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Ohne Abfall zu Hause und unterwegs: Weniger ist mehr


LandIDEE Altes Wissen - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 27.05.2020

Jeden Tag landen unzählige Essensreste, Verpackungen und kaputte Gegenstände im Müll – dabei kann man vieles noch sinnvoll verwenden oder schon überlegter einkaufen. Mit etwas Kreativität wird nichts mehr verschwendet.


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Bildquelle: LandIDEE Altes Wissen, Ausgabe 2/2020

Die meisten von uns werfen im Alltag viel zu viele Dinge weg. Besonders der Verpackungsmüll wird zum immer größeren Problem: 2017 waren es in Deutschland knapp 19 Millionen Tonnen. Hauptgründe für die Entwicklung sind der florierende Onlineversand und in kleinen Portionen verpacktes Essen und Trinken zum Mitnehmen. Vor allem die Kunststoffverpackungen sind selten vollständig ...

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... wiederverwertbar, aber auch Glas und Papier sind aufwendig und umweltbelastend in der Herstellung und Wiederaufbereitung. Mit einigen Tipps und Tricks ist es aber gar nicht schwer, im eigenen Haushalt und unterwegs weniger Müll zu erzeugen.

Verschwendungsfrei leben

In den letzten Jahren hat sich angesichts der stetig wachsenden Abfallberge die sogenannte Zero-Waste-Bewegung etabliert. „Zero Waste“ bedeutet „kein Müll“, aber auch „keine Verschwendung“. Ziel ist es, im Alltag so wenig Abfall wie möglich zu produzieren und keine Rohstoffe zu vergeuden. Dafür setzt man auf die „5 Rs“, abgeleitet aus dem Englischen:

– Refuse (dt: verweigern): Verzicht auf unnötige Dinge

– Reduce (dt: verringern): Konsum reduzieren

– Reuse (dt: wiederverwenden): möglichst viel mehrmals nutzen

– Recycle (dt: wiederaufbereiten): Wertstoffe dem Verwertungskreislauf zuführen

– Rot (dt: faulen): Bio-Abfälle kompostieren

Ein einfaches Stofftaschentuch wussten unsere Großeltern damals noch vielseitig zu nutzen


In unserer modernen Welt ist es fast unmöglich geworden, überhaupt keinen Müll zu verursachen – das kann auch kaum der Anspruch für jeden sein. Eher geht es darum, das eigene Kauf- und Konsumverhalten zu hinterfragen und sich bewusst zu machen, dass viele Generationen vor uns fast ohne Einwegverpackungen oder ein nahezu unendliches Kaufangebot ihren Alltag bestritten haben. Für unsere Großeltern war es früher zum Beispiel selbstverständlich, nur kleine Mengen in mitgebrachten Behältern einzukaufen, kaputte Gegenstände zu reparieren, statt sie wegzuwerfen, und in der Dusche lediglich ein Stück Seife zu benutzen. Auch heute gibt es ein stetig wachsendes Angebot an sogenannten Unverpackt-Läden, Reparatur-Cafés und Naturkosmetikherstellern. So fällt es wieder leichter, respektvoll und vernünftig mit wertvollen Rohstoffen umzugehen.

Fokus auf das Wesentliche

Viele glauben, dass eine solche Umstellung vor allem Verzicht bedeutet. Vielmehr geht es aber darum, sein Leben zu vereinfachen und mit den Ressourcen kreativ zu werden, die man im Haus hat. Vieles, das bei uns im Müll landet, lässt sich noch für andere Zwecke nutzen. Bewusster Konsum hat viele Vorteile: Wer weniger Unnützes zu Hause hat, hat mehr Zeit und Platz für wichtige Dinge. Wer keine verpackten Fertigprodukte einkauft, ernährt sich meist gesünder. Wer auf langlebige Produkte setzt, muss sich nicht so oft um Ersatz kümmern. Zusätzlich spart man langfristig Geld, das man in Sinnvolles und Schönes investieren kann. So ist ein verschwendungsfreier Lebensstil nicht nur eine Wohltat für die Umwelt, sondern auch für einen selbst. Jana Eggert

Abfall sparen im Haushalt

Putzmittel selbst herstellen

Viele Putzmittel lassen sich ganz leicht zu Hause machen. Für einen Allzweckreiniger Zitrusfruchtschalen dicht in ein großes Glasgefäß füllen und festdrücken. Mit weißem Essig aufgießen, bis die Schalen bedeckt sind. Falls sie oben schwimmen, mit einem Glas beschweren. Für 2–3 Wochen stehen lassen, die Schalen immer mit Essig bedeckt halten. Sobald sich der Essig dunkler färbt und nach Zitrusfrüchten riecht, ist der Reiniger fertig. Abseihen und in eine (Sprüh-)Flasche füllen. Der Reiniger hilft gegen Kalkrückstände, desinfiziert und verströmt einen frischen, zitronigen Duft. Verdünnt oder bei hartnäckigen Flecken auch pur anwenden.

Filterfreier Kaffee

Statt Kaffeefilter eine French Press benutzen. Den Kaffeesatz als natürliches Peeling, Scheuermittel oder Geruchsentferner weiterverwenden.

Was tun mit Seifenresten?

Eine größere Menge Seifenreste fein hacken oder raspeln. Im Wasserbad mit etwas Wasser einschmelzen und zu einer Creme verrühren. Die noch warme Seifencreme in eine Form oder Schale eindrücken, abkühlen lassen und über Nacht ins Gefrierfach stellen. Das neue Seifenstück noch ein paar Tage trocknen lassen.

Neues Leben für Haushaltsmüll

Korken zu Fußmatten, Topfuntersetzern oder Pinnwänden zusammenkleben. Als Schlüsselanhänger, Stempel, Wandtürstopper oder in Scheiben als kleine Geschenkanhänger nutzen.

Dosen als Stiftebecher, Windlicht oder Laterne verwenden. Zusammenkleben zum Flaschenregal oder Utensilienhalter.

Schraubgläser als Trinkglas, Vase oder zur Vorratshaltung nutzen. Mit Nähzubehör füllen und ein Nadelkissen in den Deckel kleben. Als Sprossenglas, Mini-Terrarium oder wasserfesten Streichholzbehälter mit Sandpapier im Deckel verwenden.

Klopapierrollen nutzen als Geschenkverpackung, Serviettenringe, Grillanzünder oder Garnspule. Für Adventskalender oder eingeritzt als Halter für Fotos und Tischkarten verwenden.

Alte Bettlaken und Handtücher

Wenn Laken und Handtücher nicht mehr ansehnlich sind, lassen sie sich einfach in Stücke schneiden und zum Beispiel als Putzlappen oder waschbare Abschminkpads weiternutzen.

Haushaltsrolle

Die üblichen Papiertücher in der Küche kann man durch waschbare Stofflappen ersetzen. Auch bei Servietten und Taschentüchern setzten schon unsere Großeltern auf die Stoffvarianten.

Stoffflicken

Selbst robuste Kleidungsstücke wie Jeans lassen sich irgendwann nicht mehr flicken. Trotzdem sollte man den Stoff aufheben, um daraus strapazierfähige Flicken für andere kaputte Kleidung auszuschneiden.

Stoffreste

Übrige Stoffreste lassen sich für kleine Verzierungen und Patchworkbezüge verwenden, aber auch für Glasuntersetzer, Wimpelketten, Nadelkissen, Marmeladenglasdeko oder mit Perlen beschwert als hübscher Insektenschutz für Gläser.

Müllfrei essen im Freien

Robuste Behälter

Dosen aus Glas und Metall halten Lebensmittel länger kühl als Plastik, sind geschmacksneutral und machen sich hübsch auf dem Tisch oder beim Picknick.

Kerzenlicht

Teelichter verursachen viel Abfall. Will man nicht auf sie verzichten, kann man auf verpackungsfreie Varianten mit Glasbehälter umsteigen oder direkt ein paar große Kerzen im Glas kaufen.

Grillen ohne Abfall

Die Grillschalen aus Aluminium lassen sich leicht durch langlebigere Alternativen aus Edelstahl, Grillbretter aus Holz oder auch gusseiserne Grillpfannen ersetzen.

Vielseitige Geschirrtücher

Brot und Flaschen fürs Picknick lassen sich für den Transport gut in Geschirrtücher einwickeln. Vor Ort kann man diese dann als Stoffservietten benutzen. Auch dickere Socken schützen Glasflaschen in der Tasche.

Plastikfrei trinken

Für Kunststoffstrohhalme gibt es viele Alternativen. Man kann in waschbare aus Metall und Glas investieren oder auf kompostierbare setzen, zum Beispiel aus echtem Stroh. Auch Limonaden und Cocktails sind selbst gemacht leckerer als in Flaschen gekauft.

Frisches Grün

Statt Schnittblumen, die man spätestens nach ein paar Tagen wegwirft, den Tisch lieber mit schönen Topfpflanzen oder Kräutertöpfchen dekorieren, die die Gäste nach der Feier mit nach Hause nehmen.

Porzellan statt Pappe

Geschirr aus Keramik und Glas für zu Hause oder aus leichterem Metall für unterwegs sieht nicht nur besser aus, auch die Umwelt freut sich über weniger Abfall.

Keine Verschwendung auf Balkon, Terrasse & im Garten

Hochbeete & Minibeete

Besonders für den Gemüseanbau ist ein Hochbeet eine Bereicherung. Aber man muss es nicht neu kaufen, aus gebrauchten Paletten oder Altholz lässt es sich mit etwas Geschick auch selbst bauen. Alte Zinkwannen oder Holzkisten kann man zu Minibeeten umfunktionieren. Ob mit Blumen, Salat oder Kräutern bepflanzt: Sie sind ein Hingucker für Terrasse und Balkon oder ein tolles Geschenk.

Regenwasser zum Gießen in Fässern zu sammeln, spart jede Menge wertvolles Trinkwasser aus dem Schlauch


Richtig gießen

Für das Gießen im Garten möglichst Regenwasser benutzen und frühmorgens bewässern. In der Mittags- und Nachmittagshitze verdunstet das Wasser sehr schnell und am Abend zu gießen zieht die Schnecken an.

Küchenabfälle als Dünger nutzen

Teurer Dünger lässt sich durch diverse Haushaltsabfälle ersetzen. Je nach pH-Wert der Erde eignen sich getrockneter Kaffeesatz, kalter Tee, ungesalzenes Kochwasser von Kartoffeln, Eiern und Gemüse, aber auch Rhabarberblätter, Eier- und Bananenschalen, abgestandenes Mineralwasser, Zwiebelschalentee und sogar altes Aquariumswasser.

Pflanzen anzüchten

Statt Kunststofftöpfchen aus dem Baumarkt zu kaufen, kann man für die Anzucht üblichen Haushaltsmüll wie Eierkartons, Joghurtbecher oder Toilettenpapierrollen benutzen. Auch aus altem Zeitungspapier kann man Anzuchtbecher basteln. Die jungen Pflanzen im Beet lassen sich mit robusten Glasglocken schützen.

Pflanzenschilder

Wenn einmal ein Tontopf herunterfällt, ist das noch lange kein Grund, ihn wegzuwerfen. Mit ein bisschen Farbe werden aus den Scherben im Handumdrehen hübsche Schilder für die restlichen Töpfe. Gleiches gilt für die Holzstäbchen vom Eis am Stiel. Auch ein Korken auf einem Schaschlikspieß dient gerne als Pflanzschild.

Zimmerpflanzen vermehren

Einige Pflanzen bilden regelmäßig kleine Ableger, die man neu einpflanzen oder mit Bekannten tauschen kann – so spart man den Kauf neuer Pflanzen. Alternativ lassen sich von vielen Arten Stecklinge ziehen. Dazu einen zehn Zentimeter langen, nicht verholzten Trieb abschneiden und zur Wurzelbildung in ein Wasserglas stellen. Weitere Tipps zur Pflanzenvermehrung lesen Sie ab S. 66.

Alte CDs

Beschädigte oder nicht mehr gebrauchte CDs funktionieren wunderbar als blinkender Vogelschreck für den Garten. Hier und dort mit Schnüren in die Gemüsebeete und Obstbäume hängen – schon halten die Piepmätze lieber Abstand.

Plastiktöpfe

Pflanztöpfe aus Kunststoff lassen sich für die Anzucht und zum Umtopfen nutzen oder mit Pflanzen aus dem Gewächshaus bepflanzen und verschenken. Übrigens: Viele Gärtnereien nehmen die Töpfe gern zurück.

Baumschnitt

Im Frühjahr fällt im Garten oft jede Menge Baumschnitt an. Aus diesem lässt sich wiederum ein praktisches Rankwerk für Bohnen und Erbsen bauen. Dazu einfach die Zweigabschnitte in die Erde stecken und miteinander verweben. Auch zum Stützen, etwa von Tomatenpflanzen, lassen sich die Zweige verwenden.

So bleiben Gartengeräte lang erhalten

Klingen schärfen mit einem Schleifstein für Gartengeräte oder einem Wetzstahl/-stein aus der Küche. Vorsicht: Nicht zu viel von den Klingen abschleifen! Wenn keine Unebenheiten mehr sichtbar sind, ist die Klinge wieder scharf und einsatzbereit für gerade, saubere Schnitte.

Zum Entrosten Gartengeräte gegebenenfalls auseinanderschrauben. Zitronensaft und Natron zu einer zähen Paste vermischen, mit einem Tuch auftragen und kurz einwirken lassen. Rost mit grobem Sandpapier oder Haushaltsstahlwolle abreiben. Alle Teile mit einer Metallbürste reinigen und schließlich mit einem trockenen Tuch abreiben.

Bei Gartenscheren vor dem ersten Einsatz und vor der Einlagerung einige Tropfen Sprüh- oder Kriechöl auf die Mechanik und Metallteile geben. Dann durch Leerbewegungen das Öl sanft und geschmeidig verteilen.

Für die Lagerung einen möglichst trockenen Ort wählen. Scheren und Geräte mit Schnittkanten (z. B. Spaten) aufhängen, um die Klingen zu schonen.

Nachhaltig unterwegs …

Eigenen Proviant einpacken

Damit man unterwegs oder in der Mittagspause kein verpacktes Essen kaufen muss, einfach seine eigenen Mahlzeiten mitbringen. Besonders eine Stulle lässt sich gut in Wachstüchern oder waschbaren Brottüten transportieren. Alles andere verstaut man in leichten Dosen. Kaffee oder Tee kann man im Thermobecher mitnehmen – das spart auch viel Geld. Ideal ist zusätzlich ein kleines Besteckset in einer Stoffserviette.

Behälter dabeihaben

Man braucht keine neuen Gefäße, um sich etwas zu essen zu holen oder Reste im Restaurant einzupacken. Es reicht ein großes Gurkenglas, zum Schutz in eine dicke Socke gesteckt, oder die alte Brotdose.

Umweltfreundlich Auto fahren

Um beim Autofahren Sprit zu sparen, keinen unnötigen Ballast im Kofferraum lassen, die Fenster öffnen, statt die Klimaanlage zu nutzen, und den Reifendruck stabil halten. Alte Reifen können noch als Pflanzbehälter, Schaukel oder Sitzgelegenheit dienen.

Einkaufen ohne Verpackung

Immer einen Jutebeutel und ein paar kleinere Stoffbeutel für Obst und Gemüse dabeihaben.

Milchprodukte möglichst in Mehrwegflaschen-/gläsern kaufen.

An der Frischetheke Käse und Aufschni0tt in Dosen füllen lassen.

Dosen für frischen Kaffee und Tee in Fachgeschäfte mitbringen.

In der Bäckerei Brot und Brötchen in Stoffbeutel packen lassen.

Wasserflasche

Idealerweise sollte man immer eine Wasserflasche in der Tasche haben, am besten mit breitem Hals zum leichten Auffüllen. Viele Restaurants und Cafés bieten mittlerweile auch kostenlose Auffüllstationen an.

Gebrauchte Medien

Statt Bücher, CDs oder DVDs neu zu kaufen, lieber mal in der örtlichen Bücherei oder einem Secondhand-Laden schauen, ob man sie nicht dort ausleihen oder gebraucht kaufen kann. Das ist günstiger und freut die Umwelt.

Fahrrad pflegen

Mit der richtigen Pflege wird das Rad zum langjährigen Begleiter. Putzen kann man es mit einem ausgedienten T-Shirt, einer alten Socke und einzelnen Stoffstreifen für Gangschaltung und Ritzel. Ein Eimer mit warmem Wasser und etwas Spülmittel reicht zum Reinigen. Mit dem alten Stoff auf Rahmen, Felgen, Lenker, Schaltung und sonstige Fahrradteile auftragen und den Schmutz abwischen. Auch die Kette sollte man in regelmäßigen Abständen säubern und ölen. Eine alte Zahnbürste und etwas Zitronensaft helfen bei Roststellen.

… und auf Reisen

Ordnungsbeutel

Beutel zum Sortieren der Kleidung sind eine praktische Ergänzung für den Koffer. So findet man schnell die richtigen Teile und kann auch die saubere von schmutziger Wäsche trennen. Solche Beutel muss man aber nicht kaufen – sie lassen sich auch schnell aus alter Bettwäsche herstellen. Dazu aus dem Stoff ein Rechteck in der Wunschgröße ausschneiden, auf links drehen, mittig falten und auf drei Seiten vernähen. Die Öffnung mit einem Reißverschluss, Druckknöpfen oder einer Stoffkordel versehen. Schon lassen sich Unterwäsche, Socken, T-Shirts und Co. wunderbar sortieren.

Kinderspielzeug

Für die Kleinen vielseitig verwendbares Spielzeug mitbringen oder aus Naturmaterialien und Abfall bauen, statt auf Reisen Neues zu kaufen. Toll sind Klassiker wie Tauziehen, Dosentelefon und -stelzen, Eierlaufen, Fingerspiele mit Garn, Seifenblasen mit einem Stück gebogenen Draht, auf ein altes Laken aufgemalte Spielbretter, Malbücher und vieles mehr.

Festes Shampoo und Seife

Seifenstücke zum Duschen und festes Shampoo sparen nicht nur viel Plastik, sie nehmen in einer kleinen Dose auf Reisen auch kaum Platz weg.

Rezept für Deocreme

Das brauchen Sie: 6 EL Kokosöl, 2 EL Natron, 3 EL Maisstärke, 2 EL Tonerde, 20 Tropfen ätherisches Öl

So geht’s: Das Kokosöl bei Bedarf im Wasserbad schmelzen. Die anderen Zutaten hinzufügen und alles gut verrühren. In eine kleine Dose oder ein Schraubglas füllen und abkühlen lassen.

So wird es verwendet: Mit dem Finger auf der Deocreme reiben, bis diese sich erwärmt und sich eine erbsengroße Portion entnehmen lässt. Alternativ mit einem kleinen Spatel etwas Creme entnehmen. Die Deocreme mit den Fingern auf die Achseln auftragen und gut einmassieren.

Schöne Radtouren

Für einen tollen Ausflug muss man gar nicht weit mit dem Auto fahren, wenn man schöne Radwege vor der Tür hat


Weser-Radweg: Diese Strecke ist wunderbar für Familien und Einsteiger geeignet. Sie führt durch das malerische Weserbergland und die vielfältige Natur entlang des Flusses mit Burgen und traumhaften Schlössern. Der Weg ist größtenteils asphaltiert und ebenerdig – perfekt für eine entspannte Tour.

Elberadweg: Der komplette Weg führt auf etwa 1260 Kilometern durch sieben Bundesländer entlang der Elbe. Es geht vorbei am schönen Elbsandsteingebirge über die Städte Dresden, Wittenberg, Magdeburg und Hamburg bis zur Elbmündung nach Cuxhaven. Von der recht flachen und fast durchgehend asphaltierten Strecke kann man je nach Laune und Kondition individuelle Abschnitte erkunden.

Ostseeküsten-Radweg: Die gesamte deutsche Ostseeküste entlang geht es auf dieser Tour. Von Flensburg bis Usedom, entlang beeindruckender Steilküsten, weißer Strände, Küstendörfer, Wälder und Deiche. Mit nur wenigen Steigungen fährt sich der Weg ganz gemütlich. Empfehlenswert ist auch ein kleiner Schlenker über die Insel Rügen.

Bodensee-Königssee-Radweg: Mit herrlichem Blick auf das Alpenpanorama radelt man von der Insel Lindau am Bodensee durchs Allgäu vorbei an vielen Seen und beeindruckenden Sehenswürdigkeiten wie Schloss Neuschwanstein und Kloster Ettal. Für die etwas hügelige und anstrengende Strecke sollte man bei Bedarf lieber das E-Bike wählen.


Fotos: Birgid Allig (1), DDP Images (1), Imago (2), Gettyimages (1), Shutterstock (20), Illustrationen: Shutterstock