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Oh my SPORT!


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L Officiel Austria - epaper ⋅ Ausgabe 15/2022 vom 01.09.2022
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Bildquelle: L Officiel Austria, Ausgabe 15/2022

Bereits 1979 tauchte der Begriff Athleisure zum ersten Mal in einer Ausgabe von „Nation’s Business“ auf und wurde verwendet, um Kleidung und Schuhe für diejenigen zu beschreiben, die sportlich aussehen wollten. Das Wort selbst ist eine Kombination aus den englischen Begriffen „athletic“ und „leisure“. Seitdem hat Athleisure die Modewelt und die Popkultur im Sturm erobert und seinen Platz in unserem Alltag gesichert. In letzter Zeit haben High-Fashion Brands begonnen, mit traditionellen Sportbekleidungsmarken zusammenzuarbeiten, indem sie Capsule-Kollektionen und limitierte Editionen entworfen und einen riesigen Hype in der Modeindustrie ausgelöst haben. L’Officiel Austria unternimmt eine historische Reise zu dem Ursprung der Athleisure: von der Vergangenheit über die Gegenwart bis zur Zukunft.

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VERGANGENHEIT

Ursprünglich wurde Athleisure als eine Art von Kleidungsstück definiert, das der Sportkleidung ähnlich ist, aber nicht als Trainingskleidung im eigentlichen Sinne dient. Im Jahr 1997 bezeichnete die Modezeitschrift „Women’s Wear Daily” Athleisure-Schuhe als „Non-Performance-Modelle“, die Materialien wie „Leinwand oder Wildleder“ enthalten. Das Wort „Athleisure“ wurde 2016 in das Merriam-Webster-Wörterbuch aufgenommen und als „Freizeitkleidung, die sowohl für das Training als auch für den allgemeinen Gebrauch geeignet ist“ definiert, d. h., Athleisure sollte nicht nur Trainingskleidung nachahmen, sondern einem doppelten Zweck dienen.

Der Ursprung von Athleisure liegt lange bevor es als Begriff definiert wurde, bereits im späten 19. Jahrhundert. 1892 wurden die ersten Schuhe mit Gummisohle für Tennisspieler hergestellt, um eine bessere Bodenhaftung zu gewährleisten, und wurden daher als „Tennisschuhe“ bezeichnet. Polo-Shirts folgten in den 1920er Jahren, als intramurale Sportarten in amerikanischen Universitäten sehr populär wurden und die Studenten dazu veranlassten, ihre Sportkleidung vor und nach dem Unterricht zu tragen. Mit der Zunahme des Interesses an körperlicher Fitness im 20. Jahrhundert stiegen auch die Investitionen in die Verbesserung der feuchtigkeits- und geruchsabweisenden Technologien und der Atmungsaktivität der Kleidung. Dies wiederum führte zu mehr Nachfrage und zu einem steigenden Angebot auf dem Athleisure-Markt. Bemerkenswert ist, dass es amerikanische Designerinnen wie Claire McCardell und Bonnie Cashin waren, die die Leichtigkeit und Schlichtheit der Sportbekleidung erkannten und begannen, von den Vorstellungen der Pariser Designer von Couture abzuweichen, indem sie einen legereren Ansatz für die Kleidung propagierten. Es war McCardells Kollektion aus den 1940er Jahren, die zum ersten Mal Anzeichen der heutigen Athleisure-Ästhetik aufwies.

Tennis- und Basketballspieler waren die Pioniere, die der Öffentlichkeit das Konzept von Athleisure nahebrachten, als sie in den 1970er Jahren begannen, ihre Sportkleidung auch außerhalb des Spielfelds zu tragen. Im Gegenzug wollte die Öffentlichkeit ihren Idolen nacheifern: Der „Air Jordan III“ von Nike war das erste Modell mit dem sogenannten „Jumpman-Logo“ mit Michael Jordans Silhouette. Darüber hinaus ist der „Air Jordan“ wohl einer der meistverkauften Sneaker aller Zeiten und eine Ikone in der Geschichte der Athleisure. Hollywood Schauspieler traten bald in die Fußstapfen ihrer sportlichen Kollegen und trugen ihre Lieblingsstücke aus der Athleisure-Mode bei Dreharbeiten, womit sie die Stellung von Athleisure in der Populärkultur sicherten. Ein Beispiel dafür und ein wissender Blick in die Zukunft ist die Vorliebe von Marty – einer Filmfigur von Michael J. Fox – für weiße Nike Mag Sneakers mit rotem Swoosh-Logo im Blockbuster „Zurück in die Zukunft“ aus dem Jahr 1985.

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Die selbstbindenden Schnürsenkel, die in der Fortsetzung „Zurück in die Zukunft 2“ zu sehen sind, wurden 2016 von Nike verwirklicht. Jedes Paar verfügt über „Power Laces“, auch bekannt als fortschrittliche „Adaptive Fit“-Technologie, die die Bewegung des Trägers erkennen und sich entsprechend lockern oder fester ziehen kann.

GEGENWART

Das Ziel von Athleisure besteht jedoch nicht nur darin, die Populärkultur zu erobern, sondern auch bessere, innovativere und nachhaltigere Kleidungsstücke anzubieten, bei denen fortschrittliche Textiltechnologien zum Einsatz kommen, die für mehr Komfort, Atmungsaktivität und eine bessere Wasserbeständigkeit sorgen. Ein gutes Beispiel dafür sind die Athleisure-Stücke aus der jüngsten „Re-Nylon“-Kollektion von Prada – ein Material, das aus Textilabfällen, Fischernetzen und recyceltem und gereinigtem Plastikmüll, der aus dem Ozean geborgen wurde, hergestellt wird. Alpha Tauri, die österreichische Athleisure-Marke, hat TAUROBRAN® in ihr Repertoire aufgenommen – eine einzigartige, luftdurchlässige Membran, die mit Hilfe der Elektrospinntechnologie dafür sorgt, dass „Ihr Modestück wasserdicht und dennoch außergewöhnlich weich, bequem und luftdurchlässig ist“.

Große Sportbekleidungsmarken haben sich auf die Zusammenarbeit mit Popstars, High-Fashion-Marken und Kooperationen mit Sportturnieren und Athleten gestürzt, um die Nachfrage des unersättlichen Athleisure-Marktes zu befriedigen. Auch die Pandemie führte zu einer steigenden Nachfrage nach dem Home-Workout und dazu, dass mehr Menschen von zu Hause aus arbeiten können, was zu einer noch größeren Nachfrage nach Athleisure-Kleidung führte.

Neue Marktsegmente und Zielgruppen zu erschließen, indem die Produkte modifiziert oder in neuem Design entwickelt werden, ist der letzte Schrei in der Branche. Zahlreiche Kooperationen wurden bereits ins Leben gerufen. So führte das ständige Streben von Rolex nach Innovation dazu, dass sich die Luxusuhrenmarke 1978 mit „The Championships at Wimbledon“ zusammenschloss. Zu dieser Zeit hatte der Tennissport eine enorme Popularität erlangt, und Rolex war das erste und erfolgreichste Unternehmen, das die Rolle der Athleten als Markenbotschafter und das Turniersponsoring als eine Möglichkeit erkannte, potenzielle Käufer zu gewinnen. Was die Mode betrifft, erfolgte die erste Zusammenarbeit auf dem Luxusmarkt 1998 zwischen Jil Sander & adidas, und es folgten unzählige weitere wie The North Face x Gucci, Fendi x Fila, Matthew Williamson x Nike, adidas x Beyonce Ivy Park Collection, um nur einige zu nennen.

ZUKUNFT

Wohin wird uns die Entwicklung von Athleisure führen? Es ist offensichtlich, dass das Athleisure-Segment durch kontinuierliche Innovation und Markendifferenzierung geprägt ist. Das bedeutet, dass wir nicht nur neue und aufregende Kollaborationen erwarten dürften, sondern auch, aufgrund der ständigen Weiterentwicklung der Technologie, immer innovativere und nachhaltigere Materialien, aus denen unsere Athleisure hergestellt wird. Modeexperten sagen auch, dass Athleisure „eleganter“ werden solle, aber immer dem Prinzip von Komfort und Funktion treu bleiben müsse. Wir erwarten auch, dass mehr Athleisure-Marken in das Luxussegment einsteigen werden, da die Nachfrage nach hochwertiger Athleisure-Bekleidung steigt. Ohne Zweifel können wir uns in Zukunft auf noch mehr Schwung freuen, denn wenn es um Athleisure geht, ist nur noch der Himmel die Grenze!