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NZG Mercedes NG 1632 mit Schelling Dreiachsanhänger Henry & James


Laster & Bagger - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 10.01.2020

Das Schweizer Fernsehen hat, ähnlich wie bei Edy Annaheim, zwei Basler Fernfahrer von Oberer Transporte Reinach auf dem Weg nach Norwegen begleitet. Einer der beiden Lastenzüge wurde von René Tanner in 1:50 nachgebildet …


Als Titel der Fernseh-Dokumentation, welche auch durch Mercedes- Benz unterstützt wurde, wählten sie schlicht die Vornamen der Protagonisten, Henry und James.

Die Dokumentation zeigt, wie die beiden Fernfahrer während der Ölkrise in den 70er Jahren an einem kalten Wintertag die alte Grenze Basel-Weil Otterbach passieren, um im Transit nach Oslo zu gelangen. Dabei muss James, einziger ...

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Bildquelle: Laster & Bagger, Ausgabe 1/2020

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... angestellter Fahrer bei Oberer, seinen Mercedes NG 2232 mit Jumbo Auflieger seitlich an die Zollrampe bugsieren, um seine Komplettladung Zigaretten zu konformieren. Dafür werden Kartonschachteln der wertvollen Ladung aufgerissen und kontrolliert, danach wird das Carnet TIR gestempelt und der Lastwagen verplombt. Henry, Selbstfahrer für Oberer, der Fruchtsaft-Konzentrat geladen hat, wird dagegen bei der Dieselkontrolle gefilzt und muss den Messstab in die beiden Dieseltanks einführen, weil er nicht mehr als 200 Liter ausführen darf. Der Zöllner wirft noch einen Blick ins Fahrerhaus. Nachdem alle Grenzformalitäten erledigt sind, begeben sich die beiden auf die lange Reise gen Norden. Kaffeehalt in Frankfurt, Elbtunnel in Hamburg und die Fähre von Frederikshavn nach Oslo, die Fernfahrerromantik kommt dabei wirklich nicht zu kurz.

Während James sein Ziel im Schneegestöber in Oslo über Umwege erreicht, muss Henry auf verschneiten Strassen weiter landeinwärts fahren. Die Schneeketten die er zuvor noch auflegen musste, um weiterzukommen, werden sich kurz darauf lösen und den rechten hinteren Kotflügel beschädigen. Fluchend steigt Henry aus und schimpft erbarmungslos über den schlechten Zustand der ungeräumten Strasse.

Die Oberer Transporte mit Sitz im baselländischen Reinach war in den 70er bis 80er Jahren ein reiner Frachtenvermittler mit vielen Selbstfahrern auf den Hauptrelationen Iberia, Skandinavien, und Be-

Heckansicht des wunderschönen dreiachsigen Anhängers von Schelling mit allen zeittypischen Details.


Auch im Kupplungsbereich fehlt kein Detail.


Die stimmige NG-Kabine von NZG nach der Detaillierung von aussen und innen (unten).


Helden des Alltags…

Als Knirps bin ich mit meinem Vater in den Sommerferien tagelang mitgefahren; während meine Freunde sich im Schwimmbad vergnügten, sah ich in der Führerkabine eines Lastwagens meine Zukunft. Der Zufall wollte es, dass Henry S. Schatt eines Tages bei der Spedition, für die mein Vater fuhr, aufkreuzte, um Sammelgut für Holland zu laden. Ich werde den Anblick des kleinen stämmigen Henry nie vergessen, wie er mit seiner blauen Fernfahrer-Jacke und den Holzgloggs aus seinem nagelneuen NG steigt, um meinen Vater zu begrüssen.

Natürlich enthält die Dokumentation noch weitere Sequenzen, die man zu Papier bringen könnte; vieles davon hat mich sicher auch dazu bewogen, nach der bestandenen Abschlussprüfung des Carrosseriebauers selbst Fernfahrer zu werden. Seis drum, hier geht es um den Nachbau von Henrys NG.

Erinnerungen, die ein Modell entstehen lassen….

Als Basis diente die überaus gelungene Kopie von NZG, zu seiner Zeit ein sicher ausserordentliches Modell. Es war in einer adretten Kartonschachtel, gleich einem 40- Fuss Container, bei jeder grösseren Mercedes-Benz Vertragswerkstatt für satte 38 Franken zu kaufen. Es sollten jedoch Jahre vergehen, bis ich selbigen mein Eigen nennen konnte; heute habe ich stets zwei Stück auf Lager …

Zur richtigen Ausstattung wurde die Kabine mit einem neuen Innenraum versehen, die Kabine ist abnehmbar gestaltet. Eine Rückwand aus 0.5 mm Alublech formte die Basis zur Gestaltung des Interieurs: Vorhänge aus Papierstreifen, gefaltet und bemalt, der urige Kaffekocher, gedreht aus einem Stück Aluminium- Rohr, Fernseher, Federspeichergriff, Schaltstock und weitere kleine Details am Armaturenbrett sowie Henrys Schlafsack, modelliert aus Kreppband. Der Norwegen Wimpel an der Windschutzscheibe und die Fracht-Dokumente auf dem Armaturenbrett durften ebenso nicht feh- len. Eine neu hergestellte Stossstange aus 0.3 mm Alublech und die im Picasso-Style gemalten Scheinwerferblenden gaben dem NG das typische Gesicht. Am Chassis wurden der Motor und der Antriebsstrang an diversen Punkten verbessert sowie das Bremssystem nachempfunden. Zwei neue Dieseltanks aus Aluminium Vollmaterial und passende Werkzeugkisten wurden neben den neu hergestellten Kotflügeln angebracht. Kleinere Details waren die neu montierten Rücklichthalter und der kippbare schwedische Ersatzrad- Halter. Tekno Reifen wurden mit Felgen von HeavyGoods kombiniert; auf der Vorderachse wurden die typisch schweizerischen Trilex Adapterscheiben verbaut.

Irgendwo im winterlichen Norwegen steht Henrys Mercedes-Benz NG 1632 zum Entladen an einer Rampe.


René Tanner ist selbständiger Fahrer auf einem DAF CF und gehört zu den besten Lastwagen- Modellbauern.


Am Anhänger wurden ein neuer Unterfahrschutz sowie die Bremsleitungen angebracht, die typische Ratschen-Handbremse an der Stirnwand wurde mit feinem 0.3 mm Alublech und einer zackig gefeilten Plastikrondelle hergestellt. Neue Kotflügel aus 0.3 mm Alublech und das Schneekettengehänge rundeten den Umbau ab.

Beide Aufbauten wurden aus einem Block Zedernholz mit Kunststoff- und Aluminiumplatten in der Stärke von 1.5 mm bzw. 0.5 mm verklebt um Seitenläden- und Rungen zu imitieren. Danach wurde die Plane in der früher bereits beschriebenen Methode angebracht und verleimt.

Die Firmenlogos wurden durch meinen Freund Hans Witte zuerst auf einem A4-Blatt gezeichnet, um die stimmige Wiedergabe zu kontrollieren. Danach wurde der Entwurf auf einem Fotokopierer auf die passende Grösse verkleinert, um möglichst scharfe Konturen zu gewährleisten. Scaleprint aus Venlo hat schliesslich den Decal- Bogen mit der Beschriftung vervollständigt.

Lackiert wurde mit Spraydosen in RAL 6001 Smaragdgrün, die Planen wurden mit Latex Farbe bemalt. Der Zollverschluss wurde mit einem feinen Pinsel nachempfunden; das Zollseil aus selbstklebendem Abdeckband geschnitten und braun nachgemalt.