Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 3 Min.

NOKIA 8.1: GUTE ERGÄNZUNG


connect - epaper ⋅ Ausgabe 3/2019 vom 08.02.2019

Nokias Comeback nimmt weiter Formen an. Das 8.1 zählt zu den raren Android-One-Vertretern der gehobenen Mittelklasse. Im Test schraubt das die Erwartungen hoch.


Artikelbild für den Artikel "NOKIA 8.1: GUTE ERGÄNZUNG" aus der Ausgabe 3/2019 von connect. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: connect, Ausgabe 3/2019

Mit markantem Metallrahmen und einer von Zeiss veredelten Dual-Kamera hebt sich das fein verarbeitete Nokia 8.1 von der Masse ab.


Die Midrange-Neuheit aus dem Android-One-Lager ist in den Farbkombinationen Stahl/ Kupfer und Dunkelblau/ Silber erhältlich.


Hat es eine Notch? Ja, die Display-Aussparung für Frontkamera und Lautsprecher ist sichtbar. Allerdings nimmt man sie kaum wahr, weil die Icons der Statusleiste neben der Undercover-Kerbe stets ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 5,49€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von connect. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 3/2019 von Smarter Action-Held. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Smarter Action-Held
Titelbild der Ausgabe 3/2019 von CES: Notebook-Neuheiten. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
CES: Notebook-Neuheiten
Titelbild der Ausgabe 3/2019 von KAMERAVERGLEICH: SMARTE KNIPSEN. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
KAMERAVERGLEICH: SMARTE KNIPSEN
Titelbild der Ausgabe 3/2019 von HUAWEI MATE 20 X: Gigantisch gut?. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
HUAWEI MATE 20 X: Gigantisch gut?
Titelbild der Ausgabe 3/2019 von ONEPLUS 6T MCLAREN: TEMPOMACHER. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
ONEPLUS 6T MCLAREN: TEMPOMACHER
Titelbild der Ausgabe 3/2019 von VERGLEICHSTEST: FEINE UNTERSCHIEDE. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
VERGLEICHSTEST: FEINE UNTERSCHIEDE
Vorheriger Artikel
BLACKBERRY KEY2 LE: TIPP FÜR TIPPER
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel LG G7 FIT: FITNESS-TEST
aus dieser Ausgabe

... schwarz hinterlegt sind. Das ließ sich über die Einstellungen und die Entwickleroptionen nicht ändern.

In der Formgebung zeigt das Nokia 8.1 klare Kante. Der eloxierte Metallrahmen hebt sich optisch deutlich vom Korpus ab. Durch die relativ geradlinigen Flanken liegt das robuste, tadellos verarbeitete Gehäuse etwas sperriger in der Hand als rundlichere Modelle. Auf eine IP-Klassifizierung, die eine höhere Resistenz gegen Staub und Nässe bescheinigt, verzichtet das finnische Unternehmen HMD, das hinter den Nokia-Phones steht.

Die Glasrückseite enthält ein über 1,5 Millimeter hervorstehendes Dual-Kameramodul und einen gut funktionierenden Fingerabdrucksensor. Mit 403 ppi kann sich die Auflösung des blickwinkelstabilen LC-Displays im 18,7:9-Format sehen lassen. Die hohe Leuchtkraft (579 cd/m2) erleichtert die Ablesbarkeit in heller Umgebung. Beim Videostreaming via Netflix und Co kann die Anzeige dank HDR10 sogar die feineren Helligkeits- und Farbabstufungen entsprechender Inhalte darstellen.

Auf Dauer aktuelle Software

Keine übergestülpte Benutzeroberfläche, keine überflüssigen Zusatz-Apps: Ein nahezu unmodifiziertes, schlankes Android-Betriebssystem in der aktuellen Version 9.0 (Pie) bringt das Nokia 8.1 auf Touren. Das neue OS macht das Phone zudem autonomer. Anhand des Nutzerverhaltens wählt die Google KI selbstständig passende Einstellungen – beispielsweise beim Akku-Management. Der Plan: Je besser das Phone den Nutzer kennt, desto zuverlässiger und umfassender kann KI-gestützte Technik (Routine-) Aufgaben übernehmen. Da HMD auf Googles Android-One-Programm setzt, hat auch das Nokia 8.1 beste Chancen, dass Sicherheitsupdates und neue Funktionen über einen längeren Zeitraum schneller eingespielt werden als in der Android-Welt üblich.

Neben der nativen Software trägt ein in 10-Nanometer-Technologie gefertigter Systemchip, ein Snapdragon 710, zu der flüssigen Bedienung und den höheren Leistungsreserven bei. Im Qualcomm-Ranking liegt der Achtkern-Prozessor zwischen der Topklasse (SDM845, SDM835) und Mittelklasse-SoCs wie dem SDM636 des Nokia 7.1.

Mit 4 GB Arbeitsspeicher und gut 49 GB freiem Flash-Speicher reicht das Platzangebot aus. Wer mehr wünscht, dürfte etwas wehmütig nach China blicken. Dort gibt es eine Variante des Nokia 8.1 unter der Bezeichnung X7 mit 6/128 GB. Dafür nimmt der Hybrid-Schacht eine Micro-SD-Speicherkarte oder eine zweite Nano-SIM auf. LTE der Kategorie 6, WLAN-ac, Bluetooth 5.0, NFC für mobiles Bezahlen via Google Pay und ein USB-C-Anschluss erleichtern die Vernetzung.

Die Dual-Kamera des Nokia 8.1

Mit HDR: In diesem Beispiel bildet die Aufnahme zumindest teilweise feinere Details wie Schriften etwas genauer ab.


Ohne HDR: Realistischere Farben und geringere Kantensäume sprechen hier für den Verzicht auf den Kontrastverstärker.


■ Zentraler Bestandteil der Dual-Kamera ist ein 12-MP-Farbsensor (Sony IMX363). Zusätzliche Tiefeninformationen für die vorab einstellbaren Bokeh-Effekte gewinnt eine 13-MPKamera. Dass die Testaufnahmen im Labor und in der Praxis überzeugten, lag sicher auch an der recht lichtstarken Zeiss-Optik (f/1.8) und der optischen Bildstabilisierung. In dunkler und heller Umgebung verdiente sich das Nokia 8.1 die Note „gut“.

Wer sich auf die HDR-Automatik nicht verlassen möchte, kann den Dynamikbooster manuell zuschalten. Hier empfiehlt es sich in der Regel, HDR zu aktivieren, wenn wie bei Nachtaufnahmen mehr Details gefragt sind. Kommt es auf hohe Farbtreue und klarere Kanten an, bringen meist Aufnahmen ohne HDR Vorteile.

Akku-Laufzeit optimieren: Anhand des Nutzerverhaltens kann Android 9 App-Aktivitäten einschränken.


„Digital Wellbeing“ bündelt Infos und Einstellungen für eine bewusstere und komfortablere Phone-Nutzung.


Einmal auslösen und fertig ist der Fotomix aus den Motiven der Selfie- und der Hauptkamera (Bothie).


Die Dual-Hauptkamera machte ihre Sache gut (siehe Seite 37 unten). Durch die schnelle Fokussierung gelingen scharfe Action-Aufnahmen. 4K-Videos werden mit 30 Bildern pro Sekunde gespeichert. Wer möchte, kann Live-Videos direkt aus der Kamera-App zu Youtube oder Facebook senden. Die hochauflösende Selfie-Kamera (20 Megapixel) muss ohne LED-Licht klarkommen. Ihre Bildqualität konnte aber überzeugen.

Guter Gesamteindruck im Labor

Im Mess/03athon gab es mehr Licht als Schatten. Bei Telefonaten zeigte sich die Klangqualität in Senderichtung verbesserungswürdig. Die Funkleistungen fielen in allen Mobilfunknetzen insgesamt gut aus.
Top: Der 3500-mAh-Akku hielt 11:19 Stunden durch. Drahtloses Laden klappt zwar nicht, das mitgelieferte 18-Watt-Netzteil verkürzt aber die unvermeidlichen Aufenthalte an der Steckdose.

Fazit

Joachim Bley , connect-Autor


Midrange-Smartphones haben es nicht leicht: Oft graben ihnen beliebte Spitzenklasse-Vertreter des Vorjahres wie derzeit das Huawei P20 mit den marktüblichen Preisnachlässen das Wasser ab.

Ungeachtet dessen können wir für den Kauf des Nokia 8.1 grünes Licht geben. Der Vertreter des Android-One-Lagers hat im Test mit durchgängig guten Leistungen überzeugt. Hält Google zudem sein Update- Versprechen, kann man mindestens zwei Jahre lang mit einer schlanken, modernen und performanten Systemsoftware samt monatlicher Sicherheitsaktualisierungen „arbeiten“.