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OHREN SCHMAUS Wir küren die besten In-Ear-Kopfhörer


Smartphone - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 05.11.2021

IN-EAR-KOPFHÖRER-TEST

Musikgenuss in seiner reinsten Form ist immer noch der Konsum ohne störende Nebengeräusche. Was liegt da näher, als seine Lieblingstitel direkt über Kopfhörer zu konsumieren? Doch heutzutage gibt es dermaßen viele unterschiedliche Produkte - vom Billig- Kopfhörer an der Supermarktkasse bis zum hochpreisigen Designstück für mehrere hundert Euro -, dass sich gerade in diesem Segment die Spreu vom Weizen trennt.

Gut und günstig? Das geht!

Dass hochwertige Kopfhörer dennoch kein Vermögen kosten müssen, hat der Test, den Sie auf den kommenden Seiten lesen können, eindeutig ergeben. Wir hatten acht verschiedene In-Ear-Kopfhörer in der Redaktion und Stunden, Tage und sogar Wochen damit verbracht. Im Büro,

im Homeoffice, beim Sport und in der Freizeit haben wir uns von den kleinen Soundspendern unterhalten und beschallen lassen, sie auf Herz und Nieren getestet und dabei einige spannende Ergebnisse zu Tage gefördert. Das Wichtigste: Ein hoher Preis ist genauso wenig ein zwingendes Kaufargument wie eine Wühltisch-Bepreisung ein KO-Kriterium für gute Soundqualität darstellt. Aus diesem Grund finden Sie auf den nächsten Seiten nicht nur die besten Geräte in mehreren Kategorien, sondern auch einen Preis-Leistungs-Sieger. ...

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Bildquelle: Smartphone, Ausgabe 5/2021

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IN GUTER GESELLSCHAFT

Wichtige Begriffe

Die nachfolgenden Begriffe sollten Sie kennen, bevor Sie unseren Test lesen.

1. ANC

Wenn Sie in der Beschreibung eines In-Ear-Kopfhörers die Abkürzung ANC lesen, dann ist hier von „Active Noise Cancelling“ die Rede. Zu Deutsch kann man dies mit „Aktiver Geräuschunterdrückung“ übersetzen. Ist diese Funktion aktiviert, kann der Kopfhörer die vorhandenen Umgebungsgeräusche erkennen und sie aktiv herausfiltern. Damit werden vor allem störende Grundlautstärken in öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Flugzeug) verringert und die Musik kann klarer und deutlicher wahrgenommen werden.

2. Hochtöne

Jedes Headset produziert gewissermaßen Hochtöne, während sich Tieftöne (Bässe, Punkt 3) nur bedingt in solchen Headsets umsetzen lassen. Da Hochtöne für die Übertragung der Audiosignale unumgänglich sind, finden sich diese in jedem unserer Testprobanden. Die Unterschiede sind oft nur gering, bleiben dennoch immer wahrnehmbar.

3. Bass

Ein wichtiges Kriterium beim Musikerlebnisses ist der Bass. Dieser wird gerne auch als Tiefton bezeichnet und macht beinahe ein Drittel des menschlichen Hörspektrums aus. Bei der Qualitätsbeurteilung von Kopfhörern und Lautsprechern wird Basslastigkeit häufig als maßgebliches Kriterium angesehen.

4. Ladecase

Alle Kopfhörer in unserem Test sind auf einen Akkubetrieb angewiesen. Der Akku befindet sich immer im Hörteil, aufgeladen wird er allerdings über die Ladeschale, in der das Headset auch aufbewahrt wird. Diese Schale wird zumeist per USB-C aufgeladen und gibt unterwegs zusätzliche Batterieleistung an die Kopfhörer ab.

Unsere Testkriterien

Klang

Die wichtigste Kategorie, selbstredend bei einem Kopfhörer. Hier achteten wir vor allem auf die Klangfarbe, die unterschiedlichen Hochtöne sowie die Balance zwischen Lautstärke, Bass und Erhabenheit von Details.

Bass

Gerade bei In-Ear-Kopfhörern ist es bauartbedingt ziemlich schwierig, einen ordentlichen Bass (Tiefton) zu liefern. Daher haben wir uns diesen Punkt nochmals gesondert angehört und ausgearbeitet.

Tragekomfort

Wie sitzen die Kopfhörer im Ohr? Wie schnell und einfach lassen sie sich verbinden? Wie ist die Bedienung und wie wirkt das Gesamtpaket aus all diesen Faktoren für den Nutzer? Oder vereinfacht gesagt: Wie komfortabel sind sie?

Optik

Audiophile Menschen neigen oftmals dazu, auf ihr Erscheinungsbild großen Wert zu legen. Da ist es nicht unwesentlich, wie die Kopfhörer optisch wirken und ob sie Eleganz oder doch eher Aufdringlichkeit versprühen.

Verarbeitung

Natürlich werfen wir einen prüfenden Blick auf die Verarbeitung der Kopfhörer und der Ladecases. Haben Hörer und die Schale das Potenzial, jahrelang durchzuhalten oder laufen sie Gefahr, bald den Geist aufzugeben?

LG Tone Free DFP8

Mit 88,6 Gesamtpunkten konnte der LG Tone Free DFP8 den Sieg in unserem großen Kopfhörer- Vergleichstest einheimsen. Gleich in drei Kategorien (Klang, Bass, Tragekomfort) erlangten die Soundspender von LG die höchsten Bewertungen und auch in Sachen Optik und Verarbeitung leistet sich das für rund 180 Euro erhältliche Produkt keinen Ausreißer nach unten. Alleinstellungsmerkmal ist die UVnano-Technologie, die laut Hersteller 99,9 % aller Bakterien, die sich auf den Kopfhörern befinden, abtötet.

Samsung Galaxy Buds2

Rund zwei Punkte hinter Testsieger LG sichern sich die Galaxy Buds2 von Samsung die Silbermedaille. Vor allem in Sachen Verarbeitung konnte der Kopfhörer die Konkurrenz deklassieren, sowohl die Ohrteile selbst, als auch das Ladecase überzeugten unsere Tester. Auch Soundqualität und Bässe sind sehr gut, die Akkulaufzeit inkl. Case ist mit 20 Stunden im soliden, oberen Mittelfeld angesiedelt. Die Zertifizierung nach IPX7 attestiert den Buds2 zudem eine bedingte Wasserdichtigkeit.

Sennheiser CX True Wireless

Das Treppchen wird vom Sennheiser CX True Wireless komplettiert. Dabei trennen gerade einmal 0,4 Punkte Platz zwei und drei. Der mit 129 Euro günstigste In-Ear-Kopfhörer unter den Top 3 überzeugt mit einer soliden Performance im Soundbereich, leistet sich auch bei Verarbeitung und Tragekomfort keine Ausreißer nach unten und gewinnt sogar die Kategorie Optik. Und in der Tat machen sowohl die Hörer beim Tragen, als auch das Ladecase eine gute Figur. Alles in allem ein verdienter dritter Rang.

Belkin Soundform Freedom True Wireless Earbuds

Im Sport ist Rang vier ein eher undankbarer Platz. In unserem Vergleichstest bescheinigt er den Belkin Soundform Freedom hingegen ein solides Gesamtergebnis, wenngleich ganze drei Gesamtpunkte auf den Bronzerang fehlen. In allen Kategorien ist der Belkin gut vertreten, nirgends ist ein Ausreißer nach unten festzustellen. Satte 28 Stunden Akkulaufzeit sind mit aufgeladenem Case möglich, das Laden per USB-C oder alternativ kabellos zu bewerkstelligen.

Fazit

Das Feld unserer acht Testkandidaten zeigte sich gut gelaunt und beschallte wochenlang die Kollegen aus der Redaktion. Dabei zeigte sich, dass nicht unbedingt der Preis als Indikator für ein gutes Klangerlebnis dient. Vielmehr muss gründlich abgewogen werden, ob der potenzielle Käufer eher den Wert auf satte Höhen und Klänge, oder doch auf treibende Bässe legt. Auch nicht unwesentlich für viele Interessenten sind die allgemeine Verarbeitung und die Optik von Hörteilen und dem decase. Und was Sie immer auf dem Radar La-haben sollten: Die Wiedergabedauer, die mit einer einzelnen Akkuladung zu schaffen ist. Denn wenn dem geliebten Klangspender schon nach kurzer Zeit der Saft ausgeht, hilft weder der gute Klang , noch die ansprechende Optik.

KEF Mu3

Bislang machte sich der britische Hersteller KEF in erster Linie mit der Produktion von HiFi- Lautsprechern einen Namen. Die Mu3 sind seine ersten vollständig kabelbefreiten In-Ears und der Preis ist gleich mal eine Ansage. Denn satte 229 Euro werden für die Mu3 fällig. Die sorgen zwar für sehr gute Musikqualität und auch die Verarbeitung und Optik stimmen, allerdings hebt sich das Produkt nicht in der Form von der Konkurrenz ab, wie es beim teuersten Preis im Test eigentlich hätte sein sollen.

Nokia Noise Cancelling Earbuds

Gesamtrang sechs belegen die Noise Cancelling Earbuds von Nokia. Die positiven Fakten schicken wir voraus: Sound und Tragekomfort sind gut und auch die Verarbeitung lässt keinen Anlass für Kritik. Allerdings sind uns zwei Dinge missfallen. Einerseits die Optik, die die Kopfhörer in gewisser Weise billig wirken lässt und andererseits die mit gerade einmal fünf Stunden (die wir zudem im Praxistest nie erreicht haben) geringste durchgängige Laufzeit aller Testkandidaten.

Honor Earbuds 2 Lite

Mit 99 Euro sind die Earbuds 2 Lite von Honor, gemeinsam mit den Nokia-In-Ears, die günstigsten Testkandidaten. Und leider merkt man denen das auch an. Denn sowohl in Sachen Klangqualität, als auch Bass sind deutliche Unterschiede zu so manchem Konkurrenzprodukt feststellbar. Außerdem wirkt das Ladecase doch eher billig und der Fakt, dass die Earbuds 2 Lite die einzigen Kopfhörer im Test ohne jegliche IP-Zeritifizierung sind, trägt auch nicht zu einer besseren Gesamtbewertung bei.

JLAB Epic Air

Schlusslicht in unserem In-Ear- Kopfhörertest sind die JLAB Epic Air, die vor allem in der Soundqualität doch deutlich hinter der Konkurrenz zurückstehen. Eigentlich schade, denn das Produkt kann ansonsten mit so mancher Innovation punkten. Die Epic Air bieten das einzige Ladecase, welches das USB-Kabel zum Aufladen integriert hat und neben der Möglichkeit, kabellos zu Laden, gefielen uns auch die drei LEDs gut, die den Lade- und Akkustand besser anzeigten als bei jedem anderen Konkurrenten.