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Nervenkräuter Baldrian, Hopfen & Co.


Deine Gesundheit - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 24.09.2021

KRÄUTER GEGEN STRESS

Bitte

nicht einfach zur Einnahme irgendeines Krauts verleiten lassen:

Es ist vielleicht gar nicht das Richtige für dich, sondern stets hinterfragen, ob dir diese Pflanze auch wirklich nützt. Überlege auch, ob du ein Kraut riechen kannst. Magst du den Geruch nicht, wird es dir auch nicht helfen.

Artikelbild für den Artikel "Nervenkräuter Baldrian, Hopfen & Co." aus der Ausgabe 5/2021 von Deine Gesundheit. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Deine Gesundheit, Ausgabe 5/2021

Interview mit Karina Reichl, diplomierte Praktikerin der TEH (Traditionell Europäischen Heilkunde) mit Zusatzausbildung der TEH Naturapotheke und als Waldpädagogin i.A.

Deine Gesundheit: Wie bist du auf die Idee gekommen, dich mit Kräutern zu beschäftigen?

Karina Reichl: Es war mehr Fügung! Ich machte bei einer Kräuterwanderung mit und wusste ab diesem Moment genau, dass ich intensiver in die Kräuterwelt eintauchen und mehr über regionale Pflanzen lernen will. Zu diesem Zeitpunkt habe ich schon ein wenig selber mit Kräutern herumexperimentiert, wollte aber eine fundierte Ausbildung machen: Auf der TEH habe ich dann mein Kräuterdiplom abgelegt. Das war auch der Grundstein zum Blog „Fräulein Grün“, den ich seit über fünf Jahren betreibe.

DG: Wie zieht man ...

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... am besten Kräuter zu Hause? Man sollte zuallererst immer auf den geeigneten Platz achten. Meine Empfehlung: Nicht einfach in einem kleinen Topf lassen, sondern in einen Kübel pflanzen. Bei Platzmangel sind Hängeampeln sehr praktisch. Ganz wichtig: Pflanzen brauchen neben Wasser auch „Nahrung“, also von Zeit zu Zeit mit Bio-Dünger stärken.

DG: Was macht dich nervös und welches Kraut bereitest du dir dann zu?

K. R.: Ich bin immer noch ein wenig zu ungeduldig, auch wenn mich Natur und Kräuter schon viel Geduld gelehrt haben. Zur mehr Ruhe verhilft mir Melisse. Entweder bereite ich mir daraus einen Tee zu oder, wenn es schnell gehen muss, gebe ich frische Melisse-Blätter einfach in ein Glas Wasser.

Muss ich mich sehr konzentrieren und weiß, ich brauche Deine noch gebündelten Kräfte, ist es der Rosmarin, von dem ich oft auch nur ein Blatt kaue.

Buchtipp:

Karina Reichl„Fräulein Grüns Wohlfühlkräuter“, Integral Verlag, ISBN: 978-3-7787-9305-3, 18,– Euro.

Der Baldrian wird oft als Schlafkraut Nummer 1 bezeichnet.

DG: Was sind deine wichtigsten Nervenkräuter und wie wirken sie?

K. R.: Dies ist eine Auswahl der Kräuter, die uns auf vielfältige Art und Weise unterstützen, mit Stress gelassener umzugehen. Bitte beachten, dass nicht jedes Kraut für jeden Menschen geeignet ist. Zuerst sollte man sich bewusst machen, unter welchem Problem man leidet. Und dann sogar noch einen Schritt weiter überlegen. Das beste Beispiel ist der Baldrian – oft als Schlafkraut Nummer 1 bezeichnet. Aber er hilft nur dann, wenn ich wegen dem stressigen Alltag nicht einschlafen kann. Dann macht Baldrian kurzzeitig fokussierter und beruhigt. Habe ich hingegen Angst vor dem Einschlafen oder sogar starkes Herzklopfen, würde er dieses verstärken. Hier braucht es Melisse, Hopfen oder Lavendel. Genau darin sehe ich meine Aufgabe: Ich möchte den Menschen wieder begreiflich machen, sich auch wirklich mit den Problemen auseinanderzusetzen und damit dann auch das passende Heilkraut für sie zu finden. Denn Pflanzen sind unsere Begleiter, unsere Unterstützer!

Lavendel: Beruhigend, schlaffördernd, verhilft zu Gelassenheit in Stresssituationen oder bei einem nicht zu stoppenden Gedankenkarussell, großem Leistungsdruck, nervösem Reizmagen, Darmbeschwerden und Herzklopfen, depressiver Verstimmung, Angst oder Ängstlichkeit.

Melisse: Nervös bedingte Beschwerden wie Aufregung, Unruhe oder Erschöpfung, Herzklopfen, das Auslöser wie zum Beispiel Angst oder Unruhe hat, Stress oder stressbedingte Herzschmerzen, Angstzustände, Schlafstörungen, Melancholie.

Meine Geheimtipps

Der Hafer

Er hat es wirklich verdient, gegen Stress, gibt mehr wiederentdeckt zu werden. Standfestigkeit im Leben, Diese Pflanze hat eine stark beruhigende um Herausforderungen Wirkung und gerade in stressigen Situationen besser zu meistern. ist er deshalb ein guter Partner an unserer Seite.

Das Gänseblümchen sich der ganze Körper verspannt, Launenhaftigkeit, Wunderpflanze: Es verhilft uns zu Willensstärke und Vitalität und schenkt neue allgemeine Ungeduld Leichtigkeit.

Hafer: Geistige, seelische und körperliche Erschöpfungszustände, macht resistenter

Kamille: PMS (prämenstruelle Syndrom), bei so hoher Reizbarkeit, dass

Baldrian: Beruhigend, entkrampfend, ausgleichend auf die Psyche, einschlaffördernd, beruhigt gereizte Nerven.

Johanniskraut: Winterblues, Melancholie, für mehr Gelassenheit, nervöse Unruhe, stressbedingte Erschöpfung, Schlafmangel wegen dunkler, trüber Gedanken.

Hopfen: Schlafstörungen, Magen-Darm-Probleme, Reizbarkeit, Unruhe oder Angstzustände.

DG: Wie lange dauert es, bis man eine Wirkung verspürt?

K. R.: Wir sind es in unserer Zeit nicht mehr gewohnt, geduldig zu sein. Alles muss schnell gehen.

Manchmal hilft ein Kraut auch schnell, siehe Rosmarinblatt, das ich kaue, wenn ich mich konzentrieren muss. Aber hat sich ein seelisches Problem eingeschlichen, brauchen die Kräuter Zeit, um zu wirken. Sie kommen aus der Natur und verhelfen uns wieder zu unserer Natur zurückzufinden. Johanniskraut, das gerade in der dunklen Jahreszeit Licht ins Gemüt zurückbringt, braucht schon rund drei Wochen, bis es seine Wirkung zeigt. Weiß man also, dass die dunkle Jahreszeit stets an den Nerven zerrt, ist das Wissen wichtig, schon ein paar Wochen früher mit zum Beispiel dem Trinken von Johanniskraut-Tee zu beginnen.

DG: Was ist bei der Einnahme von Kräutern zu beachten? K. R.: Kräuter wirken stark. Und gerade dann, wenn man Medikamente einnimmt, bitte dies immer mit Arzt und Apotheker absprechen, ob es eine Wechselwirkung geben kann. Auch sollte man Kräuter höchstens ein paar Wochen lang einnehmen, um seinem Körper eine Pause davon zu gönnen, damit es weder zu Gewöhnungseffekten noch Allergien kommt.

DG: Können Kräuter auch überdosiert werden? K. R.: Ja! Es heißt ja immer „viel hilft viel“.

Aber bei Pflanzen lautet das Motto „weniger ist mehr“. Die enthaltenen Wirkstoffe können sonst den Körper schädigen, wenn die Einnahme übertrieben wird.

Karina Reichl ist diplomierte Praktikerin der TEH (Traditionell Europäischen Heilkunde) mit Zusatzausbildung der TEH-Naturapotheke und als Waldpädagogin i.A. und schreibt Bücher.

Auf ihrem Blog „Fräulein Grün“ erklärt sie, wie sich ohne großen Aufwand fast vergessene alte Hausmittel, wirksame Heilmittel und außergewöhnlich schmeckende Köstlichkeiten aus Kräutern, Wurzeln, Beeren u. v. m. zaubern lassen. Zudem organisiert sie Kräuterwanderungen, hält Vorträge und gibt Kurse. www.fräuleingrün.at