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Panasonic SC-HTB900: Einnehmend ausgewogen!


Audio Test - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 23.08.2019

Seit Juni ist die neue SC-HTB900 Soundbar von Panasonic erhältlich. Diese ist nicht nur kompatibel zu Dolby Atmos und DTS:X, sondern obendrein auch noch „Tuned by Technics”. Ob die SC-HTB900 den Erwartung gerecht wird, lesen Sie hier im Test.


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Bildquelle: Audio Test, Ausgabe 6/2019

Leider muss man zum Verkabeln der SC-HTB900 diese immer anheben, da ihr Anschlussfeld nur von unten zugänglich ist. Dafür bietet sie zwei HDMI-Eingänge sowie einen ARC


Schon im Februar diesen Jahres wurde die SC-HTB900 angekündigt und nun hat das Warten endlich ein Ende. Panasonic hat bei der Entwicklung der Soundbar natürlich zuerst an die klangliche Ergänzung ihrer ...

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... neuen OLED TV-Modelle gedacht, aber der Besitz eines solchen ist selbstverständlich keine zwingende Voraussetzung. Auch wenn die Verbindung zu einem aktuellen Fernseher von Panasonic dank VIERA Link „HDAVI Control” so nette Funktionen wie eine automatische Synchronisation von Bild und Ton, automatische Eingangsumschaltung und eine gekoppelte Ein- und Ausschalt-Automatik der verbundenen Geräte bietet. Aber ganz generell empfiehlt sich die SC-HTB900 mit ihren 105 Zentimetern (cm) Breite zur Ergänzung von TVs ab einer Bilddiagonalen von 50 Zoll. Auch von anderen Herstellern. Spannend ist vorrangig, dass hier mit einer UVP von 799 Euro sowohl Dolby Atmos, wie auch DTS:X Unterstützung im preislichen Mittelfeld angeboten werden. Und auch der technolo-gische Crossover mit Panasonics Tochterfirma und Nobelaudiomarke Technics lässt natürlich aufhorchen.

Konstruktion

Die SC-HTB900 macht sowohl hinsichtlich ihrer Abmessungen, wie auch ihres Gewichts einen durchaus massiven Eindruck. Auf ganze 6 Kilogramm (kg) bringt es die Soundbar und ist damit sogar knapp schwerer als der mitgelieferte Subwoofer. Letzerer ist übrigens als Downfiring Bassreflel-uonstruktion ausgeführt und mit einem Lautsprecher mit 16cm Membrandurchmesser bestückt. Die Anbindung des Tieftöners erfolgt angenehmer Weise automatisch und kabellos. In der Soundbar selbst arbeiten insgesamt acht Treiber. Jeweils zwei 6,5cm Chassis für Links, Rechts und Center-Kanal und noch zwei zusätzliche Hochtöner. Es handelt sich also um eine 3.1 Konfiguration. Moment mal. Dolby Atmos, aber keine nach oben abstrahlenden Lautsprecher? Richtig gelesen. Denn mittels dessen was Dolby „[…] virtualized Dolby Atmos sound […]” nennt, soll auch ohne nach oben feuernde Treiber eine umhüllende 3D-Klangerfahrung möglich sein. Welcher psychoakustischen Tricks sich hierbei bedient wird, wird natürlich leider nicht verraten. Wäre ja auch zu schön. Wir sind jedenfalls auf das Resultat gespannt. Mit der satten Ausgangsleistung von insgesamt 505 Watt ist genug Potential da, um auch größere Räume klanglich auszufüllen. In den Endstufen der SC-HTB900 kommt übrigens Technics patentierte JENO-Engine zum Einsatz. JENO ist dabei ein zusammengesetztes Akronym aus Jittel-uliminierung und Noise-Shapinl-uptimierung und bezeichnet einen der eigentlichen Leistungsstufe vorgeschalteten Schaltkreis, der vor allem Taktschwankungen bei digitalen Signalen verhindern soll. Was uns auch freut ist, dass gleich drei HDMI-Anschlüsse vorhanden sind. Zwei Eingänge und ein ARC-fähiger Ausgang, um genau zu sein. Das Durchschleifen von 4K-Material mit 60fps funktioniert übrigens ohne Probleme. Nur Fans von Dolby Vision und HDR10+ werden enttäuscht, denn diese werden nicht unterstützt. Um diese Formate zu genießen empfiehlt sich der direkte Anschluss der Quelle an einen Fernseher mit entsprechenden Spezifikationen. Und leider gibt es noch ein wenig mehr zu meckern. Zwar verstehen wir den ästhetischen Mehrwert des nur von der Unter-seite des Gerätes zugänglichen Anschlussfeldes, jedoch erweist sich das Verkabeln so als unnötig umständlich. Immerhin ist der Spalt zum Hinausführen der Kabel auch für dickere HDMI-Kabel groß genug und es gibt genug Platz um abgeknickte Kabel zu vermeiden. Die wichtigsten Funktionen sind komfortabel an der Oberseite des Gerätes zu bedienen. Die Einrichtung des Netzwerks findet über die Google-Home-App statt. Schön, dass hier auch an eine kabelgebundene Lösung gedacht wurde, schließlich sind WLANs nicht immer unproblematisch in der Benutzung.

Das Display ermöglicht dank des hohen Zeichenumfangs eine komfortable Bedienung


Klang

Sämtliche Optionen zur Beeinflussung des Klangs finden sich wenig überraschend im Sound-Menü, welches seine eigene Taste an der Fernbedienung besitzt. Hier kann man zwischen sechs verschiedenen Sound Modes wählen: Standard, Stadium, Music, Cinema, News und Straight. News etwa hebt Stimmen für Nachrichten und Sportsendungen an und Cinema soll einen besonders dreidimensionalen Klang bei Spielfilmen erzeugen. Bei Musik kann je nach Quelle der Sound manchmal leicht phasig werden, aber dafür ist ja die AUS-Stellung gedacht. Generell weiß die SC-HTB900 mit einem ausgewogenen Klang, exzellenter Dynamik, sehr guter Sprachverständlichkeit und schönem Raumklang zu überzeugen. Und zum, Glück lassen sich auch mittels CLR Dialog und der DRC Option effektiv die Sprachverständlichkeit anpassen, ohne eine klassische Pegelanpassung des Center-Lautsprechers zu bemühen. Die DTS:X Dialog Control übernimmt speziell für DTS:X Material die Anpassung der Dialogklarheit. Somit bekommt man mit jeder Surround Quelle den optimalen Raumklang geliefert. ■

FAZIT

Wer eine Dolby Atmos und DTS:X fähige Soundbar im preislichen Mittelfeld sucht, sollte ohne Frage der Panasonic SC-HTB900 einmal sein Ohr schenken. Neben der Unterstützung der aktuellen objektbasierten Surround-Formate kann diese durch eine sehr gute Sprachverständlichkeit und eine vorbildliche Abstimmung von Soundbar und Subwoofer glänzen. Die verbauten JENO-Engines der Tochterfirma Technics und der potente 3D-Upmix-Algorithmus tun ihr übriges, für eine dynamische und räumliche Hörerfahrung.


Bilder: Auerbach Verlag, Panasonic