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NEWS: SCHWEIZ: JU-AIR: SCHWARZER TAG DER LUFTFAHRT


Aero International - epaper ⋅ Ausgabe 100/2018 vom 07.09.2018
Artikelbild für den Artikel "NEWS: SCHWEIZ: JU-AIR: SCHWARZER TAG DER LUFTFAHRT" aus der Ausgabe 100/2018 von Aero International. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Aero International, Ausgabe 100/2018

JU-AIR CEO Kurt Waldmeier, Chefpilot Andreas Pfisterer, Technikchef Andreas Züblin und Ingenieur Tobias Koch (von links) während einer Schweigeminute kurz vor einer Pressekonferenz in Dübendorf am 17. August


Am 4. August, einem der vielen prächtigen Tage dieses Sommers, haben sich in der Schweiz gleich zwei schwere Flugunfälle ereignet.

In unmittelbarer Nähe des Piz Segnas, im Grenzgebiet der Kantone Graubünden und Glarus, stürzte eine Ju 52 der auf Rundflüge spezialisierten JU-AIR ab. Die Absturzstelle befindet sich auf rund 2500 Metern über dem Meer.

An Bord waren 20 Personen: 17 Passagiere, zwei Piloten ...

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... sowie eine Flugbegleiterin. Keiner der Insassen der HB-HOT, so die Registrierung des 79 Jahre alten Flugzeugs, überlebte das Unglück.

Der dreimotorige Oldtimer war am Vortag ohne Probleme von Dübendorf, der Homebase von JU-AIR, nach Locarno geflogen und befand sich am Unglückstag auf dem Rückflug vom Tessin nach Dübendorf.

Laut Airline waren zwei sehr erfahrene Flugzeugführer an Bord, die während Jahrzehnten als Linienpiloten gearbeitet hatten, zuletzt als A330- und A340-Kapitäne. Einer von ihnen hatte die Ju 52 seit 2004 geflogen und dabei 943 Flugstunden gesammelt; der andere hatte in den vergangenen fünf Jahren 297 Flugstunden auf der „Tante Ju“ absolviert.

Wie es am Piz Segnas zum Unglück kam, ist völlig unklar. Am Tag des Unfalls herrschte bestes Flugwetter, die Piloten flogen nach Sicht. Wie es unter diesen Umständen möglich war, dass die Ju 52 nahezu senkrecht und mit hoher Geschwindigkeit – so stellt es sich laut der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) dar – in den Boden krachen konnte, stellt die Fachleute vor ein Rätsel.

Ob die an jenem Tag ungewöhnlich hohen Temperaturen und die damit einhergehende Beeinträchtigung der Motorenleistung eine Rolle gespielt haben, bleibt abzuwarten. Wie Kurt Waldmeier, CEO der JU-AIR, erklärte, müssten die Ju 52 alle 35 Flugstunden gewartet werden. Die letzte reguläre Wartung habe Ende Juli stattgefunden.

35Flugstunden dürfen die Ju 52 der JU-AIR betrieben werden – um dann wieder eine Wartung zu durchlaufen

Unmittelbar nach dem Unglück blieben die beiden übrigen Ju 52 der JU-AIR, die HB-HOP und -HOS, während knapp zwei Wochen am Boden. Am 17. August wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen (siehe auch unsere Galerie ab Seite 62), allerdings unter Auflagen des Bundesamts für Zivilluftfahrt. Auch wenn es „keine Hinweise auf ein generelles technisches Problem dieses Flugzeugtyps“ gebe, verlangt die Aufsichtsbehörde von der JU-AIR, dass bei allen Flügen vorläufig eine Flughöhe eingehalten wird, die über der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestflughöhe liegt. Zudem muss ein GPS-Datenaufzeichnungsgerät mitgeführt werden, die Passagiere müssen während des Flugs angeschnallt bleiben und haben keinen freien Zugang mehr zum Cockpit.

Nur wenige Stunden vor dem Ju-Absturz war oberhalb von Hergiswil im Kanton Nidwalden eine Socata TB-10 Tobago in ein steiles Waldstück geprallt. Am Steuer hatte eine in der Schweizer Luftfahrtszene bekannte Persönlichkeit gesessen: der Cheftestpilot des PC-24 von Pilatus. Alle vier Insassen – neben dem Piloten seine Ehefrau und die beiden Kinder – waren dabei ums Leben gekommen. Sie waren auf dem nahegelegenen Flugplatz Kägiswil gestartet und unterwegs in die Ferien gewesen.

2,58Milliarden Franken betrug der Umsatz von Swiss im ersten Halbjahr 2018 – ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

GESEHEN Mehr Dreamliner aus Übersee

ZÜRICH Seit Kurzem sieht man auf dem Zürcher Flughafen regelmäßig Boeing 787-8 von Air Canada und United Airlines: Während Letztere mit ihrem Dreamliner (im Bild) täglich nonstop nach San Francisco fliegt, geht es mit den Kanadiern dreimal wöchentlich direkt nach Vancouver. Foto: Jiri Benesch


LA NOVA: Neues Airline-Projekt

In Genf bereitet sich derzeit eine neue Fluggesellschaft mit dem Namen La Nova auf ihren Start vor. Sie will die Lücke zwischen den klassischen Fluglinien und Businessjet-Firmen füllen und ihren Passagieren einen hochwertigen, persönlichen Service anbieten. Bereits im Oktober will La Nova ihren Flugbetrieb von Genf nach Antwerpen, Bologna, Dinard, Florenz, Hyères, La Rochelle, Marseille, Montpellier, Nizza, St. Moritz, Stuttgart und Turin aufnehmen. Im Frühjahr sollen mit Zürich und Strassburg zwei weitere Basen dazukommen. Ab Zürich sind Flüge nach Bologna, Elba, Genua, Guernsey, Hyères, Innsbruck, Montpellier, St. Tropez, Triest, Turin und Verona geplant, ab Strassburg geht es zu insgesamt neun Zielen hauptsächlich in Frankreich (etwa Deauville, La Rochelle und Chambéry), aber auch nach Florenz, Genf, Innsbruck und London. Ab Genf soll das Angebot 2019 auf mehr als 30 Destinationen steigen.

Die exklusiven Destinationen lassen erahnen, dass die Flüge nicht ganz günstig sind. So kostet etwa ein Retourticket von Genf nach St. Moritz bis zu 1390 Franken. Vielflieger erhalten Rabatt. La Nova ist eine virtuelle Airline, die Flüge werden von einer anderen europäischen Gesellschaft durchgeführt. Zum Einsatz kommen zunächst ATR 72, die anstatt mit 72 mit 36 Sitzen sowie einer eigenen Lounge hinten in der Kabine ausgestattet sind, später sollen PC-12 dazustoßen.

EUROAIRPORT: VR-Präsident gestorben

Am 2. August verstarb der Franzose Jean-Pierre Lavielle (80), Verwaltungsratspräsident des Basler EuroAirports (EAP). Lavielle war 2006 in das Führungsgremium des EAP gewählt worden. Neben seinem ausgeprägten binationalen Geist sei er besonders auch für seine menschlichen Qualitäten sowie sein Engagement für ökologische Anliegen geschätzt worden, teilte der Flughafen mit. Bis zur Nominierung eines Nachfolgers übernimmt der Vizepräsident Raymond Cron die Leitung des Verwaltungsrats und alle Verantwortungen und Zuständigkeiten des Präsidenten.

EDELWEISS AIR: Neue Ziele

Edelweiss Air wird neue Ziele in ihr Streckennetz aufnehmen. So fliegt die Ferienairline ab 28. Oktober einmal wöchentlich von Zürich nach Eilat, wobei diese Verbindung mit Swiss-Flügen nach Tel Aviv kombinierbar ist. Ebenso steuert Edelweiss ab Anfang April zweimal pro Woche Tirana und ab 7. Juni einmal Kalamata (Peleponnes) an. Im Sommer und Herbst werden außerdem nach Pristina, Hurghada und Antalya A340-300 eingesetzt. Zwischen Mai und September 2019 soll der Vierstrahler auch auf der Strecke Zürich – Palma de Mallorca fliegen, dies sogar jede Woche einmal.

RANDNOTIZEN

Air Arabia Maroc fliegt ab 29. Oktober jeden Montag vomEUROAIRPORT nach Agadir. Diese Verbindung ergänzt den Flug von Basel nach Casablanca, der seit sieben Jahren im Angebot von Air Arabia Maroc steht.
Zu Redaktionsschluss kam die Meldung herein, dassSKYWORK AIRLINES Ende August den Flugbetrieb eingestellt hat. Details erfahren Sie in unserer nächsten Ausgabe.SWISS hat im ersten Halbjahr einen operativen Gewinn von 330 Millionen Franken erzielt.
Mit dem TSA-PreCheck, einem Programm der US-Transportsicherheitsbehörde, ermöglicht SWISS ihren Passagieren eine einfachere und schnellere Ausreise an US-amerikanischen Flughäfen. Sie können separate Sicherheitskontrollen nutzen, müssen die Schuhe nicht mehr ausziehen und können die Laptoptasche im Handgepäck lassen. Bedingung ist, dass die Fluggäste Mitglieder des TSA-Programms sind.
Auf ihren drei wöchentlichen Flügen von Seoul nachZÜRICH wird Korean Air ab dem Winter in Zagreb einen Zwischenstopp einlegen. Zunächst wird eine Boeing 777-200ER eingesetzt, ab 2. Januar eine 787-9.
Seit Anfang August setzt Singapore Airlines eine mit neuer Kabine ausgestattete A380 vonZÜRICH nach Singapur ein. Diese modernisierte Version verfügt über neue Suiten und eine völlig neu konzipierte Business Class, in der sich unter anderem die beiden Mittelsitze zu einem Doppelbett zusammenfügen lassen. Darüber hinaus profitieren die Passagiere in allen Klassen von mehr Platz und Privatsphäre


Foto: Fabrice Coffrini, AFP, Getty Images