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ORTE DER KRAFT


Bio - natürlich gesund leben - epaper ⋅ Ausgabe 4/2021 vom 07.07.2021

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Wie geschaffen, um Energie zu tanken: das Siebengebirge, hier mit Blick auf den Drachenfels, Ruine und die Drachenburg.

Haben Sie einen Lieblingsplatz, an dem Sie sich sofort wohlfühlen, zur Ruhe kommen und auftanken, einen Kraftort? Wir nehmen Kraftorte vor allem über unsere Sinne wahr, über unser Körperempfinden, unsere Gefühle und Intuition. Sichtbare Merkmale eines natürlichen Kraftortes sind zum Beispiel Heilpflanzen wie Wacholder oder Holunder. Und so manche Wallfahrtsstätte wurde wegen ihrer Heilquelle berühmt.

Bei Naturvölkern wie den Aboriginees ist die Fähigkeit, intuitiv in Landschaften zu „lesen“, stärker entwickelt als in unserer mittlerweile hochtechnisierten Kultur. Sensitive Menschen nehmen einen Kraftort zum Beispiel über ein bestimmtes Chakra wahr, sehen seine Aura in Form von Farben, spüren die Anwesenheit von Naturwesen oder empfangen visionäre Botschaften. Geomantinnen (siehe Kasten) können durch intuitive Schau oder mithilfe von Messgeräten auch geologische Besonderheiten erkennen, die die ...

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... Ausstrahlung vieler Kraftorte prägen, beispielsweise unterirdische Wasseradern oder Gesteinsverwerfungen.

Kraforte finden

Gute Wegweiser zu Kraftorten sind Landkarten, archäologische Karten und Reiseführer, in denen geologische Informationen, Aussichtspunkte, prähistorische Kultstätten, vorchristliche Heiligtümer sowie Schlösser und Burgen gekennzeichnet sind. Auch Orts- und Flurnamen, in denen Heiligennamen vorkommen, sowie dämonisierende Bezeichnungen wie „Teufels-“ oder „Hexen-“ deuten auf einen Kraftplatz hin. Für das Aufspüren Ihres persönlichen Kraftortes kann es sinnvoll sein, darauf zu achten, wo in der Natur Sie sich besonders im Einklang mit sich und Ihrer Welt fühlen. Ein spannender Einstieg kann auch eine geführte Kraftortwanderung sein.

WAS IST GEOMANTIE?

Geomantie ist eine ganzheitliche Erfahrungswissenschaft und die erlernbare Kunst, die Atmosphäre eines Ortes zu interpretieren. Geomant*innen können geologische Besonderheiten messen, zum Beispiel Wasseradern (unterirdisch fließendes Wasser) und Feldlinien, zum Beispiel

• das Hartmanngitter (benannt nach Dr. med. Ernst Hartmann, einem Pionier der Geobiologie),

• das dazu diagonal verlaufende Currygitter (benannt nach Dr. Manfred Curry, einem deutschamerikanischen Arzt und Erfinder) sowie

• die Ley-Linien, eine lineare feinststoffliche Ausrichtung von bedeutungsvollen, oft heiligen Orten (entdeckt vom britischen Hobby-

Archäologen Alfred Watkins).

Zu ihren Erkenntnissen gelangen Geomant*innen durch die Beobachtung von Tieren und Pflanzen, durch intuitive Wahrnehmung oder mithilfe von Hilfsmitteln wie Wünschelruten oder einem Biotensor.

Durchatmen im Sieengeirge

Kraftorte sind oft reich an Sagen und Legenden. Im Siebengebirge in Nordrhein-Westfalen ist die Sage von Siegfried und dem Drachen besonders bekannt. Diese Orte müssen schon unsere Ahnen inspiriert und begeistert haben. Die ganzheitliche Beraterin und Heilpraktikerin Samra Salz aus Bonn und der ganzheitliche Berater und Landschaftsheiler Sharon Lars Steffens aus Troisdorf haben mich zu einer Kraftortwanderung zum Stenzelberg eingeladen, der sich in der Nähe von Königswinter befindet. Bis 1931 wurde hier das vulkanische Gestein uarz-Latit abgebaut. Mittlerweile hat die Natur sich ihr Revier zurückerobert und ein Trockenbiotop entwickelt. In der Felsenlandschaft kann es heiß werden – paradiesisch für Eidechsen!

Der Waldweg, der zum Berg führt, ist vom Ilex, der Stechpalme, gesäumt. „Ilex ist eine Bachblüte – viele kennen sie unter der Bezeichnung Holly –, eine Liebesblüte mit enormer Heilkraft“, berichtet Samra Salz. Wir umrunden den Berg ein Stück weit und biegen in einen Trampelpfad nach oben ab. Bald begrüßen uns Bäume mit einer auffälligen Wuchsform: Der Hauptstamm strebt in schmalen Stämmen auseinander, wie die Finger einer Hand. Plötzlich stehen wir vor einer Wand aus Erdreich und Wurzeln. Es sieht zunächst nicht so aus, als würde es hier weitergehen. „Bei besonderen Orten gibt es häufig eine natürliche Schwelle, so dass man vor dem Betreten zum Innehalten angeregt wird“, sagt Sharon Lars Steffens. „Kraftorte sind oft ähnlich wie Räume gestaltet. Zum Beispiel bilden Baumpaare eine Art Eingangstor. Einzeln stehende Bäume mit einer besonderen Ausstrahlung haben meiner Wahrnehmung nach eine Hüterfunktion.“

Eine solche Schwelle befindet sich nun hier. Ich kraxele über die letzte Wurzelschwelle, was mir mithilfe des gutmütigen „Wächterbaums“ gelingt, an dessen Stamm ich mich hochziehe. Und tatsächlich finde ich mich wie in einem neuen Raum wieder.

Samra Salz findet Worte für das, was ich empfinde: „Dieser Ort hat für mich etwas Verwunschenes. Er erinnert mich an meine tiefe, ursprüngliche Beziehung zur Natur. Wir Menschen spüren instinktiv, wo die Energie um uns herum förderlich ist, wo wir eine Resonanz zu unseren Bedürfnissen finden, zu unseren Träumen, zu alten Erfahrungen. Wenn ich in meditativer Haltung an einem Kraftort sitze, empfinde ich eine besondere Verbindung zu ihm. Auch die Tiere reagieren darauf, oft wird es still manchmal habe ich erlebt, dass in diesen Momenten in der Ferne Glocken läuten.“ Während sie von ihren Erfahrungen berichtet, erklingt im Tal tatsächlich eine Kirchenglocke! Ein feierlicher Moment der Synchronizität. „Auch der Klang der Vögel ist an einem Kraftort besonders. Oft singen sie zusammen, wie bei einem Konzert“, beschreibt Sharon Lars Steffens das melodiöse Zwitschern, das eben eingesetzt hat.

SHARON LARS STEFFENS arbeitet als ganzheitlicher Berater und ist in diesem Kontext auch als Landschaftsheiler tätig. Außerdem schlägt sein Herz für die Musik: Bei improvisierten Klavierkonzerten schwingt er sich zum Beispiel auf die feinstofflichen Informationen ein, die er von seinen Zuhörern wahrnimmt, und übersetzt seine Wahrnehmung in berührende Klänge.

Bäume als tanzende Akrobaten

Vorsichtig nähern wir uns der höchsten Stelle des Stenzelbergs. Von hier aus geht es steil bergab. Der Blick nach unten offenbart faszinierende Steinskulpturen. Kantige Säulen bilden ein imposantes ästhetisches Ensemble. Die Aussicht ist grandios: In der Ferne thront der Petersberg, tief unten schlängelt sich der Rhein. Auch historische Bauten wie die Bastei von Siegburg und der Kölner Dom sind zu sehen. „Die Erde hat Energiebahnen und besondere Energiepunkte, ähnlich wie wir das beim Menschen und seinem Meridiansystem mit den Akupunkturpunkten kennen“, erklärt Samra Salz. „Viele Kirchen und Burgen in dieser Region wurden von ihren Planern seinerzeit auf besonderen Energiepunkten und weithin sichtbar im Schnittpunkt mehrerer Blickachsen angelegt.“

Eine knorrige kleine Eiche, die horizontal aus dem Felsen herauswächst, erinnert mich an einen tanzenden Akrobaten. Sie macht in dieser für Bäume doch recht unwirtlichen Felslandschaft ihrer alität als Bachblüte der Kraft alle Ehre. Auf dem Stenzelberg gedeihen zahlreiche Eichen, ein Hinweis auf starke Erdstrahlungen.

Beim Abstieg passieren wir einen Feuerplatz in Form eines Steinkreises, den Besucherinnen hinterlassen haben – ein archaisches Symbol. Das instinktive Wissen, was einen Kraftort ausmacht, ist offenbar in uns angelegt. Die Aussicht ins Rheintal ist beeindruckend. Es muss wundervoll sein, hier den Sonnenuntergang zu erleben! Trotz der Sehnsucht, zu verweilen, ziehen wir weiter und folgen einem Trampelpfad, der uns durch den Wald zurück zu unserem Ausgangsort führt.

Damit uns natürliche Kraftorte erhalten bleiben, empfiehlt Samra Salz einen achtsamen Umgang mit ihnen: „Ich begrüße einen Kraftort innerlich und spüre hinein, ob es gestattet ist, ihn zu betreten. Ein Nein achte ich. Wenn die Antwort Ja ist, bedanke ich mich für das, was für mich hier bereitsteht.“ Auch ich bin dankbar für diesen inspirierenden Ausflug zu einem besonderen Ort.

Die Natur als Coach: Den passenden Kraffrt finden

Dass ein Aufenthalt in der Natur die Gesundheit fördert, ist seit der Erforschung des sogenannten Waldbadens (vgl. unser Artikel zum Waldbaden in BIO 5/20) in Japan wissenschaftlich belegt. In der Corona-Krise erlebt Naturcoach Kerstin Peter aus Mainz ein wachsendes Interesse an ihrem Angebot: „Meine Coachees empfinden es als etwas Besonderes, aus ihren vier Wänden herauszukommen.“

Da es beim Naturcoaching darum geht, nicht nur den Kraftort zu genießen und sich zu entspannen, sondern sich ungestört mit seinen Lebensthemen zu beschäftigen, achtet Kerstin Peter darauf, dass sie mit ihrem Coachee, also der zu begleitenden Person, alleine ist oder an einem Ort, an dem nur wenige Spaziergängerinnen vorbeikommen. Von einem zuvor vereinbarten Treffpunkt aus begleitet sie ihre Coachees dabei, zu spüren, wohin es sie zieht, und diesem Impuls zu folgen. Die Erfahrung hat ihr gezeigt, dass ihre Coachees sich intuitiv die passenden Plätze in der Natur aussuchen. „Ein Berg oder eine weite Wiese eignen sich zum Beispiel, wenn man sich in seinem Leben beengt fühlt“, erklärt sie, „der Berg hilft auch, wenn man seine Situation von oben betrachten möchte, um sich neu zu strukturieren. Für die Innenschau brauchen wir eher einen schützenden Raum wie eine Höhle. Menschen, die es schwer haben, zur Ruhe zu kommen, entspannen sich oft an einem See.“ Wenn der Atem ihres Coachees ruhiger wird, die Muskeln sich entspannen, das Gefühl auommt, in eine andere Atmosphäre einzutauchen und sich innerlich berührt zu fühlen, weiß sie, dass es der passende Platz ist.

Ist der Kraftort als Coaching- Raum gefunden, gibt sie ihrem Coachee Zeit und Raum, um die Atmosphäre des Kraftortes zu erspüren, der zum Beispiel als Spiegel oder Bühne für ihre oder seine persönliche Problematik dient Steine, Blätter oder Zweige können das Anliegen repräsentieren. Wer sich gestresst fühlt, möchte vielleicht einen Stein herumtragen und seine Belastung so körperlich ausdrücken. Im achtsamen Wahrnehmen der natürlichen Umgebung und durch Fragen des Naturcoaches findet die zu begleitende Person Antworten auf ihre Fragen. Die Lösung kann beispielsweise mit dem Loslassen des Steins oder Astes körperlich ausagiert und genossen werden; eine Blüte wird vielleicht zum Symbol für die Freude an der gefundenen Lösung auserkoren. Der Kraftort lässt sich auch als kreativer Kunstraum nutzen, um einen natürlichen Altar für ein Dankesritual zu bauen.

Schloss Türnich – ein historischer Kraffrt

Sakrale Stätten, ob vorchristlich oder christlich, erbaute man in früheren Zeiten bevorzugt über unterirdischen Wasseradern oft sind auch magnetische Anomalien oder eine erhöhte radioaktive Strahlung messbar. Was im privaten Wohnbereich nicht gesund ist, kann in einer Kirche den Zugang zu veränderten Bewusstseinszuständen wie Trance und Visionen erleichtern.

Die idyllische Schlossinsel Türnich ist von zwei Wassergräben umgeben. Das Barock- Schloss bei Kerpen, 1760 erbaut, gehört zu den wenigen Denkmälern, in denen noch eine echte gräfliche Familie wohnt. Zum Repräsentieren haben die von und zu Hoensbroechs allerdings wenig Zeit – hier krempelt man die rmel hoch und arbeitet. Vor allem in der Landwirtschaft. Im mehrfach ausgezeichneten Landschaftspark entsteht zurzeit ein Permakultur-Park.

Die Schlosskapelle, die ursprünglich am Torhaus gelegen war, wurde im 19. Jahrhundert neu konzipiert und in der direkten Nachbarschaft des Herrenhauses am Teich erbaut. Der Anlass war tragisch, denn Reichsgraf und Maruis Franz-Eugen von und zu Hoensbroech errichtete die Kapelle anlässlich des frühen Todes seiner Frau Hermine Gild. Entsprechend liebevoll wurde sie bis ins Detail ausgestaltet.

Godehard Graf Hoensbroech lädt mich in die Kapelle ein, schließt das Tor und die Zeit scheint auszusetzen. Ein echtes Tranceerlebnis, vielleicht durch die Wasserkanäle ausgelöst, die unter der Kapelle hindurchgeführt wurden? Eine starke geistige Präsenz ist spürbar. Bewusstseinserweiternd wirkt auch die Skulptur des Christus, der nicht leidend am Kreuz hängt, sondern wie in Siegerpose beide Arme in den Himmel reckt. Mit einer okkulten Symbolik aus geometrischen Mustern an den Wänden und auf dem Boden wird hier eine komplexe Schöpfungsphilosophie ausgedrückt.

Revitalisierung des Schlossgeländes

In den 80er-Jahren restaurierte Godehard Graf Hoensbroech, unter anderem gelernter Landwirt, den Schlosspark nach ökologischen Gesichtspunkten. Damals gaben die Hoensbroechs auch die energetische Harmonisierung der Schlossinsel in Auftrag: Das Herrenhaus ist wegen einer Grundwasserabsenkung seit Jahrzehnten unbewohnbar, eine Folge des Braunkohletagebaus. Traumatische Kriegserfahrungen, besonders der Angriff der Alliierten 1944, belasteten nicht nur die Anwohnerinnen, sondern auch die Atmosphäre des Anwesens. Aus Japan, wo der ehemalige Bayer-Manager lange mit seiner Familie gelebt hatte, brachte der Graf das Wissen um die Akupunktur, das japanische Feng Shui und die Steingärten Japans nach Deutschland mit. Aus Slowenien lud man den Künstler Marko Poganik ein. Er hat die „Lithopunktur“ entwickelt, eine Form der Akupunktur in Landschaften: Durch Platzierungen von Steinen an belasteten Bereichen sowie an besonders kraftvollen Orten wurde der Energiefluss auf dem Schlossgelände harmonisiert. Poganik entstörte Wasseradern, verband Kraftzentren miteinander und stärkte die Identität des Ortes – den „Genius Loci“, wie ihn die Geomantie nennt. Begeistert entdeckte er gemeinsam mit der gräflichen Familie Hinweise darauf, dass die Planer, die im 19. Jahrhundert den Schlosspark umgestalteten und die Kapelle neu erbauten, vermutlich in die geheime Baukunst der Templer eingeweiht waren.

Seit der energetischen Heilung des Schlossparks freut sich der Graf, der auch Begründer der Naturheilmittelfirma Ceres ist, über eine üppigere Vegetation. Die Heilpflanzen werden im Hof angebaut. Die Familie führt ein Bio-Café und bietet, so weit coronabedingt möglich, regelmäßige Schlossführungen an.

Paradies vor der Haustür

„Im Schlosspark und in der Kapelle ist viel Wissen gespeichert, das wir beginnen, wieder zu verstehen“, sagt Sohn Severin, Regisseur und Schauspieler, der sich für die Zukunft von Schloss Türnich als Permakultur-Park einsetzt. Zu diesem Verständnis trägt auch die Geomantin Marlene Staiger bei, die die Familie zur weiteren Stärkung dieses Kraftortes beraten hat, zum Beispiel im Hinblick auf das von der Grundwasserabsenkung geschädigte Herrenhaus, in dem Godehard Graf Hoensbroech noch aufgewachsen ist: „Mir ist wichtig, dass wir diese letzten Paradiese hüten, die es nicht nur in exotischen Ländern gibt, sondern auch vor unserer Haustür.“

KERSTIN PETER ist Diplomsportlerin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Naturcoach: „Seit vielen Jahren erlebe ich unglaubliche Momente mit meinen Klienten, aber auch mit mir selbst, wenn ich mit einer Frage in die Natur gehe. Auf eine leichte Art finden sich Antworten und meine Klienten genießen es, wieder zu ihrer eigenen Natur zurückzufinden.“

BUCHTIPPS

HANDBUCH FÜR KRAFTORTE

Jürgen Wolf, Synergia 2019, 223 Seiten, 11,90 Euro

COACHINGRAUM NATUR

Kerstin Peter, Schirner 2019, 207 Seiten, 19,95 Euro