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NATUR: Der schnellste FISCH der Welt


HÖRZU - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 04.01.2019

Er ist der Sprinter der Ozeane und hat einen Speer als tödliche Waffe: Der Fächerfisch jagt raffiniert und rasant


Artikelbild für den Artikel "NATUR: Der schnellste FISCH der Welt" aus der Ausgabe 2/2019 von HÖRZU. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: HÖRZU, Ausgabe 2/2019

Gruppenreise: Die Wanderungen des Fächerfischs sind wenig erforscht


Akrobatik: Der Sprinter schießt mit schlagender Schwanzflosse aus dem Wasser


Silbern schimmern die Fischleiber in der Tiefe. Dicht gedrängt ziehen sie durch den Ozean vor Mexikos Küste – ein gewaltiger Sardinenschwarm! Doch plötzlich tauchen von allen Seiten Schatten auf. Mit atemberaubendem Tempo durchpflügen die Angreifer das Wasser, dann stößt der erste mitten hinein in den Pulk der zappelnden Beute. Ein ungleicher ...

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... Kampf: Fächerfische sind die schnellsten Räuber der Meere – und sie jagen clever im Team.

Die Ozeansprinter erreichen Spitzengeschwindigkeiten von 110 km/h. Auch wenn einige neue Studien solche Rekorde anzweifeln, ist der Fächerfisch doch perfekt fürs Leben auf der Überholspur geformt. Langgestreckt wie ein Torpedo, die Seiten stark abgeflacht. Mit einer speerartig verlängerten Schnauze, die Rostrum genannt wird. Beim blitzartigen Beschleunigen kann der Raubfisch die Bauchflossen in einer Furche anlegen, um so noch aerodynamischer durchs Wasser zu schießen.

Unverwechselbares Merkmal des Weltrekordlers ist jedoch die segelartig vergrößerte erste Rückenflosse. Wie ein Fächer zieht sie sich über den Großteil der Körperlänge, so gab sie dem bis zu 100 Kilo schweren Tier auch den Namen: Fächerfisch. Im Englischen heißt er Sailfish – Segelfisch.

Gemeinsame Attacke

Tempo allein macht noch keinen erfolgreichen Jäger. Deshalb sind Forscher des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) seit Jahren den Tricks der Fächerfische auf der Spur. Vor der Küste Mexikos filmten sie die Attacken mit Hochgeschwindigkeitskameras. Fächerfische jagen stets in Gruppen und nutzen dabei eine clevere Aufgabenteilung: „Die meisten spezialisieren sich bei ihren Angriffen auf eine bestimmte Seite“, fasst Dr. Ralf Kurvers die Beobachtungen des IGB-Teams zusammen. „Damit können sie effizienter angreifen.“

Jagdszene: Mit dem Speer voran direkt in den Sardinenschwarm


Tödlicher Speerkampf

Forscher nennen eine solche Spezialisierung, bei der einzelne Exemplare stets von links, andere von rechts zur Attacke ansetzen, Lateralisation. „Je größer die Gruppe, umso ausgeglichener ist das Verhältnis links – rechts, und umso erfolgreicher sind die Fische bei der Sardinenjagd“, erklärt Dr. Kurvers. Tödlichste Waffe ist das speerartige Rostrum. Damit spießen die Räuber ihre Beute nicht etwa auf, sondern verletzen sie durch gezielte Schläge. Obwohl alle gemeinsam jagen, schießt jeweils nur ein Angreifer in den Schwarm. So besteht keine Gefahr, dass Artgenossen verletzt werden. Wer gerade ans leckere Fischbuffet will, signalisiert vermutlich die Hautfarbe: Fächerfische können ihre Stimmung nämlich durch Farbwechsel anzeigen.
Ähnlich wie der Gepard, der Weltrekordler an Land, können die rund zweieinhalb Meter langen Räuber bei der Unterwasserjagd kurzzeitig sprinten. Marathonleistungen sind da gar nicht gefragt, lassen sich aber abrufen – wenn die Tiere bei ihren langen Wanderungen den Schwärmen der Sardinen oder Makrelen folgen. Tausende Kilometer legen sie dabei zurück.

Begehrte Trophäe

Bislang ist erstaunlich wenig über die faszinierenden Tiere bekannt. In der Roten Liste der IUCN werden Fächerfische als „nicht gefährdet“ geführt. Gleichzeitig bemängelt die Weltnaturschutzunion, dass zu wenig Forschungen über Verbreitung, Bestandstrends und Fortpflanzung vorliegen. Fest steht nur, dass sich Fächerfische vor allem im Pazifik großer Beliebtheit erfreuen – als begehrte Trophäe von Hochseeanglern!

Die TOP TEN der RASER

Angegeben ist jeweils die geschätzte Höchstgeschwindigkeit. Meeressäuger wurden nicht berücksichtigt


FOTOS: S. 12-13: STRMISKA/GETTY IMAGES (GR.), MODRA/GETTY IMAGES; S. 14-15: IMAGO; ILLUSTRATIONEN: NEWMAN/DORLING KINDERSLEY, KLEINERT/DPA PICTURE-ALLIANCE (3), GETTY IMAGES (5), MAURITIUS IMAGES