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Ökologischer Umbau: Kein Märchen


ÖKO-TEST Spezial Wohnen und Leben - epaper ⋅ Ausgabe 12/2011 vom 18.11.2011

Die Sanierung eines fast 50 Jahre alten Siedlungshauses ist kein Kinderspiel. Doch mit viel Energie, Fantasie und guten Ideen ist es einer Familie und ihrem Architekten gelungen, das verwunschene Häuschen wach zu küssen.


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Viel Licht und deutlich mehr Raum bringt der Anbau an das alte Haus. Gäste und Musikzimmer im Erdgeschoss und das Elternschlafzimmer verfügen über bodentiefe Fenster.


Alt versus Neu: Anbau und Altbau zeigen deutlich, was aus welcher Zeit stammt. Massive Holzträger im Dach sorgen für die nötige Stabilität.


Foto: Kopff & Kopff Architekten GbR

Es war einmal ein kleines Haus in einer gro.en ...

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Es war einmal ein kleines Haus in einer gro.en Stadt. Das hatte seine besten Zeiten schon lange hinter sich, aber seine Mauern waren noch gut in Schuss und auch seine Lage am Rand der Millionenmetropole war wunderschon. Aber seine Eigentumerin wohnte weit weg in einem fernen Land und konnte sich nicht so richtig um das kleine Haus kummern. Deshalb bot sie es schweren Herzens zum Kauf an. Viele Menschen wollten das kleine, unscheinbare Haus kaufen. Aber nicht um es zu retten, sondern um es dem Erdboden gleichzumachen und auf dem gro.en Grundstuck drei neue, angeblich viel schonere Hauser zu bauen. Doch das wollte die Eigentumerin nicht, deren Eltern das Haus nach dem Krieg mit viel Muhe und ihrer Hande Arbeit errichtet hatten. Da kam eines Tages eine Familie des Wegs, die schon eine lange Zeit nach einem neuen Heim Ausschau gehalten hatte. Als sie das kleine Haus zum ersten Mal betraten, fuhlten sie sich sofort wohl. Nach solch einem Heim hatten sie schon immer gesucht, eines mit Charakter und Geschichte. Das gefiel der Besitzerin sehr und sie verkaufte es an die Familie, mit der Auflage, das alte Haus in Ehren zu halten. So wohnt heute glucklich und zufrieden die junge Familie in ihrem alten, neuen Haus.

Staub, Dreck, Arbeit

Ja, auf den ersten Blick liest es sich wie ein Marchen, was Beatrix und Franz Fuchs und ihren Kindern Sebastian (13) und Sarah (11) widerfahren ist. Tatsachlich haben sie in Munchen, einer der teuersten Stadte Deutschlands, ein bezahlbares Haus mit einem schonen Grundstuck in einer begehrten Gegend gefunden. Doch zwischen dem zaube r haften Beginn und dem Happy End ist in dem eingangs erzahlten Marchen doch einiges zu kurz gekommen: Es fehlt der Staub, der Dreck, die viele Arbeit und die vielen Sorgen, die sich Familie Fuchs gemacht hat. Und naturlich auch das Geld, das sie in die Grundsanierung investiert hat. Denn das Siedlungshaus aus dem Jahr 1958 prasentierte sich zwar nett und seine altmodische Anmutung hatte es vor allem Beatrix Fuchs sehr angetan. Aber mit insgesamt 112 Quadratmetern war das acht auf neun Meter messende Hauschen viel zu klein fur die vierkopfige Familie, und auch die Aufteilung der beiden Ebenen mit jeweils drei winzigen Raumen entsprach so gar nicht modernen Wohnwunschen, ebenso die alte Sanitarausstattung. „Wir brauchten einfach mehr Platz“, erzahlt Beatrix Fuchs. „Und wir wollten mehr Licht.“ Ideen und Erfahrung waren also gefragt. Die fand Familie Fuchs in der Person von Architekt Bernhard Kopff, der das Projekt von Anfang an begleitete. Seine Art, werterhaltend zu planen, und seine Kenntnisse uber okologische und wohngesunde Baustoffe passten zu den Wunschen und Vorstellungen der Familie.

Stahlträger auf Stahlstützen ersetzen die Innenwände im Erdgeschoss. Die Hauswand zum Garten wurde komplett entfernt.


Foto: Kopff & Kopff Architekten GbR

Wo früher der Wind pfiff und allerhöchstens Wespen ihr Nest bauten, richtete Architekt Bernhard Kopff für die Kinder eine gemütliche Kuschelecke ein.


Foto: Beate Boll, FOTOS FÜRS LEBEN

Foto: Kopff & Kopff Architekten GbR

Im Elternschlafzimmer verkleiden Schilfrohrmatten die Heizrohre der Wandheizung. Sie wurden anschließend mit Lehm verputzt.


Foto: Kopff & Kopff Architekten GbR

Die Holzterrasse schmiegt sich in die vom Anbau geschaffene Ecke und reicht bis an den Schwimmteich heran.


Foto: Beate Boll, FOTOS FÜRS LEBEN

Sorgfaltig untersuchte Kopff das Haus vor dem Kauf auf Bauschaden, zeichnete Plane des Baubestands und lie. Untersuchungen auf Schadstoffe und Elektrosmog durchfuhren. „Gerade in den 50er-Jahren, als man wenig Geld hatte, wurde teilweise schlechtes Material verbaut, das auch heute noch Probleme machen kann“, wei. Kopff. Erst als von allen Seiten das O. K. kam, konnte es losgehen.

Von Anfang an war klar, dass es ohne heftige Eingriffe in die Substanz des Hauses nicht gehen wurde. Im Erdgeschoss fielen fur den gro.en Raum zum Kochen, Essen und Wohnen gleich drei Zwischenwande und im Dachgeschoss die Abseiten an den Dachschragen, die zwar senkrechte Wande boten, aber viel Stellflache kosteten. Und fur mehr Licht mussten gro.flachigere Offnungen in den Wanden her, als man vor 50 Jahren gebaut hatte. Ohne den Rat und die Berechnungen eines Statikers war das naturlich nicht zu machen. Der plante Stahltrager als Ersatz fur die Zwischenwande und eine Aussteifung des Daches. Licht und Raum in einem brachte schlie.lich ein Anbau in Holzbauweise, der nicht nur das Wohnzimmer um rund 2,5 Meter erweitert, sondern auch eine Ecke fur Gaste und das Klavier der Familie schafft. „Zuerst wollten wir nur im Erdgeschoss anbauen, doch dann hatte Herr Kopff die Idee, auch in der zweiten Ebene mehr Platz zu schaffen“, erinnert sich Franz Fuchs. So entstand im Obergeschoss ein neues Elternschlafzimmer, das deutlich uber den Altbau hinausragt. Die schnorkellose Form des Kubus und seine Holzverkleidung heben die Erweiterung deutlich vom bisherigen, verputzten Baukorper ab. „Das macht klar, was zu welcher Zeit gehort, respektiert die Geschichte des Hauses und gibt ihm gleichzeitig ein unverwechselbares Au.eres“, erklart Architekt Kopff.

Überraschung aus Beton

Bevor die Tieflader mit den in einem Holzbaubetrieb vorgefertigten Wandelementen des Anbaus anrucken konnten, musste aber erst einmal jede Menge Bauschutt aus dem Haus geschafft werden. Familie Fuchs und etliche Freunde schufteten einige Wochenenden, dann waren die Uberreste der Zwischenwande, die nicht mehr zeitgema.e Elektroinstallation, die maroden Sanitarleitungen und auch die Dielen des alten Fu.bodens ausgebaut und entsorgt. Vieles wurde wiederverwendet, zum Beispiel die Fenster, die bereits vor dem Kauf erneuert worden waren. Auch die handgefertigten Turen und Turstocke aus massivem Holz und die alte Holztreppe blieben an ihrem Platz. Komplett neu gestaltet wurde die Hausfront zum Garten. Franz und Beatrix Fuchs schutteten den Kellerabgang zu, weil daruber der Anbau entstehen sollte, offneten mit Abbruchhammer und Mei.el die Au.enwand und brachen den kleinen Balkon an der Giebelseite ab. Eine etwas voreilige Aktion, denn beim ursprunglichen Bau hatten die Maurer eine au.ergewohnliche Kon struktion gewahlt: Die Betonplatte des Balkons hatte ein ebenso gro.es Gegengewicht, das in der Holzbalkendecke des Wohnzimmers versteckt war. „Die tonnenschwere Platte lag einfach auf der Au.enwand auf. Nachdem die freihangende Seite au.en abgebrochen worden war, hatte es eine bose Uberraschung geben konnen, weil das in der Deckenkonstruktion verankerte Betonteil jetzt au.en kein Gegengewicht mehr hatte“, erinnert sich Bernhard Kopff. Aber alles ging gut und nach einigen Wochen harter Arbeit konnte mit den Ausbauarbeiten begonnen werden. Bei denen legten Bauherren und Architekt viel Wert auf die richtigen Baustoffe. „Uns war es von Anfang an besonders wichtig, dass wir nachhaltige und gesunde Baustoffe verwenden, die sich irgendwann auch wieder problemlos entsorgen lassen“, sagt Beatrix Fuchs.

Der Essplatz befindet sich direkt an der großen Fensterfront des Anbaus. Unter dem Fliesenboden steckt ein neuer Fußbodenaufbau samt Heizrohren.


Foto: Beate Boll, FOTOS FÜRS LEBEN

Die Au.enwande bekamen deshalb eine Dammung aus zwolf Zentimeter starken Mineral schaum platten. Die porosen, stabilen Platten dammen ordentlich und geben eventueller Feuchtigkeit die Moglichkeit, wieder aus der Wand zu diffundieren. Verputzt wurde die neue Hulle mit einem stabilisierenden Putzgewebe und einem Abschirmgewebe gegen die elektromagnetische Strahlung eines nahen Mobilfunkmastes. Die bis auf die Balken abgetragenen Decken von Erdgeschoss und Dachgeschoss erhielten eine Dammschuttung aus Tongranulat, bevor sie mit neuen Dielen aus Fichtenholz als Bodenflache verkleidet wurden. Der Boden im Erdgeschoss wurde komplett neu aufgebaut: Auf der bestehenden Betondecke des Kellers schutzen Dammplatten aus Holzweichfaser gegen den Warme verlust, ein neuer Estrich mit Fu.bodenheizung bildet die Grundlage fur den Fliesenbelag. Im Erdgeschoss erhielten die restlichen Wande einen feuchtigkeitsausgleichenden Lehmputz, der auch im Obergeschoss die Heizrohre der Wandheizung uberdeckt. Innenwande in Trockenbauweise mit Gipskartonplatten auf einem Holzstanderwerk teilen das Obergeschoss neu ein.

Der niedrige Kniestock erforderte viel Kreativität. Die Badewanne hängt an Stahlstäben zwischen den Deckenbalken.


Der Schwimmteich vollendet seit 2010 die Umgestaltung des Gartens.\


Gerungen hat Architekt Bernhard Kopff um jeden Zentimeter: Damit die Badewanne unter die Dachschrage passt, wurde sie zwischen die Deckenbalken abgesenkt, stabile Gewindestangen aus Edelstahl halten das Sanitarobjekt jetzt sicher in der Schwebe. Abwasserleitungen und sonstige Installationen moglichst unsichtbar und platzsparend in Wanden und Decken unterzubringen, ist personlicher Ehrgeiz des Planers. Fur die beiden Kinderzimmer nutzte er den Spitzboden als Ruckzugs-und Wohlfuhlraum. Eigens geplante Schranktreppen erschlie.en die beiden zeltartigen Zimmer, die immerhin jeweils rund 12,5 Quadratmeter zusatzlicher Grundflache unter den Schragen des steilen Daches bieten.

Wo fruher durch lockere Ziegel der Wind pfiff, dammt nun eine zwischen den Gipskartonplatten innen und einem Unterdach aus Holzweichfaserplatten eingeblasene Packung Zelluloseflocken gegen Winterkalte und Sommerhitze. Auch hier kam eine zusatzliche Abschirmung gegen Elektrosmog zum Einsatz. Jeweils ein Dachflachenfenster sorgt fur die notwendige Belichtung und Beluftung.

Passgenauer Anbau

Der Anbau wurde in einer Zimmerei exakt vorgefertigt und schwebte Element fur Element per Kran an seinen vorausberechneten Platz auf der zuvor betonierten Bodenplatte. Gegen die Kalte des Erdbodens dammt eine Schuttung aus Glasschaumschotter. Das sehr leichte Material fuhlt sich an wie ein fester Schwamm, besteht aus aufgeschaumtem Recyclingglas und ist besonders umweltfreundlich. Insgesamt 43 Quadratmeter zusatzliche Wohnfla che schafft die ebenfalls mit Zellulose und Holzweichfaserplatten gedammte und mit Larchenholz verkleidete Holzkonstruktion, neben dem gro.eren und deutlich helleren Wohnbereich auch ein 17 Quadratmeter gro.es Elternschlafzimmer im Obergeschoss. Dafur die Genehmigung zu bekommen, war kein Problem, schlie.lich steht das Haus in einem sogenannten §-34-Gebiet, in dem sich Anderungen und Neubauten lediglich an die bestehende Umgebung anpassen mussen. Und mit rund 550 Quadratmetern ist das Grundstuck des alten Siedlungshauses gro.genug fur den zusatzlichen Baukorper. Nicht zuletzt schafft der Anbau eine geschutzte Ecke fur die neue Terrasse. „Deren Belag aus dem Tropenholz Bangkirai ist unsere einzige Sunde“, gesteht Beatrix Fuchs, obwohl das Holz das FSC-Siegel fur eine nachhaltige Forstwirtschaft tragt.

Energieverschwendung ade

Fur diese Ausnahme von der konsequent okologischen Baustoffauswahl ist die Energie bilanz des sanierten Hauses mehr als nur ein Ausgleich. Dank Rundumdammung und einer Grundwasserwarmepumpe als neues Heizsystem wurde aus einer Energieschleuder erster Gute ein sparsames Effizienzhaus, das, obwohl bereits 2007 fertiggestellt, auch heutige Anforderungen erfullt. Der Heizwarmebedarf sank auf die Halfte, der Primarenergiebedarf als Ausdruck der okologischen Qualitat der Warmeversorgung wurde von extrem verschwenderischen 451 auf gute 98 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnflache und Jahr reduziert. „Unsere Heizkosten sind minimal, und insgeheim rechnen wir bei jeder Erhohung des Olpreises aus, was wir gegenuber unserer fruheren, mit Heizol beheizten Wohnung alles sparen“, freut sich Franz Fuchs. Durch die hohe Energieein sparung konnte Familie Fuchs ein zinsgunstiges Forderdarlehen der staatlichen KfW-Bank ebenso nutzen wie ein Forderprogramm der Stadt Munchen. So gelang es den vieren 2010, drei Jahre nach dem Einzug, einen Traum zu erfullen: einen Schwimmteich im Garten, der neben einem tiefen betonierten Bereich auch aus einer Flachwasserzone zur Wasserreinigung und einer Sumpfzone mit vielen besonderen Pflanzen besteht. „Seitdem hat sich das Leben in unserem Garten enorm bereichert. Viele Vogel, Libellen und sogar eine Fledermaus sind seitdem regelma.ig in unserem Garten zu Gast“, ist Beatrix Fuchs sichtlich begeistert. Da fehlt nur noch der Froschkonig, der eines Tages aus dem Teich auftaucht.

Sanierung und Erweiterung eines Einfamilienhauses

Baujahr : 1958
Umbau und Erweiterung : 2007
Wohnfläche (vor/nach Umbau): 112 m²/178 m²
Wandaufbau Altbau (von innen nach außen): Lehmputz, bestehendes Ziegelmauerwerk, 12 cm Mineralschaumplatte, Abschirmgewebe gegen elektromagnetische Strahlung, Außenputz. U-Wert: 0,43 W/(m²K).
Wandaufbau Anbau (von innen nach außen): Gipskartonplatte, 5 cm Installationsebene, 16 cm Holzständer mit Zellulosedämmung, 3,5 cm Holzweichfaser Unterplatte, Abschirmgewebe, Holzlattung, Lärchenschalung. U-Wert 0,16 W/(m²K).
Dach (von innen nach außen): Gipskartonverkleidung, Lattung, bestehende Dachsparren mit 14 cm Zellulosedämmung, Unterdach 3,5 cm Holzweichfaserplatte, Abschirmgewebe gegen elektromagnetische Strahlung, Lattung, Dachziegel. U-Wert 0,16 W/(m²K).
Haustechnik : Grundwasserwärmepumpe, Fußbodenheizung im EG, OG Bauteiltemperierung in den Außenwänden, im Elternschlafzimmer Leichtlehmwand mit Wandheizung.
Heizwärmebedarf: vorher 178 kWh/(m²a), nachher 92 kWh/(m²a).
Primärenergiebedarf : vorher 451 kWh/(m²a), nachher 98 kWh/(m²a).
Umbaukosten : 258.000 Euro einschließlich Baunebenkosten.
Architekt : Bernhard Kopff, kopff & kopff Architekten, Ernsbergerstr. 10, 81241 München, Tel. 089 / 88 99 99-88,www.doppelkopff.de


Fotos: Beate Boll, FOTOS FÜRS LEBEN (2)