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NL-Exporte 2018 wie im Vorjahr


TASPO - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 02.02.2019

VGB

Artikelbild für den Artikel "NL-Exporte 2018 wie im Vorjahr" aus der Ausgabe 5/2019 von TASPO. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: TASPO, Ausgabe 5/2019

Der Exportwert von Schnittblumen und Topfpflanzen aus den Niederlanden betrug 2018 rund sechs Milliarden Euro und lag damit auf dem Rekordniveau von 2017. Das meldet die VGB, die niederländische Vereinigung der Großhändler von Zierpflanzenprodukten in Aalsmeer, basierend auf der Exportstatistik von Floridata.

Dies ist hauptsächlich auf das Wachstum bei Topfpflanzen zurückzuführen, Schnittblumen fielen dagegen zurück. In den Top 5-Absatzländern gab es einen Rückgang. Aufgrund des verstärkten Online-Handels sind die Umsätze sehr verteilt, doch die Aussicht auf mehr Blumen-und Pflanzenverkäufe über die Einzelhandelskanäle ist günstig. Für 2019 erwarten die Großhändler wieder ein leichtes Wachstum, so die VGB.

Topfpflanzenumsätze 2018 stiegen um fast drei Prozent

Trotz eines kalten und enttäuschenden Frühlings stiegen die Topfpflanzenumsätze 2018 um fast drei Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Die Schnittblumenwerte sanken um zwei Prozent und damit der Umsatz auf 3,7 Milliarden Euro. Dies sei weitgehend auf den langen, warmen Sommer in den meisten Ländern Europas zurückzuführen, so die Begründung.

Zwei Prozent weniger bei den Top 5-Kunden

Zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte des niederländischen Blumen-und Pflanzenexports ging der Exportwert in allen fünf führenden Absatzländern zurück, die etwa zwei Drittel des Jahresumsatzes ausmachen. Dieser Rückgang von durchschnittlich rund zwei Prozent wurde durch mehr Umsatz in kleineren Märkten kompensiert. Auch in den osteuropäischen Ländern nahm die Zahl der eingekauften Blumen und Pflanzen stark zu, und dieser Trend, so die VGB, dürfte sich fortsetzen. Dies gilt auch für das Topfpflanzensegment, da Grünpflanzen in mehreren nordwesteuropäischen Ländern besonders beliebt sind.

Wachstum im Online-Bereich

In allen Absatzkanälen nimmt der Online-Handel zu, was eine zunehmende Diversifikation mit sich bringt. Das bedeute auch, mehr Aufwand betreiben zu müssen, um das gleiche Volumen zu verarbeiten. Das setze die Margen unter Druck, so die Exporteure. Die Analysen von Floridata zeigen, dass der Umsatz über die Einzelhandelskanäle im Jahr 2018 um 4,5 Prozent auf knapp über 40 Prozent gestiegen ist. Die Kombination von mehr Online-Einkäufen von den Endverbrauchern mit mehr Umsatz über Einzelhändler erfordere Kreativität und zusätzlichen Aufwand von den Großhändlern.

Brexit kann große Effekte haben

Der starke Wettereinfluss hat sich 2018 überdurchschnittlich auf den Blumen-und Pflanzenhandel ausgewirkt. Der Großhandel hat das auch in diesem Jahr zu spüren bekommen. Darüber hinaus können politische Situationen erhebliche Auswirkungen auf Wechselkurse und Verbrauchervertrauen haben. Angesichts eines Anteils von 14 Prozent von Großbritannien an den niederländischen Blumen-und Pflanzenexporten kann der Effekt eines Brexits groß sein, so die VGB. England ist der zweitgrößte Markt für den niederländischen Blumen-und Pflanzensektor.(fri)

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