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NEUIGKEITEN: KINDERSCHUTZ AUF YOUTUBE:Homosexuelle Küsse sind anscheinend jugendgefährdend


Schwulissimo Das Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 31.01.2020

Das Video, das im Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen gezeigt wird, ist auf You- Tube nicht mehr frei zugänglich. Vor dem Anschauen müssen YouTube-Nutzer jetzt ausdrücklich zustimmen: Laut der Plattform könne es „möglicherweise unangebrachte Szenen“ enthalten. Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg kritisiert das Vorgehen als Zensur. Eine E-Mail von YouTube an die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas erklärt: Die Richtlinien der Plattform bestimmten darüber, welche Inhalte zugelassen werden. Man habe „Film 1“ überprüft - das Video sei möglicherweise nicht für alle Zuschauer geeignet. Es zeige „Inhalte mit längerem oralem Kontakt, die sexuell provokativ sein sollen“ und sei daher hinter eine Altersbeschränkung gestellt worden.

Nachdem YouTube im vergangenen September wegen eines Verstoßes gegen die Children’s Online Privacy Protection Rule 170 Millionen US-Dollar Strafe zahlen musste, verschärfte das Unternehmen seine Inhalts-Richtlinien für Minderjährige. Laut Mannschaft ist unklar, ob die Zensur damit zu tun hat - und warum ein Kuss zwischen Männern jugendgefährdend sein soll. (co)

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Bildquelle: Schwulissimo Das Magazin, Ausgabe 2/2020

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VERBOTENE HOMOSEXUALITÄT: Erster Mann in Brunei angeklagt

Im März 2019 verabschiedete Brunei sein neues, auf der Scharia basierendes Gesetz gegen Homosexualität. Seither steht darauf die Todesstrafe durch Steinigung für Männer oder bis zu Einhundert Peitschenhiebe für Frauen. Jetzt kam es zur ersten Anklage aufgrund homosexueller Aktivitäten: Ein Mann soll zwei weitere für sexuelle Dienste erworben haben. Allerdings soll er sie nicht bezahlt haben, sondern dem ersten die Kleider und dem zweiten ein Samsung S6 entwendet haben. Die Verschärfung des Verbots gleichgeschlechtlicher Handlungen zog letztes Jahr einen internationalen Aufschrei nach sich. Immer mehr Unternehmen und Berühmtheiten verurteilten das südostasiatische Land. Der Protest bewirkte zumindest ein Moratorium des bruneiischen Sultans, nach dem die Steinigung vorerst ausgesetzt werden soll. Homosexualität blieb jedoch weiterhin illegal.

Der Prozess beginnt am 8. Januar. Da der Fall von einem Amtsgericht entschieden wird, drohen dem Angeklagten laut Gay.ch bis zu drei Jahre Gefängnis und/oder eine Geldstrafe. Sollte der Fall jedoch weiterziehen zum Scharia-Gericht, könnte er auch der Todesstrafe entgegensehen. (co)

MITTAGS IN DER U-BAHN: Mann homophob beleidigt und geschlagen

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Bildquelle: Schwulissimo Das Magazin, Ausgabe 2/2020

Bei einer Fahrt mit der U1 soll ein 26-Jähriger gegen 12 Uhr mittags in Berlin-Kreuzberg zwischen den Bahnhöfen Möckernbrücke und Gleisdreieck von einem weiteren Mann homophob beleidigt worden sein. Im Anschluss an die Beleidigungen soll der mutmaßliche Täter seinem Opfer auch noch mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.

Bisher nahmen die Behörden einen 30-jährigen Tatverdächtigen vorläufig fest, um seine persönlichen und biometrischen Daten zu erfassen. Anschließend durfte der Verdächtige die Polizeistation wieder verlassen. Laut der Mannschaft übernahm anschließend der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes den Fall.

In Berlin nehmen die Angriffe auf LGBTI* zu: 261 solche Übergriffe verzeichnete die Polizei 2019 - im Vergleich zum Vorjahr stieg deren Zahl damit um ein Drittel. Dabei fanden die meisten Überfälle in Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Tempelhof-Schöneberg statt. Nicht nur Schwule werden angegangen: Das Mannschaft- Magazin berichtete im Dezember über ein lesbisches Paar, das in der Berliner Straßenbahn beleidigt und angegriffen wurde. (co)

„BUNT, GEMEINSAM, STARK!“: Münchens Maßnahmen gegen den Hass

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Bildquelle: Schwulissimo Das Magazin, Ausgabe 2/2020

In München ereignen sich immer mehr LGBTI*-feindliche Hassverbrechen. Die Münchner Polizei verzeichnete 2019 mindestens 15 Angriffe „gegen die sexuelle Orientierung“. Die Ermittlungen leitet jeweils das für rechts-politisch motivierte Straftaten zuständige Kriminalkommissariat 44.

Nachdem im November eine Gruppe von Aktivist*innen beleidigt und angegriffen wurde, warf man der Polizei laut der Süddeutschen vor, zu zögerlich und unsensibel reagiert zu haben. Daher fordert der Lesben- und Schwulenverband Bayern die Sensibilisierung von Polizei und Staatsanwaltschaft sowie hauptamtliche Ansprechpartner. Laut Hannah Lea vom Landesvorstand sollen Hassverbrechen nicht nur Einzelpersonen verletzen, sondern ganze Bevölkerungsgruppen einschüchtern. Markus Apel schätzt, dass 80 bis 90 Prozent der LGBTI*-feindlichen Übergriffe überhaupt nicht angezeigt werden.

Am 11. Juli will die Münchner Community unter dem Motto „Gegen Hass. Bunt, gemeinsam, stark!“ ein Zeichen gegen die zunehmende Menschenfeindlichkeit setzen. Stadtrat Thomas Niederbühl erklärte im Namen des CSD München: Nur gemeinsam könne man gegen das „böse Treiben“ vorgehen, das die Bevölkerung spalte und die Menschen gegeneinander aufbringe. (co)

MILITÄR-BANN FÜR HOMOSEXUELLE: Britische Regierung entschuldigt sich

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Bildquelle: Schwulissimo Das Magazin, Ausgabe 2/2020

Die Verbannung Homosexueller aus dem britischen Militär wurde erst im Jahr 2000 aufgehoben. Aufgrund des Verbots wurden Homosexuelle unehrenhaft entlassen und manchmal auch ihrer Orden beraubt. Jetzt entschuldigte sich die Regierung erstmals für die damalige Regelung

Das Verbot sei damals genauso inakzeptabel gewesen wie heute, so der Unterhaus- Abgeordnete Johnny Mercer bei einer Veranstaltung für Veterane in Westminster. „Als Minister für Verteidigung, Menschen und Veterane wollte ich mich heute persönlich bei Ihnen für diese Erfahrungen entschuldigen.“

Mercer war selbst beim Militär. Doch das Umfeld, in dem die damaligen Soldaten dienten, sei für ihn nur schwer vorstellbar. Sich freiwillig zu melden sei schon an sich ein mutiger Schritt. Sich freiwillig zu melden für das ungewisse Dienstleben und in dieser Gemeinschaft, auf die so viele Ehemalige stolz seien, so diskriminiert zu werden - das sei schlichtweg inakzeptabel.

Laut Sky News bekam ein LGBTI*-Veteran kürzlich seine Orden durch ein Präzedenz- Urteil zurück - weitere Fälle werden erwartet. (co)

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