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Neue Abenteuer im Weltall


HÖRZU - epaper ⋅ Ausgabe 22/2018 vom 25.05.2018

Astronaut Alexander Gerst kehrt auf die Internationale Raumstation „ISS“ zurück. Eine spannende Mission mit neuen Horizonten


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Bildquelle: HÖRZU, Ausgabe 22/2018

HIMMLISCHE AUSSICHT
Vom Beobachtungsturm hat Gerst einen grandiosen Blick auf die blaue Erde


ÜBUNG AUF DER ERDE
In der Vakuumkammer wird der Raumanzug getestet


Der Countdown läuft. Am 6. Juni 2018 startet der Esa-Astronaut Alexander Gerst zu seinem zweiten großen Weltallabenteuer. Sechs Monate in der Unendlichkeit! „Horizons“ heißt die Mission, die am Weltraumbahnhof Baikonur in ...

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... Kasachstan mit dem Abheben einer „Sojus“-Rakete beginnt. Auf der Internationalen Raumstation „ISS“ wird der Geophysiker dann experimentieren, forschen und neue Erkenntnisse sammeln.

165 Tage hat der Deutsche bereits bei der „Blue Dot“-Mission im Jahr 2014 auf der „ISS“ verbracht. Das macht vieles leichter. „Wenn man zum zweiten Mal fliegt, kann man die Zeit vor dem Start entspannter verbringen, weil man weiß, was auf einen zukommt“, so Alexander Gerst. „Beim ersten Flug ist man unsicher, ob es da oben nicht eine Stufe zu krass für einen ist.“

Trotz aller Erfahrung muss Training sein. Hartes Training. 6000 Stunden strapaziöser Vorbereitungen liegen hinter dem gebürtigen Franken. Nur einige der knallharten Aufgaben in Houston und im russischen „Sternenstädtchen“ Swjosdny Gorodok: sechs Stunden im 165 Kilo schweren Raumanzug unter Wasser ausharren, Simulation einer Notlandung, Feueralarm im „ISS“-Labor. Zu den größten Herausforderungen gehörte aber das Erlernen der russischen Sprache. Das ist Pflicht für einen Flug in der „Sojus“-Rakete.

KÜNSTLICHER KOLLEGE
„Cimon“ wiegt rund fünf Kilo und soll die Crew im Alltag unterstützen


Der englische Missionsname „Horizons“ steht für Neugier und für die Faszination, Unbekanntes zu entdecken. „Wir werden den Blick über den Erdhorizont hinausrichten“, erklärt der Esa-Astronaut. „Mich hat schon immer die Frage fasziniert, was da draußen noch ist. In diesem großen ‚schwarzen Meer‘, das uns umgibt, das so unendlich und leer erscheint.“ Doch auch der Mensch steht im Mittelpunkt der rund 300 Experimente. Wie verhalten sich Krebszellen in der Schwerelosigkeit? Wie lassen sich Lebenserhaltungssysteme optimieren? Wie könnten die Metalle der Zukunft aussehen? Warum ist das Zeitempfinden der Menschen so unterschiedlich?

Unterstützung erhält Gerst nicht nur von fünf Teamkollegen, sondern von „Cimon“. Der weltweit erste Astronauten-Assistent mit künstlicher Intelligenz kann sehen, hören, verstehen, sprechen, Experimente überwachen, Videos drehen, Kommandos ausführen. „Cimon“ soll die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine bei zukünftigen Missionen demonstrieren.

Ab September übernimmt Alexander Gerst eine zusätzliche Aufgabe: Er wird erstmals Kommandant der „ISS“. „Was für ein großartiges Kompliment: Die größten Raumfahrtagenturen der Erde vertrauen mir die komplexeste und wertvollste Maschine an, die Menschen jemals gebaut haben!“, schwärmt er. „Allein diese Vorstellung erfüllt mich mit Ehrfurcht.“

Der Blick richtet sich dabei stets auch in die Zukunft. „Es ist an der Zeit, dass wir die nächsten Schritte der Raumfahrt angehen“, erklärt Gerst. „Eine Langzeitmission zum Mond, eine bemannte Reise zum Mars, vielleicht auch zu anderen Zielen im Sonnensystem.“ Die Voraussetzungen dafür werden jetzt geschaffen – mit den Experimenten auf der „ISS“.


FOTOS: NASA, DLR, ESA/NASA