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Neue Studien & die wichtigsten Fakten: 11 Wahrheiten über ANTIBIOTIKA


Lea Schlank Fit & gesund - epaper ⋅ Ausgabe 1/2018 vom 03.01.2018

Seit seiner Entdeckung 1928 gilt Penicillin als eine der wichtigsten Entdeckungen unserer Zeit. Seitdem hat sich viel getan. Heute werden Antibiotika zu oft verschrieben – und zu oft falsch


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Foto: Getty Images

Die Kollegin schnieft, das Kind klagt über Halsschmerzen, und im Bus wird gehustet. Die Erkältung geht um, und die erwischt statistisch gesehen jeden von uns mindestens zweimal pro Jahr. Manche Infekte lassen sich mit Tee und Bettruhe kurieren, bei anderen verschreibt der Arzt irgendwann Antibiotika.

Doch ist die Einnahme immer sinnvoll, und was müssen Sie beachten? Zunächst ist es wichtig, zu wissen, ...

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... dass ein grippaler Infekt und die meisten anderen Erkältungen viral sind. Antibiotika helfen jedoch nur bei bakteriellen Infektionen wie etwa Lungenentzündung oder Streptokokken. 76% der Patienten fordern bei einer Erkältung trotzdem immer noch Antibiotika, weil sie hoffen, so schneller wieder fit zu werden.

1 Regelmäßig: Wie wichtig ist die Einhaltung der Zeiten?

Antibiotika sollten unbedingt in gleichmäßigen Abständen eingenommen werden. Der Grund: Die Wirkstoffkonzentration im Körper bleibt so gleichmäßig hoch. Dreimal am Tag heißt demnach alle acht Stunden, also z. B. um 7, 15 und 23 Uhr.

2 Pause lassen: Auf welche Lebensmittel sollte ich besser verzichten?

Bestimmte Antibiotika, u. a. Tetrazyklin, Doxyzyklin, Minozyklin und Norfloxazin, nicht mit Milch, Cappuccino oder kalziumreichem Mineralwasser einnehmen. Das Kalzium kann die Wirkung verzögern. Auch kalziumreiche Lebensmittel wie Joghurt und Käse besser erst zwei Stunden später essen. Dass Alkohol während der Therapie tabu ist, sollte selbstverständlich sein.

3 Alte Regel: Muss ich Antibiotika immer bis zum Ende nehmen?

Mehrere ganz neue Studie belegen: Um Resistenzen vorzubeugen, kann es sinnvoll sein, mit dem Ende der Beschwerden die Antibiotika-Behandlung abzusetzen. Die Devise „immer bis zum Ende nehmen“ ist überholt. Drei statt sieben Tage Behandlung seien mit dem Abklingen der Beschwerden in vielen Fällen völlig ausreichend. Das konnten Forscher bereits nachweisen.

4 Sparen: Darf ich restliche Tabletten später einsetzen?

Auf keinen Fall. Nehmen Sie Antibiotika niemals auf Verdacht, sondern ausschließlich nach ärztlicher Verschreibung ein. Sogar wenn ein Infekt nach kurzer Zeit wiederkommt, muss nicht unbedingt der gleiche Erreger dahinterstecken. Das Medikament ist wirkungslos, der Infekt wird verschleppt.

5 Vergessen: Was tun, wenn ich eine Einnahme verpasst habe?

Keine Panik! Haben Sie mal eine Einnahme vergessen, macht das nicht gleich die ganze Therapie wirkungslos. In der Packungsbeilage steht, wie lange Sie die Einnahme noch nachholen können. Was Sie NICHT tun sollten, ist, zur nächsten Einnahme die doppelte Dosis nehmen. Dadurch steigt der Wirkstoffspiegel zu stark an. Tipp: Der Handywecker hilft Ihnen, an die Zeiten zu denken.

6 Auf nüchternen Magen: Was genau bedeutet diese Anweisung?

Einige Medikamente, wie z. B. Penicillin, wirken am zuverlässigsten, wenn sie auf leeren Magen eingenommen werden. Und das heißt: morgens vor dem Frühstück und sonst mindestens eine Stunde vor dem Essen. Aber: Nicht alle Präparate werden auf leeren Magen eingenommen, manche wirken am besten in der Kombination mit Nahrungsfett.


40-60%der verschriebenen Antibiotika werden fälschlich oder unnötig verordnet. Gründe sind die hohen Kosten sowie der Aufwand für genaue Tests. Und: der starke Druck durch Patienten!


7 Schlucken: Was ist wichtig?

Am besten spülen Sie die Tablette mit einem Glas Leitungswasser herunter. Kein Mineralwasser, und nicht nur einen Schluck! Neben Milch sind auch Tee und Kaffee ungeeignet, denn damit bilden sich im Magen schwerlösliche Verbindungen, die die Aufnahme des Medikaments behindern.

8 Pflanzliche Alternativen: Genauso wirksam wie synthetische Pillen?

Zwar gibt es in der Natur einige Pflanzen, die antibiotische Stoffe enthalten, doch grundsätzlich gilt: Im Labor hergestellte Antibiotika haben eine höhere Wirksamkeit. Allerdings können Medikamente aus Heilpflanzen wie Kapuzinerkresse, Meerrettich, Knoblauch, Kapstadt-Pelargonie und Ingwer im Anfangsstadium einer Infektion tatsächlich helfen. Vor allem, wenn Sie konzentrierte Produkte aus der Apotheke nehmen.

9 Andere Medikamente: Welche Wechselwirkungen gibt es?

Antibiotika greifen stark in den Organismus ein und können die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen oder abschwächen. Typisch sind z. B. Muskelschmerzen bei der zusätzlichen Einnahme von Cholesterinsenkern oder nachlassender Verhütungsschutz bei der Anti-Babypille. Wenn Sie regelmäßig andere Medikamente einnehmen, sprechen Sie darum Ihren Arzt oder Apotheker unbedingt auf mögliche Wechselwirkungen an.

10 Nebenwirkungen: Können Antibiotika krank machen?

Es stimmt, die Einnahme von Antibiotika hat auch eine Reihe Nebeneffekte, die relativ häufig und vor allem bei Frauen auftreten. Durch den Eingriff in das bakterielle Gleichgewicht sind Pilzinfektionen, u. a. Scheidenpilz, und Verdauungsbeschwerden häufig.

11 Gegensteuern: Was bringen Mittel zum Darmflora-Aufbau?

Antibiotika töten nicht nur die fiesen, sondern alle – also auch die guten, wichtigen – Bakterien ab. Das schwächt die Darmflora. Wenn Sie mehrmals im Jahr behandelt werden mussten, unterstützt eine Behandlung mit Hefekulturen aus Saccharomyces oder Bakterienextrakten aus Lactobacillus (Apotheke) den Wiederaufbau. Zäpfchen mit Milchsäurebakterien können helfen, während der Therapie die Scheidenflora zu schützen.