oder Karpaten-Glockenblume einen schönen Übergang zwischen Beeten und angrenzenden Flächen. Für halbschattige Garten bereiche bieten sich Blattschmuckstauden wie die winter grüne Bergenie oder das Purpurglöckchen an. Auch Letzteres behält in der kalten Jahreszeit oftmals sein Laub.

Für jeden Standort gibt es die passenden Einfassungspflanzen

Wo noch weniger Sonne den Boden erreicht, formen die attraktiven Blätter von Funkie und Elfenblume einen malerischen Saum. Eine auf gelockerte Wirkung erzielt man, indem man zwei bis drei Arten kombiniert oder hin und wieder Pflanzen aus der Beetmitte in den Randbereich hineinwachsen lässt.
Im Nutzgarten haben Einfassungen aus Kräutern seit jeher Tradi tion. Neben ihrem buschigen Wuchs und dem angenehmen Duft haben viele auch eine schädlingsabwehrende Wirkung (siehe Bio-Tipp unten links). Ganz nebenbei lassen sich die am Wegesrand platzierten Kräuter bequem ernten. Blütenreiche Klassiker im Küchengarten sind neben dem mehrjährigen Schnittlauch vor allem einjährige Pflanzen wie Ringelblume, Gewürz-Tagetes sowie kompakte Sorten der Kapuzinerkresse.
Sie werden im Frühjahr im Haus vorgezogen und später im Beet ausgepflanzt oder gleich an Ort und Stelle ausgesät. Gleiches gilt für Eisbegonie, Männertreu und Leberbalsam, die bevorzugt in Sommerblumen-Beeten Verwendung finden.

Die Funkie (Hosta) ist für schattige Lagen eine gute Wahl. Unter ihren großen Blättern veschwindet die Grenze zwischen Beet und benachbarter Fläche und es entsteht so ein weicher Übergang. Neben grünlaubigen Sorten gibt es weißbunte und blaue Varianten. Dekorativ sind auch die Glockenblüten, die sich im Sommer auf langen Stielen über dem Laub öffnen.Feder-Nelken (Dianthus plumarius) spendieren son nigen Beeten und Steingärten einen wohlriechenden Rahmen. Die rosa, pink, weiß oder rot gefärbten Blüten erscheinen ab Mai. Außerhalb der Blütezeit stehen die silbrig schimmernden, grasartigen Blätter im Vordergrund. Diese bilden dichte, wintergrüne Polster


Sehr dauerhaft sind demgegenüber Begrenzungen mit sogenannten Halbsträuchern wie Lavendel, Weinraute und Heiligenkraut sowie klein bleibenden Gehölzen. Lange Zeit galt Buchsbaum als Pflanze der Wahl – ist er doch der Klassiker im Bauerngarten schlechthin. Seit der immergrüne Strauch jedoch zunehmend mit Pilzkrankheiten und Schädlingsbefall zu kämpfen hat, rücken alternative Arten in den Vordergrund. Dazu zählen beispielsweise Zwergformen des heimischen Ligusters wie ‘Lodense’ (Ligustrum vulgare) und der Eibe sowie klein bleibende Sorten der Stech palme (siehe auch Infokasten links). Ähnlich wie Buchs lassen sich auch diese durch einen regelmäßigen Schnitt gut in Form halten. Im Vergleich zu Einfassungen aus Stauden oder Einjährigen er zeugen die niedrigen Hecken eine klare Trennung zwischen Beet und Umfeld.

Ein Buchsrondell ist ein Blickfang – vorausgesetzt, die Gehölze sind gesund. Als Alternative lässt sich Japanische Stechpalme verwenden. Hier setzt der immergrüne Ring orangefarbene Sonnenbraut in Szene.Bergenien sind ganz jährig attraktiv. Empfehlenswert ist die Sorte ‘Oeschberg’ mit rot schimmernden Blättern im Winter


Gute Alternativen zu Buchsbaum

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1 Die immergrüne Japanische Stechpalme (Ilex crenata) sieht Buchs zum Ver wechseln ähnlich. Sie trägt, anders als die nahe verwandte heimische Stechpalme (Ilex aquifolium), keine Stacheln und lässt sich leicht in Form halten. Der Strauch bevorzugt saure bis neutrale, gut durchlässige Böden in sonnigen bis halbschattigen Lagen. Er ist etwas frostempfindlich.2 Eiben (Taxus baccata) sind bewährte Heckenpflanzen. Für niedrige Einfassungen empfiehlt sich die kompakte Sorte ‘Renkes Kleiner Grüner’ (Foto). Das Gehölz wächst sowohl an sonnigen als auch an schattigen Plätzen, der Boden sollte frisch bis feucht sein. Nachteil: Die Pflanze ist giftig.3 Zwerg-Rhododendron ‘Bloombux’ (Rhododendron micranthum) vereint immergrünes Laub mit reichem Flor im Frühsommer. Der Rückschnitt erfolgt direkt nach der Blüte. Standort: sonnig bis halbschattig; kalkverträglich.4 Das würzig duftende Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus) stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und schmückt sonnig-warme Kräuterbeete ebenso wie Steingärten. Zwischen Juli und August erscheinen über den silbrig-grauen Trieben rundliche, leuchtend gelbe Blüten. Im Winter die Pflanzen mit Reisig abdecken.5 Zwerg-Berberitze ‘Kobold’ (Ber beris thunbergii) wird maximal 50 cm hoch und lässt sich als frei wachsende oder geschnittene Einfassung verwenden. Das dunkelgrüne Laub färbt sich im Herbst leuchtend gelb bis scharlachrot und bleibt lange haften. Durch die dichte Verzweigung bleibt die Struktur des Strauchs auch im laublosen Zustand erhalten. Es gibt mit der Kugel-Berberitze ‘Nana’ (Berberis buxifolia) auch eine immergrüne Sorte, diese ist jedoch weniger robust als die sommergrüne Berberitze

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Würzige Beeteinfassungen aus Kräutern werden im Gemüsegarten erfolgreich zur bio logischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Thymian, Lavendel oder Oregano vertreiben seit jeher mit ihren Duftstoffen die Blattläuse; auch Bohnenkraut und Salbei werden in Biogärten gegen Blattläuse an die Beet ränder gesetzt. Salbei hält zudem Raupen und Schnecken fern und Gewürz-Tagetes (Foto) sorgen für einen gesunden Boden. Schnittlauch soll gegen Mehltau helfen und auch das Heiligenkraut hat eine schädlings abwehrende Wirkung. Die Kräuter gedeihen am besten auf durchlässigem Boden in der Sonne.

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1 Die Katzenminze (Nepeta) überzeugt durch ihren lang andauernden Flor. Einen kräftigen Rückschnitt nach der ersten Blüte dankt sie mit einem Folgeflor, der bis in den Herbst anhält. Die Staude bevorzugt sonnig-warme Standorte mit durchlässigem Boden. Schön kompakt bleibt die Art Nepeta racemosa (Foto).2 Mit attraktivem Laub wartet das Purpurglöckchen (Heuchera) auf. Zwischen Juni und August erscheinen an fein verzweigten Rispen rote oder weiße Blütenglöckchen. Das Purpurglöckchen bevorzugt halb schattige bis schattige Lagen, der Boden sollte gut durchlässig sein. Unter diesen Bedingungen behalten Sorten wie ‘Paris’ (Foto), ‘Amethyst Myst’, ‘Molly Bush’ oder ‘Caramel’ sogar im Winter ihr Laub.3 Duftende Blütenwogen bildet im Sommer der Lavendel. Für Einfassungen eignen sich niedrige Sorten wie ‘Blue Cushion’. Wichtig ist ein kräftiger Rückschnitt im Frühjahr, bei dem man die Triebe um zwei Drittel kürzt, sowie ein moderater Rückschnitt nach der Blüte, bei dem man die Pflanze um ein Drittel kappt

Beet-Idee zum Nachpflanzen

Eine niedrige Schnitthecke aus Lavendel betont als Einfassung ganzjährig das Beet in KleeblattForm auf der Rasenfläche. Der hellvioletteGartenLavendel ‘Blue Cushion’ (Lavandula angustifolia; Blütezeit von Juni bis Juli; 35 cm hoch; 4–5 Pflanzen pro Meter) ist eine kompakte Sorte mit dichten graugrünen Blättern. Innerhalb der Umrandung wachsen hier (von außen nach innen) weißerSteppenSalbe i (Salvia nemorosa ‘Schneehügel’; Blüte von Juni bis September; 40 cm hoch),Weicher Frauenmantel (Alchemilla mollis; Blüte von Juni bis Juli; 30–50 cm hoch), silbrigblaueKatzenminze (Nepeta faassenii ‘Gletschereis’; Blütezeit von Mai bis Juli; 50–60 cm hoch) und blauerStorchschnabel ‘Rozanne’ (lang anhaltende Blüte von Juni bis November; 30–60 cm hoch). In der Mitte zeigt das öfterblühendeRosenHochstämmchen ‘The Pilgrim’ cremegelbe Blüten. Im Frühling blühen im Kleeblatt Zwiebelblumen wie kleinblütige Narzissen und Tulpen.


Fotos: Elke Borkowski (2), Marion Nickig, Annette Timmermann

Fotos: Elke Borkowski (2), Marion Nickig (2), Friedrich Strauss

Fotos: Flora Press (2)/Visions, Inkarho, MMGI/Marianne Majerus, Marion Nickig (2), Friedrich Strauss

Fotos: Elke Borkowski, Flora Press/Visions, Annette Timmermann; Zeichnung: MSG/Claudia Schick