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Noch gesünder als gedacht: So schützt Brokkoli die Haut


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 25/2018 vom 15.06.2018

Dank seines Power-Inhaltsstoffes Sulforaphan ist das grüne Gemüse ein echtes Abwehrwunder – auch gegen zu viel schädliche UV-Strahlung


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Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 25/2018

Jedes Kind weiß: Brokkoli ist gesund. „Er ist kalorienarm und enthält jede Menge an Vitaminen, Ballaststoffen sowie Mineralstoffen wie blutdrucksenkendes Kalium, knochenstärkendes Kalzium oder Vitamin A für die Sehkraft“, sagt Dr. Matthias Riedl, Facharzt für Innere Medizin, Diabetologe und ...

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... Ernährungsmediziner aus Hamburg. Doch auch der Haut kann das grüne Gemüse Gutes tun: als pflanzliches Sonnenschutzmittel!

Mit dem Senföl schützt sich die Pflanze vor Feinden

Grund ist sein sekundärer Pflanzenstoff Sulforaphan. Das scharfe Senföl entsteht mithilfe eines Enzyms aus dem Vorläuferstoff Glukoraphan, sobald die Brokkoli-Zellen geknackt werden. In der Natur schützt sich das Gemüse so vor Feinden. „Sulforaphan wurde schon in den 90er-Jahren entdeckt, doch erst heute steht es immer stärker im Zentrum der Forschung“, erklärt Dr. Riedl. Denn es punktet mit einem breiten Wirkungs-Cocktail: Das Senföl stimuliert das Immunsystem, hemmt das Wachstum von Mikroorganismen und ist antioxidativ, wehrt also krank und alt machende, zellschädigende freie Radikale ab.

„Sulforaphan schützt auch vor schädlicher UV-Strahlung“, erklärt Dr. Riedl. Als US-Pharmakologen der John-Hopkins-Universität in Baltimore vor einiger Zeit die Haut von Versuchspersonen mit einem Extrakt aus Brokkoli-Sprossen und Sulforaphan einrieben, war diese durchschnittlich um fast 40 Prozent weniger rot als ungeschützte Haut. Im Labor zeigte sich, dass das Sulforaphan die Hautzellen angeregt hatte, viele Antioxidantien zu bilden. Diese fingen die durch UVA-Strahlen entstandenen freien Radikale ab. Haben die Moleküle freie Fahrt, können sie die Haut altern lassen und auch zu Krebs führen. Der Schutzeffekt des Sulforaphans hielt anders als bei Sonnenmilch sogar drei Tage.

Forscher in aller Welt experimentieren mit Brokkoli-Wirkstoffen


Forscher testen in Studien die Sonnenschutz-Pille

Molekularbiologen der Universität Mainz haben sich diese Abwehrstrategie der Pflanze jetzt zunutze gemacht und Brokkoli-Extrakt gemeinsam mit anderen natürlichen Extrakten aus Granatapfel, Tüpfelfarn und Blutregenalge in einer Sonnenschutz-Pille vereint. Alle zusammen sollen sie von innen die Haut widerstandsfähiger gegen Sonnenstrahlen machen, ihre Blutzirkulation ankurbeln, das Immunsystem stärken und Entzündungsreaktionen hemmen. Das Patent ist schon mal angemeldet. Ob die Pille tatsächlich so wirkt wie in den ersten Tests, wird demnächst in einer Studie geprüft. Kleiner Wermutstropfen: Einfach Brokkoli gegen Sonnenbrand zu essen, funktioniert leider nicht – in einer Pille steckt der Extrakt von 50 Brokkoliköpfen!

Sprichwörtlich gesund – und bald vielleicht Inhaltsstoff für eine UV-Schutz-Pille: Brokkoli