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Neuseeland: Branche schrumpft


GB Gärtnerbörse - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 02.06.2018

Neuseeland galt für dortige Gärtnereien als eine Art Schlaraffenland. Das relativ milde und teils feuchtwarme Klima ermöglicht den Anbau zahlreicher Zierpflanzen. Inzwischen haben aber viele Betriebe aufgegeben.


Die Bevölkerung ist überwiegend wohlhabend und schätzt Blumen. Außerdem bestehen eher strenge Importregelungen.
Trotzdem ist in den vergangenen Jahren die Zahl der Gartenbaubetriebe drastisch zurückgegangen. Gab es in Neuseeland vor einigen Jahren immerhin 1400 Betriebe dieser Art, so sind es derzeit nur noch etwa 500 bis 600 Betriebe.

Drei Versteigerungen

„Wir können nicht mit Niedriglohn-Ländern konkurrieren“, sagt Bruce O’Brian. Er ist Hauptgeschäftsführer von United Flower Growers (UFG), Neuseelands größter Blumenvermarktungs-Organisation. Sie ist im Eigentum der Gärtnereien und betreibt drei Blumenversteigerungen, zwei davon auf der nördlichen Insel (Auckland, Wellington) und eine in Christchurch auf der südlichen Insel.
Man verwendet ein modernes Fernverkaufssystem (Kaufen auf Abstand) und zeigt jeweils aktuell aufgenommene Bilder von der gerade zu versteigernden Partie. Außerdem bestehen mehrere Großhandelsmärkte, wo vor allem lokal ansässige Blumengeschäfte einkaufen.
Der Hauptgrund für den starken Betriebsrückgang ist eher im Land selbst zu suchen. Viele neuseeländische Zierpflanzengärtner haben in den vergangenen Jahren ihre Betriebe aus Altersgründen aufgegeben. Nur wenige junge Leute übernehmen die elterliche Gärtnerei und Betriebsneugründungen sind sehr selten. Viele Gärtner erreichen jetzt das Rentenalter und aufgrund der Erschließung neuer Wohnbauflächen erhalten die Gärtner gute Verkaufsangebote für ihre Betriebsflächen.

Weniger Exporte

Entsprechend dieser Entwicklung exportiert Neuseeland weit weniger Blumen und Zierpflanzen als noch vor wenigen Jahren. Dazu trägt auch bei, dass der Neuseeland-Dollar eine harte Währung ist.
Zierpflanzengärtnereien in Neuseeland bauen viele Sommerblumen an, aber auch Rosen, Lilien undGerbera . Nischenprodukte sind eher selten.

Quelle: FloraCulture International, Januar/Februar 2018

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