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Neato


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ETM Testmagazin - epaper ⋅ Ausgabe 4/2022 vom 25.03.2022

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Bildquelle: ETM Testmagazin, Ausgabe 4/2022

Das Modell & die Station

Die Designsprache des D10 wird – wie auch schon die aller anderen Modelle des Herstellers – von einer exklusiven, nach vorne hin ausbauchenden und dadurch an ein D erinnernden Form geprägt: Diese soll es dem Modell erlauben, sich voll bis in alle Winkel des Hauses hinein zu manövrieren, also bspw. auch in die Ecken des Wohnraums. Ob der D10 dies aber auch wirklich kann? Dies haben wir erhoben (s. S. 93). Der metallisch wirkende Stil des die Technik des Modells von außen her einschließenden Materials ist durch und durch modern. Die Qualität des hier vorhandenen Materials und des Materialverbunds an sich ist auch durchaus ansehnlich: Der äußere Mantel bspw. hält wiederholte Stöße vor Mobiliar aus Holz, Metall usw. aus, ohne dass dies in Schäden münden würde. Die einzelnen Teile dieses Mantels sind schon von Werk aus so präzise verbunden worden, dass sich hier keinerlei ...

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... ausladende, ins Modell hinein weisende Spalten erkennen lassen. Dies ist wertvoll, weil so auch keine während der Fußbodenreinigung immer mal wieder empor wirbelnden Partikel in die Mechanik des Modells kommen können. Tadeln lässt sich allein die Qualität des das Modell von oben her vereinnahmenden Tastenpaars: Dieses ist mit einer klassischkonventionellen Mechanik versehen worden, lässt sich aber nur mit wahrnehmbarem Widerstand herab drücken.

Mit Maßen von 323×336×101 Millimetern (Lmax ×Bmax × ​Hmax ) ist der D10 alles andere als monumental. Gewiss: Die 101 empor weisenden Millimeter (Hmax ) sind mehr als viele andere Modelle vorweisen. Gleichwohl kann der D10 noch immer unter einen Großteil des Fußboden-nah abschließenden Mobiliars wie bspw. Couches, Sessel usw. rollen. Das Gewicht des Modells ist mit 3.712 Gramm (mmax , leer) wunderbar zu handeln: Man kann es also ohne wirkliche Mühen an-und anderswo hin heben. Hier ist auch die Mulde an der Oberseite des D10 lobend hervorzuheben, dank derer sich das Modell vollkommen sicher hoch hieven lässt: Sie vermittelt schließlich ausreichenden Grip.

Das Zubehörensemble des D10 schließt auch eine Station ein, in der man dessen Akkumulator immer wieder mit Strom anreichern kann. Diese muss – wie auch bei anderen Modellen – immer an ein und derselben Stelle des Hauses verweilen. Bei der Wahl dieser Stelle aber kann einem der D10 reichlich Spielraum erschließen: Dies ist vor allem den 1,80 Metern (Lmax ) des Stromkabels, mit dem man die Station ans Stromnetzwerk des Hauses anschließen muss, zu verdanken. Die Station wiederum ist alles andere als ausladend: Wir sprechen hier von nur 173 × 77 Millimetern (Bmax ×Tmax ). Da sie außerdem nur 115 Millimeter (Hmax ) hoch ist, wird sie visuell nie wirklich hervorspringen, sondern sich verhalten-vornehm in den Stil des Haushalts einpassen.

Die Bedienung

Am D10 ist nur ein Tastenpaar zu erkennen, dessen Tasten mit Maßen von 15 & 37 Millimetern (je ∅max ) wunderbar zu erreichen, aber – wie schon vorher angesprochen – nur mit einem wahrnehmbaren Maß an Widerstand herab zu drücken sind. Die Technik des Modells kann Tastendrücke immer verlässlich erkennen, vereinzelt aber kann dies 0,5–1,5 Sekunden (Tmin –Tmax ) dauern. Mit der ausladenderen Taste lässt sich das Modell an-und wieder ausschalten sowie ein Saugvorgang im Eco-Modus starten resp. stoppen. Die andere Taste wiederum ist da, um sich über den aktuellen Status des D10 unterrichten zu lassen: Nach einem Tastendruck ist von dem Modell ein deutschsprachiger Hinweis zu vernehmen (bspw. „Ich bin bereit zur Reinigung!“). So kann man mit einem Mal erkennen, wie es sich mit dem D10 aktuell verhält, was insbesondere bei ab und an mal vorkommenden Technikproblemen wertvoll ist.

Die Tasten wurden von Werk aus mit LEDs versehen, anhand derer sich ersehen lässt, wann welche Taste zu verwenden ist; obendrein kann man hier erkennen, ob das Modell momentan an oder aus ist und ob von ihm her ein Fehler in der Hardware zu verzeichnen ist. Daneben sind aber noch weitere LEDs vorhanden: Die eine von ihnen strahlt in einer von drei Farben (i. e. Grün, Gelb oder Rot) und illustriert so den aktuellen Stand des Stromreservoirs des Modells. Die andere von ihnen stellt nach außen hin dar, ob der D10 aktuell mit einem der WLANs des Hauses verbunden ist und sich so mit der App MyNeato verwenden lässt.

Diese App ist elementar, wenn man all die wirklich wesentlichen, das Modell durch und durch smart machenden Mechanismen in Anspruch nehmen will: Die Tasten, derer wir uns hiervor annahmen, erschließen nun einmal nur die Basics. Da die allermeisten Menschen mittlerweile aber regelmäßig ein Smartphone oder Tablet in den Händen halten, stellt dies kein erhebliches Problem dar; außerdem lässt sich ein Großteil aller aktuellen Modelle in vollem Maße nur vermittels einer App verwenden. Die App MyNeato ist mit Android (ab 7.0) und auch mit iOS (ab 13.2) kompatibel: Man kann sie außerordentlich schnell installieren und anschließend ebenso schnell mit dem D10 koppeln. Noch bei dem D8 und bei dem D9 kam es hier immer wieder zu Kommunikationsproblemen; diese wurden vonseiten des Herstellers behoben, sodass man dieses Modell endlich vollkommen smooth mit Smartphone und/oder Tablet koppeln kann.

Die App allein erschließt einem also alle Features des D10: Die Quantität dieser Funktionen aber ist nicht so prall-pompös wie bei mancherlei anderen Modellen. Endlich sind aber, nachdem dies beim D8 und beim D9 noch anders war, drei verschiedene Modi vorhanden, anhand derer man die Power des Motors präziser an die Ansprüche des Fußbodens anpassen kann: Der Eco-Modus ist mit einem maßvollen Stromverbrauch verbunden und wunderbar, um ebene Fußböden aus Holz, Stein usw. eilends wieder ansehnlich erscheinen zu lassen. Der Turbo-Modus wiederum vereinnahmt sehr viel mehr Strom, kann aber auch Fußböden aus Textil, also vor allem Teppiche aus Polyacryl, Polyamid usw., wirksam zu säubern. Der nun den D10 auszeichnen sollende Max-Modus will den Motor in einem noch ausnehmenderen Maße placken lassen, um auch anspruchsvollere, bspw. Gras, Erde, Sand usw. einschließende Malheure verlässlich verschwinden zu lassen. Verwunderlich ist nur, dass man den Modus nicht während der Arbeit des Modells spontan anpassen kann, sondern das aktuelle Arbeitsprojekt im Haus abbrechen und den D10 in seine Station resp. zum Startpunkt zurückschicken muss. Verdrossen waren wir auch darüber, dass sich noch immer nicht einprogrammieren lässt, wie sich das Modell durchs Haus manövrieren, welche Muster es währenddessen also bspw, verwirklichen soll. Dies übernimmt das Modell vielmehr von allein, ohne dass sich hier intervenieren ließe; man kann ihm also nicht bspw. vorschreiben, ausschließlich die Wände des Haushalts abzurollen o.Ä.

Wann immer der D10 erstmals durch den Wohnraum rollen sollte, muss er diesen aus allen Winkeln erkunden, um so eine Map des von ihm anschließend abzurollenden Fußbodens zu erstellen. Zum einen orientiert sich das Modell im Weiteren immer wieder an diesem Fußbodenplan, zum anderen kann man ihn per App einsehen und verändern. So lassen sich bspw. Zonen einzeichnen und einprogrammieren, wie sich der D10 in diesen Zonen verhalten soll: Wenn man hier No-Go-Areas vorsehen sollte, kann das Modell nicht in sie hinein rollen. Hier erwies sich der D10 als sehr verlässlich. Doch man kann auch einstellen, dass das Modell hier oder da den Modus wechseln muss, um sich so an die Ansprüche des Fußbodens anzupassen. Dies ist auch ausgesprochen praktisch, lässt sich doch so bspw. ein einzelner Teppich immer im Turbo-Modus abrollen, während der D10 sich aller anderen Teile des Fußbodens im Eco-Modus annehmen soll. Es lassen sich mehrere Zonen einprogrammieren und auch mit Namen („Kinderzimmer“, „Wohnzimmer“ usw.) versehen.

Wie bei vielen anderen Modellen kann natürlich auch hier ein Fußbodenreinigungsplan erstellt werden: Es lässt sich also einprogrammieren, wann und wie sich der D10 von allein ans Werk machen soll. Währenddessen lässt sich nicht nur der zu verwendende Modus, sondern außerdem einstellen, welcher Zonen sich das Modell annehmen soll. So lassen sich auch nur einzelne Teile des Haushalts abdecken, bspw. also diejenigen, die regelmäßig in stärkerem Maße verwendet und dadurch auch verschmutzt werden. Diese Timer erschließen einem alles wirklich Wesentliche, wodurch man die Fußbodenreinigung mit dem D10 voll automatisieren kann. Auch hier erwies sich das Modell als durch und durch verlässlich: Alle angesprochenen Parameter wurden immer wieder einprogrammierungsgemäß verwirklicht.

Wenn der D10 sich der Fußböden annehmen sollte, während man außerhalb des Hauses ist, möchte man vielleicht im Nachhinein noch nachvollziehen, wie das Modell der Fußbodenreinigung nun wirklich nachgegangen ist. Dies lässt sich durch die App auch eilends anstellen, kann man in ihr doch bspw. einsehen, wie sich der D10 wann über die Fußböden das Haushalts rollte. Eine weitere durchaus wertvolle Funktion der App: Man kann das Modell veranlassen, einen mit einem Schalldruckpegel von 65,9 dB(A) (LPmax aus d: 1,0 Meter) durchaus hörbaren Ton auszustoßen. Dies ist immer dann praktisch, wenn sich das Modell verrannt haben und sich nicht mehr von allein anderswo hin schieben können sollte.

Wirklich epochal ist das Funktionsspektrum der App also wahrlich nicht. Der Hersteller aber will die App und den durch sie erreichbaren Aktionskreis immer weiter ausbauen, sodass in den kommenden Monaten voraussichtlich immer wieder neue Funktionen hinzukommen und eventuelle Fehler behoben werden. Genauso verhält es sich auch mit der Software des Modells: Auch sie wird immer mal wieder aktualisiert, was 15–20 Minuten dauern kann.

Die App lässt sich ohne Mühen verwenden: Schon anhand des Mainscreens kann man mit nur einem Mal die verschiedenen Teile der App anvisieren; über die am Fuße zu erspähenden Icons kann man in alle Menüs der App hinein wechseln, um so bspw. den Fußbodenplan zu verändern, einen Timer einzuprogrammieren usw. Man muss sich also nur die ein oder andere Minute nehmen, um die App zu verstehen; dann kann man sie schnell in vollem Maße verwenden, da sich sämtliche Funktionen intuitiv erschließen. Noch abschließend ein Hinweis zum Handhaben der App: Man kann das Modell auch per Sprachassistent (Amazon Alexa & Google Home) kommandieren. Der D10 lässt sich also, wenn man dies wollen sollte, voll ins Smart Home einspannen.

Was sich aber noch verbessern ließe, ist das Leeren des Staub & Co. enthaltenden Behälters des Modells: Diesen kann man mit einem Mal hoch-und herausheben, den ihn verschließenden Teil aber nur mühevoll abziehen. Dies kann durch den Widerstand der Mechanik mit einem Mal passieren, sodass viele der hier vorhandenen Teilchen empor wirbeln und dadurch wieder den Fußboden verschandeln können. Glücklicherweise ist hier ein ansehnliches Volumen von 700 Millilitern (Vmax ) vorhanden, sodass man sich das Modell nur alle paar Sessions mal vornehmen muss.

Doch auch andere Teile des D10 muss man sich regelmäßig ansehen, damit das Modell weiter planvoll die Fußböden des Hauses abrollen kann. Die Sensoren bspw. lassen sich schon wirksam mit einem weichen Tuch abwischen. Sehr viel anspruchsvoller ist hier schon die Arbeit an den Bürsten des Modells. Hier kommt einem indes das zum Zubehörpack des D10 zählende Reinigungswerkzeug zupass: Dieses Reinigungswerkzeug schließt einen Kamm ein, mit dem sich Gras, Erde usw. aus den Borsten heraus kämmen lassen, sowie ein Messer, mit dem man versponnene Haare o. Ä. kappen kann.

Manche Komponenten des Modells verschleißen während der Fußbodenreinigung, sodass man sie in regelmäßigen Abständen auswechseln muss. Bei den Bürsten bspw. ist dies nach 6–12 Monaten der Fall, während man den Filter schon nach 2 Monaten erneuern sollte, um dessen volle Funktionalität zu erhalten. Apropos Filter: Hierbei handelt es sich um einen HEPA-Filter der Filterklasse H13, der bis zu 99,97 % aller bis in die Alveolen, also bis in die äußersten Teile unseres Atemsystems hinein wandern könnenden Partikel abscheiden soll. Für Menschen, die gegenüber Milben, Pollen usw. sensibel sind, ist dies ausgesprochen wertvoll: Auch sie können sich den D10 ohne Weiteres ins Haus holen. Ein Ersatzteil-Kit, bestehend aus einer Walzenbürste, einer Seitenbürste, einem Reinigungswerkzeug und einem Filterpaar, kann im Onlineshop des Herstellers erworben werden (59,99 €).

Auch den Akkumulator des Modells muss man nach 12–18 Monaten auswechseln. Schön, dass man beim D10 einen solchen Wechsel vollziehen kann; schließlich haben viele andere Modelle von Werk aus starre Akkumulatoren. Wenn es also einmal zu einem ausgeprägten Verschleiß des Akkumulators – bspw. durch den Memory Effect – kommen sollte, kann man ihn erneuern, ohne ein neues Modell erwerben zu müssen. Das ist natürlich sehr viel ökonomischer.

Wann man aber die verschiedenen Teile des Modells auswechseln soll, wird löschen leider nicht auch nur einmal in der von Werk aus vorhandenen Dokumentation des Herstellers angesprochen. Diese kann nur Basics vorweisen und kurz und knapp veranschaulichen, wie man den D10 installieren muss. Glücklicherweise lässt sich über die Website des Herstellers eine sehr viel inhaltsvollere Dokumentation im Portable Document Format einsehen. Wie man aber bspw. die doch so wesentliche App verwenden muss, lässt auch diese Dokumentation voll außen vor. Dies muss man also per Trial & Error lernen, was dank der verständlichen Strukturen der App auch durchaus machbar ist.

Die Systematik

Vor allem hier will sich der D10 von vielen anderen Modellen abheben: Er soll sich, wann immer man ihn ins Haus rollen lässt, in alle Winkel desselben manövrieren. Wie er das verwirklichen will? Dadurch dass er vorab die äußeren Teile des Fußbodens eines Raumes, die er bspw. anhand der Fußleisten erkennen kann, abrollt und sich von da aus die inneren Teile vornimmt. Diese Systematik erlaubt es dem Modell auch wirklich, mehr als 90% der Fläche des Fußbodens zu erreichen, um so einen Großteil aller ihn vereinnahmenden Teilchen verschwinden zu lassen. Dies aber kann das Modell nur innerhalb von solchen Flächen anstandslos verwirklichen, in denen keinerlei Hindernisse (Mobiliar usw.) vor-handen sind. Wann immer die Sensoren des D10 ein Hindernis erspähen, halten sie das Modell an, diesem Hindernis auszuweichen. Dadurch muss er von dem ursprünglichen, von außen nach innen hin weisenden Arbeitsplan abweichen. Daher kann es allemal passieren, dass das Modell manche Teile des Fußbodens nie, andere wiederum mehrmals erreicht. Wiewohl sich der D10 an der von ihm erstellten Map des Hauses orientieren soll, lässt er ab und an auch mal Areale des Fußbodens vollkommen aus.

Hindernisse kann der D10 anhand vielerlei verschiedener Sensoren erkennen. Wirklich verlässlich ist hier der Wandsensor: Das Modell kann Wände immer wieder als solche erkennen und sie anschließend mit maßvollem Tempo abrollen, um so auch die Flächen vor den Fußleisten voll zu erreichen. Genauso verhält es sich mit den Fallsensoren: Vor herab weisenden Treppen hielt das Modell immer wieder mehrere Millimeter vorher an und verschwand wieder in einem anderen Winkel. Man muss sich also keinerlei Gedanken um kapitale Schäden machen, die das Modell während einer bspw. durch Timer veranlassten Arbeit im Haus erleiden könnte. Hierin sind die Sensoren solchermaßen verlässlich, dass man derlei Stellen nicht auch noch per App als No-Go-Areas einprogrammieren muss.

Manövrieren kann sich das Modell vor allem dank seiner nach oben hin abschließenden Lasersensoren: Durch sie lassen sich aber allein Hindernisse mit ausladenderen Maßen (Hmin : 80 Millimeter) wirklich sicher erkennen. Hindernisse wiederum, die solche Maße vermissen lassen, kann das Modell nie erspähen: Hier kann es also regelmäßig zu Stößen kommen. Die hier vorhandenen Stoßsensoren erkennen dies und veranlassen das Modell anschließend dazu, den aktuellen Winkel zu verändern und dem Hindernis so auszuweichen. Wir haben hier aber mehr als nur einmal verzeichnen müssen, wie der D10 mehrere Male vor ein und dasselbe Hindernis stieß. Während solcher Stöße kam es aber – auch dank der das Modell von vorne her einschließenden Stoßleiste – nie zu Schäden. Dennoch: Durch solcherlei Stöße und die sich an sie schließenden Wechsel des Winkels verschwendet das Modell Strom, der sich anderswie ersprießlicher verwenden ließe. Wirklich verdrossen waren wir aber über einen anderen Makel des Modells: Flachere Hindernisse (Hmax : 35 Millimeter) will das Modell überrollen, kann sich währenddessen aber vom Fußboden abheben und dadurch vollends verrennen. Gerade daher sollte man sich das Werken des D10 das ein oder andere Mal anschauen, ehe er anhand von Timern alles von allein vollziehen soll. Teppiche, Türschwellen usw. kann das Modell aber meisterlich passieren: Dank des hier vorhandenen Rollensechserleis lassen sich solche Hindernisse problemlos erklimmen.

Wann immer sich der D10 von seiner Station aus ans Werk machen sollte, so kann er regelmäßig auch wieder von allein in sie zurück rollen – vor dem Abebben des in seinem Akkumulator vorhandenen Stromreservoirs. Das Modell kann sich schließlich einprägen, wo es wieder hin muss. Weiters ist es solchermaßen smart, dass es die Wiederkehr in einem Moment anstößt, in dem noch in ausreichendem Maße Strom vorhanden ist. Bei den Modellen D8 und D9 kam es mehrmals vor, dass sie mit vollem Tempo in die Station rollten und sich dadurch nicht mit dem Stromnetzwerk des Hauses verbanden, sondern die Station vielmehr an der Wand hinter ihr nach oben schoben. Dies aber ließ sich mit dem D10 nicht auch nur einmal verzeichnen: Hieran lässt sich wunderbar erkennen, was der Hersteller durch die Software des Modells so alles nachpolieren kann.

Die Saugleistung

Wie viel ein Modell wie der D10 während seines Manövrierens durchs Haus wirklich von den Fußböden abziehen kann, ist von mehreren Momenten – vor allem aber von dem Material des Fußbodens sowie von der Qualität des Motors und der Fußbodendüse – abhängig. Den D10 sollte man plane Fußböden aus Holz, Stein usw. ausschließlich im Eco-Modus abrollen lassen: Hier verschwinden schließlich schon 92,0 % aller Teilchen, wobei vor allem solche mit Maßen von maximal einem Millimeter (∅max ) verblieben. Wirklich ersprießlich ist die Wahl des sehr viel mehr Strom verbrauchenden Turbo-und des Max-Modus nicht: Das Modell ließ hier auch nur 93,0 resp. 93,5% aller Teilchen in sich hinein wandern. Wann immer das Modell die den Fußboden abschließenden Teile abrollen, sich also bspw. an den Fußleisten voran schieben muss, verbleiben anschließend sehr viel mehr Teilchen: Dank der dem Modell verliehenen Form kann dasselbe voll in Ecken hinein rollen, in ihnen dann aber doch nicht alle Teilchen erreichen. 13% waren anschließend noch immer in den Ecken auszumachen. Weshalb das Modell hier solchermaßen schwach ist? Weil die hier vorhandenen, seitlichen Borsten nur 25 Millimeter (Lmax ) messen: Würden sie den ein oder anderen Millimeter mehr vorweisen können, könnten sie auch weiter in die Ecken reichen und ein Mehr an Teilchen hin zur Mitte des Modells schieben.

Wann immer das Modell aber auch Fußböden aus Textil, also vor allem Teppiche, abrollen muss, ist der Max-Modus vorzuziehen. Wiewohl es sehr viel anspruchsvoller ist, Teilchen wie Gras, Erde, Sand usw. aus Textil heraus zu ziehen, kann das Modell doch auch hier volle 92,0% verschwinden lassen. Den Eco-und den Turbo-Modus sollte man hier außen vor lassen, wenn es sich nicht um lose verteilte, also noch nicht bspw. durchs Schuhwerk im Teppich vertretene Teilchen handeln sollte: Hier ließen sich von dem Modell schließlich nur 75,0 resp. 85,1% einziehen.

Hier ist aber Eines herauszustellen: Wie viele Teilchen das Modell vom Fußboden verschwinden lässt, ist nicht nur von den schon einleitend angesprochenen Momenten (Material des Fußbodens usw.), sondern auch von der Systematik des Modells abhängig: So kann es durch-aus vorkommen, dass der D10 einen einzelnen Teil des Fußbodens vollends außen vor lässt, insbesondere wenn dieses Areal stark verwinkelt ist (s. S. 92); dann verbleiben hier alle diesen Teil des Fußbodens verschandelnden Teilchen. Andere Areale des Fußbodens wiederum kann das Modell auch mehrere Male abrollen; dann verschwinden sehr viel mehr der Teilchen als anderswo.

Strom & Schall

Eine wirklich vorbildliche Qualität kann das D10 aber auch noch anderswo vorweisen: Wir sprechen hier von der Ausdauer des hier vorhandenen Akkumulators (Q: 6.200 mAh & U: 14,4 V), mit dem man sich volle 300 Minuten den Fußböden widmen können soll. Dieses Versprechen des Herstellers verstand das Modell auch in vollem Maße einzulösen: Wir maßen bspw. im Eco-Modus eine 323 Minuten (T∅ ) währende Ausdauer – kein anderes Modell, das wir uns bis hierher vornahmen, war solchermaßen ausdauernd. Nun wird auch verständlich, warum man den D10 auch in Häusern mit ausladenden Flächen verwenden kann: Wer das Modell im Eco-Modus werken lässt, wie es bei planen Fußböden aus Holz, Stein usw. auch vollkommen ausreichend ist, kann so in einem Mal 140 Quadratmeter (Amax ) des Fußbodens abdecken, ehe das Modell wieder in seine Station rollen muss. Gewiss: Dieser Wert ist stark von den im Haushalt herrschenden Verhältnissen, bspw. also von der Masse und den Maßen des hier vorhandenen Mobiliars abhängig. Mit 188 Minuten (T∅ ) im Turbo-Modus und 168 Minuten (T∅ ) im Max-Modus kann der Akkumulator auch hier punkten.

Will man den diese Ausdauer erlaubenden Strom aber wieder durch den Anschluss ans Stromnetzwerk des Hauses ins Modell speisen, so ist dies ausgesprochen langwierig: Will man den Akkumulator wieder in vollem Maße mit Strom versehen, ihn also von 0–100 % laden, so muss man regelmäßig 258 Minuten (T∅ ) ausharren. Dies aber ist angesichts des prallen Stromreservoirs des Modells auch nicht wirklich verwunderlich.

Wir haben schließlich auch noch erhoben, wie es sich mit dem vor allem im Motor des Modells wurzelnden Schallausstoß verhält, den man während des Werkens im Haus so wahrnehmen kann. Auch dieser ist wie schon die Ausdauer des Akkumulators von dem aktuellen Modus abhängig: Wir maßen hier aus einem Meter 66,2 dB(A) (LP∅ ) im Eco-Modus, 72,2 dB(A) (LP∅ ) im Turbo-Modus und 73,2 dB(A) (LP∅ ) im Max-Modus. Das ist außerordentlich laut und lässt sich auch aus anderen Teilen des Haushalts in vollem Maße wahrnehmen. Wenn man sich aber vorhält, dass das Modell seine Arbeit dank der einprogrammierbaren Timer regelmäßig verrichten wird, wenn niemand im Haus anwesend ist, lässt sich das Maß des Schalldruckpegels noch hinnehmen.