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Natürliche Wirkstoffe gegen Viren


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Deine Gesundheit - epaper ⋅ Ausgabe 5/2022 vom 23.09.2022
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Bildquelle: Deine Gesundheit, Ausgabe 5/2022

Ein Blick in die Hausapotheke der Natur zeigt uns, dass es viele Phytotherapeutika, also pflanzliche Arzneimittel, gibt, die sehr effektiv gegen die viralen Plagegeister helfen. Viren verursachen nicht nur Atemwegsinfekte oder Grippe, sondern auch Herpes, Warzen, Magen-Darm-Erkrankungen, Gürtelrose und Windpocken oder Pfeiffersches Drüsenfieber, um nur einige wenige zu nennen.

Pflanzliche Mittel haben in der Regel weniger bis keine Nebenwirkungen. Dies ist besonders interessant, wenn man weiß, dass pro Jahr mehr als 25 000 Deutsche aufgrund von Nebenoder Wechselwirkungen sterben! Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts konnte man Bakterien als Krankheitserreger identifizieren, bei Viren dauerte es noch länger. Heilkundige Frauen als sogenannte „Hexen“ zu verbrennen war dafür wenig hilfreich und warf die Medizin als Wissenschaft um Jahrhunderte zurück. Tatsache ist, dass das Gebiet rund um die Viren ...

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... noch nicht intensiv erforscht ist.

Kleinstlebewesen – Verursacher unangenehmer Beschwerden

Für Laien ist es schwer die Verursacher von Virenerkrankungen richtig einzuschätzen. Folgendes ist dafür wissenswert: Das Reich der Lebewesen gliedert sich grob in 1. Lebewesen, die aus Zellen mit Zellkern aufgebaut sind: Tiere, Pflanzen, Pilze und einzellige Lebewesen (zum Beispiel der Malariaerreger ), 2. Bakterien ohne Zellkern,

3. Viren, 4. sonstige Lebewesen wie Viroide, Prione und alle, die wir noch gar nicht kennen. Ein großer Unterschied zwischen den Einzellern mit Zellkern, Bakterien und Viren ist die Größe: Einzeller sind zwischen 2 und 70 µm lang (µm = Tausendstel Millimeter ), Bakterien in der Regel maximal 5 µm. Viren sind deutlich kleiner: In der Regel zwischen 10 und 250 nm (1 nm = 1 Millionstel Millimeter ), so dass sie von einem Lichtmikroskop nicht mehr erfasst werden können. Das heißt, um sie sichtbar zu machen, benötigt man ein Elektronenmikroskop. Viren sind ganz einfach aufgebaut. Sie bestehen meistens nur aus ihrem Erbgut, das in einer Hülle aus Eiweiß, dem Capsid, eingeschlossen ist. Manchmal haben sie eine zusätzliche Membran um das Kapsid, die unter anderem aus speziellen Fetten besteht. Bakterienzellen vervielfältigen sich – genauso wie auch menschliche Zellen im Übrigen – in der Regel durch Zellteilung. Bevor sich eine Bakterienzelle teilt, kopiert sie ihr Erbgut. Dann schnürt sie sich in der Mitte durch und aus einer Mutterzelle werden zwei Tochterzellen. Viren können dies nicht.

Pflanzliche Mittel haben in der Regel weniger bis keine Nebenwirkungen .

Welche Wirkungen kann man mit natürlichen Präparaten erzielen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Viren zu „bremsen“: 1. Hemmung der Neuraminidase. Das Enzym Neuroaminidase benötigen manche Viren, um sich von der befallenen Wirtszelle zu befreien. Wird das Enzym gehemmt, bleiben die Viren in der infizierten Zelle. Das führt zu ihrer Inaktivierung. Damit wird auch der Virenbefall benachbarter Zellen verhindert und eingedämmt.

2. Steigerung der Interferonbildung. Interferone sind eine Familie funktionell verwandter Proteine, die von eukaryontischen Zellen als Antwort auf Viren und eine Reihe natürlicher und synthetischer Stimuli produziert werden.

3. Steigerung der Phagozytenfunktion.Phagozyten sind Bestandteil unseres Immunsystems. Sie „fressen“ sozusagen die Viren und andere Krankheitserreger. Eine deutliche Verbesserung der Funktion dieser Zellen im Blut konnte für Umckaloabo® nachgewiesen werden.

► Gegen einfache Erkältungen helfen zum Beispiel: Anisöl Eukalyptusöl Fenchel Grapefruitkernextrakt Holunderblüten Kamillenblüten Katzenkrallen-Dorn Knoblauch Madagaskar-Immergrün etc.

► Gegen Lippen- und Genitalherpes helfen zum Beispiel: Aloe vera Anisöl Galgant Melissenblätter Minze Pasuchaca Salbeiblätter (als Rhabarber-Salbeicreme) Süßholzwurzel Tawari amarillo und negro Teebaumöl

Dosierungen

Bei Kindern wird die empfohlene Dosierung bei Fertigarzneimitteln angegeben. Bei den anderen Heilmitteln gilt aus Faustregel: Für Säuglinge und Kleinkinder ein Drittel der Menge von Erwachsenen, Schulkinder die Hälfte und Jugendliche erhalten dieselben Konzentrationen wie Erwachsene.

Natürliche Wirkstoffe gegen Viren

Es gibt eine ausführliche Liste diverser Pflanzen, Pilze und Gewürze, die sanft und nahezu nebenwirkungsfrei bei zahlreichen Erkrankungen eingesetzt werden können. Auch Kinder, die besonders häufig von viralen Infekten betroffen sind, profitieren von solch einer natürlichen Behandlungsweise.

Es gibt eine ausführliche Liste diverser Pflanzen, Pilze und Gewürze, die sanft und nahezu nebenwirkungsfrei bei zahlreichen Erkrankungen eingesetzt werden können. Auch Kinder, die besonders häufig von viralen Infekten betroffen sind, profitieren von solch einer natürlichen Behandlungsweise.

Erstattungsfähigkeit

Viele der pflanzlichen Virenmittel haben keine oder nur geringe Nebenwirkungen beim sogenannten „bestimmungsgemäßen Gebrauch“. Das bedeutet aber auch, dass sie nicht der Verschreibungspflicht unterliegen und somit die Kosten von den Kassen nicht übernommen werden. Eine Ausnahme sind versicherte Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr und versicherte Jugendliche mit Entwicklungsstörungen bis zum 18. Lebensjahr. Voraussetzung ist, dass das Präparat nicht mehr als fünf Prozent (V/V) Alkohol enthält bzw. die Einzeldosis nicht mehr als 0,5 g davon. Gibt es Kinderstudien zum jeweiligen Präparat, müssen die Kosten von den Kassen übernommen werden.

► Teebaumöl gegen Warzen Bei manchen Warzen hilft es, reines Teebaumöl oder eine zehnprozentige alkoholische Lösung einzusetzen. Man trägt das Öl bzw. die Lösung zweibis dreimal täglich auf – mehr nicht. Erkältungserkrankungen Erkältungstees haben den Vorteil, dass die heilenden Substanzen immer in derselben Dosierung verwendet werden können und sie gleichzeitig die wasserlöslichen, wirksamkeitsmitbestimmenden Inhaltsstoffe enthalten. Kräutertee-Fertigarzneimittel, deren Einzelbestandteile aus biologischem Anbau stammen, sollten bevorzugt werden. Tassen fertige Instanttees sind nicht immer die qualitativ besten Medizinaltees. Das Problem ist, kariesfördernde Kohlenhydrate als Inhaltsstoffe zu vermeiden und eine möglichst hohe Konzentration der Heilkräuterextrakte (40 bis 50 Prozent) zu erreichen. Dagegen erhält man im Handel oft genug Präparate, die zu 95 Prozent aus Zucker und nur zu fünf Prozent aus wirksamen Substanzen bestehen. Pflanzen- presssaft wäre ideal, unter anderem deshalb, da er im Gegensatz zu den reinen Teezubereitungen auch fettlösliche wirksame Bestandteile (zum Beispiel ätherische Öle) enthält. Er sollte weder Weißzucker noch Konservierungsmittel enthalten. Meist kann man ihn mit Obstsaft geschmacklich verbessern. Auch Lutschpastillen oder Zäpfchen kommen in Frage.

Bei Erkrankungen des Atmungstraktes wie zum Beispiel Schnupfen oder Bronchitis bietet sich eine Raumverdampfung ätherischer Öle mit Aroma-Duftlampen oder Heizkörperbefeuchtern an. Auch die Vernebelung von maximal fünf Tropfen ätherischen Öls mit einem Ultraschallvernebler ist zu empfehlen.

► Schweißtreibender Tee Instanttees sind nicht immer die bei einfacher Erkältung qualitativ besten Medizinaltees. 70 g Lindenblüten, Das Problem ist, kariesfördernde 10 g Mädesüßblüten, Kohlenhydrate als Inhaltsstoffe 15 g Pfefferminzblätter, zu vermeiden und eine möglichst 5 gPomeranzenschalen. hohe Konzentration der Heilkräuterextrakte (40 bis 50 Prozent) zu mit etwa 150 ml kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen, absieben. Davon mehrmals täglich eine Tasse möglichst heiß trinken und anschließend warm einpacken. Für eine Schwitzkur 1 ¾ bis zwei Tassen möglichst heiß trinken und anschließend in Decken hüllen. Da der Tee recht gut schmeckt, ist er auch sehr gut für Kinder geeignet.

Gewinnspiel

Gewinnen Sie

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Beantworten Sie einfach folgende Frage:

Wie lassen sich einfache Erkältungen naturkundlich zum Beispiel behandeln?

A. Mit Kaffee.

B. Mit Cortison.

C. Mit Knoblauch.

Ihre Antwort senden Sie bitte an: ehlers verlag gmbh, Geltinger Str. 14e, 82515 Wolfratshausen oder schicken Sie uns eine E-Mail an: gewinnspiel@deine-gesundheit-online.de

}}} Einsendeschluss ist der 30.11.22 |||

Die Gewinner werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit mittels eines unabhängigen Losverfahrens ausgelost.

Datenschutzinformationen und Einwilligung für Gewinnspiele und Verlosungen in Deine Gesundheit

Liebe Leserinnen und Leser, Datenschutz ist uns wichtig! Die Ehlers Verlag GmbH verarbeitet Ihre personenbezogenen Daten (Name, Adresse, E-Mail) ausschließlich zum Zwecke der Ziehung sowie Benachrichtigung der Gewinner und der Zustellung des Gewinns. Rechtsgrundlage hierfür ist Ihre Einwilligung. Mit der Übermittlung Ihrer personenbezogenen Daten (per E-Mail oder postalisch) bestätigen Sie, dass Sie am Gewinnspiel freiwillig teilnehmen und mit der absendenden Person identisch sind. Ihre Daten werden keinesfalls an Dritte weitergegeben und auch nur solange gespeichert, wie es für die Abwicklung des Gewinnspiels notwendig ist. Selbstverständlich können Sie jederzeit Ihre Einwilligung unter zentrale@ehlersverlag. de widerrufen, sich über die bei uns gespeicherten Daten Auskunft geben lassen sowie die Herausgabe, Löschung oder Berichtigung Ihrer Daten beantragen. Ihnen steht ein Beschwerderecht bei einer Aufsichtsbehörde zu. Unsere ausführlichen Datenschutzinformationen finden Sie auch unter

! Wichtig: Bei Kindern unter zwei Jahren darf man im Bereich des Gesichtes kein Eukalyptusöl anwenden.

► Schnupfen

Rezept zur Herstellung einer antiviralen Inhalationslösung: 4,5 g Eukalyptusöl, 4,5 g Latschenkiefernöl, 1 gPfefferminzöl. Von dieser Mischung kann man drei bis fünf Tropfen in einen Liter kochendes Wasser geben und die Dämpfe mehrmals inhalieren. Kleinkindern unter zwei Jahren und Säuglingen verdampft man je nach Größe des Kinderzimmers fünf bis zehn Tropfen zweimal täglich im Raum.

Wichtig: Bei Kindern unter zwei Jahren darf man im Bereich des Gesichts kein Eukalyptusöl anwenden, da dies bei ihnen zum Katschmer-Reflex mit Atmungsunterdrückung bis hin zum Ersticken führen kann.

► Mandelentzündung

(Tonsillitis) und andere virusbedingte Erkrankungen der oberen Luftwege: Sinnvoll ist hier die Anwendung von Salbeiblättern, Spitzwegerichkraut und afrikanischer Umckaloabowurzel.

► Husten & Bronchitis

Bei trockenem Husten helfen Eibischwurzel- und -blätter und Spitzwegerichkraut.

Folgende Tees können auch Kinder trinken

Eibischwurzeltee

50 g Eibischwurzel, je 20 g Spitzwegerich- und Thymiankraut, 10 g Süßholzwurzel. Diese Heilpflanzen mischen und einen Esslöffel davon mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen, absieben und drei bis fünf Tassen davon über den Tag verteilt möglichst heiß zu trinken geben.

Süßholzwurzeltee

50 g Süßholzwurzel, 30 g Eibischwurzel, je 10 g Primelwurzel und Anisfrüchte.

Von dieser Teemischung einen Teelöffel mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen und absieben. Davon über den Tag verteilt drei

bis fünf Tassen möglichst heiß zu trinken geben. Dieser Tee ist für Kinder sogar erstattungsfähig.

Thymiantee

je 30 g geschälte Süßholzwurzel und Thymiankraut, je 20 g Fenchelfrüchte und Spitzwegerichkraut.
Von dieser Kräutermischung einen Esslöffel entnehmen und mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen, absieben. Mehrmals täglich eine Tasse frisch zubereitet körperwarm trinken.

Gut zu wissen: Die Zutaten für diesen Hustentee sind für Kinder erstattungsfähig. Bei einem Husten, der mit Schleimbildung verbunden ist, helfen Efeublätter (Vorsicht giftig), Süßholzwurzel und afrikanische Umckaloabowurzel. DG

Buchtipp

Weitere Therapiemög- lichkeiten finden Sie im Buch von Dr. Andrea Flemmer, Viruserkrankungen natürlich behandeln, Mit effektiven Wirkstoffen gegen Erkältung, Grippe, Herpes, Warzen, Magen-Darm-Infekt, Pfeiffersches Drüsenfieber und vieles mehr, 3. Auflage erschienen 2020 im VAK-Verlag, Kirchzarten, ISBN 978-3-86731-187-8, 16,90 Euro.

D r. Andrea Flemmer ist Diplom-Biologin und Fachautorin für Ernährungs- und Gesundheitsthemen. Nach der Promotion begann sie als kommunale Umweltschutzbeauftragte und hielt Vorlesungen zu Umweltschutzthemen an der FH München. 2002 erhielt sie den Neubiberger Umweltpreis. Inzwischen sind zahlreiche Werke von ihr erschienen, darunter das „Anti-Krebs-Kochbuch“ oder „Nervennahrung“. Ihre Fernsehauftritte im WDR, Bayerischen Fernsehen und bei TV München machten die Bücher der Autorin einem größeren Publikum bekannt.