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OBJEKTIVE: Die besten Objektive für das Z-Bajonett


CHIP Foto-Video - epaper ⋅ Ausgabe 8/2020 vom 01.07.2020

Die spiegellosen Nikon-Kameras Z 50, Z 6 und Z 7 erfreuen sich großer Beliebtheit; nicht nur unter den Fans der Traditionsmarke. Wir widmen dem noch jungen Z-Bajonett deshalb ab sofort eine eigene Bestenliste.


IN LABOR & PRAXIS GETESTET

Im August 2018 startete Nikon in ein neues Zeitalter: Zusammen mit der Vorstellung der beiden spiegellosen Kleinbild- Kameras Z 6 und Z 7 präsentierte der Hersteller das von Grund auf neu entwickelte Z-Bajonett für Wechsel-Objektive. Mit einem vergleichsweise großen Durchmesser des Montagerings von 55 Millimetern soll die Konstruktion lichtstarker Objektive besonders ...

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Bildquelle: CHIP Foto-Video, Ausgabe 8/2020

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... einfach gelingen, so Nikon. Wie es Sony mit dem E-Mount bereits vorgemacht hat, kommt bei Nikon das neue Bajonett künftig auch bei den spiegellosen DX-Kameras zum Einsatz. Die im Oktober 2019 vorgestellte Z 50 machte hier den Anfang. Der Vorteil: Wer künftig von einer spiegellosen DX- auf eine FX-Kamera umsteigt, nimmt seine Objektive einfach mit; ganz so, wie es auch bei den DSLRs des Herstellers bisher möglich war, sehr gut! Das kurze Auflagemaß des neuen Z-Mount mit einem Abstand von nur 16 Millimetern zwischen Sensor und erstem Linsen- Element bringt jede Menge Vorteile: So kann beispielsweise die Randabschattung vergleichsweise einfach minimiert werden und auch der Verwendung von F-Objektiven an den DSLMs mittels Adapter steht so nichts mehr im Weg. Zudem ergibt sich noch Einsparungspotential bei der Konstruktion von nativen Objektiven mit kurzen Brennweiten. Hilfsmitte wie ein Mechanismus zur Retrofokussierung sind anders als bei DSLR-Objektiven nun nicht mehr nötig.

Start in die spiegellose Zukunft

Aktuell verfügt das junge System bereits über einige native Objektive. Dank des praktischen FTZ-Adapters finden zudem alle anderen Optiken mit F-Mount ihren Weg an die spiegellosen Kameras des Herstellers; auch die Modelle von Dritthersteller Sigma oder Tamron sind kompatibel. Wer also auf der Suche nach einem ganz bestimmten Objektiv oder einer speziellen Brennweite ist, die für das Z-System noch nicht erhältlich ist, wird trotzdem fündig. Beliebte Modelle wie beispielsweise das lichtstarke Nikkor 85 mm f/1,4 haben wir deshalb kurzerhand an der Nikon Z 7 nachgetestet. Hinzu kommt, dass wir künftig alle neuen Optiken mit dem F-Bajonett für die DSLRs des Herstellers ebenfalls am spiegellosen Topmodell testen werden. Ab sofort führen wir also alle Objektive mit Z-Bajonett sowie alle noch kommenden F-Optiken in einer neuen Bestenliste. Für eine bessere Vergleichbarkeit teilen wir die Liste wie gewohnt in Festbrennweiten und Zooms. Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen alle bisher getesteten Z-Objektiv kurz vor und werfen zudem noch einen Blick auf interessante Alternativen sowie adaptierbare Optiken, die das junge System bisher noch nicht zu bieten hat.

Nikon Nikkor Z 24 mm f/1,8 S

ca. 1.000 EuroGewicht: 450 g

Landschafts- und Architektur-Fotografen bekommen mit dem Nikkor Z 24 mm f/1,8 S eine hervorragende Weitwinkel-Festbrennweite mit lichtstarker Offenblende. Nicht nur, dass die Optik aufgrund ihrer kompakten Größe und des geringen Gewichts das knapp bemessene Reisegepäck nur minimal belastet; lästige Farbsäume an kontrastreichen Kanten suchen wir bei der Messung im Labor mit der Lupe. Die Auflösung im Zentrum ist mit über 2.500 Linienpaaren pro Bildhöhe bereits bei Offenblende außergewöhnlich hoch; sehr selten bei einem Objektiv mit dieser Charakteristik.. Doppelt abgeblendet legt die Weitwinkel- Festbrennweite sogar noch einmal rund 10 Prozent zu, toll. Am Bildrand beträgt die Auflösung bei Offenblende immerhin rund 1.800 Linienpaare; ein passabler Wert. Abblenden auf f/3,5 steigert die Messwerte hier dagegen sehr deutlich auf knackscharfe 2.200 Linienpaare. Einzig der gelegentlich ungenaue Autofokus gibt Grund zur Kritik.

+ Kompakte Maße und geringes Gewicht, abgeblendet sehr gute Abbildungsleistung, Einstellring

- Autofokus mit Schwächen bei der Genauigkeit, Vignettierung und Rand-Auflösung bei Offenblende

Vignettierung: Die starke Randabschattung bei Offenblende reduziert sich beim Abblenden auf f/3,5 deutlich; von rund 1,7 auf kaum sichtbare 0,5 Blendenstufen

Nikon Nikkor Z 35 mm f/1,8 S

ca. 750 EuroGewicht: 370 g

Die Normal-Brennweite mit lichtstarker Offenblende f/1,8 darf in keiner Foto-Tasche fehlen. Dank kompakter Maße und geringem Gewicht ist die Optik jederzeit schnell verstaut. Über jeden Zweifel erhaben präsentiert sich die Bildqualität: Bereits bei Offenblende messen wir bärenstarke 2.649 Linienpaare pro Bildhöhe im Zentrum; Bestwert unter allen Festbrennweiten in dieser Kategorie. Doppelt Abblenden steigert diesen Wert sogar nochmal leicht auf dann 2.776 Linienpaare. Die Auflösung am Bildrand geht mit rund 1.850 Linienpaaren bei Offenblende und knapp 2.080 Linienpaaren bei f/3,5 völlig in Ordnung. Das Beste: Weder tonnen- noch kissenförmige Verzeichnung ist dabei in unseren Messungen erkennbar, Hut ab. An kontrastreichen Kanten erkennen wir allerdings leichte Farbsäume. Die gezielte Nachbearbeitung in Programmen wie Lightroom lässt diesen Makel aber glücklicherweise schnell und unkompliziert verschwinden.

+ Tolle Schärfe bereits bei Offenblende, keinerlei Verzeichnung erkennbar, kompakt & lichtstark

- Leichte Farbsäume, gelegentliche AF-Patzer, sichtbare Vignette bei Offenblende

Vignettierung: Bei Offenblende sind die Ränder beim Nikkor Z 35 mm f/1,8 S 1,4 Blendenstufen dunkler als im Zentrum. Abblenden lässt die Vignette verschwinden.

Nikon Nikkor Z 50 mm f/1,8 S

ca. 500 EuroGewicht: 415 g

Das klassische 50er ist ein echtes Allround- Talent: Die Naheinstellgrenze fällt mit rund 40 Zentimetern angenehm kurz aus; Gewicht und Abmessungen machen die Optik zum idealen Begleiter auf jeder Foto-Tour. Die markante Randabschattung verschwindet beim Abblenden auf f/3,5 fast völlig. Auch Verzerrungen und Farbsäume sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen, sehr gut! Mit 2.433 Linienpaaren pro Bildhöhe im Zentrum sowie 1.839 Linienpaaren am Rand zeichnen sich die Aufnahmen der Optik durch eine passable Schärfe aus. Abblenden auf f/3,5 steigert beide Werte nochmal um rund 200 Linienpaare, hervorragend. Alternativ finden Sie in unserer Bestenliste auch noch ein 50-mm-Objektiv mit Offenblende f/1,4. Die Optik mit F-Bajonett punktet in erster Linie beim Preis: Mit rund 400 Euro ist sie allerdings nur 100 Euro günstiger als das native Z-Objektiv.

+ Hohe Abbildungsleistung in fast allen Bereichen, zuverlässiger und exakter Autofokus

- Sichtbare Randabschattung bei Offenblende, leichte Unschärfe am Rand bei f/1,8

Vignettierung: Ähnlich wie die 35mm-Festbrennweite kämpft auch die 50mm-Optik mit einer sichtbaren Vignette und 1,4 Blendenstufen dunkleren Ecken.

Nikon Nikkor Z 85 mm f/1,8 S

ca. 800 EuroGewicht: 470 g

Wer gerne Menschen fotografiert, liegt beim Nikkor 85 mm f/1,8 S genau richtig. Die Optik überzeugt von Beginn an mit einer sehr hohen Auflösung von knapp 2.500 Linienpaaren pro Bildhöhe im Zentrum. Erstaunlich dabei, dass der Auflösungsabfall zum Rand hin nur rund 300 Linienpaare beträgt; sehr ungewöhnlich für ein Objektiv dieser Art. Abblenden auf f/3,5 kommt in erster Linie den Randbereichen zugute: Die Auflösung steigt auf über 2.300 Linienpaare; Bestwert unter den Festbrennweiten in diesem Bereich. Die Auflösung im Zentrum profitiert nur leicht. Verzeichnung suchen wir mit der Lupe, Farbsäume treten an kontrastreichen Kanten dafür deutlich sichtbar in Erscheinung. Ein Aspekt, den das bewährte Nikkor AF-S 85 mm f/1,4G merklich besser im Griff hat. Der günstigere Preis spricht am Ende aber wahrscheinlich dann doch für die jüngere Porträt-Optik mit Z-Bajonett; zumindest für Fotografen, die sich für eine DSLM entschieden haben.

+ Tolle Schärfe bereits bei Offenblende; abgeblendet dann sogar am Bildrand, starker Autofokus

- Sichtbare Randabschattung bei Offenblende, deutliche Farbsäume an kontrastreichen Kanten

Vignettierung: Die extremen Ecken sind bei der Porträt- Brennweite eine Blendenstufe dunkler als das Zentrum. Abblenden beseitigt den Effekt fast vollständig.

Nikon AF-S Nikkor 85 mm f/1,4 G

ca. 1.450 EuroGewicht: 595 g

Alternativ zur nebenstehenden Optik mit Z-Bajonett haben wir auch die etwas lichtstärkere, wenn auch teuere Variante mit F-Mount nachgetestet. Das beeindruckende Ergebnis: Die Optik springt auf Anhieb auf den ersten Platz unserer neuen Bestenliste. Als einzigen Schwachpunkt bemerken wir eine deutlich sichtbare Randabschattung bei Offenblende; keine Seltenheit bei Porträt- Objektiven und somit insgesamt absolut zu verschmerzen. Die gemessene Auflösung von 2.374 Linienpaaren pro Bildhöhe bei Offenblende f/1,4 im Zentrum und 2.048 Linienpaaren am Rand steigert sich beim Abblenden auf f/2,8 nochmals deutlich, Hut ab. Besonders beeindruckt hat uns am Ende dann aber der Autofokus: Trotz Adapter liefert die Festbrennweite im Test gleichbleibend hohe Werte mit nur minimalen Abweichungen. Ein Pumpen war zu keiner Zeit zu erkennen, sehr schön! Hier kann sich selbst so manche native Optik eine große Scheibe abschneiden.

+ Klasse Bildqualität und Auflösung in fast allen Bereichen, hervorragender Autofokus

- Sichtbare Randabschattung bei Offenblende, vergleichsweise hoher Preis

Vignettierung: Was die Randabschattung angeht, hat die Porträt-Optik das Nachsehen gegenüber der neueren Variante mit Z-Bajonett; sogar beim Abblenden.

Nikon Nikkor Z 58 mm f/0,95 S Noct

ca. 9.000 EuroGewicht: 2.000 g

In vielfacher Hinsicht ist das Nikkor Z 58 mm f/0,95 ein echtes Schwergewicht: Das beginnt bereits beim stattlichen Gewicht von 2 Kilogramm. Zum Vergleich: Unsere Test-Kamera - die Nikon Z 7 - bringt dagegen nur ein Drittel, genauer gesagt magere 670 Gramm, auf die Waage. In der Praxis führt dieser Umstand zu einer starken Kopflastigkeit des Systems und einer immensen Belastung für den Arm des Fotografen. Wer die Kombination dennoch stemmt, wird mit sensationellen Bildergebnissen belohnt: Die extrem große Offenblende erlaubt Aufnahmen, die mit fast keiner anderen Optik möglich sind. Über 2.500 Linienpaare pro Bildhöhe im Zentrum und das bereits bei Offenblende sprechen hier beispielhaft für sich. Dass die Festbrennweite am Ende dennoch nur den letzten Platz unserer neuen Bestenliste belegt, hat sie nur der Tatsache zu verdanken, dass die Schärfe beim Fotografieren jederzeit manuell eingestellt werden muss.

+ Offenblende f/0,95, außerordentliche Bildqualität und Schärfe in beinahe allen Bereichen

- Kein AF-Motor, exorbitantes Gewicht und extrem hoher Preis, Randabschattung bei f/0,95

Nikon Nikkor Z DX 16-50 mm f/3,5-6,3 VR

ca. 360 EuroGewicht: 135 g

Speziell für die spiegellose Z 50 mit DX-Sensor entwickelt, spielt das kompakte Pancake-Objektiv auch nur an der DSLM mit APS-C-Sensor seine Stärken voll aus. Die enorm kompakte Bauweise sowie das federleichte Gewicht der Optik machen es zusammen mit der Kamera zu einer einsteigerfreundlichen Kombination. Die Abbildungsleistung geht angesichts des günstigen Preises in Ordnung: Eine Randabschattung ist beispielsweise nur bei Offenblende und kürzester Brennweite erkennbar, sehr gut. Was die gemessene Auflösung angeht, liefert die kompakte Optik durchwegs passable Ergebnisse. Abblenden steigert generell nur die Auflösung am Rand, im Zentrum werden über den gesamten Brennweitenbereich bereits bei Offenblende die Maximalwerte erreicht. Aufgrund des kleineren Bildkreises im Vergleich zu den restlichen, kleinbild- tauglichen Z-Objektiven läuft das kompakte Pancake in unserer Liste aber dennoch außer Konkurrenz.

+ Auflösung im Zentrum bei Offenblende, geringes Gewicht, kompakte Abmessungen, Preis

- Bajonett aus Kunststoff, deutliche Vignette bei Offenblende, Optik nur mittelmäßig korrigiert

Vignettierung: Nur im Weitwinkel und bei Offenblende ist die Randabschattung deutlich ausgeprägt. Bereits ab Mittelstellung ist die Vigentte kaum noch erkennbar.

Nikon Nikkor Z 14-30 mm f/4 S

ca. 1.150 EuroGewicht: 485 g

Nicht nur auf der nächsten Städte-Reise oder beim Ausflug in die Natur macht das Weitwinkelzoom mit durchgängiger Offenblende f/4 eine sehr gute Figur. So lädt bereits die kurze Naheinstellgrenze von 28 Zentimetern zum Experimentieren mit ganz unterschiedlichen Motiven ein. Besonders beachtlich ist dabei, dass die ansonsten für Weitwinkel- Zooms sehr charakteristische Verzeichnung beim Nikkor Z 14-30mm f/4 S beinahe gänzlich ausbleibt. Hier haben die Optik-Spezialisten von Nikon hervorragende Arbeit geleistet. Gleiches gilt auch für die Korrektur der chromatischen Aberrationen, die lediglich bei kürzester Brennweite und dort auch nur leicht sichtbar sind. Apropos: Bei Offenblende und 14 Millimetern Brennweite erkennen wir zuletzt eine deutliche Randabschattung, die sich beim Abblenden zudem nur leicht reduziert. Das Auflösungsvermögen der Optik bei der Messung im Labor ist dann schlicht bemerkenswert und tröstet über dieses Manko hinweg.

+ Schon bei Offenblende knackscharf; Abblenden steigert die Randauflösung, tolle Güte

- Starke Vignette und geringe Auflösung am Rand bei Offenblende und kürzester Brennweite

Vignettierung: Der Helligkeitsverlust beträgt bei Offenblende und kürzester Brennweite am Rand 1,6 Blendenstufen; abblenden senkt den Wert nur auf die Hälfte.

Nikon Nikkor Z 24-70 mm f/2,8 S

ca. 1.950 EuroGewicht: 805 g

Das lichtstarke Standard-Zoom für Nikon Z 6 und Z 7 begeistert durch die Bank und sichert sich zurecht den zweiten Platz unserer neuen Bestenliste: Die sichtbare Randabschattung über den gesamten Brennweitenbereich bei Offenblende verschwindet beim Abblenden fast völlig, toll. Verzeichnung oder Farbsäume sind dem Standardzoom zudem weitestgehend fremd. Was Schärfe und Auflösungsleistung betrifft, ist Abblenden schlicht nicht nötig: Bereits bei Offenblende f/2,8 messen wir herausragende Werte, die sich durch den Einsatz von f/5,6 nur minimal steigern lassen. In Sachen Autofokus glänzt die Optik schließlich mit konstanter Treffsicherheit und einem flotten Ansprechverhalten; besser geht es fast nicht. Alternativ finden Sie in unserer Bestenliste auch das Schwestermodell mit durchgängiger Lichtstärke f/4: Leicht reduzierte Messwerte sind dort für rund 1.000 Euro weniger zu haben; der Preis- Tipp für Einsteiger.

+ Sensationelle Abbildungsleistung über den Brennweitenbereich, Ausstattung, toller AF

- Sichtbare Randabschattung über den gesamten Brennweitenbereich bei Offenblende, Preis

Vignettierung: Im Weitwinkel wird die Randabschattung beim Standard-Zoom deutlich: 1,4 Blendenstufen Lichtverlust bei Offenblende sind jederzeit deutlich sichtbar.

Nikon AF-S Nikkor 70-200 mm f/4 ED G VR

ca. 1.300 EuroGewicht: 850 g

Das leichte Telezoom erfreut sich unter vielen Hobby-Fotografen großer Beliebtheit; seine wohl größte Stärke liegt in der Flexibilität: Dank einer kurzen Naheinstellgrenze von nur einem Meter über den gesamten Brennweitenbereich hinweg ist die Optik vielseitig einsetzbar. Der integrierte, optische Bildstabilisator hilft dabei, auch bei längeren Verschlusszeiten Wackler zuverlässig auszugleichen. Per FTZ-Adapter an der Nikon Z 7 betrieben messen wir durchgängig hohe Auflösungswerte im Bildzentrum. Zu den Ecken hin nimmt die Auflösung allerdings bei jeder Brennweite gleichmäßig deutlich ab. Abblenden auf f/8 hebt die Werte sowohl im Zentrum als auch in den Ecken leicht an. Lästige Farbsäume sind lediglich bei mittleren Brennweiten klar im Bild erkennbar. Insgesamt also ein rundherum gelungenes Allround-Objektiv zu einem fairen Preis - auch wenn es per Adapter an den spiegellosen Kameras des Herstellers zum Einsatz kommt.

+ Gute Auflösungswerte im Bildzentrum, leistungsstarker Bildstabilisator, geringe Vignettierung

- Verzeichnung im Weitwinkel, Farbsäume in Mittelstellung, Auflösung in den Ecken bei f/4

Vignettierung: Einzig im Telebereich und bei 200 Millimetern Brennweite beobachten wir eine sichtbare Vignette. Die Ecken sind hier 0,8 Blendenstufen dunkler.

Tamron 35-150 mm f/2,8-4 Di VC OSD

ca. 760 EuroGewicht: 790 g

Erst kürzlich brachte Objektiv-Dritthersteller Tamron ein außergewöhnliches und zugleich interessantes Objektiv für das F-Bajonett auf den Markt. Wir haben die Optik an der Nikon Z 7 getestet und sind positiv überrascht: Die kurze Naheinstellgrenze von 45 Zentimetern macht das Telezoom außergewöhnlich flexibel; der abgedeckte Brennweitenbereich unterstreicht diesen Charakter. Die leichte Randabschattung, die bei Offenblende über den Brennweitenbereich hinweg sichtbar ist, verschwindet beim Abblenden, sehr gut. Chromatische Aberrationen spielen beim Tamron-Objektiv ebenso eine untergeordnete Rolle. Die gemessene Auflösung im Zentrum ist bereits bei Offenblende vorbildlich hoch; der Auflösungsabfall zum Rand allerdings deutlich erkennbar. Abblenden bringt hier in beiden Bereichen eine schöne Steigerung mit sich. Lediglich die Genauigkeit des Autofokus sowie die markante Verzeichnung lassen ein wenig zu wünschen übrig.

+ Satte Auflösung im Bildzentrum, sehr flexibler Brennweitenbereich, Bewegungsstabilisator

- Gelegentlich ungenauer und pumpender Autofokus, markante Verzeichnung im Weitwinkel

Vignettierung: Bei einer Brennweite von 35 Millimetern messen wir bei Offenblende f/2,8 einen Helligkeitsverlust von nur einer Blendenstufe am Rand; sehr gut!

Nikon AF-S Nikkor 120-300 mm f/2,8 ED VR

ca. 11.000 EuroGewicht: 3.250 g

Wer in erster Linie Sportveranstaltungen und wilde Tiere in der Natur fotografiert, kommt mit diesem brandneuen, lichtstarken Telezoom voll auf seine Kosten; auch an den spiegellosen Kleinbild-Kameras des Herstellers. Das Nikon AF-S Nikkor 120-300 mm f/2,8 belegt zurecht den ersten Platz in unserer neuen Bestenliste. Dem zugegeben sehr hohen Preis von rund 11.000 Euro stehen die umfangreiche Ausstattung, der fantastische Bildstabilisator sowie die hervorragende Abbildungsleistung gegenüber. Weder kissen- oder tonnenförmige Verzeichnung noch störende Farbsäume an kontrastreichen Kanten sind beim Profi-Tele zu beobachten, klasse! Was die Auflösungsleistung angeht, ein ähnliches Spiel: Hohe Werte im Zentrum und ein nur moderater Abfall hin zu den Ecken unterstreichen bereits bei Offenblende den professionellen Anspruch der Optik. Abblenden bringt zwar eine Steigerung, ist aufgrund der eindrucksvollen Performance schlicht nicht nötig.

+ Auflösung bei Offenblende, geringer Auflösungsabfall zum Rand hin, vorbildliche Objektiv-Güte

- Sehr hoher Preis, große und schwere Konstruktion

Vignettierung: Selbst bei der längsten Brennweite von 300 Millimetern messen wir bei f/2,8 am Rand nur einen Helligkeitsverlust von 1,1 Blendenstufen; beeindruckend!


FOTO: NIKON