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NEUES AUS DER FAHRRADWELT


Bike Bild - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 17.04.2019
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Bildquelle: Bike Bild, Ausgabe 2/2019

FÖRDERUNG DES ABBIEGEASSISTENTEN IN DER SACKGASSE?

Ist das Förderprogramm zur freiwilligen Ausrüstung von Lkw mit Abbiegeassistenten schon vor die Wand gefahren? Gestartet wurde die Maßnahme euphorisch zum 21. Januar 2019. Die bereitgestellten fünf Millionen Euro Fördergeld waren in nur vier Tagen per Windhundverfahren vergeben. Aufgrund der großen Nachfrage soll die Zuschussmaßnahme sogar fortgesetzt werden, lässt das Verkehrsministerium verlauten. Der entscheidende Haken an der Sache ist allerdings: Bisher gibt es noch gar keine vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zugelassenen Geräte für die Nachrüstung ...

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Ist das Förderprogramm zur freiwilligen Ausrüstung von Lkw mit Abbiegeassistenten schon vor die Wand gefahren? Gestartet wurde die Maßnahme euphorisch zum 21. Januar 2019. Die bereitgestellten fünf Millionen Euro Fördergeld waren in nur vier Tagen per Windhundverfahren vergeben. Aufgrund der großen Nachfrage soll die Zuschussmaßnahme sogar fortgesetzt werden, lässt das Verkehrsministerium verlauten. Der entscheidende Haken an der Sache ist allerdings: Bisher gibt es noch gar keine vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zugelassenen Geräte für die Nachrüstung (Stand März 2019, Anm der Redaktion). Diese jedoch sind überhaupt erst die Voraussetzung dafür, dass die geförderten Unternehmen mit der Umrüstung beginnen können. Und das Ganze muss innerhalb von drei Monaten nach Bewilligung des Antrags geschehen, sonst verfällt der Antrag.
Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Die Industrie sei in Verzug, heißt es seitens des Bundesverbandes Spedition und Logistik, das Verkehrsministerium sagt erst mal nichts. Die große Nachfrage spricht in jedem Fall dafür, dass die Branche mithilfe von Zuschüssen durchaus auf zusätzliche Sicherheit setzen möchte, doch nun vergeht erneut wertvolle Zeit.
Eine Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) hatte auf Basis ihrer Unfalldatenbank errechnet, dass durch den Einsatz eines Abbiegeassistenten rund 60 Prozent aller schweren Lkw-Fahrrad-Unfälle vermieden werden könnten.

FALTRAD MIT STIL

Der Prototyp des Stuttgarter Produktdesigners Tobias Kruschhausen wird fleißig auf Messen ausgezeichnet („Best Urban Bike“ 2018, „ISPO Brandnew Finalist“ 2019). Fix und werkzeugfrei wird Faltrad „Fiiz“ (12,8 kg) in zwei Teile zerlegt. Kruschhausen Cycles verspricht einen stabilen Rahmen, einen wartungsarmen Riemenantrieb ohne fettige Stellen sowie leichtes Verstauen in Auto oder Bahn. Vorbestellen und in Stuttgart Probe fahren kann man den Mix aus Urban Bike und Klapprad überwww.kruschhausen-cycles.de

Rennradmode nur für Frauen

Nach einer einjährigen Design-, Entwicklungs- und Produktionsphase präsentiert das Münchener Start-up Veloine mit „Women Cycling Apparel“ eine erste Rennradmodekollektion ausschließlich für Frauen, frei von Klischees, verspricht der Hersteller. Produziert wird in Italien, zur Auswahl stehen Langarmtrikots, Bib-Shorts, Caps, Socken und Flaschen. Über den Handel ist die Kollektion noch nicht erhältlich, dafür online zu bestellen unterwww.veloine.cc

Hannover gibt Radwegen Vorzug

Dank Fördermitteln des Bundes gibt die Region Hannover mehr Geld aus für den Ausbau von Radwegen als von Straßen. Ortsdurchfahrten sollen zugunsten des Radverkehrs umgebaut werden, zudem stehen Schutzstreifen und Verkehrsinseln auf der Liste, damit Straßen sicherer überquert werden können. Etwa eine Million Euro lassen sich die Planer den neuen Radweg zwischen Ronnenberg und Devese entlang der Kreisstraße kosten, hinzu kommen 2019 vier weitere neue Radwege. Positive Bilanz der Region: In zwei Jahren entstanden elf neue Wege. Die Routen gehören zu einem 800 Kilometer langen Vorrangnetz, das Schulen, Bahnhöfe, Haltestellen etc. miteinander verbinden soll.

KURZINTERVIEW MIT…

Ulrich Syberg (63)

ADFC-Bundesvorsitzender über die neue Kampagne „Mehr Platz fürs Rad“

Sie starten anlässlich des Jubiläums „40 Jahre ADFC“ eine kämpferische Kampagne. Warum?
Wir haben die Nase voll davon, dass Politiker das Fahrrad immer nur als wichtiges und sauberes Verkehrsmittel loben – aber kaum etwas dafür tun. Zentrales Problem: Das Fahrrad bekommt nicht den Platz, den es braucht, um sein volles Potenzial zur Entlastung der Städte zu entfalten und den Menschen eine attraktive Mobilitätsalternative zu sein.

Was fordern Sie konkret?
Breite Radwege in zusammenhängenden Netzen, geschützte Kreuzungen und komfortable Rad-Parkplätze überall dort, wo man sie braucht: an Bahnhöfen, Haltestellen, Einkaufsmeilen und direkt vor den Wohnungen und Arbeitsstätten. Das alles wäre mit überschaubaren Investitionen von 30 Euro pro Kopf und Jahr zu schaffen. Voraussetzung ist, dass Politiker den Mut haben, dem Radverkehr deutlich mehr Platz einzuräumen.

Was erwartet uns bei der Kampagne?
Los geht’s mit dem ADFC-Fahrradklima-Test. Er zeigt, dass die Unzufriedenheit mit der Radinfrastruktur in der Bevölkerung gewachsen ist. Leitmotiv der Kampagne ist das orange-weiße ADFC-Flatterband, mit dem wir durch Aktionen im ganzen Land symbolisch Platz für das Rad machen: in vielen Städten breite Selfmade-Radwege, „Kidical Mass“-Fahrten, und auch für notorisch zugeparkte Radwege und zu eng überholende Autos werden wir uns ein paar witzige Aktionen einfallen lassen. Infos:www.www.mehrplatzfuersrad.de

„Urban Mobility Media Days“ Media Days“ starten in starten in Frankfurt/Main

E-Mobilität weiter auf Zukunftskurs: City-, Reise-, Cargo-Bikes, Urban/EMobility-Lösungen, Motoren- und Antriebshersteller, Kinderräder sowie Transport- und Lieferfahrzeuge – neue Modelle von 2020 stehen im Mittelpunkt der erstmals stattfindenden „Urban Mobility Media Days by Eurobike“. 10./11. Juli, Forum Messe Frankfurt. Infos: www.urban-mediadays.de

Scotts Skitourbike für Kombinierer

Das Touren-Pedelec SK-eRIDE wurde von Designer Christian Holweck so ausgetüftelt, dass die Fahrt mit Skiausrüstung vom Tal bis zum Start der Skitour keine Tortur wird. Das Befestigen soll einfach ohne Riemen und bei Eiseskälte mit Handschuhen klappen. Skier, Skischuhe, Kletterseil und Eispickel können stabil am Rad fixiert werden. Sogar eine Espressokanne samt Campinggaskocher sind am Gepäckträger integriert, den man zum Tisch ausklappen kann.www.scott-sports.com

BERLINER RADVERKEHR IN ZAHLEN

Rund21 Millionen Radfahrer wurden 2018 an 17 Zählstellen gezählt. Das ist ein Zuwachs von8,9 Prozent gegenüber 2017. Im Schnittvier von zehn Wegen legen Berliner zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück. Mehr als1000 km Radverkehrsanlagen stehen zur Verfügung, davon 662 km bauliche Radwege und 174 km Radfahrstreifen auf der Fahrbahn. Im letzten Jahr hat Berlin13,4 Millionen Euro in den Radverkehr investiert. Über15 000 Leihräder stehen zur Verfügung.

WIE VIEL GELD FLIESST IN DEN RADVERKEHR?

Der Parlamentskreis Fahrrad mit 44 parlamentarischen Mitgliedern und vielen Gästen von Interessenvertretungen hat kürzlich erstmals getagt. Auf der Agenda stand Radverkehrsförderung. Insgesamt 200 Millionen Euro Fördergeld stellt das Bundesverkehrsministerium dieses Jahr bereit. Wie teilen sich diese auf? Eine Übersicht:

Münster fördert erstmals Lastenradkauf

Die Fahrradstadt setzt das Förderbudget von 200000 Euro für den Kauf von Lastenrädern auf die Höhe des zehnmal so großen Berlin: 30 Prozent des Kaufpreises werden erstattet, bei E-Cargobikes maximal 1000 Euro, ohne E-Antrieb bis zu 500, für Lastenanhänger 100 Euro. Seit März kann der Antrag von Privatpersonen und Käufergemeinschaften für privat genutzte Lastenräder gestellt werden. Nötig sind Originalrechnung, Wohnortnachweis und Einverständnis zu den Förderbedingungen. In den ersten 12 Tagen gingen knapp 200 Anträge ein, Zuschuss gibt’s, solange der Fördertopf reicht.

Neu: E-Schaltung Sram Red Etap AXS

Mechanisch war gestern. Die neue Sram-Red-Schaltgruppe ist elektronisch und bedient mit verschiedenen Antriebsoptionen alle Radfahrer, vom Rennrad- bis zum Gravelbiker, vom MTB- bis zum Zeitfahrer und Triathleten. Neu: Die Kette der Sram Red Etap AXS ist schmaler, das 12-fach-Ritzel ist Sram-Standard, die Kettenblätter werden aus einem Stück gefräst. Einen ersten Test gibt’s unterwww.bike-bild.de

MIKROMOBILITÄT GANZ GROSS

Der Radverkehrsanteil liegt seit Jahren bei etwa elf Prozent, beklagt der ADFC die stagnierende Zahl. Doch eine aktuelle Untersuchung der Unternehmensberatung McKinsey & Company belegt, dass E-Bikes und E-Scooter gegenüber dem Auto die Nase vorn haben, denn der Markt wachse zwei- bis dreimal so schnell wie Carsharingdienste oder Mobilitätsapps. Mehr als ein Viertel der Weltbevölkerung lebe in Millionenstädten, in denen das durchschnittliche Fortbewegungstempo nicht über 15 km/h läge – jede Menge Potenzial für Mikromobilität. Auch aus Sicht der Anbieter seien die Zweiräder zukunftsträchtig, sie könnten bei Anschaffungskosten von rund 400 Dollar für einen E-Tretroller bereits nach gut drei Monaten in die Gewinnzone kommen. Weltweit floss bisher Investorenkapital von rund 5,7 Milliarden Dollar in Micromobility-Startups, etwa 85 Prozent davon gingen nach China. Die komplette Studie gibt’s unterwww.www.mck.de/micromobility

E-Bike fahren hält Geist fit

Radfahrer im Alter zwischen 50 und 83 Jahren profitieren kognitiv und psychisch vom Biken, ganz gleich ob sie mit oder ohne elektrische Unterstützung in die Pedale treten. Das veröffentlichten Wissenschaftler der University of Reading und der Oxford Brookes University jüngst im Fachblatt „PLOS One“. Klar, dass sich das Herz-Kreislauf-Training positiv auf den Körper auswirke. Erstaunt aber waren die Forscher darüber, dass nicht die körperliche Bewegung beim traditionellen Radeln den größten Gesundheitsvorteil hat. Wer acht Wochen lang täglich eineinhalb Stunden mit dem EBike fuhr, steigerte Hirnfunktion und psychisches Wohlbefinden noch stärker als Radfahrer, die ohne EAntrieb unterwegs waren. Vermutlich liegt das laut Erklärung der Wissenschaftler daran, dass die EBiker ohne die körperliche Anstrengung stressfreier fahren und sich vor allem die Oldies im fortgeschrittenen Alter mit elektronischer Unterstützung geistig fitter und selbstbewusster fühlen.

Deutsche Batteriehersteller kooperieren

Die BMZ Gruppe/TerraE, Custom Cells Itzehoe, EAS Batteries, Leclanché und Liacon – allesamt deutsche Hersteller von Lithium-Ionen-Zellen und Batterie-Systemen – beteiligen sich an einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Ziel des Konsortiums ist eine gemeinsame Zellproduktion im Rahmen des Dachkonzepts „Forschungslandschaft Batteriezelle Deutschland“. Hierin soll eine „Forschungsfertigung Batteriezelle“ (FFB) zum Aufbau einer industriellen Fertigung von Lithium-Ionen-Zellen ins Leben gerufen werden. Planung und Aufbau der Fertigung über nimmt die Forschungsorganisation Fraunhofer-Gesellschaft.


432Fahrradfahrer und damit 13,6 Prozent mehr als im Vorjahr starben zwischen Januar und November 2018.

Quelle: Destatis


App SimRa: sicher durch Berlin

FOTOS: GETTY IMAGES, HERSTELLER

Forscher der TU Berlin wollen das Unfallrisiko für Radfahrer in Berlin senken und haben die App SimRa entwickelt. So sollen Daten gesammelt werden, wo, wie und wann es in der Stadt vermehrt zu Gefahrensituationen kommt und wo sich die Hauptverkehrsflüsse auf dem Rad bewegen. Per GPS-Daten zeichnet die App Fahrtrouten auf und nutzt dabei Beschleunigungssensoren zum Erkennen von Gefahren – z. B. plötzliches Bremsen, Ausweichen oder einen Sturz. Im Rahmen der Citizen-Science-Initiative der TU Berlin wird das Projekt für drei Jahre gefördert. Nach einer Testphase können nun alle Berliner mitmachen. News:www.mcc.tu-berlin.de

Fernseher rettet Fahrrad

Weil jedes vierte Bike des niederländischen Fahrradunternehmens VanMoof demoliert bei Kunden in den USA ankam, hatten die Händler eine Idee: Van-Moof bedruckte die Kartons nicht nur mit einem Fahrrad, sondern auch mit einem XXL-Fernsehgerät. Da für rüpelige USK-urierfahrer ein TV-Apparat wertvoller ist als ein Fahrrad, sanken die Reklamationen kaputter Räder schnell um satte 80 Prozent.


FOTOS: HERSTELLER (4), WWW.VELOINE.CC, GDV, PICTURE ALLIANCE/DPA

FOTOS: WWW.SRAM.COM | PD-F, SCOTT SPORTS SA, OBS/DEUTSCHE MESSE AG HANNOVER, FRANZISKA VON SCHMELIG