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OPTIMAL ANGEPASSTE LÖSUNGEN


creditshelf - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 22.11.2019
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Philipp Koecke (li.), Prokurist von deinSchrank.de, im Gespräch mit einem Kollegen aus der Fertigung


Es ist eine clevere Geschäftsidee: Das E-commerce- Unternehmen deinSchrank.de bietet Möbel nach Maß – aus automatisierter Fertigung. Die idee kommt an und beschert dem Anbieter aus Frechen bei Köln ein starkes Wachstum. Doch Wachstum ist immer auch eine Herausforderung und will geschickt gemanagt werden, wie der Prokurist des Unternehmens, Philipp Koecke, weiß. Doch dank starker Teamkultur, digitalisierter Prozesse und geschickter Finanzierung kann deinSchrank.de sein Wachstum in die richtigen Bahnen lenken.

Maßanfertigung 4.0
Sie lieben Ihre Dachgeschosswohnung, aber leider fi nden Sie wegen der komplizierten Schrägen einfach keinen vernünftigen Schrank? Dann konfi gurieren Sie Ihr Möbel doch einfach selbst, lassen es maßanfertigen und zu Ihnen nach Hause liefern! Diese kurze Situation umschreibt in etwa das Prinzip von deinSchrank.de. Das Unternehmen wurde 2009 gegründet und entwickelt sich seitdem beständig weiter. Heute arbeiten zirka 110 Mitarbeiter für deinSchrank.de – vom Schreiner bis zum IT-Spezialisten.

War man anfangs als reines Handelshaus am Start, entschloss sich deinSchrank.de 2015 mit einem eigenen Werk in Rheinbach auch in die Produktion einzusteigen.

„Da unser Produkt sehr stark nachgefragt wird und wir ständig wachsen, haben wir die Produktionsfl äche zuletzt 2017 und 2018 noch einmal verdreifacht – auf nun 10.000 Quadratmeter“, sagt Prokurist Philipp Koecke. Doch die Größe sei gar nicht das Besondere der Produktion, sondern der technologische Stand. Koecke weiter: „Wir bieten die automatisierte Produktion maßgefertigter Möbel. Jedes Teil ist individuell und jeden Schrank gibt es nur einmal. Durch moderne Industrie-4.0-Technologien schaffen wir es, Unikate in hoher Frequenz und günstig für unsere Kunden zu produzieren. Wir hatten hier schon erfahrene Manager aus der Möbelindustrie zu Gast, die bei der Führung vollkommen verblüfft waren“, erinnert sich Koecke schmunzelnd. Auch creditshelf-Firmenkundenbetreuer Stefan Hnida war von seinem Besuch in der Fertigung nachhaltig beeindruckt: „Roboter bewegen sich auf eigenständigen Routen durch die Halle. Jede Rille, jedes Loch, jede Kante wird vollautomatisch und präzise von einer Maschine umgesetzt.“ Die Produktpalette von deinSchrank.de umfasst dabei vom Sessel über Badmöbel bis hin zum Hängebord so ziemlich alles, womit sich Eigenheimbesitzer gern ihr Zuhause verschönern. Und alles stets in individueller Größe, Gestaltung und Ausstattung – eben ganz „dein Schrank“.

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Wachstum gemeinsam Struktur geben
„Unser Produkt bietet Kunden eine praktische Lösung und ist dadurch sehr erfolgreich. Die Herausforderung für uns ist es, das dadurch entstehende Wachstum auf jeder Unternehmensebene zu begleiten und in die richtigen Bahnen zu lenken. Das heißt, wir müssen ständig an einem angemessenen Personalwesen arbeiten, unseren Einkauf voranbringen und uns mit den richtigen Multiplikatoren und den passenden Finanzierungspartnern zusammensetzen“, so Koecke. Der Prokurist hat indes viel Erfahrung mit Unternehmenswachstum: In seiner Laufbahn unterstützte der Diplomkaufmann mit technischer Orientierung unter anderem jahrelang Start-ups im Venture-Capital-Bereich. Ein Teil des Erfolgsrezepts von deinSchrank.de liegt Koecke zufolge auch in der starken Teamkultur des Unternehmens: „Wir versuchen, immer alle mitzunehmen und die Aufgaben auf so vielen Schultern wie möglich zu verteilen. Dazu haben wir in allen Ebenen gut ausgebildete Leute, die sich aufeinander verlassen können. Auch ein Teil unserer Teamkultur: Vom Azubi bis zum Geschäftsführer pflegen wir untereinander ein nettes „Du“, ohne dass dabei der gegenseitige Respekt verloren geht“, sagt Koecke. Bei seinem Termin vor Ort war Stefan Hnida sofort angetan von diesem besonderen Klima, von der humorvollen Art, der Lebensfreude und der Begeisterung der Mannschaft für das eigene Produkt.

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„creditshelf steht ja selbst für einen digitalen Ansatz, deswegen hat das Team auch ein sehr gutes Gefühl für zeitgemäße Geschäftsmodelle wie unseres.“
Philipp Koecke, Prokurist bei deinSchrank.de



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Eine bodenständige und freundliche Beziehung pflegt das Unternehmen auch zu seinen Kunden. Schon das „dein“ im Firmennamen holt den Kunden nah heran und zeigt ihm, dass er wichtig ist und mit deinSchrank.de sein ganz persönliches Möbelstück verwirklichen kann. „Es ist eine große technische Herausforderung und zugleich eine unserer größten Stärken, die individuellen Kundendaten aus dem 3D-Konfigurator in Bauteile umzusetzen, die exakt passen“, so Prokurist Koecke. Nur durch die besondere Mischung aus Schreinerhandwerk, modernen CNC-Maschinen, selbst entwickelter Steuersoftware und durchdigitalisierten Prozessen könne man dieses einzigartige Produkt anbieten.

Hier wird Zukunft konfiguriert
Neben dem Privatkunden-Sektor will deinSchrank.de künftig auch vermehrt im B2B-Bereich aktiv werden. „Wir möchten kleine Schreiner unterstützen, die unterwegs sind und die Montage von Möbeln anbieten. Diese ‚Aufbauservice-Schreiner‘ kaufen bei uns einen Schrank ein, verkaufen ihn an ihre Kunden weiter und bauen ihn schließlich bei ihnen zu Hause auf. Mit unserem Engagement möchten wir hier auch auf den Fachkräftemangel im Handwerk reagieren. Denn der Schreiner spart sich durch uns das aufwändige Fertigen des Möbels und kann sich ganz auf seine Montageleistung konzentrieren“, beschreibt Koecke das Prinzip. deinSchrank.de betreibt nicht nur vier Standorte in Deutschland, das Unternehmen beliefert auch Verbraucher in sieben Nachbarländern. Weitere Märkte im europäischen Ausland sollen in Zukunft folgen. „Wir haben attraktive Märkte um uns herum, auf die wir expandieren wollen. Im Prinzip braucht es dafür nur eine Website in Landessprache und ein Logistiknetz vor Ort“, erklärt Koecke und stellt klar: „Die Produktion bleibt natürlich in Deutschland.“ Ganz aktuell hat das Unternehmen aus Frechen seine neuen Produktlinien gelauncht. Unter den Labels Basic, Premium und Exklusiv können Kunden ihre Möbelstücke nun noch besser an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen. Soll es beispielsweise ein solider und praktischer, aber schnörkelloser Kellerschrank sein, kann man hierzu nun auf die Basic-Linie setzen.

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Finanzierung für den richtigen Moment
Als Prokurist eines jungen digitalen Unternehmens muss Philipp Koecke auch die Finanzierungsstruktur permanent optimieren und nach passenden Lösungen Ausschau halten. Dabei wurde er schließlich auf den Fintech-Ansatz aufmerksam. „Ich hatte mir praktisch alle alternativen Modelle angeschaut. Besonders creditshelf interessierte mich schon eine ganze Weile. Als die Situation passte, nahm ich mit Dr. Daniel Bartsch, den ich aus meinem Netzwerk kenne, Kontakt auf. So kam zusammen, was zusammengehört“, freut sich der Prokurist. Nachdem der Erstkontakt aufgebaut war, übernahm der creditshelf- Firmenkundenbetreuer das Steuer und arbeitete eng mit deinSchrank.de zusammen. „Die Herausforderung bei einem so jungen Unternehmen ist es, sich als Finanzierer das Potenzial genau anzuschauen. Man kann nicht einfach mit üblichen Finanzkennzahlen arbeiten, sondern muss sich das Produkt und die Kundenmeinungen im Netz anschauen und prüfen, ob erste Gewinne generiert werden“, erklärt Hnida. creditshelf blickte sozusagen in die Zukunft des Unternehmens. Diese Herangehensweise kam bei deinSchrank.de gut an. „creditshelf steht ja selbst für einen digitalen Ansatz, deswegen hat das Team auch ein sehr gutes Gefühl für zeitgemäße Geschäftsmodelle wie unseres. Sie stellen genau die richtigen Fragen nach Conversions und Wachstumsraten“, resümiert Prokurist Koecke. Auch die Agilität, Geschwindigkeit und die kurzen Entscheidungswege bei creditshelf haben es dem Team aus Frechen angetan. In nur sechs Wochen ging im Frühsommer 2019 die gesamte Finanzierung über die Bühne.

Flexible Ergänzung der Bankpartner
„Der creditshelf-Ansatz ist ein tolles Beiprodukt, das genau in unsere Entwicklungsphase gepasst und die Finanzierung durch unsere Bankpartner gut ergänzt hatte“, sagt Koecke. Eine Ablösung für diese zuverlässigen und langjährigen Partner sieht der Prokurist darin allerdings nicht. Er betrachtet das junge Fintech eher als eine Unterstützung für die Banken: „Die Bankberater werden oftmals durch ihre Strukturen, Standards und strengen Regularien gebremst und können deswegen manchmal überhaupt nicht so schnell reagieren, wie sie möchten. Wenn ein Fintech wie creditshelf einspringen und aushelfen kann, dann freuen sich die Berater eher, dass einem langjährigen Kunden geholfen werden konnte“, ist Koecke überzeugt. „Wir haben creditshelf als Option auf jeden Fall auf dem Schirm und werden in Zukunft mit Sicherheit immer wieder gemeinsam Themen aufrollen“, gibt sich der Prokurist zuversichtlich.

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„Man kann nicht einfach mit üblichen Finanzkennzahlen arbeiten, sondern muss sich das Produkt und die Kundenmeinungen im Netz anschauen und prüfen, ob erste Gewinne generiert werden.“
Stefan Hnida, Firmenkundenbetreuer bei creditshelf



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