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Neu: Nasenspray gegen die Bakterien: Nie wieder Blasenentzündung


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 28/2019 vom 05.07.2019

Jede dritte Frau kennt Blasenentzündungen aus eigener leidvoller Erfahrung. Im Sommer steigt das Risiko für das brennende Problem. Diese Präventions-Tipps schützen


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Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 28/2019

Dr. Wolfgang Bühmann


Den Badeanzug am Körper getrocknet, Blitzwechsel zwischen Klimaanlage und Hitze: „Bei diesen Kältereizen durchblutet der Körper vor allem lebenswichtige Organe wie Herz, Gehirn und Lunge. Die Durchblutung im Becken sinkt. Mit ihr die Abwehrstärke des lokalen Immunsystems in den Harnwegen“, erklärt Dr. Wolfgang Bühmann, Facharzt für Urologie und Andrologie auf Sylt. Bei einem Drittel aller betroffenen Frauen kommt die ...

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... Blasenentzündung sogar zwei- bis dreimal pro Jahr wieder. „70 bis 80 Prozent werden durch verschleppte Darmbakterien wie Escherichia coli und Enterokokken ausgelöst.“ Doch die Medizin hat neue Vorbeugl-uaßnahmen im Angebot. Hier die besten.

1. Nasenspray

Wie eine Art Selbstschutz-Impfung soll ein neuartiges Nasenspray mit einer Erfolgsquote von bis zu 80 Prozent wiederkehrende Infekte verhindern. Diese Autovaccine-Therapie wird aus Zellbestandteilen körpereigener Bakterien der Patientin individuell hergestellt. Das maßgeschneiderte Arzneimittel konfrontiert das Immunsystem z. B. mit aufbereiteten E.coli-Bakterien der Patientin. Es soll dadurch auf genau diese häufigsten Verursacher einer Blasenentzündung „aufmerksam“ gemacht werden. Gleichzeitig wird das Immunsystem durchs Nasenspray hochgefahren. Damit es künftig wieder schneller, zielgerichtet und effektiv seine Abwehr organisieren kann.

2. Impfung per Spritze

Die Impfung mit inaktiven Bakterien senkt die Infektrate um bis zu 93 Prozent (keine Kassenleistung. ca. 110 Euro). „Bei Empfindlichen kann es aber vorübergehend zu Schüttelfrost und Fieber kommen“, warnt Dr. Bühmann. „Verträglicher sind Kapseln mit Teilen des Darmkeims Escherichia coli. Sie stärken das Immunsystem der Blase und machen es sensibel für diese Erreger.“ Verringert Rückfälle um 40 Prozent (Kassen zahlen).

3. Zucker zur Abwehr

„Der medizinische Zucker D-Mannose macht die Blasenschleimhaut zur Rutschbahn, sodass sich Krankheitserreger nicht anheften und eine Entzündung hervorrufen können. Ein wirksames Prophylaxl-urinzip“, so der Urologe. Gibt’s als Trinkgranulat und Kapseln in der Apotheke.

4. Toilettenpapier

„Duft- und Konservierungsstoffe von feuchtem Toilettenpapier können den pH-Wert der Intimregion beeinflussen und so eine Blasenentzündung begünstigen“, sagt der Uro- loge. „Dasselbe gilt für Slipeinlagen. Durch gestaute Körperwärme und Feuchtigkeit kann sich ein ideales Klima für Bakterien bilden.“

Die lokale Abwehr der Harnwege fährt auf Sparflamme, um beim Frösteln die inneren Organe zu schützen


5. Wasser marsch

3 Liter statt der empfohlenen 1,5 Liter zu trinken halbiert die Gefahr einer erneuten Blasenentzündung, beweist eine Studie der University of Texas. Top: Stilles Wasser, denn Kohlensäure reizt die Blasenschleimhaut.

6. Natürliche Wäsche

„Tangas bieten Darmkeimen eine richtige Rutschbahn hinunter zur Harnröhre. Nicht zu empfehlen sind auch Synthetil-ulips. Besser: atmungsaktive Baumwollwäsche, nicht zu eng“, so Dr. Bühmann.

7. Tiefenwärme

Pads und Pflaster für den Unterleib (Apotheke) wärmen. Sie fördern die Durchblutung, stärken die Immunabwehr.

8. Entspannt aufs WC

Nur wenn die Blase relaxt ist, kann sie sich vollständig entleeren, sodass kein Restharn als Nährboden für Erreger bleibt“, rät der Urologe.

2 SOS-Tipps

Schmerzmittel

Göttinger und Bremer Forscher haben nachgewiesen, dass zwei Drittel der Frauen ihre Blasenentzündung durch nur dreimal 400 mg Ibuprofen (Entzündungshemmer) am Tag binnen einer Woche wieder loswerden.

Tee-Trio

Spült Keime zuverlässig heraus: 60 g Goldruten-, 25 g Ackerschachtelhalmkraut mit 15 g Birkenblättern mischen. 3-mal täglich 2 TL mit 200 ml Wasser überbrühen, 12 Minuten ziehen lassen.

Sofort zum Arzt

„Auch wenn 80 Prozent der Blaseninfekte mit Ruhe, Wärme und viel Trinken innerhalb von vier Tagen wieder verschwinden: Mit diesen Symptomen sollten Sie gleich zum Arzt“, rät der Experte:
• Fieber über 38 Grad
• Krankheitsgefühl mit Gliederschmerzen, Frösteln
• Starke Unterleibsschmerzen
• Flankenschmerz (dann sind Erreger evtl. schon in die Nieren gewandert)


Text: Susanne Schütte ; Fotos: Twinkle Images, Shutterstock, privat