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Notwendige Zuwanderung


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sanitär + heizung news - epaper ⋅ Ausgabe 10/2022 vom 03.06.2022
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Bildquelle: sanitär heizung news, Ausgabe 10/2022

Liebe Leser:innen, die Bundesregierung will den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen im häuslichen Wärmemarkt angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine weiter beschleunigen. Schon ab 2024 – statt ursprünglich ab 2025 – sollen neue Heizungen mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien einkoppeln. Das sei der richtige Weg, um die Führungsrolle der deutschen Industrie bei Heizungswärmepumpen weltweit zu festigen, meinen denn ...

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... auch die Geschäftsführer von Stiebel Eltron, Dr. Nicholas Matten und Dr. Kai Schiefelbein, in einem Standpunkt.

Auf die Wärmewende hat die Heizungsindustrie schon lange gedrängt. Denn der Klimaschutz ist ohne die Erneuerung vieler alter Heizungen nicht zu erreichen. Die Ampelkoalition macht Druck, wobei es nun nicht mehr nur ums Klima geht, sondern auch um die Unabhängigkeit von russischem Gas und Öl.

Matten und Schiefelbein halten diese konsequente Festlegung der Politik aus mehreren Gründen für absolut richtig. Die Verunsicherung der Verbraucher über das „richtige“ Heizsystem werde beendet. Die Gefahr eines Abwartens sei nicht mehr gegeben. Notwendige Investitionen der deutschen Heizungsindustrie im Bereich der Umweltheizungen laufen demnach nicht mehr Gefahr, als „Stranded Investments“ zu enden. Der Umbruch für das SHK-Fachhandwerk könne ab sofort mit aller Kraft angegangen werden, meinen sie. Und mit dem De-Facto-Einbauverbot für Gaskessel würden die für die Wärmewende notwendigen Kapazitäten im Fachhandwerk freigemacht.

Allerdings gibt es auch noch offene Fragen bei den Vorgaben der Regierung. Was ist etwa mit Gas-Etagenheizungen? Auch Altbauten sind ein Problem, wenn sie nicht entsprechend gedämmt sind. Für die Hausbesitzer würden beim Umstieg auf die Wärmepumpe große Investitionen anfallen. Andere Hersteller verweisen auf Biogas und Wasserstoff, um die Vorgaben der Regierung zu erreichen.

Nicht zuletzt stellt sich die Frage, wer die vielen neuen Wärmepumpen einbaut. Tausende neue Installateure sind nötig. Stiebel Eltron hat ein gutes Argument: „Die Heizungsbranche wird also dank der Wärmepumpe zur Klimaretterbranche – was für das Fachhandwerk riesige Chancen bietet. Als Wärmepumpenmonteur ist man CO 2-Einsparer, Klimaschützer und Unabhängigkeitsmacher. Welche Branche kann auf dem umkämpften Arbeitskräftemarkt mit einem derart positiven Image werben?“

Wer allerdings die Diskussionen um den Fachkräftemangel in vielen Branchen verfolgt, hört immer wieder das gleiche Argument: Der Beruf muss attraktiver werden – egal, ob es um Pflegekräfte geht, um Erzieher/innen, um Handwerker oder andere Jobs, die derzeit kaum besetzt werden können. Alle kämpfen um den Nachwuchs, der Mangelware ist. Mir fällt nur eine Lösung ein: Kompetente Zuwanderung. Ohne diese wird keine Branche ihre Probleme lösen können.

Meint Ihr

Matthias Nückel

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Titelbild:

Paul Bradbury/iStock