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Neues aus der Schlafforschung


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Frau im Spiegel - epaper ⋅ Ausgabe 13/2022 vom 23.03.2022

Beatrice Egli, 33

Süße Träume mit Hörbuch

„Schlaf ist mir sehr wichtig. Genauso wie Essen. Beides gehört für mich zur Grundvoraussetzung, um gute Laune zu haben“

Normalerweise klappt es mit dem Schlaf bei der Schweizer Schlagersängerin und Moderatorin auch ganz gut. Falls nicht, helfen ihr ein Roman oder Hörbuch, verrät sie.

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Bildquelle: Frau im Spiegel, Ausgabe 13/2022

Rund 24 Jahre und 4 Monate unseres Lebens verschlafen wir. Zeitverschwendung? Keinesfalls – denn schlafen ist ein Lebenselixier, das uns Energie schenkt und gesund hält. Kein Wunder also, dass Forscher sich viel mit dem Schlaf beschäftigen. Hier die neuesten Erkenntnisse.

Späte Schmökerstunde

Wer unter Einschlafstörungen leidet – und das ist jeder Vierte in Deutschland –, kennt den Druck, endlich zur Ruhe finden zu wollen. Laut einer Umfrage unter rund 1000 Menschen greifen 25 Prozent dann zu einem Buch. Lesen, das bestätigen Experten, ist ein guter Weg, um das Gehirn vom ...

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... Stress des Tages abzulenken und dadurch müde werden zu können. Das zeigt auch eine britische Studie: Die Teilnehmer schlummerten zu 39 Prozent besser, wenn sie die Zeit vor dem Einschlafen lesend verbrachten. 16 Prozent der Deutschen ver­ suchen es aber nicht mit Lektüre, sondern lassen sich durch Musik in den Schlaf lullen.

George Ezra, 28

Gefangen im Albtraum

„Ich hatte den schlimmsten Schlafstarre-Anfall seit Jahren“

Der Sänger leidet an Schlaflähmung, die er schon glaubte besiegt zu haben. Dabei wacht man nachts auf, kann sich nicht bewegen und halluziniert. Während des Lockdowns suchten Ezra seine Dämonen wieder heim. Er teilte das Bett mit einem Todesser, einer Grusel-Figur aus Harry Potter.

Was fürs Herz: das Nickerchen

Um den Mittagsschlaf wird in der Forschung heiß diskutiert. Dabei geht es darum, welchen Einfluss ein Nickerchen auf die Herzgesundheit hat. Einige Studien zeigen, dass sich eine lange Mittagspause negativ auswirkt, andere behaupten das Gegenteil. Eine Schweizer Studie folgt nun einem anderen Ansatz. Die Forscher untersuchten, ob die Häufigkeit des Mittagsschlafs mit Erkrankungen wie Bluthochdruck, Arteriosklerose oder Herzinfarkt zusammenhängt. Ihr Ergebnis: Das Risiko war für Probanden, die sich ein-bis zweimal die Woche ein Schläfchen gönnten, deutlich geringer als das der Mittagspausen-Verweigerer. Ab und zu ein Powernap lässt das Herz also doch höherschlagen.

Zahl der Woche

20

Minuten mehr Schlaf brauchen Frauen als Männer, weil ihre Gehirne komplexer arbeiten, so US-Forscher.

Nachteulen naschen viel

Wir tun es offenbar fast alle! Eine Studie der Ohio State University in den USA belegte, das 95 Prozent von uns den kleinen Hunger zwischendurch mit Snacks wie Chips, Keksen und Limonaden versuchen zu besiegen. Interessant: Teilnehmer, die nachts weniger als sieben Stunden schliefen, griffen sogar noch häufiger zu. Also besser eher ins Bett gehen, dann bleibt weniger Snack-Time übrig.

Ruhen ersetzt nicht den Schlaf

Ein Vergleich zwischen Ruhen und Schlafen, durchgeführt an der Uniklinik Freiburg, zeigt: Ruhen allein reicht nicht. Untersucht wurden Teilnehmer, die Muster erkennen sollten. Die Gruppe, die zwischendrin nicht geruht, sondern geschlafen hatte, schnitt besser ab. Schlaf macht also den Unterschied.

Cliffhänger schaden Nachtruhe

Die Streaming-Dienste machen es möglich, dass wir uns abends eine Folge der Lieblings-Serie nach der nächsten reinziehen. Gerade die bei Serienmachern beliebten Cliffhanger, also dass die Folge genau dann endet, wenn es am spannendsten ist, können uns in puncto Schlafqualität aber zum Verhängnis werden. Eine Studie zeigte, das Serien-Fans zwar gut einschliefen, aber im Vergleich zu Nicht­ Guckern weniger erholsamen schliefen, weil das Gehirn nicht ganz runterfährt. Serien deshalb besser am frühen Abend schauen.

WAS IST DRAN AM HYPE UM MELATONIN?

Die Expertin Beate Glombitza, Apothekerin in Bergisch-Gladbach

Seit einiger Zeit gibt es in der Apotheke Melatonin-Sprays zum Einschlafen. Wie gut funktionieren sie?

Die Produkte, die es auch als Kapseln oder Tabletten in der Drogerie gibt, werden als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Deshalb sind dafür keine wissenschaftlichen Studien für Wirksamkeitsnachweise erforderlich. Die Kundinnen beschreiben aber schon, dass es gut wirkt.

Für wen eignen sich die Produkte?

Kurzfristig für Menschen mit Jetlag oder für Menschen in Schichtarbeit, bei denen der natürliche Schlaf-Nacht- Rhythmus durcheinandergeraten ist. Frei verkäufliche Melatonin-Produkte für jedermann finde ich aber schwierig. Warum? Weil wir noch keine Erfahrung bei einer breiten oder langfristigen Anwendung für diese Produkte haben und sie als verschreibungspflichtige Mittel nur zur kurzfristigen Anwendung zugelassen sind.

Welche Alternativen würden Sie dann anbieten?

Pflanzliche Mittel, die gegen Unruhe und Anspannung wirken. In Studien sehr gut abgeschnitten hat etwa Lavendelöl, z. B. in Lasea.

Zu viel Schlaf ist auch keine Lösung

Wer unter der Woche nur wenig Schlaf abbekommt und das mit langem Ausschlafen am Wochenende ausgleichen möchte, tut seiner Gesundheit leider keinen Gefallen. US-Forscher haben gezeigt, dass uns unregelmäßige Schlummerzeiten und auch zu viel Schlaf nicht gut bekommen. Wir werden dann schlecht gelaunt, noch müder und anfälliger für Krankheiten.

So wie früher: Schlummern in Zyklen

Laut Forschern schlummerten die Menschen im Mittelalter je vier Stunden in zwei Blöcken. Zwischendurch aß man zusammen oder sprach mit der Familie. Polyphasischer Schlaf nennt sich dieses Konzept, dem übrigens auch Babys folgen. In heißen Regionen etwa ist Siesta halten ganz normal. Wichtig ist nur, dass alle natürlichen Schlafphasen während einer Schlummereinheit ablaufen können – das dauert rund 90 Minuten. Wer will, kann seine Schlafenszeiten also auch splitten. So macht es übrigens Fußball-Star Cristiano Ronaldo. Sein Coach hat ihm für noch mehr Fitness Intervall-Schlafen verschrieben. ◼

Jimmy Kimmel, 54

Hat Narkolepsie

„Man kann sich gar nicht konzentrieren. Alles, woran man denken kann, ist nicht einzuschlafen“

Schweres Los für den US-Comedian: Bei Narkolepsie schlafen Betroffene ganz plötzlich ein. Dieser Sekundenschlaf würde bei seinen Talkgästen sicherlich keinen guten Eindruck machen, so der TV-Star. Ihm helfen Medikamente .

RICHTIG GUT GEBETTET

Sie schlafen noch im Federbett? Mittlerweile gibt es jede Menge spezielle Kissen und auch Decken, die für noch besseres Schlummern sorgen sollen und Verspannungen entgegenwirken.

Decken mit Gewicht Vor allem in den USA sind sie der Renner: Bettdecken mit eingenähten Gewichten. Statt der üblichen ein bis zwei Kilo eines Daunenbetts bringen Gewichtsdecken bis zu zehn Kilo auf die Waage. Manchen Menschen vermitteln die Schwergewichte Geborgenheit und das Gefühl, gehalten zu werden. Deshalb schlafen sie damit wie ein Murmeltier. Im Internet erhältlich.

■ Kissen zum Schlummern Auch Schlafkissen können die Nachtruhe noch süßer machen. Memoryschaum-Kissen etwa sollen die Schlafposition von Rücken-oder Seitenschläfern verbessern, indem sie sich der Kopfform anpassen und so den Nacken entlasten. Ähnlich funktionieren mit Wasser gefüllte Varianten. Sie kann man auch in ihrem Härtegrad anpassen, indem man Wasser ablässt oder auffüllt. Noch natürlicher schläft es sich mit Dinkelspelzkissen: Sie passen sich nicht nur den Bewegungen des Kopfs in der Nacht an und entlasten so die Schultern, sondern nehmen auch Schweiß auf und leiten ihn ab.

3 IRRTÜMER ÜBER DAS SCHLAFEN

1 Vorschlafen hält fit Die Nachtschicht steht bevor oder die Party am Abend wird wohl lang? Dann könnte vorschlafen tatsächlich helfen. Eine Vorab-Pause nimmt dann den Schlafdruck, der sich zwangsläufig im Laufe des Abends einstellen würde, und verschafft einen Puffer. Auf Dauer klappt das aber nicht.

Weniger Schlaf im Alter

2 Mit der Zeit brauchen wir weniger Schlaf? Das stimmt nicht. Vielen Menschen fällt es im Alter nur schwerer, gut und lange durchzuschlafen. Um fit zu bleiben, brauchen aber auch Senioren etwa 7 bis 8 Stunden Schlaf. Ihr Vorteil: Fehlende Nachtruhe können sie mittags nachholen, da sie zeitlich flexibler sind als die, die noch arbeiten müssen

3 Schäfchen machen müde Ein Schäfchen, zwei Schäfchen, drei Schäfchen … Das monotone Zählen soll uns schneller in den Schlaf bringen. Viel besser soll das aber funktionieren, wenn wir an etwas Schönes und Entspannendes denken, zum Beispiel an den letzten Urlaub.

Rosie O’Donnell, 60

Leidet an Schlafapnoe

„Ich habe mich lange für mein Problem geschämt“

Schlafapnoe haben nämlich häufig Menschen mit ein paar extra Pfunden. Die US-Moderatorin wachte nachts ca. 200-mal auf, ohne es zu merken, und holte manchmal bis zu 40 Sekunden lang keine Luft. Jetzt hilft ihr eine spezielle Maschine durch die Nacht.