Lesezeit ca. 8 Min.
arrow_back

Nur nichts verstecken


Logo von Camping, Cars & Caravans
Camping, Cars & Caravans - epaper ⋅ Ausgabe 12/2022 vom 08.11.2022

Organisation im Caravan

Artikelbild für den Artikel "Nur nichts verstecken" aus der Ausgabe 12/2022 von Camping, Cars & Caravans. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Camping, Cars & Caravans, Ausgabe 12/2022

Als Ordnungsliebhaberin und leidenschaftliche Aufräumerin ist Isabella Franke auf den Social-Media-Kanälen zur absoluten Wegwerf-Spezialistin und erfahrenen Ausmist-Trainerin geworden. Als Aufräumcoach verfügt sie über ein sehr gutes Einfühlungsvermögen für Raum und Zeit und zeichnet sich durch ihren Design-Geschmack sowie ein Verständnis für Systeme und unterschiedliche Styles aus. Reisemobil-Hersteller Carado hat diese Fähigkeiten genutzt, um Ordnung ins Fahrzeug zu bringen. Viele Tipps taugen auch für den Caravan.

Welches die größten Problemzonen sind, ist vermutlich in jedem Caravan anders. Mal sind es Küche und Sitzgruppe – zwei Wohnbereiche, die oft fließend ineinander übergehen, viel genutzt werden und die sich aufgrund ihrer Lage sehr gut dafür „eignen“, hier immer mal wieder Dinge wie Lesebrillen, Bücher und Ladekabel liegen zu lassen. Andere Crews kämpfen vor allem ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 4,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Camping, Cars & Caravans. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 12/2022 von Welches Zubehör wünschen Sie sich für den Caravan?. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Welches Zubehör wünschen Sie sich für den Caravan?
Titelbild der Ausgabe 12/2022 von LIEBE LESERINNEN UND LESER,. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
LIEBE LESERINNEN UND LESER,
Titelbild der Ausgabe 12/2022 von Sind Caravaner glücklichere Menschen?. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Sind Caravaner glücklichere Menschen?
Titelbild der Ausgabe 12/2022 von Leicht in die Zukunft. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Leicht in die Zukunft
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
Nie verkehrt
Vorheriger Artikel
Nie verkehrt
St immungsvoll im Caravan
Nächster Artikel
St immungsvoll im Caravan
Mehr Lesetipps

... mit dem Bad – weil hier meist jeder sein eigenes Duschgel, seine eigene Haarbürste und möglicherweise sogar seine eigene Zahnpasta verstauen möchte. Und die Schränke in der Nasszelle für diesen zahlreichen „Kleinkram“ meist etwas unterdimensioniert sind.

Das alles muss nicht sein. „Es gibt zwei Grundregeln beim Organisieren“, sagt Isabella Franke. „Erstens: Alles hat seinen festen Platz und zweitens: Alle Dinge müssen nach ihrer Benutzung gleich wieder dorthin zurückgeräumt werden, wo sie hingehören.“ Wer sich daran halte, habe bereits einen Großteil des bisherigen Chaos dauerhaft beseitigt. Dennoch bedarf es dabei eines gewissen Systems, bestehend aus praktischen Organizern, Aufbewahrungsboxen und Helferlein, die den vorhandenen Stauraum nicht nur bestmöglich ausnutzen, sondern möglicherweise sogar weiteren Stauraum schaffen. Im Folgenden stellt CCC für jeden Wohnbereich im Fahrzeug exemplarisch Möglichkeiten vor, wie sich alle Utensilien an Bord sicher, platzsparend und einfach zugänglich an einem festen Ort verstauen lassen. Auf dass das Chaos an Bord ein Ende hat.

Ordnung in der Küche

Schubladen und Oberschränke bieten oft mehr Platz als man denkt, meist wird dieser nur nicht voll ausgenutzt. Um vorhandenen Stauraum auch in der Höhe voll nutzen zu können, sollte so gut wie möglich gestapelt werden. Stapelbare Topfsets (z. B. das Ballarini-Topfset, 131,50 Euro über Frankana), bei denen die kleineren Töpfe vollständig in den größeren verschwinden, bilden einen guten Anfang. Anti-Rutschmatten unter Töpfen und Pfannen verhindern zudem, dass diese während der Fahrt in den Schränken umherrutschen und dabei unangenehm klappern. Ein echter Tipp sind stapelbare Aufbewahrungsboxen wie von Purvario (ab 29,90 Euro). Die Boxen bieten Platz für Lebensmittelvorräte, Gewürze sowie kleine Becher und Schüsseln und lassen sich dank individuell anpassbarer Stauleisten in kleine Fächer unterteilen – genau so, wie es für die Nutzer am besten passt. Die Stauleisten sind zudem auch gesondert erhältlich und eignen sich bestens, um auch kleinere, niedrige Schubladen oder Fächer im Kühlschrank so zu unterteilen, dass darin nichts wild durcheinander fliegt.

Für Gläser, Tassen und Flaschen dienen entweder vorgefertigte Universalhalter aus Schaumstoff oder individuell zusammensteckbare Bausätze aus Kunststoff-Waben wie der Alleshalter von Froli (ab 25 Euro), die ihren Inhalt sicher, platzsparend und klapperfrei festhalten. Auch Besteckeinsätze gibt es modular und zum Stapeln (z. B. Kontura von Purvario, ab 4,95 Euro pro Modul), bei Tellern bietet es sich an, diese nicht aufeinander zu stapeln, sondern senkrecht nebeneinander in einem entsprechenden Tellerhalter zu stellen. Aufschnitt wie Käse und Wurst sollte am besten direkt nach dem Einkauf in stapelbare Aufbewahrungsboxen aus Glas oder Kunststoff umgefüllt werden – das spart Platz im Kühlschrank und lässt sich leichter ein- und ausräumen.

Auch „trockene“ Vorräte wie Nudeln, Reis, Linsen und Haferflocken sind am besten in verschließbaren, stapelbaren Behältern aufgehoben. Diese stehen sicherer in den Schränken als offene Verpackungen und verursachen, selbst wenn sie doch einmal umfallen, keine Sauerei. Das gleiche gilt für Gewürze. Hier sollten die Reisenden abschätzen, wieviel sie unterwegs wirklich benötigen und die jeweilige Menge in kleinere Dosen umfüllen. Tipp: Kleine Dosen mit Schraubdeckel und magnetischer Rückseite lassen sich einfach an einer magnetischen Klebeschiene über der Küchenzeile befestigen.

Apropos Schienen: Aluminium-Leisten wie die Airline-Schienen von Sealand Pro lassen sich einfach und unkompliziert nahezu überall im Caravan festschrauben und schaffen mit den passenden Boxen, Haltern und Haken zusätzlichen Stau- raum und Aufbewahrungsmöglichkeiten für Spülbürste, Handtuch und Kochlöffel (Schiene ab 24,90 Euro pro Meter).

›› PRAXISTIPP

Labels helfen enorm dabei, das eigene Ordnungssystem auch langfristig aufrecht zu erhalten. Wer sämtliche Boxen, Dosen und Kisten im Caravan mit dem darin befindlichen Inhalt beschriftet, hält sich selbst und andere Crew-Mitglieder eher davon ab, dort mal schnell das herumliegende Paar Socken oder den Kugelschreiber hineinzuwerfen – und diese dann später wieder langwierig zu suchen. Labeln lassen sich Kisten und Boxen entweder mit abwaschbaren Stiften – dann kann man das Label jederzeit wieder ändern. Praktisch zum Beispiel bei Gewürzdosen oder Vorratsbehältern für Nudeln und Reis. Alternativ bieten sich Etikettiergeräte an. Diese sind bereits ab rund 20 Euro erhältlich und drucken die benötigten Label einfach und unkompliziert zum Aufkleben aus.

Ordnung im Wohnbereich

Der Wohnbereich rund um die Sitzgruppe bietet an sich oft recht wenig Stauraum und Möglichkeiten, Ordnung zu halten. Eine Sitztruhe ist meist mit Technik belegt, Oberschränke werden zum Teil noch für Lebensmittelvorräte benötigt. Da hilft nur, weiteren Stauraum zu schaffen, zum Beispiel – falls möglich – durch eine Spannstange über der Eingangstür, an der sich kleinere Aufbewahrungskörbe mittels Haken befestigen lassen und Platz für Geldbeutel, Schlüssel und Brille bieten. Oder alternativ mit den bereits erwähnten Airline-Schienen von Sealand Pro.

Ladekabel sollten nicht lose in ein offenes Fach oder einen Schrank gelegt werden – sie rollen sich immer wieder auf, verknoten sich oder verschwinden einfach ganz. Besser: Kabel-Organizer, die sich an einer Wand befestigen lassen und in die sich die Kabel einfach einhängen lassen. Oder: passende Aufbewahrungstaschen mit vielen Fächern und Gummis (z. B. von Pearl, rund zwölf Euro). Ansonsten gilt auch im Wohnbereich grundsätzlich: Körbe und Kisten – am besten stapelbar – nutzen den Platz in Oberschränken am effektivsten aus und eignen sich außerdem auch für offene Fächer, aus denen Kleinkram sonst schnell wieder herausfallen würde. Und zusätzliche Taschen oder Organizer an der Wand wie von Vantale (auch modular zum selbst Gestalten erhältlich) schaffen praktischen Stauraum für alles, was immer wieder häufig benötigt wird – wie Trinkflaschen, Notizbücher, Zeitschriften oder das Handy.

Ordnung im Schlafbereich

Oft ist der Platz im Schlafbereich eigentlich gar nicht so knapp – rund um die Betten verlaufende Oberschränke, große Kleider- und Wäscheschränke bieten im Grunde ausreichend Stauraum für die komplette Garderobe. Und dennoch herrscht oft schon nach kürzester Zeit wieder Unordnung – meist, weil die vorhandenen Schränke und Fächer schwer und umständlich zugänglich sind und so beim Herausnehmen eines Pullovers auch gleich zwei andere mit rausfallen, die dann schnell wieder zurück gestopft werden. Auch hier eignen sich daher Aufbewahrungsboxen, in die größere Kleidungsstücke wie Hosen, Pullover und T-Shirts vertikal hineingestellt – und nicht übereinander gelegt werden. So kann der Camper jedes einzelne Kleidungsstück direkt sehen und rausnehmen, ohne den gesamten Stapel durcheinander zu bringen. Für Unterwäsche, Socken, Gürtel, Schals und Handschuhe bieten sich Stoffboxen mit einzelnen Fächern an, in die sich die jeweiligen Accessoires ordentlich einsortieren lassen.

Wer davon genervt ist, dass die einst ordentlich auf Bügeln im Kleiderschrank verstauten Jacken und Hemden nach jeder Fahrt verknittert auf dem Boden des Kleiderschranks liegen, steigt auf Kleiderbügel mit Samtbezug um. Diese verhindern nicht nur, dass die Kleidung von ihnen herunterrutscht, sie sind auch schmaler, dadurch platzsparender und klappern während der Fahrt nicht.

Und wohin mit Wanderschuhen, Badelatschen und Pantoffeln? Wer keine passenden Fächer im Boden oder ausreichend Platz unten im Kleiderschrank hat, kann sich mit einem Schuh-Organizer behelfen. Ein solcher Hänge-Organizer (z. B. von Thule, 48 Euro, über Movera), bietet Platz für mehrere Paar Schuhe, fängt gleichzeitig herunterfallenden Schmutz von den Schuhsohlen ab und lässt sich entweder fest an der Wand verschrauben oder alternativ einfach über die Türklinke der Schlafzimmertür hängen.

Und auch hier gilt – wie fast überall im Caravan: Wer keinen richtigen Ablageort für den abendlichen Kleinkram wie Lesebrille, Smartphone und Buch hat, platziert diese am besten in einem kleinen Hängeorganizer an der Wand.

Ordnung im Bad

Zahnpasta, Sonnencreme, Shampoo und Duschgel, Gesichtscreme, Bodylotion und Schaumfestiger – die Vielzahl an Produkten, die sich im Badezimmer wiederfinden, ist scheinbar unendlich. Selbst, wenn alles nur in Reisegrößen vorhanden ist, kommt einiges zusammen – und fällt während der Fahrt in den Fächern des Badezimmerschrankes durcheinander und beim Öffnen der Tür im schlimmsten Fall sogar heraus. Kleinere Produkte sollten daher am besten in Organizern aus Kunststoff stehen – erhältlich zum Beispiel in Drogeriemärkten.

Diese bieten besseren Halt, lassen sich als Ganzes leicht herausnehmen und wieder zurückstellen und schaffen einen guten Überblick über alles Vorhandene.

Bei Handtüchern gilt das gleiche wie bei Hosen und Pullovern: Nicht falten und übereinander stapeln, sondern besser rollen und senkrecht in den Schrank stellen. So sind sie einfacher herauszunehmen, sparen Platz und passen zudem oft auch besser in kleine, halboffene Fächer. Tipp: Mikrofasertücher sind kleiner und platzsparender als große Baumwollhandtücher – allerdings nicht ganz so weich und flauschig. Dafür trocknen sie schneller.

Ist der Stauraum im Bad grundsätzlich zu knapp bemessen, hilft auch hier nur: zusätzliche Verstaumöglichkeiten schaffen. Entweder in Form von Hängetaschen an der Innenwand oder der Tür der Nasszelle oder in Form eines Kulturbeutels mit integriertem Haken. Hier kommen alle Dinge unter, die der Camper zum Duschen braucht (wie Shampoo, Duschgel, Bodylotion, Rasierer, Bürste etc.). Und nutzt er zum Duschen nicht die eigene Dusche, sondern die Sanitäranlagen auf dem Campingplatz, hat er gleich alles in einer Tasche griffbereit parat und muss nicht erst langwierig alles Nötige zusammen suchen.

Den Stauraum Deichselkasten sparen wir uns aus, denn hier darf ja gar nichts lagern.

Im Gespräch

Drei Fragen an Isabella Franke, Aufräumexpertin, Ausmist-Trainerin und Gründerin von The Home Habit.

CCC:In einem Freizeitfahrzeug ist Ordnung halten noch schwieriger – zugleich aber auch wichtiger – als zu Hause. Was ist die besondere Herausforderung dabei?

Isabella Franke: Auf jeden Fall der kleine Raum und begrenzte Platz. Oft sind Schränke schwer zugänglich platziert, es fehlt Licht und man kommt gar nicht richtig in die hintersten Ecken rein. Die einzelnen Räume gehen fließend ineinander über, verhältnismäßig viele Menschen drängen sich auf vergleichsweise wenigen Quadratmetern mit recht viel Gepäck.

CCC:Welche Fehler machen die meisten Menschen denn, wenn sie immer wieder vergeblich versuchen, Ordnung zu halten?

Isabella Franke: Sie beobachten sich selbst nicht. Sie achten nicht darauf, wie sie sich bewegen, welche Dinge sie wie oft benutzen und was daher wo am besten stehen sollte. Bei vielen Campern sind oft genutzte Dinge nicht logisch platziert oder haben keinen festen Platz und stehen daher immer wieder woanders. Und dann fängt das Suchen an.

CCC:Und was ist mit klassischen Ordnungsmuffeln – wie können die sich zum Aufräumen motivieren?

Isabella Franke:Manchen reicht schon der Aha-Moment nach dem Aufräumen – der Stolz und die Zufriedenheit über das Ergebnis – um auch in Zukunft weiter zu machen und dran zu bleiben. Wenn das nicht reicht, müssen Routinen her. Zum Beispiel feste Aufräumfenster wie fünf Minuten nach dem Frühstück, in denen alle mithelfen. Und: Grundsätzlich ist es immer einfacher, alles sofort nach Benutzung wieder wegzuräumen, als den ganzen Tag über Chaos entstehen zu lassen und dann abends vor einem riesigen Berg Unordnung zu stehen.

ANBIETER DER ORDNUNG

www.mobilade.de

www.riepert.de

www.zurrschienen.com