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Neo: Cunningham C-3 Continental 1953: Den Traum verwirklicht


Caramini - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 26.02.2020

Wenn Leute träumen, die sich ihre Träume leisten können, dann kommt so etwas dabei heraus: Der Cunningham C-3 Continental mit Vignale-Karosserie. Neo hat dem Erstling rasch eine zweite Farbvariante hinterher geschoben, die erste sportlich, die zweite elegant.


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Amerikaner mit italienischer Karosserie und italienischem Flair. Wohin in der Sammlung soll man ihn stellen? Zu den Amis, der Technik wegen? Zu den Italienern, der Karosserie wegen? Eigentlich egal. Hauptsache, man stellt ihn in die Sammlung. Er hat es verdient. Denn er ist schön.


Fotos: Alexander F. Storz

Blau und weiß sind die amerikanischen ...

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... Farben, ganz klar, und die amerikanischen Modellautosammler stehen darauf. Aber muss deshalb jeder US-Sportler so lackiert sein? Offenbar schon, die Farbkombination wird einfach erwartet. Schön, dass es Alternativen gibt. Kurz nach der Auslieferung des blau-weißen Cunningham schiebt Neo eine Farbvariante nach, und die ist weniger sportlich, aber dafür viel eleganter. Der Cunningham C-3 Continental mit seiner italienischen Vignale- Karosserie kommt nun in zweifach abgesetzter Zweifarbenlackierung, Zinngrau mit Silbermetallic. Wie beim Erstling, besprochen in , ist der obere Karosseriebereich, also Motorhaube, Dach und Heckbereich, hell lackiert, nämlich in Silber. Ebenso der vordere Teil der Flanken, bis hin zur Lichtkante, und der Rest ist Graumetallic. Dadurch wirkt der Wagen noch gestreckter, und die Flankensicken laden ja auch geradezu ein, farblich akzentuiert zu werden. Das hatte Alfredo Vignale sicherlich auch im Sinn, als er den Wagen schuf. Aber, um genau zu sein: Er schuf ihn gar nicht. Es war sein langjähriger Angestellter Giovanni Michelotti, der den Zeichenstift schwang.

Der automobile „american dream“ war in den frühen 50er Jahren eng mit italienischer Designkunst verbunden. Natürlich saßen maßgebliche Genies in Detroit, und dennoch gab es stets Verbindungen in die Alte Welt, denn die Amerikaner trauten europäischen Designern einiges zu. So arbeitete Chrysler sehr viel mit Ghia zusammen und der 1955er Gaylord trug eine Karosserie von Spohn in Ravensburg, den Nash-Healey designte der Brite Benjamin Bowden. Das lag einfach daran, dass die Amerikaner damals keine Sportwagenkompetenz hatten, Sportwagen wurden importiert. Und wenn sie nicht importiert wurden, so mussten sie wenigstens ausländisch aussehen. Erst mit der Corvette 1953 begann sich das zu ändern. Aber der Prozess war ein langwieriger.


Briggs Swift Cunningham II hatte Dollars en masse und konnte sich seinen Traum von Le Mans leisten.


Der schwerreiche Briggs Swift Cunningham II war Erbe der Swift-Fleischfabrik, die eigenständig bis 2007 bestand und zu den 30 größten, nicht börsennotierten US-Unternehmen gehörte und heute der weltweit größte Rindfleischproduzent ist. Der Mann hatte also Dollars en masse und konnte sich seinen Traum von der Le-Mans-Teilnahme leisten. Da dies nur ging, wenn das Rennauto homologiert war, baute Mister Swift Cunningham in kleiner Serie einen Sportwagen, den Cunningham C-3, das Neo- Modell. Zwischen 1950 und 1960 nahm er als Selbstfahrer auf Cunningham in Le Mans teil, dann noch drei Mal auf Maserati und Jaguar, und in Sebring startete er auch. Aber er siegte nie.

Ein Cunningham C-3 hatte bereits viele Meilen hinter sich, bevor er ausgeliefert wurde: Chassis in der Cunningham-Fabrik in West Palm Beach in Florida gebaut, mit einem 5,4-Liter-Chrysler-Hemi-V8 versehen, dann nach Turin spediert, Karosseriebau bei Vignale, danach zurück in die USA. Cunningham präsentierte seine Kreation auch in Europa, auf dem Pariser Salon 1952 und in Genf 1953. Dennoch blieb der C-3 selten. 19 oder 20 Coupés wurden gebaut, vier oder fünf Cabriolets, und nahezu alle haben bis heute überlebt, was sehr erstaunlich ist. Das konkrete Fahrzeug in der Farbgebung, das Neo umsetzt, existiert real und ist Baujahr 1953. Es wurde vom Sammler James W. Taylor aus New York restauriert und ist seither auf mehreren Shows und Concours-Veranstaltungen zu Gast gewesen, zum Beispiel in Pebble Beach 2015 oder beim Greenwich Concours d’Elegance 2018. Man kennt seinen genauen Geburtsweg: Am 7. Juli 1952 zu Vignale spediert, im Dezember 1952 fertig karossiert nach New York gereist, im Juli 1953 komplettiert und im Februar 1954 an einen gewissen R. L. Parish in New York verkauft.

Das Neo-Modell ist eine traumhafte Wiedergabe des eleganten Originals, dessen Frontpartie zeitgenössische Ferraris zitiert, dessen Karosseriekörper aber völlig eigenständig im Stile der Zeit gehalten ist. Kantengenaue Absetzung der Zweifarblackierung, schöner Chrom, sauber bedruckte, weiße Reifenflanken, alles passgenau, bedruckte Cellonfolien als Scheiben, klasse Lenkrad und vorbildkonformes Kennzeichen.

£ 46546 Cunningham C-3 Continental (Vignale) 1953. Fertigmodell Resine, Maßstab 1:43. Preis 79,95 €.