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NEUE MAßNAHME ZUR VERKEHRSBERUHIGUNG: Schranke in Ohlsdorf kommt


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Friedhofskultur - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 03.02.2020

Unter den 22 jungen Teilnehmern waren auch einige neue Gesichter.


Auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg wird es künftig ruhiger: Nach einem Beschluss des Aufsichtsrates der Hamburger Friedhöfe -AöR- zeichnet sich auf dem Friedhof Ohlsdorf ein Schrankensystem für PKW auf der Mittelallee zwischen Ida- Ehre- und Kirschenallee ab, um die Durchgangsverkehre der Berufspendler wirksam zu reduzieren. Für Trauergäste und das Gewerbe am Friedhof soll es Ausnahmen geben.

Umwelt-Staatsrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Hamburger Friedhöfe, Michael Pollmann sagte dazu: „Ein Friedhof soll ein Ort der Trauer, des Gedenkens und der Ruhe sein. Aus der Bürgerbeteiligung zur Zukunft des Friedhofs wissen wir, dass der eigentlich verbotene Durchgangsverkehr in Ohlsdorf für viele ein großes Ärgernis ist. Mit der Schranke, die eine Durchfahrt für Friedhofsbetriebe und Trauergäste ermöglicht, unterbinden wir den Durchgangsverkehr der Pendler wirksam. Die Schrankenlösung ist unkompliziert und praktikabel. In meinen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern sowie den umliegenden friedhofsbezogenen Betrieben herrschte darüber Einigkeit.“

Bestattungs-, Gärtner und Steinmetz-Betriebe sowie die Friedhofsangestellten erhalten eine Genehmigung zum Öffnen der Schranke. Der Verkehrsverbund HVV wird mit seinen Bussen ebenfalls weiter den gesamten Friedhof befahren können. Besucher von Trauerfeiern können für einen möglichst direkten Weg zur jeweiligen Kapelle über ein elektronisches Rufsystem die Schranke öffnen lassen. Die Schranken begrenzen Fußgänger und den Radverkehr nicht. Die völlige Sperrung für den Autoverkehr, wie auf anderen Großfriedhöfen weltweit, wurde für Ohlsdorf wegen des Komfortverlustes für Besucher nicht weiter verfolgt.

Rund 5.000 Autos fahren pro Tag über und durch den Ohlsdorfer Friedhof. Zwei Drittel der Fahrer nutzen nach einer Erhebung von 2015 die Strecke nur als Abkürzung. Das Durchfahren des Friedhofs ohne Aufenthalt ist jedoch nach §7, 2 (6) der Hamburger Bestattungsverordnung nicht gestattet.


Foto: Bildungsstätte Gartenbau

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