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Offen für alles


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emotion - epaper ⋅ Ausgabe 11/2021 vom 08.10.2021

Kochen & Wohnen

„Mischen is possible“ lautet die Devise für mehr Spaß

social Media Managerin Ana Julia Rahmani, 35, wohnt mit Mann und Sohn, 3, in Berlin auf 120 Quadratmetern.

Was gefällt dir besonders gut an eurer Wohnküche?

Ana Julia: Man bleibt zusammen. Ob im Topf rühren, im Magazin blättern, snacken, die Post durchgehen oder eine Serie gucken: wir können einander Gesellschaft leisten, ohne das Gleiche machen zu müssen. Bevor wir einzogen, war die Küche in einem anderen Raum. Die Idee, die Rohre ins Wohnzimmer zu verlegen, um ein Schlafzimmer mehr zu bekommen, kam vom Architekten. Aber von meiner früheren WG haben wir das Konzept der Wohnküche bereits lieben gelernt.

Hast du Tipps, wie man so einen offenen Raum gut einrichtet?

Schöne Sachen nach draußen, praktische nach drinnen. Entweder sind die Geräte so schön in Form und Farbe, dass man sie eh gerne herzeigt, oder sie lassen sich wenigstens ...

Artikelbild für den Artikel "Offen für alles" aus der Ausgabe 11/2021 von emotion. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: emotion, Ausgabe 11/2021

Oben Pflanzen, in der Mitte Bücher und unten Teller: Regal ?m3? aus FSC Eiche von Hübsch Interior, ca. 750 ?
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Schlafen, Wohnen & Arbeiten

Ein luftiges, weißes Loft bringt kreatives Denken in Schwung

Sascha und Lilli Grewe leben mit ihren Töchtern Laura, 18, und Emma, 7, in Bielefeld in einem Loft auf 100 Quadratmetern. Lilli arbeitet als Social Media Managerin, Sascha ist Designer und hat unter der Wohnung sein eigenes Studio.

Wie kam es dazu, dass ihr euch zu solch einem derart offenen Wohnraum entschieden habt?

Lilli: Es war schon immer Saschas Traum in einem Loft zu wohnen, und ich konnte mir das auch gut vorstellen. Wir sind gern viel zusammen und brauchen wenig räumlichen Abstand.

Was gefällt euch daran besonders gut?

Sascha: Man ist immer dabei und Teil des großen Ganzen. Die Gedanken sind frei, weil der Raum so groß und offen ist. Viele Ideen entstehen so im Alltag.

Alles offen – bedeutet das auch, immer alles schön clean halten zu müssen?

Lilli: Ja, da alles bei uns einsehbar und Teil eines Gesamtkonzepts ist, ist es wichtig, vieles reduziert, stimmig und aufgeräumt zu halten.

Räumt ihr eure Arbeitssachen abends jeweils weg?

Lilli: Da ich am Esstisch arbeite, räume ich meinen Kram immer weg, wenn ich fertig bin. Ich arbeite aber zu 99 Prozent papierlos, es gibt also nur den Laptop, der zugeklappt werden muss.

Sascha: In meinem Studio kann ich nur kreativ und produktiv werden, wenn alles ordentlich ist und seinen Platz hat.

Habt ihr für euer Loft extra Möbel angeschafft oder gebaut?

Sascha: Wir haben auf jeden Fall den Raum bestmöglich geplant und Schränke in die Schrägen eingebaut, um diese Bereiche für Stauraum zu nutzen.

Habt ihr Ideen, wie man offene Flächen gut strukturieren kann?

Lilli: Wir haben einige Möbel wie Kleiderschrank, Bett und Schreibtisch bewusst so gestellt, dass sie Bereiche optisch abgrenzen und so „Räume“ schaffen.

Was glaubt ihr, wie wir in Zukunft wohnen werden?

Lilli: Wir hoffen, dass Wohnen immer vielfältiger wird und es keine allgemeingültigen Normen dafür gibt. Je nach individuellen Bedürfnissen und Lebenssituationen wird es bestimmt immer mehr unterschiedliche Modelle geben.

Hättet ihr manchmal gern jeweils einen abgeschlossenen Raum nur für euch?

Sascha: Nein, eigentlich nicht. Es ist eher so, dass wir ein ungutes, eingeengtes Gefühl haben, wenn wir darüber nachdenken in kleinen, normalhohen Räumen leben zu müssen. Wir lieben das Luftige und Offene und möchten nicht mehr zurück zum ganz normalen Wohnmodell, das wir vorher einige Jahre hatten.

Spielen & Chillen

Ein Raum, in dem sich Kinder und Erwachsene so richtig wohlfühlen? Ja, den gibt’s!

Katharina Conzelmann ist Erzieherin (in Elternzeit) und wohnt mit Mann, Sohn, 3, und Tochter, 1, auf 150 Quadratmetern in Warendorf im Münsterland.

Wie kam es dazu, dass ihr euch für einen multifunktionalen Raum entschieden habt?

Katharina: Uns ist es wichtig, dass unser offener Wohnbereich ein Wohlfühlraum für die ganze Familie ist. In diesem Raum, der fast 50 Prozent der Wohnfläche einnimmt, spielt sich ein Großteil des Tages ab und diese Zeit sollen alle Familienmitglieder gleichermaßen genießen können.

Was ist aus deiner Sicht der Gewinn, wenn man verschiedene Lebensbereiche in einem Raum verbindet?

Man kann mehr Zeit miteinander verbringen und ist sich so näher. Bei uns kann mein Mann mit unserem Sohn das Mittagessen kochen, während ich mit unserer Tochter vorm Kamin spiele. Wir können zusammen sein, ohne dass sich jemand ausgegrenzt fühlt. Trotzdem kann jeder seinen Aufgaben nachgehen.

Nutzt ihr Erwachsenen die Sprossenwand auch für euch selbst?

Als wir uns für die Sprossenwand entschieden haben, dachten wir, dass wir daran bestimmt auch total aktiv werden. Leider blieb es bisher bei dem Gedanken. Wir bevorzugen meist doch die Couch.

Wie viel Ordnung braucht es für so ein Konzept?

Man braucht schon eine gewisse Struktur und genügend Stauraum. Hier hat jedes Spielzeug seinen festen Platz. Tagsüber stört es mich überhaupt nicht, wenn man sieht, dass hier auch Kinder leben. Abends, wenn die Kinder im Bett sind, wird hier einmal klar Schiff gemacht. Alles wandert in Schränke und Kisten, das brauche ich abends, um auch wirklich abschalten zu können.

Was glaubst du, wie wir in Zukunft wohnen werden?

Wohnraum wird begrenzter und Wohnungen werden kleiner. Tiny Houses sind ja schon länger im Trend. Ich glaube, das wird eine Wohnform der Zukunft sein.

Fehlt dir der Rückzugsraum nicht?

Nein. Freunde von uns haben jeder ein eigenes Zimmer in der gemeinsamen Wohnung. Ich frage mich immer, was ich darin wohl machen würde!? Mir fällt nichts ein.