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NEUIGKEITEN


Schwulissimo Das Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 28.02.2020

FÜR EINE HARMONISCHE BEZIEHUNG: Gleichgeschlechtliche Ehen als Vorbild für Heteros

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Eine neue Studie, die im „Journal of Marriage and Family“ veröffentlicht wurde, fand heraus: Männer in gleichgeschlechtlichen Ehen leiden unter weniger psychologischer Belastung als heterosexuelle Ehepartner. Frauen in verschieden-geschlechtlichen Verbindungen zeigten hingegen das höchste Stress-Level. Heterosexuelle Männer und miteinander verheiratete Frauen lagen in der Mitte. Befragt wurden 756 Teilnehmer*innen im mittleren Alter, die dazu ein Stress-Tagebuch führen sollten.

Den Grund für die größere Unzufriedenheit heterosexueller Frauen schreiben die Autoren vor allem der traditionellen Rollenverteilung zu, die dieser historisch den Großteil der Haushaltsaufgaben zuschob. Diese Erwartung hat auch heute noch Bestand, obwohl Frauen oft genauso lange und viel arbeiten wie Männer. Schwule Ehepartner seien hingegen besser darin, Aufgaben gerecht zu verteilen und beschäftigten sich auch mehr mit ihren Kindern - unter anderem, weil weniger von ihnen ungeplante oder ungewollte Kinder haben, wie die New York Times schreibt. Außerdem sprächen sie offener über Sexualität außerhalb der Partnerschaft und stellten auch dort klare Regeln auf.(co)

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ORGANSPENDE ABGELEHNT: Skurrile Forderungen der Behörde

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Metal-Schlagzeuger Sean Reinert von der Band Cynic verstarb am 24. Januar. Sein Ehemann Tom kontaktierte daraufhin den Organspende-Service - denn Reinert wollte, dass seine Organe anderen Menschen ein längeres Leben schenken. Doch die Spende wurde abgewiesen, weil Reinert schwul und sexuell aktiv war. Dass er weder mit HIV, noch irgendeiner anderen sexuell übertragbaren Krankheit infiziert war, zählte nicht. „Die Regierung würde Menschen, die auf eine Transplantation warten, lieber sterben sehen, als ihnen eines von Seans Organen zu geben“, schrieb Tom wütend auf Facebook. Nach den Bestimmungen der Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit müssen schwule Männer vor der Spende ein ganzes Jahr lang enthaltsam gelebt haben.
Tom fand Reinert regungslos am Boden liegend vor. Obwohl Tom versuchte, seinen Mann zu reanimieren, wurde dieser kurz darauf im Krankenhaus für tot erklärt. Die Todesursache ist bisher ungeklärt. Erst drei Wochen zuvor hatten die beiden sich laut Musikmagazin „Kerrang!“ komplett durchchecken lassen - ohne Befund. (co)

ANGRIFF IN DER U-BAHN: Fürs Händchenhalten mit Pfefferspray besprüht

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Eines Abends hakte Edgar Aragall sich in Barcelonas U-Bahn bei einem männlichen Freund ein. Daraufhin fragte eine unbekannte Mitfahrerin Aragall, ob er schwul sei. Sie redete sich in Rage und beschimpfte ihn dabei mit schwulenfeindlichen Ausdrücken. Eine andere Mitfahrerin versuchte einzugreifen und die beiden Männer in Schutz zu nehmen. Daraufhin eskalierte der Konflikt und die wütende Angreiferin und deren Partner nahmen die Schlichterin ins Visier. Aragall hielt während dessen Ausschau nach Sicherheitspersonal, fand aber niemanden.
Plötzlich attackierte die aufgebrachte Frau Aragall mit Pfefferspray und verletzte ihn dabei im Gesicht, an den Augen und am Bauch. Sowohl die Angreiferin als auch deren Partner verschwanden nach der Attacke. Aragall musste im Krankenhaus behandelt werden. Gegenüber dem lokalen Nachrichtensender BTV sagte er: „Das ist leider unser Alltag“. Doch während Aragall zuvor schon Homophobie erfahren habe, sei es noch nie so ausgeartet. Er sei noch immer zu geschockt, um den Vorfall wirklich zu verarbeiten. (co)

VOTUM IN DER SCHWEIZ: Die Mehrheit ist für ein Diskriminierungsverbot

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Das Schweizer Stimmvolk entschied darüber, ob die Diskriminierung von Homosexuellen künftig strafbar sein wird. Dabei stimmten laut einer von NTV zitierten Hochrechnung ganze 62 Prozent der Schweizer für eine Erweiterung der Anti-Rassismus-Strafnorm. Die Sozialdemokraten um Mathias Reynard strebten die Änderung schon 2018 an. Doch durch Widerstand der rechtspopulistischen Schweizer Volkspartei (SVP) und der christlich- konservativen Eidgenössisch-Demokratischen Union (EDU) kam es zum Volksentscheid.
Benjamin Fischer (SVP) lamentierte laut „PinkNews“ im Schweizer Fernsehen darüber, dass man nicht einmal wisse, ob man jetzt noch Witze über Schwule machen dürfe. „Wir leben in einem Land mit Meinungsfreiheit, den Leuten sollte es erlaubt sein, zu denken und zu sagen, was sie wollen, auch wenn es dumm oder geschmacklos ist.“
Doch Anna Rosenwasser von der Lesben-Organisation Schweiz erklärte der BBC, dass viele Schweizer die Modernität ihres Landes überschätzten. Das Votum zeige, dass die Schweiz noch einen langen Weg vor sich habe bis zur kompletten Gleichberechtigung. (co)

VORBEREITUNGEN ZUR WIEDERWAHL:Trump baut seine Anti-LGBTI*-Agenda aus

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Im vergangenen Jahr arbeitete die Regierung um US-Präsident Trump mit Hochdruck an ihren diskriminierenden, LGBTI*- feindlichen Regelungen, die LGBTI*-Rechte um Jahrzehnte zurücksetzten: Während Trumps Amtszeit wurden die Bestimmungen zur Nicht-Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und Gender-Identität im Gesundheitsund Wohnungswesen sowie am Arbeitsplatz wieder zurückgenommen. Stattdessen gab es mehr LGBTI*-feindliche Bundes-Richter. Den amerikanischen Botschaften verbat man das Hissen der Regenbogenflagge. Einige andere Regelungen wie Initiativen zur „Religionsfreiheit“ betreffen LGBTI* überproportional oft. Asylsuchende LGBTI* erhalten im Gefangenenlager laut „The Advocate“ meist keine medizinische Versorgung.
Für 2020 sieht es nicht besser aus: Ende Januar sprach Vize-Präsident Mike Pence laut NBC News zur Kirchengemeinde der „Holy City Church of God in Christ“ in Memphis, Tennessee. Nach seiner Rede predigte Bischof Jerry Wayne Taylor, dass LGBTI*-Personen vom „dämonischen Geist“ besessen seien. Damit versuche der Teufel, die Grundfesten der Ehe zu zerstören und die Reproduktion des Menschen auszuschalten. Die Predigt wird noch immer über den YouTube-Kanal das Weißen Hauses ausgestrahlt. (co)


Fotos: svetikd, Stadtratte, facebook.com edgararagallbachpol, djedzura, instagram.com realdonaldtrump

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