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Neues 5-Punkte-Programm für zu Hause: Endlich wachsen die Haare wieder


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 47/2019 vom 15.11.2019

Dass wir im Herbst mehr Haare als sonst verlieren, ist übrigens normal. Sie können aber einiges tun, damit es voll und gesund nachwächst


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Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 47/2019

Dichtes, langes Haar – mit Geduld und Pflege machbar


Es gibt ihn wirklich, den „Fellwechsel“ auf unserem Kopf. Wie eine aktuelle Studie der Universität Zürich zeigt, fallen die Haare gerade im Herbst vermehrt aus. „Den Startschuss für den saisonalen Haarwechsel gibt bereits die letzte Sommersonne im September“, sagt der Hamburger Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie Holger Fuchs. Die Schweizer Forscher erklären das Jahreszeiten-Phänomen so: ...

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... Mit dem saisonalen Haarwechsel will sich der Körper wie in der Steinzeit ein dickeres „Fell“ als Kälteschutz fürs lebenswichtige Gehirn zulegen. Doch weil die Haare ja ganz natürlich ausgehen, wachsen sie auch leicht wieder nach. Dieses 5-Punkte-Programm sorgt für Unterstützung.

1. Haargesunde Nährstoffe

„Damit die Haare gesund nachwachsen können, brauchen sie vor allem Eisen, Zink und Biotin“, sagt der Medical Director der Praxisklinik Pöseldorf. „Mit großer Wahrscheinlichkeit brauchen die Haare auch das Spurenelement Selen und das Sonnenvitamin D, das im Winter leicht in ein Defizit rutschen kann.“ Wichtig ist ebenfalls hochwertiges Eiweiß und Aminosäuren wie z. B. Cystein. Einen besonders reichhaltigen Nährstoff-Mix liefern z. B. Nüsse, Haferflocken, Lima-Bohnen, Leinsamen, Hirse, Gerste, Eier, kalt gepresste Pflanzenöle, Gemüse wie Brokkoli, Bohnen, Kartoffeln, Avocados, Karotten, Pilze, Petersilie, Vollkornprodukte, fettarmer Käse, Naturjoghurt, Sojaprodukte, Obst und Trockenfrüchte, Fisch und Geflügel. Weil Haarwurzelzellen sehr stoffwechselaktiv sind, können einseitige, eiweißarme Ernährung oder Crash-Diäten das Haarwachstum unterbrechen, weil dann die Bausteine bzw. die Energieversorgung für das Haarwachstum fehlen.

2. Entspannung für die Haarwurzeln

Zu viel Stress-Hormone wie Adrenalin, Cortisol führen zum Energiemangel in den Haarwurzeln, so eine Studie der Universität Lübeck. Aber auch dazu, dass sich Haarfollikel in die Ruhephase zurückziehen. Das kann zu plötzlichem Haarausfall führen, zeigt eine Untersuchung der Mayo Clinic, Florida. Stresshormone verstärken auch bei Frauen den Effekt männlicher Hormone auf das Haar. Deshalb ist regelmäßig Entspannung angesagt. Also: Jeden Tag 30 bis 45 Minuten eine entspannende Auszeit nehmen, z. B. beim Spazierengehen, beim Yoga – oder einfach nur bei der Lieblingsmusik.

3. Ausreichend Nacht-Regeneration

Wer chronisch zu wenig schläft, hat ebenfalls zu viel Stresshormone im Blutkreislauf, berichtet die Alaska Sleep Clinic, Anchorage. Das kann zum Spannungs-Haarausfall führen. Dabei verspannt sich die Kopfhaut im oberen Schädelbereich. Die feinen Blutgefäße unter ihr werden zusammengepresst, die Haarwurzeln schlechter mit Blut, Sauer- und Nährstoffen versorgt. Und weil sich in der Nacht die Haarwurzeln regenerieren, braucht der Körper für gesunden Haar-Nachwuchs sieben bis neun Stunden Schlaf.

4. Optimale Durchblutung

Entscheidend für die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Haarwurzeln ist eine top Durchblutung ihrer mikrofeinen Kapillaren. Dafür braucht der Körper zwei Liter Trinkflüssigkeit. Neue Studien zeigen, dass auch regelmäßige Kopfunter-Übungen z. B. bei Yoga oder Gymnastik die Durchblutung der Kopfhaut fördern. Laut einer Studie der Universität Hongkong hilft auch eine Kopfhaut- Massage von 20 Minuten pro Tag. Wichtig: Da die Haarwurzeln circa acht Millimeter unter der Kopfhaut liegen, sollten die Fingerkuppen so viel Druck ausüben, dass die Kopfhaut spürbar auf dem Schädelknochen verschoben wird. „Auch die Eigenblut-Therapie mit Blutplättchen-reichem Plasma-Konzentrat des Patienten erhöht die Durchblutung und weckt ,schlafende‘ Haarfollikel auf“, so Haar-Spezialist Holger Fuchs. „Es wird dreimal im Abstand von vier bis sechs Wochen in die Kopfhaut gespritzt, sollte rund einmal im Jahr aufgefrischt werden.“

5. Haarfreundliche Pflege und Frisur

„Ein starker Zug auf das Haar z. B. durch einen straffen Pferdeschwanz kann zu einer Zug-Alopezie führen“, warnt Haarspezialist Holger Fuchs. Kämme sollten nicht zu enge, spitze Zinken haben und möglichst aus Naturmaterial sein. Bürsten sollten weich sein und abgerundete Enden haben. Feuchtes, längeres Haar im kopfnahen Bereich festhalten, erst dann vorsichtig kämmen oder bürsten.

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Basilikum lässt die Haare sprießen

■ Vom Küchenhelden zum Haarwunder: Basilikum soll mit seinem antientzündlichen, ätherischen Öl Eugenol und Magnesium die Haarwurzeln zur erhöhten Zellteilung anregen und so direkt das Wachstum der Haare stimulieren. Das beweist jetzt eine australische Studie der RMIT University in Victoria. Am wirksamsten ist das Kraut in der äußerlichen Anwendung. Wer es essen will, sollte nicht sparsam sein und mindestens 20 Blätter pro Tag, z. B. in Pesto oder auf Salat, zu sich nehmen. Rezept für eine Kopfhaut- Packung: Blätter eines Basilikum- Bundes zerreiben. Brei auf der Kopfhaut verteilen. Mit Duschhaube abdecken. 30 bis 45 Minuten wirken lassen. Mit warmem Wasser ausspülen. 2- bis 3-mal die Woche.

Erste Haarbank der Welt

■ Im nordenglischen Manchester wurde jetzt die weltweit erste Haarbank eröffnet. Für 2500 Pfund (ca. 2900 Euro) kann jeder dort seine Haarzellen bei minus 180 Grad einfrieren lassen. Bei Haarausfall (auch durch Krankheiten, Chemotherapie etc.) können sie dann wieder aufgetaut, geklont und per Spritze in die Kopfhaut gesetzt werden. Danach soll es keine Nachwuchs-Probleme mehr geben. Mehr Infos: www.hairclone.me


Fotos: 123RF (3), Getty Images/Westend61 (2), privat