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Oder doch lieber die AirPods Pro?


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Mac Life - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 02.12.2021

Test: AirPods 3

Parallel zu den neuen Mac- Book Pro-Modellen und dem HomePod mini im neuen, farbigen Look hat Apple auch die aktuelle Generation der AirPods vorgestellt. Ende 2016 gelang Apple mit den ersten AirPods ein echter Geniestreich: Es waren die ersten True- Wireless-Ohrhörer, die nicht nur einen wirklich passablen Klang boten, sondern dabei auch noch erschwinglich waren. In gewisser Hinsicht gelang es Apple damit sogar, ein Gefühl wiederzubeleben, das wir schon von den weißen EarPods kannten, die zusammen mit jedem iPod ausgeliefert wurden. Wer damals, in der ersten Hälfte des ersten 2000er-

Jahrzehnts, mit weißen Ohrhörern durch die Gegend lief, hatte mit ziemlicher Sicherheit einen iPod in der Tasche. Wer seit 2016 (OK, ehrlicherweise 2017, denn zum Weihnachtsgeschäft 2016 waren die ersten AirPods zwar bestell-, praktisch aber nicht lieferbar) mit weißen, kabelfreien Ohrhörern durch die ...

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Bildquelle: Mac Life, Ausgabe 1/2022

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... Gegend läuft, hat mit ziemlicher Sicherheit ein iPhone in der Hosentasche.

Das klingt zunächst abwegig, tatsächlich hat sich in der Vergangenheit aber bereits mehrfach gezeigt, dass Apple recht gut darin ist, dieses selbst gesteckte Ziel zu erreichen. Sicherlich, vermutlich kennen alle Apple- und vor allem auch AirPods-Fans die eine oder andere Person, für die die Passform dann eben doch nicht optimal passt. „Universal“ ist also sicherlich übertrieben.

Was allerdings garantiert für alle gleich funktioniert, ist die neue Art, die AirPods 3 zu bedienen. Während du bei dem vorigen Modell, den AirPods 2, noch auf das Gehäuse tippen musstest, um etwa einen Song vor- oder zurückzuspringen, übernimmt Apple für die neue Generation die Drucksensitivität der Stifte der AirPods Pro, was deutlich angenehmer ist.

Ein weiterer netter Bonus ist, dass die neuen AirPods nun wasser- und schweißabweisend sind. Zwar kennen wir persönlich keinen Menschen, der die AirPods durch einen Spaziergang bei Regen oder durch schweißtreibende Sporteinheiten zerstört hätte. Unter die Dusche, in den Swimmingpool oder in die Sauna würden wir die AirPods 3 trotzdem nicht mitnehmen und empfehlen auch dir, Abstand davon zu nehmen.

Zu den Neuerungen gehört darüber hinaus ein Sensor für die Hauterkennung. Ja, richtig gelesen. Die AirPods 3 sollen so noch besser erkennen, ob sie sich in deinem Ohr oder zum Beispiel in deiner Hosentasche befinden, um ungewolltes Abspielen von Musik zu vermeiden. Ob das nun tatsächlich eine Verbesserung darstellt, vermögen wir nicht zu beurteilen – wir hatten damit auch bislang keine Probleme.

Akku-Laufzeit

Die Akku-Laufzeit gibt Apple mit sechs Stunden an (plus eine Stunde gegenüber den AirPods 2), was ordentlich ist, gemessen daran, wie wenig Platz für Batterien in den AirPods zur Verfügung steht. Das Lade-Case (das nun übrigens auch die nötigen Magnete für die Kompatibilität zu MagSafe besitzt) kann die Ohrhörer so oft aufladen, dass du auf 30 Stunden Musikhören kommst (plus sechs Stunden gegenüber den AirPods 2), bevor auch das Lade-Case geladen werden muss.

Die zur Verfügung stehende Zeit zwischen zwei Aufladungen reduziert sich allerdings drastisch, wenn du die AirPods nicht nur zum Musikhören, sondern auch zum Telefonieren nutzen möchtest – nämlich auf vier Stunden.

Und auch das Einschalten von 3D Audio verringert die Akku-Laufzeit um eine Stunde.

All das konnten wir selbst jedoch noch nicht bis ins letzte Detail nachmessen. Zu kurz war bislang die Zeit, die wir mit den AirPods 3 hatten. Wie lange sie im „echten Leben“ durchhalten, das wird erst die Zeit zeigen. Unseren Erfahrungen nach sind die Angaben Apples zu Akku-Laufzeiten bei allen Geräten jedoch realistisch.

Klang

In Sachen Sound können die Air- Pods 3 gegenüber ihren Vorgängern gleich mit mehreren neuen Funktionen auftrumpfen. So unterstützen sie „Spatial Audio“, Apples Technologie, die die Audiowiedergabe so gestaltet, dass du dich von Klang umgeben fühlst. Das funktioniert naturgemäß vor allem dann wirklich gut, wenn Musik oder Film daraufhin angepasst sind. Zu „Spatial Audio“ gehört aber noch ein weiterer Trick: Wenn du die Standardeinstellung nicht veränderst und ein halbwegs aktuelles Apple- Gerät zum Abspielen verwendest, bleibt die Soundquelle beim Bildschirm. Auch dann, wenn du den Kopf bewegst.

Ein Beispiel: Du sitzt mit Air- Pods 3 vor deinem iMac und startest die Musikwiedergabe. Wenn du jetzt deinen Kopf nach rechts drehst (also das linke Ohr zum Bildschirm hinwendest), hörst du die Musik auf dem linken Ohr lauter – die virtuelle Bühne wandert, anders als bei klassischen Kopfund Ohrhörern, nicht mit.

Ebenfalls neu mit an Bord ist „Adaptive EQ“, eine Funktion, die mit Mikrofonen misst, wie Musik in deinem Ohr klingt und gegebenenfalls so lange nachsteuert, bis sie für dich so klingt, wie sie klingen soll. Vorausgesetzt natürlich, dass dein Gehör nicht beeinträchtigt ist.

Verglichen mit den herkömmlichen AirPods der zweiten Generation klingen diese AirPods vor allem satter und haben mehr Bass zu bieten, ohne dabei Präzision in den Höhen zu verlieren. Ein Vergleich mit den AirPods Pro ist aufgrund der deutlich unterschiedlichen Funktionsweise nicht ganz fair, ob der sonstigen Ähnlichkeiten aber dennoch angebracht.

Denn natürlich haben die In-Ears den großen Vorteil, dich weitestgehend von der Umwelt abzuschotten, was es dir ermöglicht, dich ganz anders auf die Musik zu konzentrieren. Und allein dadurch wird der subjektiv wahrgenommene Klang schon besser.

In einem sehr stillen Raum sitzend und ständig zwischen Air-Pods 3 und AirPods Pro hin und her wechselnd, können wir allerdings keine allzu großen klanglichen Unterschiede feststellen. Vor allem dann nicht mehr, wenn wir die aktive Geräuschunterdrückung der AirPods Pro deaktivieren. Bei einigen Stücken gefällt uns das eine, bei anderen das andere Modell besser und wie zuvor erwähnt: Unter praktisch idealen Bedingungen können wir keinen klaren Klangsieger ausmachen. Ganz anders sieht das aus, sowie wir auch nur einen Fuß vor die Tür setzen: Sofort werden die AirPods Pro deutlich attraktiver.

Welche AirPods sind die richtigen für dich?

Apple verkauft aktuell vier Air- Pods-Modelle. Die neuen AirPods 3 (199 Euro), die vorige Generation, also die AirPods 2 (149 Euro), daneben die AirPods Pro (279 Euro) und die AirPods Max (612,70 Euro). Letztere lassen wir nicht nur wegen des schrägen Preises, sondern auch, weil es sich um Over-Ear-Kopfhörer handelt, für diese Betrachtung außen vor.

Auf den ersten Blick sehen die AirPods 3 natürlich nach einem guten Deal aus. Sie sind „nur“ 50 Euro teurer als die jetzt veralteten AirPods der 2er-Generation und immerhin 80 Euro günstiger als die AirPods Pro.

Das alles stimmt allerdings nur auf dem sprichwörtlichen Papier. Online und selbst im stationären Einzelhandel findest du die Air-Pods Pro regelmäßig zu deutlich günstigeren Konditionen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels gibt es die AirPods Pro gleich bei mehreren vertrauenswürdigen Online-Händlern für 215 bis 220 Euro inklusive Versand, wohingegen die brandneuen AirPods 3 natürlich praktisch überall genau das kosten, was auch Apple verlangt: 199 Euro. So aber schrumpft der Preisvorteil auf gerade einmal 20 Euro. Für diese 20 Euro aber erkaufst du dir eine aktive Geräuschunterdrückung (Active Noise Cancelling, ANC) inklusive des Transparenzmodus, der es dir ermöglicht, Gespräche mit anderen Menschen zu führen, ohne die AirPods Pro aus den Ohren nehmen zu müssen.

Fairerweise soll nicht unerwähnt bleiben, dass du dir diesen Luxus nicht nur durch einen höheren Preis, sondern auch durch eine geringere Akku-Laufzeit erkaufst: Die AirPods Pro halten nämlich nur 4,5, respektive 24 Stunden durch. Dafür wiederum kommen die AirPods Pro, wie schon eingangs erwähnt, mit drei unterschiedlich großen Silikonaufsätzen, was einen guten Sitz im Ohr nahezu garantiert.

Fazit

Die AirPods 3 sind eine grundsolide Weiterentwicklung der Air-Pods 2 und heben sie fast auf das Niveau der Pro-Ohrhörer – eben abzüglich der Geräuschunterdrückung. Klanglich und in Sachen Bedienung können die AirPods 3 ebenso überzeugen wie bei der Transportfrage. Wo andere Ohrhörer-Cases in der Hosentasche schnell auftragen oder drücken, ist die Aufbewahrung für die Air- Pods 3 angenehm dezent.

Eine Kaufempfehlung hängt allerdings von zwei ganz anderen Faktoren ab: Sind grundsätzlich auch echte In-Ears für dich denkbar? Und: Hast du Zeit, den richtigen Zeitpunkt zum Kauf abzupassen?

Wenn In-Ears, also die AirPods Pro, eine Option für dich sind, dann halte um Himmelswillen die Augen nach guten Angeboten offen und schlag zu! Aktuell sind die AirPods 3 und AirPods Pro im „Straßenpreis“ zu nah beieinander, als dass eine andere Entscheidung sinnvoll wäre.

Wenn du auf Noise-Cancelling verzichten kannst oder ohnehin keine In-Ears magst, sind die AirPods 3 eine super Wahl. Zwar könnte hier angeführt werden, dass sich das Warten lohnen wird, da auch die AirPods 3 schnell im Preis fallen werden. Aber letztlich lohnt sich das Warten bei Technik immer.

Das Warten wird die AirPods 3 übrigens bald ganz automatisch zu einem besseren Deal werden lassen. Dann nämlich, wenn Apple die AirPods Pro erneuert und damit auch der Straßenpreis für die Pro-Ohrhörer wieder steigt.