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Natur MEDIZIN im Check


Hörzu Gesundheit - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 22.03.2019

Mediziner wieProf. Dietrich Grönemeyer fordern dazu auf, alternative Heilmethoden viel mehr zu nutzen. Hier ein Überblick, was sie taugen


Artikelbild für den Artikel "Natur MEDIZIN im Check" aus der Ausgabe 1/2019 von Hörzu Gesundheit. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer


FOTOS: GETTY IMAGES, SIMON/DPA PICTURE-ALLIANCE

Der Arzt ist Gründer des Grönemeyer Instituts für Mikrotherapie in Bochum. In seinemBuch „Weltmedizin“ setzt er sich für eine Medizin ein, die das Heilwissen aller Kulturen zusammenführt

Die Naturmedizin ist so alt wie die Menschheit. Schon vor Jahrtausenden kurierten unsere Vorfahren ihre Beschwerden mit Wildkräutern, die sie auf ihren Streifzügen durch die Wälder sammelten. So fanden ...

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... Forscher etwa bei dem 5300 Jahre alten Schneemenschen „Ötzi“ zwei Birkenporlinge – Heilpilze mit antibiotischer Wirkung. Vermutlich behandelte Ötzi damit die Würmer in seinem Darm, die Pathologen bei ihm nachweisen konnten. Ihm blieb in der Jungsteinzeit ohnehin nichts anderes übrig, als der Heilkraft der Natur zu vertrauen.

1 Uraltes Wissen, neu genutzt

Auch heute setzen die Menschen wieder häufiger auf sanfte Wege: Fast jeder zweite Deutsche hat schon einmal Naturheilverfahren ausprobiert. Drei Viertel aller Bundesbürger begrüßen das Miteinander von Schul- und Naturmedizin. So auch Prof. Dietrich Grönemeyer, der sich seit Jahrzehnten der Frage widmet, wie alternative Heilmethoden aus aller Welt die Schulmedizin bereichern können. Dafür ist der bekannte Arzt um den Globus gereist, um mit Heilern und Schamanen zu sprechen. „Im Lauf der Menschheitsgeschichte hat sich in den verschiedenen Kulturen rund um die Welt ein Wissen der Heilkunst angesammelt, das wir viel zu wenig nutzen, oft vorschnell ablehnen, nur weil es uns nicht vertraut ist“, sagt Prof. Grönemeyer. Wichtig findet er vor allem die ganzheitliche Auffassung des Menschen als Einheit von Körper, Seele und Geist. „Dessen sind sich die verschiedenen Schulen der Heilkunst – der Chinesen, Tibeter, Ägypter oder auch der Indianer in Nord- und Südamerika – zu allen Zeiten sehr viel bewusster gewesen als wir heute“, berichtet der Mediziner. „Auf diesem Menschenbild gründen deshalb viele ihrer Heilverfahren.“

2 Reize bringen den Körper auf Trab

Das Grundprinzip der Naturheilkunde – wie das aller traditionellen Heilverfahren – ist das Zusammenspiel von Reiz und Reaktion, das die Fähigkeit unseres Körpers, sich selbst zu heilen, anregt. Die Hydrotherapie etwa setzt durch den Einsatz von kaltem oder warmem Wasser gezielt einen Reiz, und dieser führt dann zu Veränderungen im Körper: Der Reiz aktiviert die Selbstregulation.

VIELFÄLTIGE HEILKUNST
Mit über 400 Methoden bietet die sanfte Medizin ein riesiges Spektrum. Es reicht von klassischen Naturheilverfahren wie der Pflanzenheilkunde und Hydrotherapie über Homöopathie bis hin zu Akupunktur und Shiatsu


Wichtig dabei ist, dass die richtigen Reize in der richtigen Stärke gesetzt werden. Schon im 16. Jahrhundert hatte Paracelsus erkannt, dass eine geringe Dosis einer Substanz, die sonst giftig wirkt, positive Wirkung ausüben kann. Der Grund: Der Körper entwickelt Abwehrmechanismen gegen den vermeintlichen Störenfried. Radioaktive Strahlung etwa schädigt Zellen, doch geringe Dosen aktivieren die Reparationsmechanismen des Organismus. Deshalb wird Radonstrahlung in Heilstollen gern gegen Rheuma und Arthritis eingesetzt.

3 Zusammen auf dem Weg zum Ziel

Noch vor drei Jahrzehnten wurde etwa Akupunktur müde von Ärzten belächelt. Kritiker von Naturheilverfahren bemängelten vor allem die fehlende Studienlage über deren Wirksamkeit. Heute ist die Akupunktur bei verschiedenen Beschwerden wie etwa Heuschnupfen und Kniearthrose als wirksame Methode anerkannt und wird sogar von einigen Schulmedizinern als ergänzende Therapie angeboten. „Tatsächlich müssen wir nicht erst den Schleier jedes Geheimnisses lüften, um von ihm profitieren zu können“, sagt Prof. Grönemeyer. Und er ist sich sicher: Aus den unterschiedlichsten Teilgebieten der Naturheilkunde und der alternativen Verfahren ergeben sich wesentliche Elemente für eine zukünftige ganzheitliche Medizin. Grönemeyer prägte dafür den Begriff ‚Weltmedizin‘ (siehe auch: weltmedizin.de). „Dazu bedarf es hochkarätiger Forschung sowie wissenschaftlicher Neugier und Toleranz, nicht aber Spekulationen über Sinn oder Unsinn verschiedener Ansätze und Methoden“, so der Arzt. Ob chinesische Medizin oder Ayurveda, ob Phytotherapie oder schulmedizinische Pharmazie, ob Muskelmassagen oder Shiatsu, verfolgt wird bei allen immer nur das eine Ziel: den Menschen zu unterstützen, Wohlbefinden zu erzeugen, zu therapieren und zu heilen.

Für Grönemeyer sollte der Arzt der Zukunft offen sein für alles, was heilt, egal auf welche Kulturen und Epochen die Behandlungsmethoden zurückgehen mögen: „Er muss ein undogmatischer Netzwerker sein, der mit anderen Therapeuten und Fachdisziplinen solidarisch zusammenarbeitet.“

Naturmedizin kennt viele Therapien, manche sind schon jahrtausendealt. Und nicht immer spielen Kräuter die Hauptrolle. Hier die wichtigsten Naturheilverfahren im Überblick:

NACHWEIS
Die Schulmedizin stützt sich vor allem auf die Erkenntnisse aus der klinischen Forschung


FOTO: GORODENKOFF/GETTY IMAGES


Das Wissen von gestern kann das Know-how von morgen sein.“
Prof. Dietrich Grönemeyer


4 Alternative Heilmethoden

TCM
Methode: Als traditionelle chinesische Medizin (TCM) wird jene Heilkunde bezeichnet, die sich in China seit mehr als 2000 Jahren entwickelt hat. Im Zentrum steht die Lebensenergie Qi und deren ‚freies Fließen‘. „Zu den fünf Säulen der chinesischen Therapie zählen die pflanzenkundliche Arzneimitteltherapie, die Akupunktur, Massagetechniken wie Shiatsu oder Tuina, Bewegungsübungen wie Tai-Chi und Qigong und eine individuell verordnete Diätik“, erklärt Prof. Grönemeyer.
Wirkung: Von wissenschaftlicher Seite wird die therapeutische Wirksamkeit vieler Behandlungsmethoden der TCM bezweifelt. Dennoch haben sich einige Behandlungsmethoden der TCM wie etwa die Akupunktur in der westlichen Heilkunde etabliert.

AKUPUNKTUR
Methode: Durch gezielte Nadelung sollen Störungen des Energieflusses aufgelöst werden. Schulmediziner vermuten, dass die Akupunktur zu einer Ausschüttung von Neurobotenstoffen wie Beta-Endorphinen (schmerzlindernd) sowie Serotonin (stimmungsaufhellend) führt.
Wirkung: Mittlerweile konnte die Wirksamkeit von Akupunktur in klinischen Studien nachgewiesen werden, etwa bei chronischen Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen sowie bei Heuschnupfen und allergischem Asthma. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt die Anwendung der Akupunktur bei mehr als 40 Krankheiten.

HOMÖOPATHIE
Methode: Therapiert wird in der Homöopathie nach dem Grundsatz ‚Ähnliches durch Ähnliches heilen‘. „Schon in den alten Kulturen wurde nach diesem Prinzip behandelt, brennender Muskelschmerz etwa mit heißem Wasser oder Chili- oder Pfeffersalben“, weiß Grönemeyer. In der Homöopathie werden Stoffe, die bei gesunden Menschen die Symptome des Kranken auslösen würden, in sehr starker Verdünnung eingenommen.
Wirkung: „Ob Globuli wie Placebos wirken oder eine spezifische medizinische Wirkung haben, ist bis heute noch nicht wissenschaftlich bewiesen“, sagt der Bochumer Mediziner. „Sie helfen nicht selten dem, der auch daran glaubt. Immerhin!“

PHYTOTHERAPIE
Methode: In der Phytotherapie werden Arzneimittel eingesetzt, die ausschließlich die Wirkstoffe von Heilpflanzen beinhalten. Circa 70.000 Pflanzenarten gibt es weltweit, die für die Behandlung ganz unterschiedlicher Beschwerden genutzt werden.
Wirkung: Zahlreiche wissenschaftliche Studien aus der modernen Arzneimittelforschung belegen die Wirkung dieser Pflanzenstoffe, so etwa für Johanniskraut, Ginkgo und Baldrian. Achtung: „Auch bei der Einnahme von pflanzlichen Medikamenten können Nebenwirkungen eintreten“, warnt der Mediziner. Die Behandlung mit Phytotherapeutika gehört daher in die Hand eines erfahrenen Therapeuten.

AYURVEDA
Methode: Die Wurzeln der traditionell indischen Heilkunst reichen bis ins zweite Jahrtausend v. Chr.zurück. Ayurveda verfolgt konsequent einen ganzheitlichen Ansatz und geht davon aus, dass im Menschen drei energetische Grundkräfte wirken. Gerät deren individuelles Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, entstehen Krankheiten. Zur Therapie gehören gesunde Ernährung, Pflanzenheilmittel, Massagen, Einläufe, Yoga und Meditation.
Wirkung: Ayurveda ist inzwischen von der WHO als medizinische Wissenschaft anerkannt. Eine aktuelle Studie der Abteilung für Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin zeigte etwa den Therapieerfolg bei Arthrose: Bei Patienten mit Kniegelenksarthrose reduzierte die Ayurvedatherapie im Vergleich zu einer herkömmlichen Behandlung die Beschwerden fast doppelt so gut.

HYDROTHERAPIE
Methode: Wasser ist eines der ältesten Heilmittel der Welt. Es ist das Medium, das am besten Wärme und Kälte transportiert. Bei Wärme entspannt sich die Muskulatur, die Durchblutung und der Stoffwechsel werden angeregt. Kältereize durch Wasser wirken wiederum schmerzlindernd und entzündungshemmend. Am effektivsten sind Wasseranwendungen, die Wärme und Kälte im Wechsel zuführen, wie sie in der Kneipptherapie zum Einsatz kommen.
Wirkung: In der klinischen Praxis hat die Kneipp’sche Therapie eine hervorragende Wirkung als ergänzende Maßnahme. Sie kann bei Schmerzen, Schlafstörungen, Bluthochdruck, chronischen Herzerkrankungen und Kreislaufleiden helfen. Kneipp’sche Wasseranwendungen eignen sich gut für die individuelle Selbstanwendung.

LYMPHMASSAGE
Methode: Mithilfe der Lymphe, die zum größten Teil aus Gewebewasser besteht, entsorgt unser Körper Stoffwechselgifte und abgetötete Krankheitserreger. Ist der Lymphfluss gestört, kommt es zu einem Stau, der durch gezielte, sanfte Massagegriffe gelöst werden kann.
Wirkung: Neben der entstauenden Wirkung wirkt die manuelle Lymphdrainage schmerzlindernd und entspannend, etwa bei Migräne, Arthrose, Gicht oder rheumatischen Leiden.

ATEMTHERAPIE
Methode: Die Atemtherapie zielt darauf ab, bewusst zu atmen, die richtige Atemtechnik zu lernen und falsche Atemtechniken zu vermeiden. Alle großen meditativen Lehren – vor allem aus dem asiatischen Raum – nutzen den Atem als wesentliches Instrument. Mit der kontrollierten Steuerung des Atems kann auf den Körper und das Nervensystem eingewirkt werden. Auch gesunde Menschen können von einer Atemtherapie profitieren.
Wirkung: „Den Atem zu kontrollieren entspannt den Muskeltonus, beruhigt das vegetative Nervensystem, wirkt Stress entgegen und stärkt das Immunsystem“, erklärt der Arzt.

So finden Sie einen seriösenTherapeuten
Um die Qualität der angebotenen Anwendung zu beurteilen, sollten Sie auf Folgendes achten:
1 Ausbildung Der Therapeut gibt Auskunft über seine Lehrgänge. Ein guter Anhaltspunkt für eine solide Ausbildung kann die Mitgliedschaft in einem Berufsverband sein.
2 Praxis Der Behandlungsraum wirkt sauber und ordentlich. Die Intimsphäre ist während der Behandlung gewahrt.
3 Gespräch Der behandelnde Arzt nimmt sich Zeit für ein Gespräch, gibt Auskunft über die Methodik und Wirkungsweise und geht auf die Fragen des Patienten ein.
4 Kosten Bei seriösen Alternativtherapeuten sind Behandlungsdauer und -kosten transparent. Einige werden sogar von den Kassen übernommen.

BIOFEEDBACK
Der Mensch kann die Reaktion seines Körpers auf negative Erinnerungen direkt erleben


OSTEOPATHIE
Mit minimalen Bewegungen löst der Therapeut verspannte Muskeln und Faszien


SCHLANGENGIFT
An einem Glas mit Folie wird die Schlange für die Giftgewinnung gemolken


FOTOS: SHUTTERSTOCK, MOUTON/GETTY IMAGES, JITWATTANATAM/DDP IMAGES

BLUTEGELTHERAPIE
Methode: Die Behandlung mit Blutegeln gehört zu den ältesten Heilmethoden, die sich die im Speichel der Egel enthaltene, gerinnungshemmende und gefäßerweiternde Substanz zunutze macht. Dazu wird der Blutegel auf das Behandlungsareal aufgesetzt – nach 20 bis 60 Minuten fällt er von allein ab.
Wirkung: Prof. Andreas Michalsen vom Immanuel Krankenhaus Berlin belegte in einer Studie, dass die Blutegeltherapie bei Rückenschmerzen äußerst wirksam ist. Außerdem wies er nach: Die Wirkung der Blutegel bei Kniearthrose übersteigt die Effektivität aller konservativen schmerzlindernden Therapien.

SCHLANGENGIFT
Methode: Während der Biss einer Giftschlange im schlimmsten Fall tödlich sein kann, wirken geringe Mengen des sogenannten Reintoxin – des von Fremdeiweiß befreiten Giftes – als Heilmittel. Enthaltene Enzyme wirken etwa entzündungshemmend und entkrampfend. Aus dem Gift der Tiere wurden bereits Medikamente entwickelt.
Wirkung: Die sogenannte Reintoxintherapie wird nicht nur bei chronischen Schmerzen, sondern auch bei rheumatischen Erkrankungen, entzündlichen Darmbeschwerden, Asthma und Allergien sowie Hautkrankheiten eingesetzt. Sogar im Kampf gegen Krebs werden Tiergifte in der Forschung schon eingesetzt.

MISTELTHERAPIE
Methode: Die Misteltherapie wird in der Krebsbehandlung ergänzend zu klassischen Behandlungen eingesetzt, vor allem bei Brust-, Eierstock-, Lungen- und Darmkrebs. Sie stärkt das Immunsystem und kann Nebenwirkungen der Erkrankung wie etwa das Müdigkeitsund Erschöpfungssyndrom Fatigue lindern.
Wirkung: Bis heute wurde eine Vielzahl von Studien durchgeführt, die diese Wirkungen belegt haben. Eine aktuelle Studie der anthroposophischen Klinik Havelhöhe konnte bei Bronchialkarzinom eine deutliche Verlängerung der Lebenszeit unter Einsatz der Misteltherapie nachweisen.

OSTEOPATHIE
Methode: Der Grundgedanke der Osteopathie ist, dass die Gesundheit jedes Körperteils, jedes Organs von seiner Bewegungsfreiheit und seiner Verbindung zu anderen Körperregio nen abhängt. Ist diese Freiheit eingeschränkt, entstehen Beschwerden. Der Osteopath erkennt und behandelt mit seinen Händen solche Blockaden im Körper wie etwa Verspannungen in der Muskulatur und in den Faszien.
Wirkung: Osteopathie hilft nicht nur bei funktionellen Schmerzsyndromen. Auch Migräne, Durchblutungsstörungen, Magenschmerzen und psychische Leiden werden so therapiert.

SHIATSU
Methode: Die ganzheitliche Körperarbeit regt den Energiefluss im Körper an und gleicht ihn aus. „Das geschieht durch sanften, tiefgehenden Druck mit Handballen und Daumen auf die Meridiane – sogenannte Energiekanäle, in denen die Lebensenergie durch jede Körperzelle fließt“, erklärt Prof. Grönemeyer. Nach Auffassung der TCM sind nämlich Beschwerden wie etwa Rücken- oder Kopfschmerzen meist auf eine energetische Unausgeglichenheit oder Blockade zurückzuführen.
Wirkung: Shiatsu beruhigt das vegetative Nervensystem und verhilft so zu tiefer Entspannung, es löst verspannte Muskeln und lindert Schmerzen. Eine aktuelle italienische Studie zeigt: Durch regelmäßige Shiatsubehandlungen verringerten sich bei allen Kopfschmerzpatienten die Kopfschmerzhäufigkeit und die durchschnittliche Intensität der Schmerzen.

SCHRÖPFEN
Methode: Bei dem klassischen Ausleitverfahren wird mittels Hitze Unterdruck in einem Schröpfglas erzeugt, das auf die Haut gesetzt wird. Ein Vakuum entsteht, die Haut wird angesaugt, der Fluss von Blut und Lymphe gefördert und die Organtätigkeit stimuliert.
Wirkung: Schröpfen entspannt die Muskulatur und stärkt das Immunsystem. Gelenkschmerzen können damit gelindert werden.

BIOFEEDBACK
Methode: Der Patient erhält bei der Biofeedback-Methode Rückmeldung über normalerweise unbewusst ablaufende Prozesse im Körper und soll so lernen, sie zu beeinflussen. Dazu liefern Sensoren am Körper Werte – etwa der Muskelspannung –, die auf einem Monitor dargestellt werden.
Wirkung: Die Wirksamkeit von Biofeedback wurde in Studien etwa für Kopfschmerzen, chronische Schmerzen, Angststörungen, Bluthochdruck und Verstopfung nachgewiesen.
CLAUDIA BROCK


Alternativen Heilweisen liegt immer ein ganzheitlicher Ansatz zugrunde.“
Prof. Dietrich Grönemeyer


lifeline.de/phytotherapie
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