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NEWS: SCHWEIZ


Aero International - epaper ⋅ Ausgabe 60/2018 vom 17.05.2018
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Bildquelle: Aero International, Ausgabe 60/2018

In Zürich übersteige die Nachfrage nach Slots bereits heute die Flughafenkapazität, mahnte COO Stefan Tschudin an


ZÜRICH: STREITPUNKT WACHSTUM

Die dritte Ausgabe des Schweizer Aviatik Symposiums am 5. April am Flughafen Zürich war Themen rund um die Einflussnahme auf den operationellen Betrieb des Airports gewidmet.

Zürich-COO Stefan Tschudin rief den im „Sachplan Infrastruktur Luftfahrt 2“ (SIL 2) festgehaltenen Auftrag seines Flughafens in Erinnerung, wonach dieser die Interessen des Wirtschaftsstandorts wahrnehmen und ein Drehkreuz darstellen müsse. Dies zu erfüllen werde zunehmend schwieriger: Zu ...

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... Spitzenzeiten übersteige die Nachfrage nach Slots nämlich bereits jetzt die Flughafenkapazität. Bei Ostwind und Nebel könnten rund ein Drittel weniger Flugzeuge starten und landen. Um das für die Jahre 2040 und 2050 prognostizierte Aufkommen von 40 respektive 50 Millionen Passagieren zu bewältigen, brauche es mehr als die im SIL 2 vorgesehenen „Südstarts geradeaus“, die in erster Linie der Sicherheit dienten, und Verlängerungen der Pisten 28 und 32. Denn: „In unserer Nachbarschaft werden Pistensysteme für stündlich 120 Bewegungen und mehr gebaut“, so Tschudin, womit er sich auf München und Frankfurt bezog. In Zürich sind es bei normalen Wetterverhältnissen derzeit 68 Bewegungen pro Stunde.

Der Zürich-Chef machte sich zudem für den noch geltenden Puffer von 23 bis 23.30 Uhr bei verspäteten Abflügen in Richtung Südatlantik und Fernost stark. „Frankfurt hat sechs- bis siebenmal weniger Nachtbewegungen“, meinte er.

Wenig überraschend erhielt er Unterstützung vom Homecarrier. Martin Apsel-von zur Gathen von der Swiss-Netzwerkabteilung gab zu bedenken, dass die Nachfrage nach Luftverkehr in der Schweiz jährlich um etwa 3,2 Prozent zunehme. Im Gegensatz zu anderen Ländern sei die lokale Nachfrage nach Langstreckenverbindungen jedoch limitiert, Swiss also in besonderem Ausmaß auf Umsteigepassagiere angewiesen. „Derzeit ist in Zürich aber zu den hubrelevanten Zeiten kein Wachstum möglich“, so der Swiss-Vertreter.


3,2 % mehr Nachfrage nach Luftverkehr wird in der Schweiz jährlich verzeichnet


Auf der Suche nach Lösungen zeigte Johannes Conrad, Skyguide-Fluglotse und Vertreter des Berufsverbands Aerocontrol, in Richtung London-Heathrow, wo es nur zwei Parallelpisten gibt, aber stündlich mehr als 80 Bewegungen möglich sind. „Warum könnte man in Zürich nicht versuchen, die Endanflugstaffelung von drei auf 2,5 Nautische Meilen zu senken, wie dies in Heathrow der Fall ist? Das ergäbe 15 Prozent mehr Kapazität“, so sein Vorschlag.

Die kritischste Stimme kam erwartungsgemäß aus der Ecke einer betroffenen Flughafengemeinde. Thomas Habegger, Gemeindepräsident von Rümlang und Nationalrat, forderte ein striktes Einhalten der nächtlichen Betriebszeiten und bezeichnete die länger geradeaus führenden Südstarts für die betroffenen Gemeinden als lärmbelastender. Das Wachstum komme weniger vom Geschäftsreise- als vielmehr vom Ferienflugverkehr. „Kann man der Schweizer Bevölkerung nicht zumuten, anstatt siebenvielleicht drei- bis viermal pro Jahr nach Mallorca zu fliegen?“, fragte Habegger ins Publikum. Fazit: Das Ei des Kolumbus muss in Zürich wohl erst noch gefunden werden.

68 559 Bewegungen verzeichnete derFlugplatz Grenchen im Jahr 2017. Damit lag er schweizweit an fünfter Stelle.

SWISS: Einheitliches AOC

Seit April verkehren alle Swiss-Flugzeuge unter dem einheitlichen AOC (Air Operator Certificate) von Swiss International Air Lines. Damit entfällt das AOC der hundertprozentigen Tochter Swiss Global Air Lines, unter welchem die zehn Boeing 777-300ER und die 15 Flugzeuge der C Series bisher unterwegs waren. Grund für die Zusammenführung sind die neuen Arbeitsverträge der Piloten, die am 1. April in Kraft getreten sind. Zuvor waren die Airbus-Piloten und die Flugzeugführer der Triple Seven und der Bombardier-Flugzeuge zu unterschiedlichen Konditionen angestellt gewesen. In den Buchungsplattformen erscheint der Zusatz „operated by Swiss Global Air Lines“ nicht mehr. Dieser Schriftzug wird sukzessive auch von den Rümpfen der Boeing 777 sowie CS100 und CS300 verschwinden.

GRENCHEN: Endlich wieder Gewinn

Nach mehreren verlustreichen Jahren konnte der Regionalflugplatz Grenchen 2017 wieder einen kleinen Jahresgewinn in Höhe von 34000 Franken erwirtschaften. Im Vorjahr hatte es noch einen Verlust von 58000 Franken gegeben. Angesichts eines intensiven Jahres 2017 stimme das Jahresergebnis besonders positiv, heißt es in einer Mitteilung des Airports. Eine Herausforderung habe der unvorhersehbare Ausfall in der Flugüberwachung gestellt, der im vergangenen Sommer ein vorübergehendes Grounding am Flugplatz zur Folge gehabt habe. Dank des schnellen Wechsels zum „IFR ohne ATC“- System, das zu jenem Zeitpunkt noch getestet worden sei, habe der Instrumentenflugbetrieb aufrechterhalten werden können. Derzeit läuft beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) ein Bewilligungsverfahren für solche Notsituationen.

REGA: NEUES FLAGGSCHIFF FÜR DIE RETTUNGSFLUGWACHT

Die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) hat das erste von drei bestellten Flugzeugen des Typs Challenger 650 übernommen. Die neuen Ambulanzjets weisen gegenüber dem Vorgängermodell CL-604, das bei der Rega seit 16 Jahren im Einsatz steht, eine Reihe von Verbesserungen auf. So stehen den Patienten breitere, multifunktionale Liegen zur Verfügung. Ebenso entsteht in der Kabine weniger Lärm.

Eine Modernisierung hat auch im Cockpit stattgefunden. Dank neuer Navigations- und Kommunikationsinstrumente kann die Challenger 650 beispielsweise über dem Atlantik höher liegende Flugrouten benutzen und dadurch Treibstoff sparen, was weniger Tankstopps zur Folge hat. Zudem erhöht ein neues Wetterradar die Sicherheit im Einsatz. Eine Infrarotkamera ermöglicht künftig Landungen bei schlechteren Wetterbedingungen als bisher.

Mit der Auslieferung des ersten neuen Ambulanzjets gibt es ein leicht verändertes Bemalungsschema. Das Schweizer Kreuz am Rumpf ist neu mit einem grauen Schatten versehen, die rote Farbe am Heck ist bis an den unteren Rand gezogen. Den neuen Anstrich erhalten nicht nur die Challenger 650, sondern auch die sechs neuen Hubschrauber des Typs H145 und die drei AW169 FIPS, die bis Mitte 2019 respektive 2021 eingeführt werden. Die beiden weiteren Challenger werden bis Ende des Jahres ausgeliefert.

Die Rega hat vor Kurzem die erste von drei bestellten Challenger 650 übernommen


RANDNOTIZEN

Ab dem kommenden Winterflugplan wird Easy-Jet die StreckeBASEL – Berlin-Tegel ganzjährig in ihr Streckennetz aufnehmen. Geplant sind bis zu vier tägliche Abflüge, was 19 wöchentliche Frequenzen ergibt.
Daniel Landert ist ab dem 1. Juni der Nachfolger von Christoph Zogg als Chief Operation Officer derEDELWEISS AIR . Der ausgebildete Linienpilot arbeitete mehrere Jahre in Cockpits von Flugzeugen der Swissair und Swiss. Derzeit ist er Kapitän auf der C Series von Swiss und Head of Flight Operations bei der Lufthansa-Tochter.
Zwischen dem 8. Juni und 7. September bietet Royal Jordanian zwischenGENF und Amman eine vierte wöchentliche Frequenz an. Mittwochs und samstags geht es auf direktem Weg in die jordanische Hauptstadt, dienstags und freitags erfolgt ein Zwischenstopp in Zürich.
DieGERMANIA FLUG AG hat das Operational Safety Audit der IATA (IOSA) erhalten. Weltweit gibt es 427 Airlines, die IOSA-zertifiziert sind.
Im ersten Quartal des laufenden Jahres hatSWISS 3,73 Millionen Passagiere befördert. Dies entspricht einer Steigerung von 1,9 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.
SWISSPORT hat im Jahr 2017 weltweit 250 Millionen Passagiere abgefertigt (plus 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr) und 4,7 Millionen Tonnen Fracht befördert (plus 8,4 Prozent). Der Umsatz stieg auf 3,1 Milliarden Franken (plus 6,4 Prozent). Das Reiseportal „eDreams“ hat denFLUGHAFEN ZÜRICH zum zweitbesten Airport des Jahres 2017 gekürt.


FOTOS: FLUGHAFEN ZÜRICH / REGA