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Notebooks für Job und Heim


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PC Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 12/2022 vom 04.11.2022

NOTEBOOK-VERGLEICHSTEST

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Bildquelle: PC Magazin, Ausgabe 12/2022

TESTVERFAHREN NOTEBOOKS

Unsere Testgeräte müssen in unserem Labor eine ganze Reihe von Tests durchlaufen. So messen wir unter anderem die Displayhelligkeit, die Akkulaufzeit und die Geschwindigkeit der verbauten Festplatte. Für Letzteres kommt die Software AS SSD zum Einsatz, für die Akkulaufzeit der äußerst fordernde PC Mark 8 sowie der neuere PC Mark 10 Battery Life. Der PC Mark dient auch zur Einschätzung der Büroperformance, der Leistung beim Videoschnitt, bei der Bildbearbeitung sowie beim Rendering und der Visualisierung. Die Gaming-Performance, die in diesem Vergleichstest nur eine untergeordnete Rolle spielt, ermitteln wir mit dem aktuellen 3D Mark. Und schließlich verwenden wir den Rendering-Benchmark Cinebench in den Versionen R11.5 sowie R15 als generellen CPU-Leistungstest. Anhand der Ergebnisse der unterschiedlichen Tests errechnen wir die Endresultate in den ...

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... Unterkategorien Mobilität, Leistung sowie Displayqualität, die mit der Ausstattungsbewertung ins Endergebnis einfließen.

EXPERTEN-MEINUNG

Es ist schon toll, wie gut auch preiswerte Notebooks unterhalb von 1000 Euro heute sind. Das Trio, das in dieser Preiskategorie um den Testsieg gerungen hat, ist sehr unterschiedlich und spricht jeweils andere Käufergruppen an. Ich persönlich würde dabei vermutlich zum Acer Swift 3 greifen, das mir wegen des hellen Displays und des niedrigen Gewichts besonders gut gefällt. Bei den Notebooks über 1000 Euro würde meine Wahl wohl auf den Testsieger von Asus fallen, denn das Gebotene ist vor allem im Bezug auf den Preis von unter 1300 Euro schon außergewöhnlich. Das OLED-Display ist klasse, die Verarbeitung sehr gut und die Akkulaufzeit wirklich spitze. Würde ich jedoch mehr am Schreibtisch arbeiten und häufig Fotos oder gar Videos bearbeiten, führt am Dell XPS kein Weg vorbei. Dafür muss man allerdings ziemlich tief in die Tasche greifen.

Die letzten Jahre waren für die Notebookhersteller von Acer bis Lenovo überaus erfolgreich. Aufgrund des Coronabedingten Trends in Richtung Homeoffice und Homeschooling fanden die Geräte reißenden Absatz, und viele Produzenten konnten die Nachfrage nach mobilen Rechnern oft nicht befriedigen. Was in solchen Zeiten passiert, ist klar: Wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, gehen die Preise nach oben. Allerdings hat sich das Blatt nun komplett gewendet, denn die weltweiten PC-Verkäufe, die Notebooks beinhalten, sind im dritten Quartal weltweit massiv eingebrochen. Nun macht sich bemerkbar, dass sich Firmen und Privatleute mit neuen Geräten eingedeckt haben, der Bedarf an weiteren Notebooks ist schlicht nicht mehr sehr groß. Nutznießer dieser Situation sind die Menschen, die sich in den letzten zwei Jahren kein neues Notebook angeschafft haben und aktuell eines suchen. Hersteller und Verkäufer sitzen auf vollen Lagern, und so ist es durchaus wahrscheinlich, dass sich im Weihnachtsgeschäft das eine oder andere Notebookschnäppchen machen lässt.

Neun Geräte ab 750 Euro

In diesem Vergleichstest finden Sie eine Auswahl von neun aktuellen Notebooks zu Preisen zwischen 750 und knapp 3200 Euro, die wir in zwei Testfelder – unter und über 1000 Euro – eingeteilt haben. Alle Geräte richten sich an Privatkäufer, die für zu Hause oder auch für die Arbeit ein passendes Notebook suchen. Ausgesprochene Business-Notebooks mit Features wie etwa Smartcard- Reader, die Privatleute in der Regel nicht benötigen, sind ausdrücklich nicht vertreten. Für welches Gerät und welche Preisklasse man sich entscheidet, hängt natürlich vom Budget und von den persönlichen Anforderungen ab. Grundsätzlich unterscheiden sich die preiswerteren und die teureren Geräte in einigen wenigen, aber für manche durchaus wichtigen Punkten. Einer davon ist die Qualität des Bildschirms: Höhere Auflösungen als Full-HD und hohe Helligkeitswerte finden sich nur in Notebooks über 1000 Euro. Ist Ihnen beides nicht wichtig, tut es möglicherweise auch ein günstigeres Gerät.

Notebooks unter 1000 Euro

Unser Testfeld der Notebooks unter 1000 Euro umfasst drei Geräte, und alle drei bleiben mit Preisen zwischen 750 und 770 Euro sogar recht deutlich unter dieser psychologisch sehr wichtigen Marke. Wie oben bereits erwähnt, müssen Notebooks in dieser Preiskategorie fast immer mit Displays auskommen, die „lediglich“ eine Full-HD- Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten bieten. Je größer der Bildschirm mit dieser Auflösung ausfällt, desto niedriger ist damit auch die Bildschärfe. Icons und Schriften sind großzügig dimensioniert, dafür ist schlicht weniger Platz vorhanden zum Beispiel für das Bearbeiten zweier Dokumente nebeneinander. Hier muss am Ende jeder für sich selbst entscheiden, welche Prioritäten gesetzt werden und worauf verzichtet werden kann. Ein zweiter Punkt, der erwähnt werden sollte: In dieser Preisklasse finden sich meist keine Topprozessoren der neuesten Generation, stattdessen werden Mid-Range-CPUs verbaut, die aus vorherigen Produktionsreihen stammen. Die Unterschiede sind allerdings je nach Modell oft nur gering, sodass die Investition in neuere, schnellere Komponenten nur dann wirklich lohnt, wenn die Anwendungen entsprechend anspruchsvoll sind.

Acer Swift 3 – schicker Allrounder zum fairen Preis

Ein 14-Zoll-Notebook mit für diese Preisklasse außergewöhnlich hellem Panel, dazu ein recht niedriges Gewicht und eine sinnvolle Ausstattung mit flotten Komponenten: Acer macht beim Swift 3 fraglos jede Menge richtig. Der Core i5 der 11. Generation bringt in Kombination mit 16 GByte RAM genügend Power für sämtliche Office-Arbeiten, und die SSD bietet nicht nur die in dieser Preisklasse dominierenden 256 GByte Speicherplatz, sondern das Doppelte. Das Panel liefert wie in der günstigen Preisliga üblich eine Full- HD-Auflösung, doch dank seiner Größe von „nur“ 14 Zoll ist die Bildschärfe ordentlich. Außergewöhnlich für ein derart preiswertes Gerät ist die mit 306 cd/m² hohe Lichtstärke des Displays. Da können selbst in der Preiskategorie über 1000 Euro längst nicht alle Kandidaten mithalten. Das Gewicht hält sich mit etwa 1,2 Kilogramm in Grenzen, und die Akkulaufzeit ist mit knapp fünf Stunden ebenfalls gut. Völlig ohne Schwächen ist das Acer Swift, bei dem der Kunststoff dominiert, allerdings nicht. Größtes Manko ist die Beschriftung der silbernen Tastatur, die sich je nach Lichteinfall zuweilen sehr schlecht ablesen lässt. Die recht ungleichmäßige und leider nur einstufige Tastaturbeleuchtung hilft hier lediglich ein bisschen weiter. Außerdem ist es schade, dass Acer dem Swift kein USB-C-Ladegerät beilegt, sondern eines mit herkömmlichem Ladeport. Der Grund dafür dürfte sein, dass der einzige USB-C-Port besetzt wäre, sobald das Gerät geladen wird. Zwei USB-C-Anschlüsse wollte oder konnte Acer wohl nicht einbauen.

Was man in dieser Preisklasse erwarten kann

EineSSDmitmindestens256GByteKapazität,bessereinemit512GByte.

EineordentlicheVerarbeitungmiteinemGehäuseausstabilemKunststoff.

EinenschnellenMid-Range-Prozessor,meistausderVorgeneration.

BeidenDisplaysmüssenAbstrichebeiHelligkeitundAuflösunggemachtwerden.

Für wen diese Preisklasse geeignet ist

FürOffice-oderInternetaufgabenreichtdieLeistunglockeraus.

GamingistbeiNotebooksindieserPreisklassekeinewirklicheOption.

Asus Vivobook 13 Slade OLED – Leichtgewicht der anderen Art

Beim Vivobook 13 Slade handelt es sich nicht um ein klassisches Notebook mit fest montierter Tastatur, sondern um ein Detachable, bei dem sich die magnetisch haftende Tastatur sowie der rückseitige Ständer mit einem schnellen Handgriff entfernen und das Panel in ein Tablet verwandeln lassen. Das erhöht einerseits die Flexibilität, andererseits ist die Stabilität nicht ganz optimal, wenn das Gerät als Notebook zum Einsatz kommt. Bemerkbar macht sich das vor allem bei nicht optimalem Untergrund, also etwa auf den Knien oder auf den kleinen Tischchen im Flugzeug. Zudem ist der Magnet des Ständers nicht besonders kräftig, was dazu führen kann, dass er die Haftung verliert und der Bildschirm auf den Tisch klappt. Die technische Ausstattung des nur 780 Gramm leichten Gerätes ist solide, mehr aber auch nicht. Es kommt ein Pentium Silver N6000 zum Einsatz, dazu sind magere vier GByte RAM und leider nur eine eMMC verbaut, die zum einen nur 128 GByte Speicherplatz bietet und zum anderen wie bei eMMCs üblich nur sehr langsam arbeitet. Dem gegenüber steht das wirklich tolle 13,3-Zoll- OLED-Display, das zudem eine für diese Preisklasse außergewöhnlich gute Helligkeit besitzt. Zwei USB-C-Ports sowie Front- und Rückkameras sind an Bord, auch das ist positiv herauszuheben. Bei Auslieferung ist Windows 11 Home im S-Modus installiert, doch lässt sich das Gerät auf Wunsch auf das normale Windows 11 Home umstellen. Eine Rückkehr zur S-Variante ist dann allerdings ausgeschlossen. Angesichts der eher schwachen Hardwarekomponenten sollte man überlegen, ob man das Vivobook 13 Slade nicht im S-Modus belässt, denn dieser ist im Vergleich zum normalen Windows 11 Home deutlich weniger anspruchsvoll in Bezug auf die notwendige Rechenleistung. Diesen Vorteil erkauft man sich allerdings mit deutlichen Nachteilen zum Beispiel bei der Auswahl installierbarer Programme. Unterm Strich ist das Vivobook ein flexibles Gerät für all jene, die die Kombination aus Notebook und Tablet benötigen, ohne damit die Kasse zu sprengen. Wir empfehlen trotzdem, lieber die auch verfügbare Version mit SSD statt eMMC zu erwerben, denn die ist schneller und nicht sehr viel teurer.

Dynabook Satellite Pro C50D – viel Notebook für wenig Geld

Anders als die beiden ersten Kandidaten von Acer und Asus ist das Satellite Pro ein Gerät, das eher für den stationären Einsatz geschaffen wurde. Nahezu 1,8 Kilogramm Kampfgewicht schleppt man nicht öfter mit sich herum als unbedingt nötig, und mit seinem 15,6-Zoll-Display ist das Notebook ohnehin kein Winzling. Andererseits, und hier gebührt dem Hersteller ein großes Lob, ist das Gerät ein absoluter Dauerläufer, der erst nach etwa neun Stunden schlapp macht. Die Helligkeit des Full-HD-Displays ist mit 294 cd/m² in dieser Preisklasse sehr gut, wobei die linke Seite etwa zehn Prozent dunkler ist als die rechte. Im Einsatz fällt das allerdings nicht wirklich auf. Die leider nicht beleuchtete Tastatur ist von hoher Qualität, rechts befindet sich ein nützlicher Nummernblock. Hier hat Dynabook die verfügbare Fläche wirklich sinnvoll ausgenutzt. Die größte Stärke des Notebooks ist jedoch seine schnelle CPU, die das Gerät ordentlich auf Touren bringt und ihre Stärken vor allem im Office-Bereich ausspielt. Nachteilig machen sich dagegen die lauten Lüfter bemerkbar, die immer dann deutlich hörbar sind, wenn die Aufgaben anspruchsvoller werden. Aber das stört vermutlich nicht jeden.

Notebooks über 1000 Euro

Helle Displays mit hoher Auflösung, hochwertigere Gehäusematerialien und aktuelle Prozessoren: All das findet sich jenseits der 1000-Euro-Marke. Während man auf den etwas schnelleren Prozessor eventuell noch verzichten kann, halten wir es für wichtig, nicht am Display zu sparen und genau hinzuschauen, welcher Bildschirm am besten zu Ihren Anforderungen passt. Sie sitzen oft im Garten oder auf dem Balkon und lieben es, bei Sonnenschein am Notebook zu arbeiten? Dann ist ein lichtstarkes Panel von größter Bedeutung. Sie arbeiten mit mehreren Fenstern nebeneinander? Dann macht eine Full-HD-Auflösung keinen Spaß und nur sehr wenig Sinn. Nur sehr wenige Notebooks schaffen den Spagat, lichtstarke und hochauflösende Panels in erschwinglichen Notebooks zu verbauen, die nicht gleich 2000 oder mehr Euro kosten. Der Sieger dieses Vergleichtstests in der Kategorie über 1000 Euro zeigt allerdings, dass es nicht gänzlich unmöglich ist. Letztlich sei noch gesagt, dass es das perfekte Notebook für jeden Anwender nicht gibt. Welches Gerät der jeweils beste Kompromiss in Bezug auf die eigenen Anforderungen und das vorhandene Budget ist, ist am Ende die alles entscheidende Frage.

Asus Zenbook 14x OLED – der elegante Alleskönner

Mit einem Preis von knapp 1300 Euro gehört das Zenbook zu den preiswerteren Geräten dieser Notebook-Kategorie. Für diesen Kaufpreis hat der 14-Zoll-Rechner jede Menge Gutes zu bieten. Da wäre zunächst das großartige OLED-Display zu nennen, das eine 4K-Auflösung mit 2880 x 1800 Bildpunkten liefert und eine sehr gleichmäßige, wenn auch nicht sensationell hohe Lichtstärke von etwa 300 cd/m² zu bieten hat. Das Display lässt sich komplett flach legen, was zum Beispiel Kundenpräsentationen erleichtern soll. Sehr stark sind auch die Eingabegeräte von der dreistufig beleuchteten Tastatur bis hin zum Touchpad mit dem sehr nützlichen, einblendbaren Nummernpad. Die Leistung des verbauten AMD Ryzen 7 ist hervorragend, wobei das Zenbook vor allem in den Business-Benchmarks seine Muskeln spielen lässt. Im 3D-Bereich ist das Dell XPS erwartungsgemäß klar schneller, doch verfügt das auch über eine Nvidia-RTX-Grafik und kostet deutlich mehr. Einzige kleine Schwäche des Zenbooks ist das Gewicht von 1400 Gramm, das ist für einen 14-Zöller recht hoch. Aber dafür dominiert auch das Aluminium.

Was man in dieser Preisklasse erwarten kann

EinesehrguteVerarbeitungundeinGehäuseaushochwertigenMaterialien.

EineschnelleCPUderneuestenGenerationund16GByteRAModermehr.

EineSSDmitmindestens512GByteKapazitätistanBord,oftauchgrößer.

EinhellesDisplaymiteinermeisthöherenAuflösungalsFull-HD.

Für wen diese Preisklasse geeignet ist

NutzermithöherenAnsprüchenbeiLeistungundQualitätliegenhierrichtig.

WereinGerätmitdedizierterGrafiksucht,derwirdindieserPreisklassefündig.

Dell XPS 17 – ein Muskelprotz mit stolzem Kaufpreis

Als einziger Kandidat dieses Vergleichstests ist das neue XPS 17 mit einer dedizierten Grafikkarte ausgestattet. Es verwundert also nicht, dass das Notebook im 3D-Bereich mit der Konkurrenz Schlitten fährt, wie die Benchmarkergebnisse eindrucksvoll zeigen. Denn auch wenn die verbaute Nvidia RTX 3050 nicht zu den Highend-Karten des Herstellers gehört, ist sie den integrierten Chips von Intel und AMD turmhoch überlegen. Auch sonst verbaut Dell im XPS, das in der von uns getesteten Variante satte 3200 Euro kostet, ausgezeichnete Komponenten inklusive eines sehr lichtstarken Panels mit hoher Auflösung. Mehrere Fenster parallel zu betreiben und zu bearbeiten ist hier also überhaupt kein Problem. Der große Bildschirm geht natürlich auf Kosten des Gewichts, das mit knapp 2,5 Kilogramm nicht gerade niedrig ist, und auch die Akkulaufzeit ist mit etwa vier Stunden nur Durchschnitt. Was gut gefällt ist die Ausstattung mit vier Thunderbolt4-fähigen USB-C-Ports, die allesamt ladefähig sind. So lässt sich das XPS auf beiden mit Strom versorgen, was die Flexibilität deutlich steigert. Größte Schwäche ist das etwas zu scharfkantige Gehäuse, dafür ist der Lautsprechersound weit besser als das, was die meisten Notebooks abliefern.

Dynabook Tecra A50 – fleißiger Arbeiter mit toller Ausstattung

Welch gute Ausstattung man auch für einen vergleichsweise niedrigen Kaufpreis von knapp 1400 Euro bekommen kann, zeigt dieses Tecra A50 von Dynabook. Ein aktueller Core i7 von Intel ist ebenso an Bord wie 16 GByte RAM sowie eine SSD mit 512 GByte Kapazität. Windows 11 ist in der Pro-Version installiert, es gibt zwei Thunderbolt-fähige USB-C-Ports, und das verbaute 15,6-Zoll- Panel ist das vor allem in der Bildmitte bei Weitem lichtstärkste im Testfeld, wobei die Helligkeit zu den Rändern allerdings deutlich abfällt. Leider bietet das Display nur eine Full-HD-Auflösung. Obwohl das Gerät an sich gut verarbeitet ist, gibt das Gehäuse ein deutlich vernehmbares Knarzen von sich, wenn man es an den Ecken ein wenig windet. Das ist unangenehm und eigentlich in dieser Preisklasse unüblich. Obwohl das Notebook über USB-C geladen werden könnte, liegt dem Tecra ein klassisches Ladegerät mit rundem Ladestecker bei. Im Leistungsbereich kommt das Dynabook im Mittelfeld ins Ziel, wie auch die verbauten Komponenten vermuten lassen. Größte Schwäche des Gerätes ist neben dem knarzigen Gehäuse die schwache Akkulaufzeit von nur 208 Minuten, die allerdings mit dem großen Panel im Zusammenhang steht.

Huawei D16 – eleganter Rechner mit Displayschwäche

Das neue D16 von Huawei kostet etwa 1300 Euro und hat für diesen Preis eine ganze Menge zu bieten. Da wäre der brandneue Core i7 von Intel zu nennen, der den AMD Ryzen beerbt, der im direkten Vorgänger des D16 seine Arbeit verrichtete. 16 GByte RAM, eine SSD mit 512 GByte Speicherplatz, eine großartige Tastatur und ein sehr gut verarbeitetes Gehäuse, das in weiten Teilen aus Metall besteht – all das spricht für das D16. Dass das Notebook am Ende nicht deutlich weiter vorn landet, liegt vor allem am Display: Das liefert lediglich 1920 x 1200 Bildpunkte und ist mit nur 144 cd/m² für ein Gerät dieser Preisklasse deutlich zu lichtschwach. Die Lichtschwäche wirkt sich sehr negativ aus, wenn bei stärkerem Umgebungslicht gearbeitet werden soll – etwa im Garten bei Sonnenschein. Fehlt es dem Panel hier an Helligkeit, ist auf dem Display nichts mehr zu sehen. Diesem allerdings gravierenden Nachteil stehen starke Leistungswerte gegenüber, die sich hinter denen des Testsiegers nicht verstecken müssen.

Huawei MateBook E 2022 – das universelle Leichtgewicht

Wie das Asus Vivobook 13 Slade ist auch das MateBook E 2022 ein Detachable mit abnehmbarer Tastatur, das sich solo als Tablet verwenden lässt. Im Vergleich zum Vivobook steht das MateBook deutlich stabiler auf dem Tisch, und die verwendeten Komponenten sind auch wesentlich schneller, was aber angesichts des Preisunterschiedes von etwa 300 Euro auch so sein muss. Weil im MateBook dennoch„nur“ ein Core i5 der Vorgeneration werkelt, ist das Gerät in Sachen Leistung der Konkurrenz im Testfeld nicht ganz gewachsen. Anders als das D16 aus eigenem Haus verfügt das MateBook über ein lichtstarkes Display mit hoher Auflösung, auf dem sich sehr gut arbeiten lässt. Obwohl das Gerät mit seinen 710 Gramm eigentlich für den Einsatz unterwegs prädestiniert wäre, kommt hier die Akkulaufzeit in die Quere: bereits nach 197 Minuten verlangt das Detachable wieder nach einer Steckdose. Davon einmal abgesehen ist das MateBook ein sehr flexibler und praktischer Begleiter, der eine ganze Menge Spaß macht.

Lenovo Yoga Slim 9 – Schönheit trifft auf Qualität

Das Yoga Slim 9 ist fraglos das formschönste und eleganteste Notebook im Testfeld, ohne dass darunter die Stabilität leiden würde. Das Gegenteil ist der Fall, denn das Gehäuse wirkt sehr robust und ist absolut verwindungssteif. Im Inneren verrichtet ein aktueller Core-i7-Prozessor gemeinsam mit 16 GByte RAM die Arbeit, dazu gönnt Lenovo dem Gerät als einziger Hersteller im Testfeld eine SSD mit einem TByte Kapazität. Im Testlabor leisten die Komponenten sehr gute Arbeit und fahren immerhin 36 von 40 möglichen Leistungspunkten ein. Während das Display mit seiner Auflösung von 2880 x 1800 Pixeln und seiner guten Leuchtkraft zu den besseren im Feld gehört, zeigt das Yoga Slim 9 zwei deutliche Schwächen. Die eine ist die eher enttäuschende Akkulaufzeit von nur 223 Minuten. Zum Vergleich: Das Asus Zenbook 14x, das ebenfalls über ein 14-Zoll- Panel mit identischer Auflösung verfügt, hält fünf Stunden länger durch. Problematisch ist die kontrastarme und daher schlecht ablesbare Tastaturbeschriftung in Grau.

Fazit

Am Ende gehen die beiden Testsiege an das Dynabook Satellite Pro sowie das Asus Zenbook 14x OLED. Beide Geräte bieten in ihren Kategorien unter beziehungsweise über 1000 Euro Hervorragendes und sind daher absolut empfehlenswert. Wem das Dynabook zu groß und zu schwer ist, der findet im Acer Swift 3 eine tolle Alternative zum gleichen Preis. Wer in der Kategorie über 1000 Euro ein Gerät mit größerem Display sucht, der liegt beim Dell XPS 17 richtig. Das geht allerdings auch richtig ins Geld.