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Neue Hoffnung auf Heilung: MEDIZIN Sensationen 2020


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 27.12.2019

Die medizinische Forschung kommt bei der Bekämpfung vieler Krankheiten voran. Hier sind die wichtigsten Erfindungen und neuen Technologien


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Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 1/2020

Schock-Kühlung rettet Leben

■Erstmals haben jetzt US-Ärzte der Universitätsklinik Maryland in Baltimore einen schwer verletzten Patienten von 37 Grad auf nur noch zehn Grad Körpertemperatur heruntergekühlt, um eine überlebenswichtige Operation durchzuführen. Dabei pumpte eine Herz-Lungen-Maschine das ganze Blut aus dem Körper heraus und ersetzte es durch eine eiskalte Salzlösung. Das Herz hörte auf zu schlagen, der Stoffwechsel der Zellen verringerte sich oder stoppte ...

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... sogar. Die neuartige Schock-Kühlung verhindert vor allem Schädigungen des Gehirns, die sonst bei starkem Blutverlust schon nach wenigen Minuten eintreten. Den Chirurgen bleiben dadurch künftig zwei Stunden statt nur etwa 10 Minuten Zeit. Nach dem Eingriff haben die Ärzte dem Patienten wieder Blut zugeführt, den Körper langsam erwärmt und wiederbelebt. Das Verfahren wird nun weiter perfektioniert.

Bioprinter druckt Spenderherz

■Aus 24 verschiedenen Gel-ähnlichen, zellverträglichen Substanzen druckt der „Aether 1 Bioprinter“ im 3-D-Verfahren neue Herzen, die auf bioelektrische Reize reagieren und selbstständig schla-gen können. Oder auch Darmabschnitte, die sich für den Nahrungstransport zusammenziehen. Entwickelt hat den Superdrucker (um 8500 Euro) die Harvard-Professorin Dr. Jennifer Lewis. Ihr ist es sogar schon gelungen, voll funktionsfähige Muskelschichten mit kleinen Blutgefäßen im Drucker herzustellen.

Kanzlerin Angela Merkel lässt sich beim Medizinkonzern Merck einen Bioprinter zeigen


Aufdruckbare Sensoren könnten Sehschwächen ausgleichen


Bionische Augen schenken neue Sehkraft

■Wissenschaftler der US-Universität Minnesota haben es jetzt zum ersten Mal geschafft, mit Silberpartikeln lichtempfindliche Rezeptoren auf eine halbkugelige Oberfläche zu drucken. Prof. Michael McAlpine: „Wir sind ganz nah dran am bionischen Auge, das es bisher nur in der Science Fiction gibt. Bereits jetzt wandelt die Photoschicht Seh-Impulse zu 25 Prozent in elektrische Signale um, die das Gehirn verarbeiten kann.“ In einem nächsten Schritt will er jetzt die Licht-Rezeptoren auf eine elastische Oberfläche drucken, die ins Auge implantiert werden kann.

Origami-Roboter entfernen Fremdkörper im Darm

■Wie im Kino-Hit „Transformer“ falten sich neue Mikro-Roboter so zusammen, dass sie in eine kleine Kapsel passen und geschluckt werden können. Nachdem sich die Kapsel aufgelöst hat, entfalten sich die Winzlinge exakt und ferngesteuert an ihrem Einsatzort. Sie können dann z. B. wie ein Pflaster einen Riss in der Darmwand abdecken. Oder verschluckte, spitze Gegenstände sicher umhüllen und abtransportieren. Entwickelt werden die Falt-Winzlinge am Massachusetts Institute of Technology in den USA.

Mini-Pflaster misst den Blutdruck

■Ob der Blutdruck gefährlich hoch ist oder in den Keller abrutscht, das Herz zu viele Extraschläge macht oder ins Stolpern gerät, erkennt künftig ein nur briefmarkengroßes Pflaster. Es schickt ständig Ultraschall-Signale durch die Haut und misst ähnlich wie ein Radargerät, wie schnell und stark sie von den Gefäßen zurückgeschickt werden. So erkennt es z. B. eine Herzschwäche, meldet sie per App an ein Smartphone. „Das erspart etwa das lästige, oft schmerzhafte Tragen von Langzeit-Blutdruckmessgeräten“, so Prof. Sheng Xu, Universität Kalifornien in San Diego.

Antikörper-Mittel gegen Osteoporose hilft doppelt

■Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat jetzt ein neues Medikament gegen Osteoporose (Romosozumab) zugelassen, das das Risiko für Wirbelkörper-Brüche um 73 Prozent senkt. Gleichzeitig verhindert der Antikörper den Knochenabbau. Das Mittel wird einmal im Monat unter die Haut gespritzt.

Elektrische Impulse des Evoke-Systems schalten den Schmerz aus – und justieren die Stärke selbstständig nach


Fotos: Getty Images, imago images (2), mauritius images (2), Shutterstock

Neuer Stimulator nimmt den Rückenschmerz

■Bei der bisherigen Rückenmark-Stimulation sendet ein Neurostimulator unter der Haut elektrische Impulse an die Nerven und schaltet chronische Schmerzen aus. Das Problem: Mal sind die Signale zu stark, mal zu schwach. Einen echten Durchbruch bringt jetzt die neue „Close Loop Spinal Cord Stimulation“ (Evoke-System). Sie misst Millionen Mal am Tag präzise, wie die Rückennerven auf den Reiz reagieren, justiert selbstständig nach. Das Verfahren wird derzeit bereits in den Niederlanden eingesetzt.

Laser heilt empfindliche Zähne

■Feine Risse im Zahnschmelz, das Bleichen der Zähne, eine Zahnfleischentzündung oder nächtliches Zähneknirschen können die Zähne empfindlich gegen Kälte, Wärme oder sogar einfache Berührungen machen. Die Schmerzen lindert hoch wirksam eine neue Bestrahlung mit einem niederfrequenten Infrarot-Laser, so die Cleveland Clinic. Und: Mit Hochdruck werden neue Zahnpasten mit Makro-Molekülen (Polymere) entwickelt, die sich wie eine undurchdringliche Barriere um die Zähne schmiegen – viel besser als der klassische Zahnlack.

Neu: Infrarot-laser schützt Zähne vor Kälteschmerz


Märchen-Pillen beruhigen Kinder

■Um kleinen Patienten das Schlucken von Tabletten leichter zu machen, haben sich Wissenschaftler des Imperial College in London etwas Niedliches ausgedacht: Ein Drucker soll Pillen z. B. als Drache, Prinzessin, Pony oder Bagger formen.