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Natürliche Hilfe gegen: Wetterfühligkeit


LandApotheke - epaper ⋅ Ausgabe 3/2018 vom 13.06.2018

Ein Wetterumschwung kündigt sich bei empfindlichen Menschen oft schmerzhaft an. Heilkräuteranwendungen und alte Hausmittel können in diesem Fall schnell und unkompliziert Linderung verschaffen.


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Bildquelle: LandApotheke, Ausgabe 3/2018

Vielfältige Symptome Oft sind es Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme und Schlafstörungen, die auf einen Wetterwechsel hinweisen. Narbengewebe juckt, Asthma und rheumatische Beschwerden verstärken sich


Sicher hat jeder einen Menschen in der Familie, der schon vor einem Wetterwechsel weiß, dass der Regenschirm eingepackt werden sollte. Meist ist es die Oma, deren Rheuma sich verstärkt bemerkbar macht oder ein Mensch, ...

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... dessen alte Narben jucken oder den plötzlich Migräne oder starke Kopfschmerzen quälen. Wetterempfindlichkeit zeigt sich bei ungefähr 20 Prozent der deutschen Bevölkerung durch eine ganze Palette an unangenehmen, akuten Beschwerden.

DAS IST WETTERFÜHLIGKEIT

Körperreaktionen wie Schwitzen oder Frieren gehören zu den normalen Reaktionen auf Wetterreize. Weitergehende starke Beschwerden und die Verschlechterung von bestehenden Erkrankungen aufgrund von Wetterwechseln zählen zur Wetterempfindlichkeit. Hierbei spielt nicht nur der Umschwung von einem Hoch-zu einem Tiefdruckgebiet eine Rolle. Eine solche Druckveränderung entspricht lediglich dem Druckunterschied zwischen dem Erdgeschoss eines Hochhauses und dem 10. Stockwerk. Neben- und Stirnhöhle registrieren diesen Druckunterschied, aber er reicht nicht aus, um Kopfschmerzen, rheumatische Beschwerden oder die Stimmung zu beeinflussen. Ansonsten würde man ja bereits beim Aufzugfahren Probleme bekommen. Die zusätzliche und gleichzeitige Veränderung von Luftfeuchtigkeit und Temperatur sind entscheidend.

WER IST ANFÄLLIG?

Vor allem Menschen mit chronischen Schmerzen reagieren stark auf Wetterumbrüche. Hierbei spielt das Anspannen der Muskulatur eine Rolle, weshalb Entspannungsübungen, sowie Kräuter- und Hausmittelanwendungen, die eine Entspannung fördern, Linderung verschaffen. Starres Narbengewebe und eine durch Asthma geschwächte Lunge, sind durch einen Wetterumbruch ebenfalls oft überfordert. Gerade in Zeiten des Klimawandels und der daraus resultierenden Extremwetterlagen ist es wichtig, dem Körper zu helfen, seine Flexibilität zurückzugewinnen und ihn abzuhärten.

Kopfschmerzen und Migräne

Kopfschmerzen und Migräne gehören zu den häufigsten Beschwerden vor einem Wetterwechsel. Da Blutdruck und Kreislauf durcheinandergeraten, sind oft Kopfschmerzen oder schlimmer noch, Migräne die Folge. Heute weiß man, dass nach einem Temperaturanstieg von 6 Grad die Häufigkeit von Migräneattacken um 36 Prozent zunehmen. Ein Anstieg der Luftfeuchtigkeit um 20 Prozent erhöht Kopfschmerzattacken um 22 Prozent. Es lohnt sich deshalb, ein Kopfschmerz-Wetter-Tagebuch zu führen, um rechtzeitig Vorkehrungen treffen zu können.

ENTSPANNEN UND ABHÄRTEN

Bei angekündigten Wetterumbrüchen ist es besonders wichtig, Stress zu vermeiden, auf eine leichte gesunde Ernährung zu achten und verstärkt Entspannungsübungen wie Yoga oder autogenes Training durchzuführen. Damit wird es dem Körper leichter gemacht, auf Veränderungen ohne Schmerzen reagieren zu können. Wer regelmäßig Sport treibt, sorgt für die Zukunft vor. Am besten wirkt Bewegung – im Freien und bei jedem Wetter.

Beruhigendes Lavendelöl
Bei Migräne oder starken Kopfschmerzen helfen ein Lavendelblüten-Tee und ein mit ein wenig Lavendelöl beträufeltes Baumwolltuch, das auf die Stirn gelegt wird


Längere Spaziergänge reichen hier bereits aus. Wichtig ist, dass der Körper sich an die Warm-Kalt-Wechsel gewöhnen kann. Wer keine Zeit für Sport im Freien hat, kann morgens Warm-Kalt-Schenkelgüsse nach Pfarrer Kneipp anwenden. Das Wasser sollte dabei eine Temperatur von 18 Grad haben. Zusätzlich helfen Heilkräutertees, Kräuterkissen oder mit ätherischem Öl beträufelte Tücher. Zu den beruhigenden Kräutern zählen Melisse, Johanniskraut und Lavendel.

KRÄUTER GEGEN SCHMERZEN

Es gibt Heilkräuter, die aufgrund ihrer Inhaltsstoffe eine schmerzlindernde Wirkung auch bei Kopfschmerzen und Migräne haben. Hierzu zählen Pfefferminze, Wie-denrinde, Ingwer, Vanille und Schwarzer sowie Grüner Tee. Das ätherische Öl der Pfefferminze wirkt durch seinen kühlenden Effekt schmerzlindernd, wenn es sanft auf den Schläfen verteilt wird. Weidenrinden-Tee enthält Salicin, ein Stoff, der im Blut bzw.in der Leber zu therapeutisch wirksamer Salicylsäure umgewandelt wird. Sie wirkt lang anhaltend und hat keine Nebenwirkungen, wie sie nach Einnahme synthetisch hergestellter Acetylsalicylsäure (Aspirin) zu beobachten sind.
Ingwer in Kombination mit Schwarzem oder Grünem Tee ist ein weiteres schmerzlinderndes Mittel aus dem Garten von Mutter Natur. Das Tein aus den Blättern verengt die schmerzhaft erweiterten Blutgefäße im Gehirn. Ähnlich wirken Mate, Kakao, Kaffee, Kolanuss und Guaraná. Ingwer wird schon seit Jahrhunderten in der ayurvedischen Naturmedizin als Migräne- und Kopfschmerzstopper eingesetzt. Vanille enthält den schmerzlindernden Inhaltsstoff Eugenol und kann gut mit den anderen Kräutern kombiniert genommen werden. Wichtig ist, dass die Heilkräuter bereits bei den geringsten Anzeichen von Kopfschmerzen angewendet werden, da sie bei bereits akuter Migräne kaum noch eine Wirkung entfalten können. An diesem Punkt hilft das genau geführte Kopfschmerz-Wetter-Tagebuch weiter, weil es aufzeigt, bei welcher Wetterlage die Schmerzen auftreten und bei welcher man gelassen bleiben kann.

Weidenrinden-Kopfschmerztee

ZUTATEN:klein geschnittene getrocknete Weidenrinde

ZUBEREITUNG: 1 TL Weidenrinde mit 250 ml kochendem Wasser überbrühen und 15–20 Minuten ziehen lassen, dann abseihen.

ANWENDUNG: bei akuten Kopfschmerzen 5–8 Tassen über den Tag verteilt trinken.

Kühlende Minze Der Klassiker unter den schmerzlindernden Ölen. 1–2 Tropfen auf die Schläfen getupft, lindert durch Kühlung


Bei lästigen Schlafstörungen

Wir fühlen uns bei 20 bis 25 Grad, Sonnenschein, angenehm kühlen Nächten und einer Hochdrucklage am wohlsten. Dann ist unser Körper ausgeglichen und auch empfindliche Menschen schlafen gut. Ändert sich die Wetterlage oder ist es draußen sehr kalt oder warm, leiden Wetterfühlige unter Einschlaf- und Durchschlafstörungen. Ist der Wetterwechsel überstanden, pendelt sich der Schlafrhythmus meist von selbst wieder ein. Um auch in der launischen Wetterphase zur Ruhe kommen zu können, helfen ein paar Tricks, Hausmittel und Heilkräuter.

ENTSPANNUNGS-HILFEN

Wer es schafft, vor dem Schlafengehen zur Ruhe zu kommen, der entlastet seinen wetterfühligen Körper enorm und hilft ihm seine Balance wiederzufinden. Ein entspannendes, nicht zu heißes Wannenbad, angereichert mit beruhigenden Kräutern wie z. B. Lavendel oder Melisse, lässt Stress verschwinden und entspannt die Muskulatur. Eine Stunde vor dem Schlafengehen sollte die letzte Tasse Schlaftee getrunken werden, damit der Harndrang später nicht zu groß wird. Passende Kräuter sind z. B. Baldrianwurzel (Kaltauszug), Melissenblätter, Passionsblume, Lavendelblüten, Johanniskraut und Hopfenzapfen. Das Abendessen sollte leicht sein und nicht zu spät eingenommen werden. Wer unruhig ist, kann auf Entspannungsübungen zurückgreifen oder ruhige Musik hören.

Entspannende Bäder Ein nicht zu heißes Wannenbad mit entspannenden Kräutern vor dem Einschlafen hilft Stress abzubauen


Menschen mit Einschlafstörungen sollten das Bett nur zum Schlafen nutzen und nicht zum Fernsehen oder Lesen. Der Körper merkt sich diesen Ort als Ruheort, zum Lesen also lieber das gemütliche Sofa nutzen. Wer den Schlafraum kühl und dunkel hält und dafür sorgt, dass Lärm draußen bleibt, hat sehr gute Chancen trotz Wetterfühligkeit, schnell wieder zum gewohnten Schlafrhythmus zurückzufinden. Von der Einnahme von Schlaftabletten wird generell abgeraten, da der Schlaf damit nicht erholsam ist.

Schlaftee

ZUTATEN:Passionsblumen, Melissenblätter, Hopfenzapfen, Lavendelblüten

ZUBEREITUNG: Jeweils 30 g Passionsblumen, Melissenblätter und Hopfenzapfen, sowie 10 g Lavendelblüten mischen. 1TL dieser Mischung mit 250 ml heißem Wasser übergießen und 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen.

ANWENDUNG: 2 Tassen tagsüber und 2–3 Tassen abends trinken (nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen, da der Harndrang sonst zu groß werden kann).

Rheumatische Beschwerden

Vor allem Menschen mit schmerzhaften, chronischen Erkrankungen leiden besonders häufig unter einem Wetterwechsel. Ihr Körper kann sich den veränderten Druck-, Temperatur-, und Feuchtigkeitsveränderungen nur sehr schwer anpassen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass gerade Omas Rheuma zur bekanntesten Erkrankung im Bereich der Wetterempfindlichkeit wurde.

UMSCHLÄGE UND WÄRME

Kündigt sich ein Wetterwechsel an, sollten Menschen, die unter Rheuma leiden, verstärkt auf ihre Ernährung achten. Besonders entzündungshemmend wirken Lebensmittel, die Quercetin enthalten. Dieser gelbe Pflanzenfarbstoff ist vor allem in Kapern, Brokkoli, Zwiebeln, Äpfeln, Weintrauben, Kirschen, den meisten Beeren und Zitrusfrüchten enthalten.
Ebenfalls entzündungshemmend wirken Omega-3-Fettsäuren, die in vielen Ölen enthalten sind. Empfohlen werden Soja-, Raps-, Walnuss- und Leinöl, sowie Fischöl. Gerade im Sommer bildet unser Körper mit der Hilfe von Sonnenlicht Vitamin D3, das rheumatischen Gelenken und Weichteilen bei der Heilung hilft. Außerdem wirkt Sonnenwärme genauso wie warme Kirschkernkissen und Fangopackungen durchblutungs- und stoffwechselanregend und aktiviert so die Selbstheilungskräfte des Körpers. Wärme sollte jedoch nur soweit zugefügt werden, wie sie als angenehm empfunden wird, da sie ansonsten die Entzündung fördert. Besonders lindernd wirken Umschläge mit Arnikablüten. Diese werden mit kaltem Arnikatee bereitet und verbleiben bis zu zwei Stunden am schmerzenden Gelenk.
Gegen Schmerzen helfen ebenfalls Teezubereitungen, die innerlich angewendet werden. Vor allem die Weidenrinde und Mädesüßblüten gehören zu diesem Wirkkreis. In einer Teemischung mit entwässernden und entzündungshemmenden Kräutern wie z. B. Echte oder Kanadische Goldrute, Brennnessel oder afrikanische Teufelskrallenwurzel, helfen sie Rheumakranken die kurze Zeit eines Wetterumbruchs besser zu überstehen.

Hilfreiche Teekräuter
Bei Rheuma helfen schmerzstillende, entwässernde und entzündungshemmende Kräuter wie z. B. Blüten von Mädesüß (Bild), Weidenrinde, Echte/Kanadische Goldrute und Brennnessel


Arnikablütenumschläge

ZUTATEN:getrocknete Arnikablüten, Leinen- oder Baumwolltuch

ZUBEREITUNG: 4–5 TL Arnikablüten mit ca. 250 ml heißem Wasser übergießen und 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen, abseihen.

ANWENDUNG: Ein Leinen- oder Baumwolltuch in den kalten Tee tauchen, auswringen und auf die schmerzenden Stellen legen oder diese umwickeln. Der Arnikaumschlag sollte ungefähr 2 Stunden getragen werden.

Erschöpfung und Müdigkeit

Wetterwechsel sind eine Herausforderung für das Herz-Kreislaufsystem. Menschen mit niedrigem Blutdruck kann es in dieser Zeit passieren, dass ihr Kreislauf zusammenbricht. Für sie ist regelmäßige Bewegung besonders wichtig. Zudem helfen anregende Mittel wie z. B. Rosmarintee, eine Tasse Kaffee, Schwarzer oder Grüner Tee sowie ein Becher dunkler Kakao. Menschen mit normalem oder eher hohem Blutdruck fühlen sich bei einem Wetterwechsel oft erschöpft und müde, da ihr Körper aufgrund der Kreislaufbelastung Ruhe braucht.

BEWEGUNG UND ESSEN

Bei Erschöpfung und Müdigkeit bei sich veränderndem Wetter ist es angeraten, sich zu bewegen und nicht ausschließlich auf dem Sofa zu entspannen. Bei heißem Wetter helfen kurze Spaziergänge im kühlen Wald oder Park. Bei kühlem Wetter dürfen die Spaziergänge länger sein, von intensivem Sport wird allerdings abgeraten.
Hilfreich ist das Trinken einer Tasse warmer Gemüsebrühe in kleinen Schlucken. Bisweilen reicht sogar schon ein Glas warmes Wasser, langsam getrunken, die Energie zurückzubringen. Das New Yorker Institut für Ernährungsforschung hat herausgefunden, dass es manchen Menschen sogar gelingt, ihre Energie durch das Verspeisen von einer Scheibe Vollkornbrot, das mit Senf bestrichen wurde, zurückzugewinnen. Alternativ soll es auch reichen, eine saure Gurke zu essen.
Weitere Hilfsmittel gegen Erschöpfung sind das Trinken von Süßholz- oder Rosmarintee und das Einatmen von Rosen- und Blutorangenöl. Einfach die ätherischen Öle auf ein Tuch träufeln und immer wieder einmal daran riechen.

Süßholztee

ZUTATEN:getrocknetes Süßholz

ZUBEREITUNG: ca. 1 EL Süßholz mit 50 ml heißem Wasser auf gießen und 10 Minuten ziehen lassen. Abseihen.

ANWENDUNG: 1–2 Mal täglich trinken.

Gereizter Stimmung

Vor allem auf eine Föhn-Wetterlage reagieren viele Menschen mit einer gereizten Stimmung. Dann ist es auch kein Trost, dass das Wetter aufgrund des warmen Fallwindes aus den Alpen, besonders klar, sonnig und schön ist. Häufig löst auch ein aufkommendes Gewitter eine gereizte, und üble Laune aus.

LECKERE GLÜCKSHORMONE

Zum Glück ist gute Laune essbar. Es gibt eine Reihe von Lebensmitteln, die sogenannte Glücksstoffe enthalten. Dazu gehören vor allem die Neurotransmitter Serotonin und Dopamin. Ausreichend Serotonin sorgt dafür, dass unsere Stimmung dauerhaft gut ist und wir optimistisch in die Welt blicken. Dopamin setzt Endorphine frei, die uns wie eine Droge in ein Hochgefühl heben und sogar schmerzlindernd wirken. Wer die körpereigene Produktion von Serotonin steigern möchte, der sollte zusätzlich Lebensmittel zu sich nehmen, die Tryptophan enthalten. Um sich glücklich zu essen sollte man somit vor oder während eines Wetterumbruchs verstärkt z. B. Bananen, Feigen, Datteln, Sojabohnen, Käse, Tomaten oder Nüsse zu sich nehmen.
Zu den endorphinhaltigen Lebensmitteln zählen zum Beispiel dunkle Schokolade, Vanille, Chili und Muskat. Sie tragen auf köstliche Weise dazu bei, unsere Stimmung aufzuhellen. Endorphine werden aber auch durch körperliche Bewegung freigesetzt. Die meisten Jogger können bestätigen, dass sie ab einem bestimmt Punkt ihrer Lauftour wie im Rausch laufen. Das liegt daran, dass der Körper bei Ausdauersportarten, vermehrt Endorphine produziert. Schwimmen, Radfahren, Wandern und andere Ausdauersportarten gehören genauso wie das Joggen zu den glücklich machenden sportlichen Betätigungen.

Glücksmix

ZUTATEN:½ Banane, 2 Feigen (frisch), 2–3 Datteln (getrocknet), ¼ Ananas, 1 kleine Handvoll Cashewkerne, ca. 100 g Emmentaler, 2–4 Cocktailtomaten

ZUBEREITUNG: Alles in kleine Würfel schneiden und miteinander vermischen.

ANWENDUNG: Bei gereizter Stimmung einen Glücksmix genießen.

Was man noch tun kann

Ruhig und stressfrei Meditation ist eine der effektivsten Methoden, um Stress dauerhaft loszuwerden. Das Beste: Man kann einfach überall meditieren


Leichte Ernährung Frische Salate mit Omega-3-Fettsäure-haltigen Ölen, wie z. B. Lein- oder Rapsöl, Obst und Gemüse sollten bei einem Wetterwechsel häufiger als sonst gegessen werden. Fette Speisen sind ungünstig.

Alkohol und Rauchen einschränken Alkoholkonsum, vor allem tagsüber, belastet unseren Körper genauso wie das Tabakrauchen, deswegen den Konsum zumindest stark einschränken.

Kneippsches Wassertreten Bade- oder Duschwanne 20 cm hoch mit 18 Grad kaltem Wasser füllen und morgens 1–2 Minuten im Storchenschritt hindurchwaten.

Raus bei jedem Wetter Spaziergänge in freier Natur und zwar bei jedem Wetter, helfen unserem Körper mit Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen leichter fertig zu werden.

Stress wegmeditieren Meditieren kann jeder leicht erlernen, denn niemand muss ausdauernd im Lotussitz ausharren, um erfolgreich durch Meditation Stress abzubauen. Bequemes Sitzen auf einem Stuhl reicht aus.

Öfters mal lachen Es gibt sogar Lachseminare, weil Lachen Stress abbaut, Heilungsprozesse aktiviert, die Abwehrstärke unseres Körpers erhöht und vieles mehr. Bei Wetterwechsel also Komödien dem Sachbuch vorziehen.

Beine hochlagern Wann immer es möglich ist, sollten die Beine hochgelagert werden. Dadurch wird der Kreislauf entlastet und Wasseransammlungen vermieden.


FOTOS: ALAMY (1), IMAGO (1), PETER RAIDER (5), SHUTTERSTOCK (4)