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Neuer Fendt 942 Vario: Spezialitäten aus dem Allgäu


Stark - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 09.10.2019

Schon lange wurde über die neue Generation der 900er Serie von Fendt spekuliert. Zur Agritechnica lassen die Allgäuer jetzt die Katze aus dem Sack: der „kleine“ Bruder der 1000er Serie hat viele Ähnlichkeiten, bietet aber auch Spezialitäten.


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Auf den ersten Blick vom 1000er kaum zu unterscheiden: der neue 900er Fendt.


Fotos: Höner, Tovornik, Wilmer

Man fährt MAN: Statt von Deutz kommt der Motor beim neuen 900er von MAN. Mit 9 l Hubraumleistet das Aggregat im Topmodell 415 PS.


Die gefederte Einzelradaufhängung und den automatischen Allradantrieb kennen wir vom 1000er. Für den 900er gibt’s aber auch eine ...

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... Frontzapfwelle.


625 l Diesel und 70 l AdBlue hat der neue 900er an Bord. Und mit fünf Stufen geht es hoch in die Kabine.


Es war auf der Agritechnica 1995, als Fendt mit dem 926 Vario den ersten stufenlosen Traktor der Firmengeschichte vorstellte. Heute, fast 25 Jahre später, steht die sechste Generation des Marktoberdorfer Erfolgsmodells in den Startlöchern – mit mehr PS, mehr Technik und mehr Finessen als jede Baureihe davor!

Man fährt wieder MAN

Wo über Jahre ein Aggregat von Deutz seinen Dienst tat, findet man jetzt wieder Motoren von MAN. Der ganz neue Sechszylinder hat insgesamt 9 l Brennraum und erfüllt die Abgasstufe V. Außerdem gibt es eine variable Turbolader-Geometrie und vier Ventile über jedem Kolben.
Wie schon bei der 1000er Serie setzt Fendt auch beim neuen 900er auf das sprit-sparende Niedrigdrehzahl-Konzept. Das heißt, statt der sonst üblichen 2 100 U/min dreht das Aggregat nur mit 1 500 bis 1 700 Touren. Das macht sich auch positiv beim Geräuschpegel bemerkbar. Wichtiger ist aber natürlich die Power, die der Motor von sich gibt: Bei den insgesamt fünf Modellen (vom 930 Vario bis zum 942 Vario) sind dies zwischen 296 und stolzen 415 PS.

Um seine Power auf den Boden zu bringen, hat der 900er nicht nur die integrierte Reifendruckregelanlage, sondern auch neue 2,20 m hohe Hinterräder der Größe VF750/70 R 44.


Jetzt sind die Schlüssel nicht nur codiert, sondern auch für Tür, Motorhaube, Tank usw. hat jeder Schlepper seinen eigenen Schlüssel.


Statt der Werkzeugkiste kann man auch einen Handwaschbehälter bekommen.


Natürlich stufenlos

„VarioDrive“ heißt der stufenlose Antriebsstrang, der bereits im 1000 Vario seine Premiere feierte. Mit nur noch einem Fahrbereich, automatischem Allradantrieb und zwei Zapfwellendrehzahlen (wahlweise 540E/1 000 oder 1 000/1 000E). Außerdem gibt es für den 900er (anders als beim 1000er) optional auch eine Frontzapfwelle.
Damit die Kraft vom Motor über das Getriebe auch auf den Boden übertragen werden kann, hat Fendt die integrierte Reifendruckregelanlage „VarioGrip“ noch weiterentwickelt. Das System ist für Flansch-und Stummelachsen verfügbar – und kann mit dem wassergekühlten 720 cm3 -Kompressor sogar Zwillingsräder mit versorgen!

Kabine zum Wohlfühlen

Die Kabine der 900er Serie ist ebenfalls bereits vom 1000er bekannt. Neu ist ein „Infotainment“-System, das unter anderem sage und schreibe acht im Kabinendach integrierte und miteinander kommunizierende Mikrofone für die Freisprecheinrichtung des Telefons hat.

Die Bedienung von Licht und Lüftung sitzt nach wie vor unter dem Lenkrad.Neu sind die Schnellzugriffstasten für die Spiegeleinstellung…


…die dann über das Terminal erfolgt – samt Teleskopierung!


Hinzu kommen Dinge wie die in Dach und Seitenfenster integrierten Radioantennen mit unterschiedlicher Ausrichtung für stets optimalen Radio-Empfang. Oder auch die vier Premium-Lautsprecher mit großem Subwoofer. Was das Bedienkonzept und die Armlehne samt Joystick und Terminal angeht, bleibt alles „beim alten“. Das gleiche gilt grundsätzlich auch für das Armaturenbrett – wenn man von Ausnahmen wie z. B. den Knopf für den Direktzugriff auf die Spiegelverstellung absieht. Damit öffnet sich ein Fenster im Terminal, um die Spiegel zu verstellen und jetzt sogar teleskopieren zu können.

Hubkraft und Hydraulikleistung satt

In Sachen Hubkraft und Hydraulikleistung hat man bei dem neuen 900er keine Kompromisse gemacht. Genau wie beim bereits vielfach zitierten 1000er gibt es wahlweise Axialkolbenpumpen mit 165 l/min, 220 l/min oder auch bis hin zur Zweikreis-Hochleistungshydraulik mit 430 l/min. Auch beim Hubwerk steht der neue 900er dem 1000er kaum nach: 12,4 t soll er stemmen, über eine halbe Tonne mehr als das Vorgängermodell. Und auch hier noch ein bemerkenswertes Detail: Wenn der Schlepper GPS-Vorbereitung hat, wird über den Neigungssensor sowie den Öldruck im Getriebe das Hubwerk geregelt, Kraftmessbolzen in den Unterlenkern sind dann überflüssig!

Hohe Räder, niedrige Drehzahl

Die 2,20 m hohen Hinterräder der Größe VF750/70 R 44 sorgen nicht nur dafür, dass der 900er seine bis zu 415 PS in Zugleistung verwandeln kann. Der Schlepper schafft es auch, 60 km/h mit nur 1 450 Motorumdrehungen fahren zu können! Und speziell für die Amis haben die Allgäuer eine Modell-Variante mit 60-Zoll-Spur und breiter Stummelachse entwickelt. Anders als beim 1000er soll diese „Row-Crop“-Version in Nordamerika zudem ausschließlich in Fendt-Farben (und nicht in Challenger-Gelb) verkauft werden. Stichwort Ausstattungsvarianten: Es wird die vier Versionen „Power“ (7-Zoll-Terminal, keine Lenksystem-Vorbereitung), „PowerPlus“ (kleines Terminal, mit Lenksystem-Vorbereitung), „Profi“ (10.4-Zoll-Terminal, kein GPS) und „ProfiPlus“ (großes Terminal und GPS) geben. Außerdem kann man zukünftig auch den 900er wahlweise mit Rückfahreinrichtung, aber zum Beispiel auch ohne Heckhubwerk ordern.

Fast 340 000 Euro für das Topmodell

Kommen wir zu den Preisen: Im Vergleich zu den Vorgängermodellen wird der neue 900er ziemlich genau 6 % teurer. Für den neu hinzugekommenen 942 Vario liegt der Listenpreis bei fast exakt 337 000 Euro. Das sind aber immerhin noch knapp 14 000 Euro weniger als man für den aktuellen 1042 Vario berappen müsste.

Die Taster für Allrad und Fahrbereichswechsel sucht man vergeblich. Neu sind zwei Taster für das Radio.


Das Hubwerk stemmt bis zu 12,4 t, und die Hydraulik gibt es dank DoppelPumpe mit bis zu 430 l/min Förderleistung!


60 km/h erreicht der neue 900er Fendt mit nur 1 450 Touren!


Summa summarum hat Fendt mit dem neuen 900er Vario in Sachen Motor und Getriebe einen großen Schritt nach vorne gemacht. Denn der Schlepper ähnelt nicht nur vom Design her seinem „großen“ Bruder, dem 1000er Vario. Auch bei Kabine, Hubwerk und Hydraulik haben sich die Marktoberdorfer an dem Großschlepper orientiert. Gewürzt ist das Ganze mit „Allgäuer Spezialitäten“ wie dem neuen Infotainment-System.

WISSEN ZUM ANGEBEN

Bei Fendt gibt es die EHR ohne Kraftmessbolzen. Neigungssensoren und der Getriebedruck reichen für die Zugwider-stands-regelung.

6 Generationen auf einen Blick

Mit dem Favorit 926 startete Fendt im Jahr 1995 in die VarioÄra. Der hatte auch bereits einen MANMotor (mit 6,9 l Hubraum und 260 PS). Das VarioGetriebe hieß damals ML200. Der Listenpreis: 244 000 DM. 1997 erweiterte Fendt dieBaureihe nach unten bis auf 170 PS.


Generation1

In der vierten Generation kam Ende 2005 nicht nur der Wechsel zum Deutz-Motor mit 7,2 l Hubraum und 360 PS im neuen Topmodell 936 Vario. Auch die Kabine mit der Bedienarmlehne VarioCenter war komplett neu. Außerdem ermöglichte das größere VarioGetriebe ML260 Reifen mit bis zu 2,15 m Durchmesser und 60 km/h Endgeschwindigkeit.


Generation4

Die bis jetzt aktuelle Generation 5 mit dem neuen Touch-Terminal in zwei Größen wurde 2011 eingeführt. Damit kam auch das neue Topmodell 939 Vario mit 390 PS ins Programm.


Generation5

2001 kam der 900er mit dem neuen runden Design undvereinfachter Bedienung. Motor und Getriebe bliebenaber weitgehend unverändert.


Generation2

In der dritten Generation kam das neue Topmodell 930 Variomit 300 PS, größerer Kabine – und der markanten Haube!Darunter nach wie vor der MAN mit 6,9 l Hubraum.


Generation3

Mit der sechsten Generation kehrt Fendt beim 900er zurück zum MAN-Motor. Außerdem werden Design und Getriebetechnik vom 1000er Vario übernommen.


Generation6