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Neues für die Outdoor-Saison: Grillspaß mit Flüssiggas


Flüssiggas - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 15.04.2019

Kaum sprießen die ersten Krokusse, rüsten Baumärkte und Gartencenter auf und präsentieren auf riesigen Ausstellungsflächen das ultimative Equipment für die Freunde der gepflegten Outdoor-Küche. Der Markt ist lukrativ: Mit ca. 32,9 Mio. Euro Umsatz belegt Deutschland hinter den USA und Kanada Platz 3 im weltweiten Ranking der Grillnationen. Und Experten prognostizieren bis 2023 weiterhin ein jährliches Wachstum von 4 %.


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Variabel durch unterschiedliche Grill - einsatze: der Cobb Premier Gas.


Foto: Redaktion

Immer mit dabei: der leichte DIY-Grill Skotti.


Foto: Skotti

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... Umweltbundesamts zu Herzen nimmt, verzichtet auf den beliebten Holzkohlegrill und entscheidet sich für einen umweltschonenden und s ozialverträglichen Gasoder Elektro grill.

Lokale Ungebundenheit und die kurze Aufh eizzeit bis zum Erreichen der Betriebstemperatur sind Argumente, die zusätzlich für den Einsatz von flüssiggasbetriebenen Grills sprechen. Ganz zu schweigen von der komfortableren Reinigung. Das Angebot an Gasgrills ist äußerst umfangreich: Campinggrill, Balkongrill, Kugelgrill, Tischgrill, Einbaugrill, Beefer, Plancha, Grillstation, Outdoorkitchen usw., für Einsteiger, Fortgeschrittene, Professionelle. Wir haben aus den Neuerscheinungen für unterschiedliche Anforderungen die – hoff entlich – passenden Grills ausgesucht.

Für Nomaden

Tragbare Grills eignen sich für Balkon und Terrasse ebenso wie für Ausflüge ins Grüne. Leicht müssen sie sein und handlich – und im Idealfall auch kulinarischen Ansprüchen genügen.

Der Cobb Premier Gas ist zwar nicht mehr ganz neu, wartet aber mit einigen neuen Features auf. Mit 5 kg Gewicht und den Außenmaßen 45 x 32 cm gehört er zu den etwas sperrigeren Mobilgrills, dafür versorgt er aber auch bis zu 5 Personen mit Essen. Die MiniMultifunktionsküche eignet sich zum Grillen, Backen, Braten oder zur Verwendung mit dem Wok gleichermaßen. Dank seiner guten Isolierung ist der Grill auch im heißen Zustand gefahrlos zu transportieren. Eine Gaskartusche reicht dem sparsamen Allrounder für drei Stunden Grillspaß.

Skotti, der erste zerlegbare Gasgrill, spricht wohl eher spontane Abenteurer an. Das Leichtgewicht der neu gegründeten Firma Vennskamp bringt gerade mal 3 kg auf die Waage. In seine EdelstahlEinzelteile zerlegt, macht Skotti sich in der mitgelieferten Tragetasche ganz schlank. Bei Bedarf ist er ruckzuck zusammen gesteckt und mit angeschlossener Kartusche sofort einsatzbereit.

Für Designfreaks

Die farbenfrohen Gasgrills FORCE™ (mit zwei Brennern) und FUR NACE™ (mit drei Brennern) von Everdure belegen, dass Funktionalität nicht immer mit 08/15Einheitsoptik einhergehen muss. Dafür haben sie alle wichtigen Designpreise eingeheimst. Die Grills wurden nach den Vorstellungen des britischen Starkochs Heston Blumenthal entwickelt. Dank der Hochleistungsbrenner und der Haube aus wärmespeicherndem Alu mi nium erreichen sie für Gasgrills un gewöhnlich hohe Temperaturen. Die unabhängig voneinander steuerbaren Heizbrenner schaff en unterschiedliche Wärmezonen, die Form des Deckels in Verbindung mit der Öff nung an der Rückseite Konvek tionshitze – ideale Bedingungen zum Rösten wie zum indirekten Grillen.

Gelungene Kombination von Funktion und Form: Die mehrfach preisgekronten, farben frohen Gasgrills von Everdure by Heston Blumenthal, links: FORCER, rechts: FURNACER.


Foto: Redaktion

Das Beste aus allen Welten: Gaskugel, Steakhouse Burner, Seitenkochstelle: Der Lugano des Schweizer Herstellers Outdoorchef vereint Retro-Optik mit Elementen aus der Designerküche und hebt sich damit optisch von den Wettbewerbern ab.


Foto: Outdoorchef

Nach dem Grillen ist vor dem Grillen: Die Grillwanne des Campingaz Master-Grills lässt sich zum Reinigen vollständig abbauen.


Foto: Campingaz

Infrarot-Edelstahl-Heckbrenner, Infrarot-Seitenbrenner, Drehspießbrenner, beleuchtete Seitenregler: Napoleon hat den Rogue® SE 525 RSIB vollgepackt mit neuen Features.


Fotos: Napoleon

Für Bequeme

Grillputzen gehört nicht bei jedem zu den Lieblingsdisziplinen. Umso erfreulicher, dass Campingaz eine Lösung für das leidige Problem präsentiert. Alle Modelle der neuen Master Serie sind mit dem verbesserten InstaClean®System ausgestattet.

Die Spezialbehandlung der Grillwanne verhindert schon während des Grillvorgangs hartnäckige Anhaft ungen. Eventuelle Reste können einfach weggebürstet werden. Außerdem ist die Grillwanne vollständig zerlegbar. Die Einzelteile werden in die Geschirrspülmaschine gesteckt, die den Rest erledigt. Fertig!

Für Anspruchsvolle

Napoleon hat sein Sortiment um die Sonderedition Rogue® SE 525 RSIB erweitert. Die rollbare Grillstation bietet 4806 cm² Gesamtgrillfläche, vereint InfrarotHeckund Seitenbrenner und verfügt über einen integrierten InfrarotDrehspießbrenner. Dank abklappbarer Seitenablagen lässt sie sich platzsparend verstauen. Mit dem ultraheißen SIZZLE ZONE™Seitenbrenner werden die charakteristischen WAVE™ Grillroste auf 800 °C erhitzt und erzeugen so das typische, wellenförmige Branding. Beleuchtete, ergonomische Bedienelemente auf der Griffleiste unterstreichen die Wertigkeit des vielseitigen Grills der Profiklasse.

Für Perfektionisten

Wer nichts dem Zufall überlassen will, findet mit dem Videro G4SK bei Rösle die komplette OutdoorKüche im angesagten GastroküchenProfilook. Die Gas grill t sa tion mit extra großer Grillfläche, Backburner mit Drehspieß, Warmhalterost und 800° CPrimeZone wird ergänzt durch ein EdelstahlWasch becken mit integriertem Wasserhahn. Beleuchtete Drehknöpfe sorgen für Übersicht, die LED Grillrost beleuchtung ist optional erhältlich.

Rösle Videro G4-SK im angesagten Gastroküchen-Look.


Foto: Rösle

Das Original im Einsatz. In der Profiversion XL ist der Grillrost des Beefers über eine Einhandhöhenverstellung stufenlos justierbar.


Foto: Redaktion

Vorsicht – heiß! Der Infrarotbrenner des 1650® Fire Pro heizt sich in kurzer Zeit auf 900 °C auf.


Foto: Redaktion

Für Eingefleischte

Sechs Jahre ist es jetzt her, dass drei Freunde aus dem Rheinland auf der Suche nach der perfekten Garmethode für Steaks die Grillszene revolutioniert haben.

Sie waren die ersten, die professionelle keramische GasHochleistungsbrenner, wie sie in amerikanischen Steakhäusern zum Einsatz kommen, für Otto Normalverbraucher verfügbar machten. Der sogenannte „Beefer“ grillt das Fleisch mit unglaublichen 800 °C Oberhitze und erzeugt dabei in kürzester Zeit die karamelligen Röst aromen, während das knusprige Grillgut innen zart und saft ig bleibt. Vorteil der Methode: Austretender Fleischsaft und Fett verbrennen nicht in der Glut, sondern tropfen in die Auff angschale nach unten und aromatisieren dort entweder in der niedrigeren Temperaturzone mitgegrillte Beilagen oder bilden die Basis für eine Sauce.

Trotz des stolzen Preises von knapp 700 Euro für das Basismodell „One“ hat sich der Beefer – nicht zuletzt dank der Unterstützung prominenter Fernseh köche – schnell durchgesetzt. Für eingefleischte Steakfans kommt eine andere Zubereitungsart gar nicht mehr in Betracht, für sie gilt der Slogan: Beef it or leave it. Das Grillen mit ExtremOberhitze ist mit Sicherheit einer der heißesten internationalen Trends der letzten Jahre.

Zumal nicht nur Fleisch von hohen Temperaturen profitiert. Die traditionelle Pizza Napoletana z. B. wird bei 485 °C gebacken – in einem herkömmlichen Grill nicht machbar, auf dem Pizzastein im Beefer kein Problem. Auch empfindlicheres Grillgut lässt sich problemlos zubereiten. Man gart es schonend auf einer der unteren Einschubleisten in sicherer Entfernung vom Brenner.

Beefen gilt als das neue Grillen und ist inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Momentan sind um die 30 (Nachahmer) Produkte auf dem Markt – von der DiscounterVariante für ca. 150 Euro bis zum hochpreisigen ProfiProdukt in gastronomietauglicher Qualität für ca. 2400 Euro. Eine Auswahl haben die Kollegen der Grillzeitschrift „Fire & Food“ auf der diesjährigen Handwerksmesse in München vorgestellt: Optisch unterscheiden sich die verschiedenen Modelle kaum. Alle sind als Boxen aus solidem Edelstahl in typischer Großküchenästhetik gefertigt. Lediglich der Oxnfeia® setzt mit seinem schwarz gefärbten Außengehäuse einen Kontrapunkt. Die Stahlburschen GmbH hat sich bei ihrem Bitcher auf das Allernötigste beschränkt und auf einen doppelwandigen Aufb au zur besseren Isolierung verzichtet. Beim Handling während des Betriebs ist also erhöhte Vorsicht geboten. Die Höchsttemperaturen der InfrarotOberhitzegrills liegen zwischen 800 und 850 °C, der 1650® macht seinem Namen alle Ehre und bringt es sogar auf 900 °C (= 1650 °F). Einige Geräte müssen manuell mit Streichholz oder Feuerzeug gezündet werden (der urige Oxnfeia®, der Hellboy von Blackbull, die Beeft ec Hotbox, der Bitcher und der BHB-Grill OG Q). Wer nicht mit off enem Feuer hantieren will, sollte auf Modelle mit Piezobzw. mit elektrischer Zündung zurückgreifen.

Zur Reinigung können die verschraubten bzw. gesteckten Beefer ohne Probleme partiell oder vollständig auseinandergebaut werden. Alle Edelstahlteile (mit Ausnahme des Grillrosts vom Rustler 800) sind spülmaschinen e g eignet. Die freigelegten, kantenlosen Innenräume lassen sich einfach aus wischen.

Bitcher (Stahlburschen GmbH) und Firedrake L (Ebertz).


Foto: Redaktion

Hellboy (Blackbull).


Foto: Redaktion

Oxnfeia®.


Foto: Redaktion

Zwei patentierte Blue-Flame-Brenner sorgen bei der Campingaz Master Plancha fur eine gleichmasige Hitzeverteilung. Vorne der integrieirte Fettauffangbehalter.


Foto: Redaktion

Für Gesundheitsbewusste

Während der Hype um die Oberhitzegrills langsam nachlässt, zeichnet sich hierzulande ein neuer Trend ab. Frank Schmeck von der Götz Gasgeräte GmbH aus Germering ist überzeugt: „Planchas sind groß im Kommen.“

Und wer hat‘s erfunden? Die Spanier! Die Tradition, auf einer glatten Stahlbzw. Gusseisenplatte über Feuer zu grillen, reicht dort angeblich bis ins 19. Jahrhundert zurück, als Pilger auf dem Jakobsweg auf diese Art ihre Speisen zubereiteten.

Da das Grillgut zu keiner Zeit direkt mit dem Feuer in Berührung kommt, können keine Stichflammen entstehen – sicher ein wichtiger Aspekt für die Beliebtheit und Verbreitung in den waldbrandgefährdeten südlichen Ländern Spanien und Frankreich. Wenn Flüssigkeit auf die 300 bis 320 °C heiße Grillplatte auftrifft, entsteht der sogenannte LeidenfrostEffekt: Es bildet sich eine Art Kissen aus Dampf, auf dem das Grillgut schonend garen kann – egal ob, Eier, Obst, Meeresfrüchte, Fisch, Geflügel, Fleisch, Gemüse oder Desserts. Anders als beim herkömmlichen Grillen vermischen sich auf der Plancha Marinaden, zugefügte Flüssigkeiten und Gewürze mit dem Eigengeschmack des Grillguts zu neuen, intensiven Aromen. Fett und überschüssige Flüssigkeit fließen dank der leichten Neigung der Platte ab und werden in einem integrierten Fettauffangbehälter gesammelt. Flüssiggasbetriebene Planchas sind schnell einsatzbereit, unkompliziert zu bedienen, leicht zu reinigen und auch ohne aufwendiges, kost spieliges Zubehör vielseitig einsetzbar.

Eine gewisse Lässigkeit vermitteln die mediterranen Planchas auch optisch: Der spanische Hersteller Simogas und die französische Firma verycook führen nicht nur Modelle in klassischem Schwarz und Edelstahl, sondern auch in fröhlichen Regenbogenfarben.

Neben der Brennerleistung ist für die Qualität einer Plancha das Mate rial der Grillplatte ausschlaggebend. Simogas empfiehlt beschicheten Stahl mit einer Dicke von mindestens 6 mm sowie – für ambitionierte Amateure und Profis – 16 bis 20 mm dicken gepressten oder sogar verchromten Stahl. Bei verycook wird der traditionelle 6 mm dicke gewalzte Stahl verarbeitet, alternativ pflegeleichter emaillierter Stahl oder Edelstahl. Campingaz bietet Grillplatten aus Edelstahl oder emailliertem Gusseisen an.

Seit uber funfzig Jahren auf die Herstellung von Planchas spezialisiert: Simogas.


Foto: Simogas