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Natur-Apotheke ffür die Reise


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natürlich gesund und munter - epaper ⋅ Ausgabe 4/2022 vom 23.06.2022

HAUSAPOTHEKE

Artikelbild für den Artikel "Natur-Apotheke ffür die Reise" aus der Ausgabe 4/2022 von natürlich gesund und munter. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: natürlich gesund und munter, Ausgabe 4/2022

EINE NATURHEILKUNDLICHE Reiseapotheke sollte bei keinem Ausflug oder Wochenendtrip fehlen. Anthroposophische Kombinationsmittel und homöopathische Einzelmittel brauchen nicht viel Platz, denn zumeist handelt es sich dabei um Streukügelchen, abgepackt in kleinen und bruchsicheren Döschen und Fläschchen. Auch pflanzliche Mittel werden oft in kleinen Verpackungseinheiten oder Einzeldosierungen angeboten. Damit können Sie sich unterwegs bei vielerlei Beschwerden helfen.

In die Basisapotheke gehören Mittel für Magen-Darm-Beschwerden und Erkältungen, lindernde Salben für Sonnenbrand, Insektenstiche und stumpfe Verletzungen sowie eine Grundausstattung an Verbandmaterial. Dazu empfehlen sich – gerade, wenn Sie empfindlich sind – Arzneien, die bei Blasenentzündung und geröteten Augen helfen. Nicht vergessen sollten Sie natürlich die Medikamente, die Sie ständig nehmen und die Ihnen individuell ...

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Hilfreich bei Erkältungen

So angenehm der kühle Wind im Schatten auch sein mag, im verschwitzten T-Shirt oder im nassen Badeanzug können Sie sich hier rasch eine Erkältung zuziehen. Ein anthroposophisches Mittel, das in allen Phasen eines grippalen Infekts hilft, ist Infludoron (Weleda). Die Streukügelchen können eine Erkältung oft noch verhindern, wenn sie gleich bei den ersten Anzeichen eingenommen werden.Eine phytotherapeutische Alternative ist Esberitox (Schaper & Brümmer).Bei beginnenden Halsschmerzen helfen Salbeibonbons und empfindliche Nasenschleimhäute profitieren von Nasensprays mit Meerwasser.

Bewährt bei Magen-Darm-Beschwerden

Egal, ob es im Magen grummelt, weil Sie etwas Falsches gegessen haben, ob Ihnen bei einer kurvenreichen Fahrt durch die Berge oder beim Seegang auf dem Meer schlecht wird oder ob Ihr Darm mit Durchfall auf die ungewohnten Speisen unterwegs reagiert – mit den Gentiana Magen Globuli (Wala) haben Sie das passende anthroposophische Kombinationsmittel zur Hand. Seine Inhaltsstoffe fördern die Verdauung mit Bitterstoffen, sie entspannen Magen und Darm und helfen auch bei Reiseübelkeit. Eine Reisekrankheit (Kinetose) äußert sich aber nicht nur durch Übelkeit und mehr oder minder starkes Erbrechen. Auch Schwindel, Kopfschmerzen und Ohrensausen, Herzrasen und beschleunigtes Atmen, Müdigkeit sowie Antriebs- und Appetitlosigkeit oder auch Schweigsamkeit und Lethargie sind typische Symptome. Gerade Kinder sind oft davon betroffen. Naturheilkundliche Mittel können die Beschwerden lindern oder – vorbeugend eingenommen – verhindern, dass sie entstehen. Einige homöopathische und anthroposophische Komplexmittel, die sich bei der Behandlung von Schwindel und Übelkeit bewährt haben, sind auch für Kinder zugelassen. Eine Auswahl finden Sie in der nebenstehenden Tabelle, Ihr Apotheker berät Sie bei der Auswahl. Ingwer ist eine rein pflanzliche Alternative, die wegen ihres leicht scharfen Geschmacks aber nicht von allen Kindern geschätzt wird. Schon vor Jahrhunderten kauten Seefahrer kleine Stücke der heilkräftigen Wurzel, um sich vor Seekrankheit zu schützen. Heute gibt es auch Lutschbonbons mit Ingwer, Ingwerkapseln, Ingwertee oder Ingwertropfen, die direkt auf die

Zunge gegeben oder mit etwas Wasser gemischt getrunken werden. Die ätherischen Öle, allen voran die Scharfmacher Gingerol und Shoagol, beruhigen die Magenbewegungen und lindern so Brechreiz und Übelkeit.

Gut bei Blasenentzündung

DAS SOLLTE AUCH NOCH MIT ...

Desinfektionsmittel

Normale Pflaster, Blasenpflaster und Verbandszeug

Fieberthermometer

Splitterpinzette und Schere

Zeckenzange oder -karte

sterile Handschuhe

Mund-Nasen-Schutz

Corona-Schnelltests

Sonnenschutz

Meist beginnt es mit einem leichten Ziehen im Unterleib und verstärktem Harndrang, später kommen oft brennende Schmerzen beim Wasserlassen dazu. Wer einmal eine Blasenentzündung hatte, weiß, dass in so einem Fall rasch gehandelt werden muss. Viel trinken und den Infekt mit Pflanzenpräparaten ausbremsen – das kann schwere Infekte verhindern, die anderenfalls nur noch mit Antibiotika behandelt werden könnten. Stecken Sie sich deshalb am besten einige Einzelbeutel Blasen- und Nierentee (zum Beispiel von Sidroga, Salus oder Bad Heilbrunner) und einige Dragees mit einem Extrakt aus Bärentraubenblättern (zum Beispiel Cystinol akut von Schaper & Brümmer) in Ihre Reiseapotheke und gehen Sie frühzeitig zu einem Arzt, wenn sich die Beschwerden verschlimmern. Viele häufig Betroffene schwören auch auf die Kombination aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel in Angocin Anti-Infekt N von Repha. Das ist ein antiviral und antibakteriell wirkendes pflanzliches Arzneimittel, das auch bei Atemwegsinfekten gute Dienste leisten kann. Aus dem weiten Feld der Homöopathie haben sich Belladonna D6 und Cantharis D6 bewährt, zwei Allrounder, die auch noch bei anderen Beschwerden helfen und deshalb in der naturheilkundlichen Reiseapotheke einen festen Platz haben sollten (Infos zu einer homöopathischen Reiseapotheke siehe Kasten links).

Homöopathische Reiseapotheke

Lassen Sie – soweit nicht anders erwähnt – dreimal am Tag fünf Globuli (Kleinkinder drei Globuli) des ausgewählten Mittels im Mund zergehen, bis die Beschwerden abgeklungen sind. So lautet die allgemeine Dosierungsempfehlung unseres Experten Dr. Markus Wiesenauer:

Gelsemium D6 hat sich bei „Sommer-Grippe“ bewährt.Zudem hilft es bei Erschöpfung und Kopfschmerzen durch Wetterwechsel oder Föhn.

Nux vomica D6 ist gefragt bei Magen-Darm-Problemen, weil ein Mahl zu üppig ausgefallen ist oder Alkohol im Spiel war. Auch Muskelverspannungen bessern sich damit.

Veratrum album D6 lindert Brechdurchfall in Verbindung mit einer akuten Kreislaufschwäche. Hier empfiehlt sich eine Stoßtherapie: dreimal im Abstand von etwa 15 Minuten, dann je nach Situation etwa stündlich.

Cocculus D6 hat sich bei Reiseübelkeit bewährt, es hilft aber auch bei funktionell-nervösen Verdauungsbeschwerden und wenn Ihnen wegen Jetlag schwindelig ist oder Sie schlecht schlafen.

Okoubaka D3 gehört bei einem Urlaub in heißen Regionen in jede Reiseapotheke. Es lindert die Beschwerden einer Lebensmittelvergiftung ebenso wie die eines akuten Magen-Darm-Infekts.

Belladonna D6 wird immer dann eingesetzt, wenn sich ein brennender Schmerz entwickelt, beispielsweise bei Sonnenbrand oder wenn der Wanderschuh am Knöchel gerieben hat. Dann sorgt Belladonna D6 dafür, dass sich die Entzündung an der Haut beruhigt, und verhindert, dass sich im Laufe des Tages eine Wunde entwickelt. Auch wenn ein Brennen beim Wasserlassen anzeigt, dass sich eine Blasenentzündung anbahnt, kann das Mittel helfen, ebenso bei einem fieberhaften Infekt.

Cantharis D6 passt bei „Blasenproblemen“ aller Art. Das Mittel lindert die Schmerzen und unterstützt die Abheilung der Haut ebenso bei Blasen durch schlecht eingelaufene Schuhe wie bei Brandblasen. Bei vermehrtem Urindrang, Missempfindung oder Brennschmerz beim Wasserlassen können Sie mit einer frühzeitigen Einnahme von Cantharis verhindern, dass sich eine massive Harnblasenentzündung entwickelt.

Arnica ist das Verletzungsmittel schlechthin. Bei ihrem Einsatz sollten Sie unbedingt beachten:

Von Arnica D6 lassen Sie am Verletzungstag selbst stündlich fünf Globuli (Kleinkinder drei Globuli) im Mund zergehen. Ab dem nächsten Tag wird die Einnahmefrequenz auf dreimal am Tag reduziert, bis die Beschwerden abgeklungen sind. Arnica D30 oder C30 sollte als Einmalgabe eingenommen werden. Sie können aber auch fünf Globuli davon in der mitgeführten Wasserflasche auflösen und etwa stündlich einen Schluck daraus trinken.

Rhus toxicodendron D12 hilft, wenn „alles weh tut“ – weil die Wanderung zu lange gedauert hat, der Rücken vom langen Tragen des schweren Rucksacks schmerzt oder wenn Sie beim Gehen umgeknickt sind und sich den Fuß gezerrt haben.

Bryonia D6 wird auch als das „Schmerzmittel der Homöopathie“ bezeichnet. Es hilft, wenn Knöchel, Knie oder Brustkorb schmerzen, weil Sie sich den Knochen geprellt haben. Auch wenn kalte Getränke in der Hitze Durchfall auslösen, hilft die Zaunrübe.

Ledum D6 kommt bei Stichverletzungen aller Art – beispielsweise durch Stechmücken, Wespen, Zecken oder auch Dornen – zum Einsatz. Die Gefahr einer Borreliose kann durch die Einnahme von Ledum D6 verringert werden kann. Dafür nehmen Sie zehn Tage lang dreimal täglich fünf Globuli ein. Nimmt die Hautrötung unter der Therapie zu, sollten Sie aber umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Auch gut zu wissen: Einen Tetanus-Schutz kann Ledum nicht ersetzen. Ihr Hausarzt berät Sie zu diesem Thema und kann Ihnen gegebenenfalls eine Auffrischungsimpfung setzen.

Apis mellifica D6 ist das Mittel der Wahl, wenn Sie beim Schwimmen mit einer Qualle in Kontakt gekommen sind oder wenn die Haut an Füßen und Beinen nach dem Kontakt mit Grasmilben juckt und schmerzhaft anschwillt.

Aconitum napellus D6 ist ein Notfallmittel bei akuten entzündlichen Erkrankungen im Anfangsstadium. Es passt, wenn sich die Augen entzünden, weil sie Zugluft oder Wind ausgesetzt waren, hilft aber auch schon vorbeugend gegen Flugangst (drei Tage vor Reiseantritt zwei- bis dreimal täglich fünf Globuli oder einmalig Aconitum C30).

Erste Hilfe bei stumpfen Verletzungen

Arnika ist vielen Menschen als Wundheilmittel bei Prellungen, Zerrungen, Quetschungen oder Verstauchungen bekannt. Tatsächlich hat sich Arnica montana, der Bergwohlverleih, sowohl zum äußerlichen Auftragen als Salbe oder Gel wie auch zum Einnehmen in Form von Homöopathika bei nicht-blutenden Wunden und blauen Flecken sowie zur Behandlung eines Muskelkaters bestens bewährt. Mit Arnika Wundtüchern (Wala) haben Sie immer ein Erste-Hilfe-Mittel zur Hand, mit dem Sie stumpfe Verletzungen gleichzeitig behandeln und kühlen können. Die einzeln verpackten Feuchttücher passen in jede noch so kleine Tasche.

Generell gilt: Dauern die Schmerzen an oder nehmen sie zu, ist zwingend ärztliche Hilfe notwendig!

Hilfreiche Hausmittel

Besorgen Sie sich am Urlaubsziel eine Zwiebel und eine Zitrone.Damit haben Sie zwei Hausmittel zur Hand, die bei vielen leichteren Beschwerden helfen. Gehen Sie aber unbedingt zum Arzt, wenn keine Besserung eintritt oder die Symptome schlimmer werden.

Zitrone hilft als Auflage bei Halsschmerzen und tut als „Heiße Zitrone“ bei einer Erkältung gut.

Mückenstiche heilen schneller ab, wenn Sie sie mit Zitronensaft einreiben und bei Kopfschmerzen schwören viele auf Kaffee mit einem Schuss Zitronensaft.

Zwiebel aufgelegt auf einem Wespenstich nimmt rasch den brennenden Schmerz. Eine Nasennebenhöhlenentzündung bessert sich mit warmen Zwiebelsocken, eine Bronchitis mit einem warmen Zwiebel-Brustwickel.Ein bewährtes Hausmittel bei Ohrenschmerzen ist ein Zwiebelsäckchen auf dem Ohr.

Helfer für die Haut

Bei Schürfwunden, Sonnenbrand oder Insektenstichen lässt ein Wund- und Brandgel (zum Beispiel von Wala oder Combudoron Gel von Weleda) die verletzte Haut rascher heilen. Ebenfalls bewährt: das Regulat Skin Repair (Dr. Niedermaier). Das vegane Hautpflegespray ist ein Allroundmittel bei Hautproblemen. Vor der Behandlung müssen Fremdkörper wie Dornen oder Stacheln immer entfernt werden, zudem sollten Sie nach jedem Aufenthalt im Grünen Ihren Körper nach Zecken absuchen und diese mittels Zeckenzange oder -karte aus der Haut lösen. Je früher dies geschieht, desto geringer ist die Gefahr, sich mit einer Borreliose zu infizieren.

Wenn Sie beim Schwimmen unfreiwillig Bekanntschaft mit einer Qualle geschlossen haben, spüren und sehen Sie das spätestens an Land. Die Hautstelle ist dann feuerrot und aufgequollen, man könnte meinen, von einer Biene gestochen worden zu sein. Deshalb bringt – nach dem Grundprinzip der Homöopathie „Ähnliches kann mit Ähnlichem geheilt werden“ – die homöopathische Arznei Apis mellifica rasch Linderung (siehe Kasten Seite 46). Dieses Mittel hilft auch, wenn Sie mit Grasmilben in Kontakt gekommen sind und die Haut an Füßen und Beinen nach dem Biss der winzigen Spinnentierchen juckt und schmerzhaft anschwillt.

Linderung für gereizte Augen

Ein wunderschöner Tag am Meer oder im Schwimmbad, und abends sind die Augen rot? Nach einem Zuviel an Sonne, Wind, Meer- oder Chlorwasser helfen Euphrasia D3 Augentropfen.

Von Wala und Weleda gibt es sie in praktischen Einzeldosen. Sie helfen bei allen leichten bis mittelschweren entzündlichen Reizungen der Bindehaut, die nicht auf bakteriellen Infektionen beruhen. Bei einer Bindehautentzündung im Anfangsstadium haben sich auch die Echinacea Quarz Comp. Augentropfen von Weleda bewährt. Eine Behandlung in Eigenregie mit den rezeptfreien Medikamenten ist für ein bis zwei Tage möglich. Gehen Sie aber zum Augenarzt, wenn die Beschwerden länger dauern oder wenn Schmerzen oder Sehstörungen auftreten. /Georgia van Uffelen

BACHBLÜTEN FÜR SEELISCHE NOTFALLSITUATIONEN

In akuten seelischen Notfall- oder Stresssituationen hilft die Bachblüten-Notfallmischung, den Schock zu überwinden und wieder ins seelische Gleichgewicht zu kommen. Die bewährte Rescue-Kombination aus den Blütenessenzen Star of Bethlehem, Rock Rose, Impatiens, Cherry Plum und Clematis bekommen Sie als Tropfen, Spray oder auch als Lutschpastillen in der Apotheke, zum Beispiel unter dem neuen Namen „Rescura“ (früher Rescue) von Nelsons oder als „Originaltropfen“ von Murnauers Bachblüten.

Schüßler-Salze: Hilfe im Akutfall

Bereits mit drei verschiedenen Biomineralien sind Sie gut für die häufigsten Reisebeschwerden gerüstet. Die Tabletten werden entweder gelutscht, so dass die Mineralstoffmoleküle über die Mund- und Rachenschleimhaut in das Körperinnere gelangen können, oder entfalten als äußere Anwendungen in Form von Kompressen, Breiauflagen oder Teilbädern unmittelbar an Ort und Stelle ihre Wirkung. Dadurch können sie bis zum Eintreffen oder Erreichen professioneller Hilfe in akuten Situationen eine schnelle Hilfe bieten.

Die drei wichtigsten Schüßler-Salze, die in keiner Hand- oder Reisetasche fehlen sollten, sind Nr. 3, Nr. 8 und Nr. 10 (siehe rechts).

Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12 gilt als das biochemische „Erste-Hilfe-Mittel“ und kann, da es den Stoffwechsel des Körpers unterstützt, in jeder Notfallsituation zum Einsatz kommen. Innerlich eingenommen hilft es bei pochenden und klopfenden Schmerzen, Entzündungen und Erkältungen sowie allgemein bei Störungen, die plötzlich auftreten. Äußerlich wird es bei Verletzungen des Gewebes durch Schnittoder Schürfwunden, bei Prellungen, Verstauchungen oder Blutungen angewendet, wobei der in den Tabletten enthaltene Milchzucker zusätzlich antiseptisch wirkt. Die Nr. 8 Natrium chloratum D6 unterstützt die Schleimhäute und den Flüssigkeitshaushalt, die Nr. 10

Natrium sulfuricum D6 ist ein bewährtes Mittel bei Durchfallerkrankungen und Sonnenallergie.

So werden Schüßler-Salze angewandt

Innere Einnahme bei akuten Beschwerden. Lassen Sie alle fünf Minuten eine Tablette im Mund zergehen, bis es Ihnen besser geht.

Alternativ lösen Sie zehn Tabletten in 0,2 Liter Wasser auf, trinken es schluckweise und halten dabei jeden Schluck einen Moment im Mund.

Mineralstoffbäder bei großflächigen Problemen der Haut. Bei Vollbädern geben Sie 12–20 Tabletten, bei Teilbädern 7–10 Tabletten des jeweiligen Mineralstoffs ins Wasser. Badetemperatur maximal Körpertemperatur (nicht über 37 °C) , Badedauer 10–15 Minuten.

Kompressen kommen vor allem im Gesicht, im Nacken und bei Rötungen und Schwellungen der Augen zur Anwendung. Die Mineralstoffe werden in Wasser aufgelöst, eine Kompresse, ein Wattepad oder ein Tuch werden darin getränkt und mindestens 10 Minuten aufgelegt.

Breiauflagen sind insbesondere bei Insektenstichen und kleineren Verbrennungen hilfreich. Dazu lösen Sie die Tabletten mit Wasser breiig an, die Anzahl der Tabletten hängt von der zu bedeckenden Fläche ab.

Der Brei wird auf die betroffene Stelle aufgetragen und mit einer Frischhaltefolie abgedeckt. So bleibt ein feuchtes Klima erhalten.

Nasentropfen bei Bedarf täglich frisch herstellen. Dafür geben Sie eine Tablette in ein gut ausgespültes Tropffläschchen aus der Apotheke und übergießen es mit abgekochtem Wasser.