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NEWS: SCHWEIZ


Aero International - epaper ⋅ Ausgabe 30/2020 vom 14.02.2020

Im Gespräch mit AERO-INTERNATIONAL-Mitarbeiter Thomas Strässle äußert sich Thomas Frick, Flugbetriebsleiter bei Swiss, zu aktuellen Fragen rund um die Flotte der Schweizer Airline in deutschem Besitz


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Für Swiss-Flugbetriebsleiter Thomas Frick steht die Boeing 777-300 am oberen Ende einer Größenordnung, wie sie für die Schweizer Airline noch als gewinnbringend gelten kann


FOTOS: THOMAS STRÄSSLE, SWISS, ALDO WICKI/HELVETIC AIRWAYS

SWISS: Keine großen Sprünge in Zürich

AERO: Swiss hat eben ihre letzte der zwölf bestellen Boeing 777 übernommen. Wird es bei dieser Anzahl an Triple Seven bleiben?

Thomas Frick: Das ...

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... kann ich nicht sagen. Es kommt darauf an, welche Strategie Swiss einschlagen wird, wenn es um den Ersatz der fünf verbliebenen Airbus A340 geht. Diese Entscheidung wird voraussichtlich in den kommenden ein bis drei Jahren fallen.

Die vorhandenen Airbusse werden wohl entweder durch die A350 oder die Boeing 787 ersetzt. Welche Versionen dieser beiden Modelle kommen in Frage?

Beim Dreamliner tendiere ich zur 787-9 oder -10, beim Airbus ist sowohl die Version -900 als auch -1000 denkbar. Die A350- 1000 brächte uns kapazitätsmäßig in den Bereich der Triple Seven. Bei uns ist das Ganze eine sehr emotionale Diskussion. Alle wollen wissen, ob ein ganz neues Modell zur Swiss-Flotte stoßen wird. Wir müssen aber bedenken, dass wir nicht allein sind, denn wir gehören ja zur Lufthansa- Gruppe, die eine Strategie für alle Airlines verfolgt.

Um wie viele neue Langstreckenflugzeuge geht es überhaupt? Werden die A340 eins zu eins ersetzt oder könnten es auch mehr sein?

Das ist eine Frage des Wachstums. Ist dafür ein Markt vorhanden? Steht an unserem Hub in Zürich eine genügend große Infrastruktur zur Verfügung? Ich würde mich natürlich über zusätzliches Wachstum freuen, glaube aber nicht, dass Swiss in Zürich noch große Sprünge machen kann.

Könnte man auf bestimmten Strecken auch eine Boeing 777X regelmäßig füllen? Ja, aber ob das Sinn macht, ist eine andere Frage. Es kommt immer darauf an, ob man einmal pro Tag mit einem sehr großen Flugzeug fliegen will oder zweimal mit einer kleineren Maschine. In Bezug auf die 777X sagt mein Bauch eher nein. Ich glaube, wir sind schon mit der 777-300 am oberen Ende der Größenordnung angekommen, die für uns gewinnbringend ist.

Wenn es in Zürich so schwierig ist zu wachsen, wo ist dies überhaupt noch möglich?

Nirgends. In Genf gäbe es zwar gewisse Möglichkeiten, aber wir benötigen ja einen Hub mit Umsteigepassagieren, um ein breites Angebot an Langstreckendestinationen bieten zu können. Außerdem liegt der Westschweizer Airport zu nahe bei Zürich. Das Ganze ist hierzulande auch eine politische Frage, und da setzen wir uns dafür ein, dass wir nicht weitere Einschränkungen hinnehmen müssen, die jegliches Wachstum ersticken.

Wie bewährt sich die A220 nach den Triebwerkinspektionen vom vergangenen Herbst im Betrieb?

Im Moment läuft alles gut. Wir erwarten bald ein Software- Update, so dass wir nicht mehr permanent unter eingeschränkten Bedingungen mit kleineren Drehzahlen und auf geringerer Höhe fliegen müssen. Pratt&Whitney wird weiter nach den Ursachen forschen, um herauszufinden, was genau in der Ereigniskette zu den Ausfällen geführt hat. Das wird wohl noch eine Weile dauern

Wie wirken sich diese operationellen Restriktionen aus?

Die Flugzeuge verbrauchen mehr Treibstoff und sind in der Reichweite, etwa zu Zielen in Ägypten, eingeschränkt. Daher hoffen wir, dass das Software-Update bald zur Verfügung steht.

KURZ NOTIERT

Mit Ponta Delgada auf den Azoren (montags vom 22. Juni bis 31. August) und Rhodos (sonntags vom 5. Juli bis 30. August) nimmt SWISS zwei neue Urlaubsziele ab Genf auf. Auf beiden Flügen kommt eine A220-300 zum Einsatz.

SWISS hat im Dezember ihre beiden letzten Boeing 777-300ER (HB-JNK und -JNL) in Dienst gestellt. Somit stehen insgesamt zwölf Jets dieses Typs in der Swiss-Flotte.

Mit Beginn des Sommerflugplans fliegt SWISS den neuen Daxing International Airport in Peking an. Damit ändern sich auch die Flugzeiten. Der Abflug in ZÜRICH erfolgt am späten Nachmittag, der Rückflug in die Schweiz um 11 Uhr vormittags. Im Sommer fliegt Swiss täglich in die chinesische Hauptstadt, im Winter fünfmal pro Woche mit einer A330-300.

SWISS fliegt seit 1. März wieder nach Osaka. Die Strecke wird fünfmal pro Woche mit einer A340-300 bedient.

Michael Stief und Marco Lipp heißen die neuen Mediensprecher von SWISS. Sie folgen auf Stefan Vasic und Florian Flämig.

Neu lassen sich im Sommerflugplan von PEOPLE’S Flüge nach Menorca, Lamezia Terme, Kefalonia und Preveza direkt bei der Fluggesellschaft buchen. Die einzige Embraer 170 der Airline aus Altenrhein hat zudem eine Auffrischung erhalten. Der Zusatz „Viennaline“ wurde vom Rumpf entfernt.

Ende August wird der FLUGHAFEN GENF im Rahmen seiner 100-Jahr-Feier die Besucherterrasse neu eröffnen.

HELVETIC AIRWAYS hat ihre zweite Embraer 190-E2 (HB-AZB) übernommen. Bis 2021 flottet der Regionalcarrier, dessen Flugzeuge hauptsächlich im Wetlease für Swiss betrieben werden, zwölf Flugzeuge dieses Typs ein.

LUGANO-AGNO: Vorläufig gerettet

Der Gemeinderat von Lugano hat einem Kredit zur Rettung des Flughafens Lugano-Agno zugestimmt. Das Parlament des Tessiner Hauptorts hat grünes Licht für eine finanzielle Hilfe von insgesamt 5,76 Millionen Schweizer Franken gegeben. Diese Summe soll für die Rekapitalisierung der Lugano Airport SA sowie zur Deckung eines Teils der Verluste bis Ende dieses Jahres verwendet werden. Zuvor hatte schon der Grosse Rat des Kantons Tessin eine Finanzspritze von 3,84 Millionen Franken in Aussicht gestellt. Ob das Geld tatsächlich fließen wird, hängt davon ab, ob die Gegner aus dem linken Lager das Referendum ergreifen werden.

18,8 Millionen Passagiere hat Swiss im vergangenen Jahr befördert. Dies entspricht einem Wachstum von 4,7 Prozent gegenüber 2018.

FLUGHAFEN ZÜRICH AG In Kauflaune

Im Hinblick auf eine weitere Expansion im Osten (Fracht), Süden (Werftareal) und Westen (Entwicklungsgebiet) hat die Flughafen Zürich AG vom Investitionsunternehmen Priora Suisse insgesamt 36 Objekte innerhalb des Flughafenareals oder gleich daran angrenzend erworben. Dazu gehören der unter Denkmalschutz stehende Bogenhangar, die Werft 3, das Cateringgebäude sowie verschiedene Gebäude für den Triebwerkunterhalt. Das Flaggschiff von Priora ist der ehemalige Swissair-Hauptsitz am Balsberg in Kloten, der aber selbst nicht Teil der Transaktion ist.

EUROAIRPORT Zu viele Südanflüge

Im Jahr 2018 verzeichnete der Basler Euroairport 41165 ILS-Landungen, wovon 4514 aus südlicher Richtung auf die Piste 33 erfolgten. Das entspricht einem Anteil von elf Prozent, also einem Prozentpunkt mehr, als es gemäß den Pistennutzungsbedingungen zulässig wäre. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) führt die Überschreitung auf die Windverhältnisse GESEHEN / zurück, die in jenem Jahr im Februar und während der Sommermonate geherrscht haben. Da der zulässige Rückenwind von fünf Knoten überschritten wurde, musste aus Süden gelandet werden.

2019 lagen die ILS-Anflüge aus dieser Richtung mit einem Anteil von neun Prozent wieder unter den Grenzwert von zehn Prozent. Das BAZL und die französische Flugsicherung DSNA prüfen nun Möglichkeiten zur dauerhaften Einhaltung der Grenzwerte.

GESEHEN: Faszination Lauberhorn

BERN Auch an der diesjährigen Austragung der Weltcup-Skirennen am Lauberhorn im Berner Oberland sorgte Swiss zusammen mit der Patrouille Suisse für ein Spektakel am Himmel. Diesmal beeindruckte eine A321 des Schweizer Carriers mit den sechs F-5/E der Schweizer Kunstflugstaffel das Publikum. An den drei Renntagen im Januar sahen sich mehr als 60 000 Zuschauer die Flugshow an. Foto: Markus Guler/Swiss