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NATUR: DER niedlichste Fuchs DER WELT


HÖRZU - epaper ⋅ Ausgabe 25/2018 vom 15.06.2018

Rettung aus der Pelzfarm: Eine junge Amerikanerin nimmt einenFuchswelpen bei sich auf. In einem rührenden Buch erzählt sie von dieser ganz besonderen Freundschaft


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>>JUNIPER IST EINELADY, DIE WEISS, WAS SIE WILL.
Jessika Coker, Frauchen der Füchsin


TIERLIEB Die Frau, die Füchse versteht: US-Amerikanerin Jessika Coker mit „Haustier“ Juniper


ALLE FOTOS: JESSIKA COKER/KNESEBECK VERLAG

Die Kulleraugen funkeln treuherzig, das weiche Fell glänzt rostrot, der buschige Schwanz wedelt aufgeregt hin und her. Gestatten: Juniper, die zahme Füchsin, die alle Herzen im Sturm erobert. Im Internet ist die quirlige ...

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... Dame längst ein Star: Mehr als zwei Millionen Menschen verfolgen ihre Abenteuer bei dem Fotoportal Instagram. Jetzt schildert ihr Frauchen, die US-Amerikanerin Jessika Coker, die Geschichte der einzigartigen Freundschaft in einem Buch (siehe S. 17). HÖRZU zeigt exklusiv vorab die schönsten Fotos.

Dass Juniper heute in Florida durch das Haus und den Garten von Jessika Coker stromert, ist ein echter Glücksfall – für beide. Denn die Füchsin stammt aus einer Pelzzucht. Sie wurde gemeinsam mit ihren Geschwistern und ihrer Mutter von einer Farm gerettet. Da diese Füchse schon seit mehr als 100 Jahren gezüchtet werden, können sie in der Wildnis allein nicht überleben, sie brauchen menschliche Fürsorge.

So schnell wird aus einer Couch einFuchsbau

Die 26-jährige Jessika Coker wiederum ist seit der Kindheit Tierschützerin. „Als kleines Mädchen verbrachte ich den Großteil meiner Zeit draußen in der Natur und erkundete mit unseren Hunden die Wälder“, berichtet sie. „Ich brachte oft verletzte Tiere mit nach Hause.“ Später kümmerte sie sich in Tierschutzvereinen, -heimen und Zoos um Vierbeiner jeder Art. Als eine Freundin sie vor drei Jahren anrief und fragte, ob sie nicht einen Fuchswelpen von einer Tierrettungsfarm aufnehmen wolle, zögerte sie keine Sekunde. „Mit Augen, die fast das gesamte Gesicht einnahmen, sah mich der winzige braune Pelzball an und gewann auf der Stelle mein Herz“, erinnert sich Coker. Dazu trug auch Junipers kleiner Schönheitsfehler bei: Sie wurde mit Unterbiss geboren, wodurch der linke untere Eckzahn aus dem Mund ragt. Ihr Markenzeichen: ein leicht schiefes Grinsen. Kaum war das Welpenmädchen bei Coker, stellte es ihr Leben auf den Kopf. Es brauchte eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung, musste alle paar Stunden gefüttert werden, schrie in den Nächten um Aufmerksamkeit und war nicht so schnell stubenrein wie erhofft. Später okkupierte Juniper sogar die Couch als Fuchsbau. „Es kostete sie nur wenige Minuten, das Innenleben unter den Sprungfedern auszuhöhlen und ein seitliches Loch als Fluchtweg zu beißen“, schildert Coker. Um für ihren Schützling da zu sein, gab sie ihren Job auf und arbeitet seitdem als Künstlerin von zu Hause aus. Besonders wichtig bei der Tierpflege: die richtige Ernährung. Die Amerikanerin versorgt Juniper mit Fleisch von Wachtel, Truthahn, Ente und Kaninchen. „Das mische ich mit grünen Bohnen, Karotten oder Erbsen“, sagt Jessika Coker. „Außerdem gebe ich ihr Äpfel, Süßkartoffeln, Pfirsiche oder Himbeeren, und für die nötige Kalziumzufuhr hin und wieder ein Ei mit gemahlenen Eierschalen.“

KUNST
Tier mit Talent zum Malen? Juniper übt sich immer wieder im „Fuchsblumen“-Tapsen


AUSFLUG
Ab in den Wald! Jessika Coker macht mit Juniper ausgedehnte Spaziergänge


Juniper lebte sich schnell ein, auch dank ihres neuen Spielgefährten: Hund Moose, ein Alaskan-Malamute-Mix. Er lebt schon mehrere Jahre bei Coker und verdrehte Juniper gleich den Kopf. „Es nahm schon fast komische Züge an, denn sie verhielt sich wie ein kleines verliebtes Mädchen“, erzählt die 26-Jährige. Wie ein Hund hört Juniper – manchmal – auf Befehle wie „Sitz“ und „Platz“. Ansonsten hat sie ihren eigenen Kopf. „Sie ist eine Lady, die weiß, was sie will“, sagt ihr Frauchen. „Wer Tiere großzieht, der weiß, dass jedes einzigartig ist, aber ich habe noch nie ein derart eigensinniges und ausdrucksstarkes Tier erlebt.“

MAHLZEIT
Juniper erhält Fleisch, Gemüse und Obst – was ihr sichtlich schmeckt


SPIELGEFÄHRTEN
Ein Herz und eine Seele: Juniper und Hund Moose, ein weiterer Schützling von Jessika Coker, beim Toben


BABYFOTO Knuffig: Als Jessika Coker Juniper bei sich aufnahm, war das Welpenmädchen gerade mal vier Wochen alt


Der Traum vom Heim fürexotische Tiere

Zu Junipers Lieblingsbeschäftigungen gehören spielen und im Garten herumtollen. Dabei hat sie ein neues Hobby gefunden: zeichnen mit den Pfoten. Als die Füchsin zufällig in eine von Cokers Wasserfarbmischungen und dann über ausgelegtes Malpapier tapste, entstanden ausdrucksstarke Abdrücke, die Coker nun „Fuchsblumen“ nennt. Seitdem kreiert Juniper eigene Werke – und leistet ihrem künstlerischen Frauchen beim Malen Gesellschaft. Überhaupt hat sich Cokers Leben grundlegend geändert, seit sie „Fuchsmutter“ ist. „Als ich Juniper adoptierte, dachte ich, sie würde mich brauchen. Aber wann immer ich ihr schiefzahniges Grinsen sehe, denke ich jetzt, dass ich sie ebenso brauche. Sie macht jeden Tag für mich schöner.“

Und die Zukunft? Jessika Coker träumt davon, ein Heim für exotische Tiere in Not aufzubauen: „Ich spare gerade Geld, um ein Grundstück zu kaufen.“ Bis es so weit ist, nimmt sie immer wieder vorübergehend Vierbeiner zur Pflege auf. Ihre große, tierische Familie.

NEUZUGANG
Neuerdings wohnt auch Fuchs Fig (r.) bei Jessika Coker – und lässt sich von Juniper bemuttern


BUCHTIPP
Jessika CokerJuniper Fox Ein Fuchs zum Verlieben Knesebeck, 144 S., 15 €, ab 28. Juni im Handel